Das Model S hatte 13-16 ja keine Mittelkonsole, sondern einen Yachtