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Wieder einen kleinen Schritt näher zur induktiven Autobahn

„[…] Die südkoreanische Stadt hat zwei elektrische Busse, die Online Electric Vehicles (Olev), in Dienst gestellt. Damit denen unterwegs nicht der Saft ausgeht, wurde die Straße mit einer Stromquelle ausgestattet: In den Belag wurden Stromkabel eingelassen, die den Bus mit elektrischer Energie versorgen. […]“
golem.de/news/elektromobilit … 00839.html

Passend zum Thema:
handelsblatt.com/panorama/au … 02022.html

:smiley: :smiley: :smiley:

Hallo,

was ich an anderer Stelle schon prognostiziert habe, soll nun Realität werden:
Großbritannien testet Autobahnen mit Ladefunktion

LG
Andrea

Da Fahrzeuge Fahrbahnen sowieso kontaktieren (müssen), erschließt sich mir der Hype um das kontaktlose (und Wirkungsgrad schwache) Laden nicht. :unamused:

Naja, die Vison ist schon toll. Das Fahrzeug braucht nur noch einen kleinen Akku um Strecken zu überwinden die nicht so ausgerüstet sind, wird also leichter und billiger. Extrem: Die Nordschleife kriegt das auch und ein e-Auto kann seine Kreise unbegrenzt drehen und wiegt weniger als ein Verbrenner (weil der Motor leichter ist und kein Akku mitgeführt wird). Die Infrastruktur-Investition ist aber gewaltig und es macht auch nur Sinn wenn es quasi Flächendeckend ist, erst wenn man den Akku wirklich verkleinern kann und trotzdem überall hinkommt. Da wird es Science Fiction, das wird nicht implementiert wenn nicht mal Schlaglöcher nach dem Winter behoben werden.

Leto,

überhaupt nichts gegen mögliches Laden während der Fahrt,
aber warum kontaktlos, wo das Fahrzeug doch sowieso die Fahrbahn berührt?

Ich kann mir viele Probleme vorstellen mit Fahrbahnen die Spannung führen, Reifen die Elektrizität leiten, etc. Induktiv ist sicher einfacher und sicherer. Auch wenn schon da mit Herzschrittmacher über die Straße zu gehen das Leben kosten kann :smiling_imp:

Das ist der wahre Sinn des ganzen. Deshalb werden die Straßen auch von einem Konsortium aus privaten wie öffentlichen Renten- und Krankenversicherungen gebaut. Unter der Hand sind Renditen von 50% und mehr bei den Induktionsstraßen im Gespräch.

Audi kündigt bereits den Streetfighter für 2025 an, der auf jeden Fall kommen und besser sein werde als jedes andere Auto, das bis dahin Tesla anbieten würde. Gleichzeitig kündigte man den Q6 E-tron ab. „Es hat keinen Sinn, 2018 mit dem Q6 E-Tron auf den Markt zu gehen, wenn wir nur 7 Jahre später schon mit dem Q6 I-Tron den Weltmarkt erobern können.“

Der ebenso gefragte Porsche-CEO antwortete, Porsches Kunden forderten Feuer beim Fahren. Solange Porsche nicht sicherstellen könne, dass elektrische Fahrzeuge genauso unvermittelt und häufig Feuer fangen wie Porsche 911 GT3, könne man kein rein elektrisches Fahrzeug anbieten. Das sei Porsche seinen Kunden schuldig.

Daimler-CEO Zetsche sieht sich bereits jetzt als Marktführer auf dem Gebiet der induktionsgetriebenen Fahrzeuge, habe man doch schon 1987 MBB übernommen, die den ersten Transrapid-Prototypen bauten. Kein anderer Hersteller habe seitdem so viele Induktionsfahrzeuge verkauft wie Daimler. Sogar auf dem Zukunftsmarkt China sei Daimler bereits Marktführer.

Bei BMW hingegen begann man schon einmal, glückliche Zwangsarbeiter aus den Asylbewerberlagern vor den Toren Münchens mit der Batterie- und Kohlefaserproduktion zu betrauen, die später für ultraleichte Induktionsfahrzeuge benötigt werden, die dabei aber genauso schwer sind wie die Konkurrenzfahrzeuge von VW. Die BMW-Eignerfamilie Quandt sieht damit eine jahrzehntealte Familientradition - Arbeit für benachteiligte Volksgruppen - fortgeführt.

VW hingegen beschäftigt bereits eine Arbeitsgruppe, deren Ziel es ist, die Spaltmaße zwischen Induktionsspule im Fahrzeugboden und dem Straßenbelag auf VW-typische 2mm zu reduzieren. Überhaupt biete man als einziger Hersteller schon jetzt eine Palette von 10 Induktions-Hybrid-Fahrzeugen an. Von VW Golf über Tiguan bis hin zum zum vierten Mal gefacelifteten VW Phaeton könne man sein Samsung Handy schon per Induktion aufladen, während der zuverlässige und effiziente TSI-Motor mit Tripleturbo und zehnfacher Abgasnachbehandlung inkl. Pupsgaseinspritzung für Vortrieb sorge.

Tesla CEO Musk, der live vom Mars zugeschaltet war, lachte nur bei der Frage nach induktionsgetriebenen Fahrzeugen. Die aus der neuen Gigafactory 450, die die Mondrückseite bedeckt, stammenden Batterien ermöglichten Reichweiten von 4.500km on a single charge. Anschließend könnten sie an mittlerweile 1,5 Mio Ampeln weltweit während des Ampelstopps gratis geswapt werden. Er stelle jedoch dem Induktionskonsortium gern den Strom zur Verfügung, der mit den Solarzellen auf den Hyperloop-Röhren über den Straßen gewonnen werde. Nebenbei kündigte Musk den neuen P4800Q an, der mit seinen vier Motoren eine Leistung von 1500kW erbringe und von 0-100km/h in 1,8s beschleunige.

Etwas überspitzt dargestellt, aber die allgemeine Richtung könnte stimmen.

Cool, wie bei der Carrera Bahn mit Pin im Asphalt.

Du meintest vermutlich:
„habe man sich doch 1987 mit MBB übernommen“ :laughing:

p.s. der erste Transrapid (01) war von Kraus Maffei

Vermutlich eher so ein Flop wie die Carrera Servo (ohne Pin). :mrgreen:

Es ist schon interessant, daß genau die, die sich für die technologische Speerspitze halten, am innovationsfeindlichsten sind.

Ich war auch mal gegen Induktives Laden eingestellt, weil ich vom Transformatormodell ausging und das geht dann nicht ohne erhebliche Verluste: richtig.

Aber ausnahmslos alle derartigen Systeme arbeiten jetzt auf Resonanz und siehe da: die Verluste liegen durchaus in derselben Größenordnung wie eine Kabel/Steckerlösung (insbesondere, wenn man wie ein bekannter Anwender dieser Technologie sehr dünne Kabel nimmt und diese lieber kühlt…).

Meine Vision:

Morgens versetze ich über mein smartphone meinen SLKE in Fahrbereitschaft. Während ich frühstücke klimatisiert dieser den Innenraum, fährt einen Selbstcheck zwecks eventueller notwendiger Werkstattarbeiten, parkt dann aus seiner vandalismusgeschützten mit Reso-Lader ausgerüsteten Garage selbstätig aus und wartet direkt vor meiner Haustür auf einem für Gäste vorgesehenen Reso-Parkplatz. Er öffnet die Tür, wenn ich an ihn herantrete und fragt mich nach dem Einsteigen, ob ich selber zu fahren wünsche oder er automatisch das über das smartphone angegebene Ziel ansteuern soll. Heute steuere ich selber, nur die Autobahn an Frankfurt vorbei soll er selber fahren. Ich fahre über unsere Spielstrasse und über Land- und Hauptstrassen, die an strategisch günstigen Punkten wie Ampeln und Einmündungen die blauen Markierungen der Reso-Lader zeigen. Diese laden mit 80 kW meinen mit 200 kg recht leichten Akku immer wieder nach, so daß ich die Autobahn mit vollem Akku erreiche. Heute habe ich „Erhaltung“ gewählt, er plant und fährt daher so, daß er die rechte, wegen der Elektro-LKW fast durchgängig mit reso-Ladern ausgestattete Fahrbahn so nutzt, daß der Ladezustand am Ende der Fahrt wieder 100% beträgt (auf vierspurigen Strecken sind schon einige zweite Spuren auch mit Reso Ladern ausgestattet). Er ist recht schnell unterwegs, was auch dank der Reso-Lader so ist: nichts hat die Einhaltung des Rechtsfahrgebotes auf Deutschen Autobahnen mehr gefördert als die Ausstattung der rechten Fahrbahn mit Ladern ! In Frankfurts Norden angekommen, klappe ich meinen Laptop wieder zu und fahre selbst zu unserem Task-Force Building, wo er mich direkt im regengeschützen Bereich des Einganges absetzt, bevor er sich selbsttätig in die Tiefgarage verkrümelt, oder den nächsten Daimler Stützpunkt zwecks Wartung anfährt…

Gruß SRAM

1 Like

:mrgreen: :smiley:
Ich lach´mich scheckig. Geiler Post…

:laughing: Solche Kommentare musst Du, @TeeKay speichern, um es irgendwann mal ‚en bloc‘ zu publizieren.
Das muss allerdings noch geschehen, bevor die Beschreibungen Realität werden… :mrgreen: Du musst dich also beeilen! :laughing: :laughing:

Seltenerweise mal ein guter und nicht ständig Tesla angreifender Beitrag von SRAM, dessen Vision ich obendrein auch noch zustimmen kann. Induktive Stromversorgung während der Fahrt bzw. Laden wäre schon eine nette Sache. Wenn der Fahrstrom gleich induktiv entnommen werden kann, dann spart man sich die Verluste beim Laden des Akkus und beim Entladen. Ausserdem kein Zyklus für den Akku.

Allerdings befürchte ich, dass die Infrastruktur so teuer wird, dass der von den Nutzern zu zahlende Preis nicht akzeptiert werden wird. Die Nutzer werden also lieber mit einem größeren Akku durch die Gegend fahren und zu Hause (deutlich günstiger) laden.

Manchmal setzt sich ja (leider?) nicht die technologisch beste Lösung durch, sondern diejenige die im (Preis-)Wettbewerb und/oder zeitlich die Nase vorn hat.

Viele Straßen werden doch mittlerweile alle paar Jahre abgefräst und neu asphaltiert, alle 20 Jahre komplett abgebrochen und neu aufgebaut (z.B. A12, 1992 vierstreifig neu betoniert, jetzt schon wieder komplett abgebrochen). Auf der A45 stand an gefühlt jeder Brücke ein 60er Schild wegen Brückenschäden. Deutschlands Regierung hat die Steuern soweit gesenkt und die Restmittel so bescheuert verteilt, dass nichtmal die billige Bestandsinfrastruktur erhalten werden kann. Bis jetzt gibts nichtmal Geld für einen billigen 50kW Triplelader an jeder Raststätte. Wer glaubt da an die massenweise Verlegung von Induktionsplatten, die pro Tag 20.000-120.000 Fahrzeuge mit 22kW versorgen können und die Erneuerung alle paar Jahre im Zuge von Straßendeckensanierung?

BTW: Die Hersteller wollen nichtmal 11kW-Ladegeräte einbauen, Tesla keine 22kW. Für 120km/h bräuchten sie schon 22er, um die Energie zum Fahren per Induktion aufzunehmen.

In dem Falle einer Fahrbahnversorgung würde die Abstrahlung vermutlich eher durch sehr lange und relativ schmale Leiter erfolgen. Im Extremfall reichen zwei parallele Leiter in der Fahrbahn, also zwei Schlitze fräsen, Leiter rein, wieder vergiessen, fertig. Die Elektronik alle 100 bis 200 m am Seitenstreifen. So teuer wird das nicht…

Gruß SRAM

Vieleicht werden die deutschen Autofahrer beim „Schlaglochfahren“ ja weich geklopft für eine Autobahnmaut für alle? :bulb:

OT
TeeKay,
kannst Du mir das bitte erläutern, meine Wahrnehmung ist eine ganz andere.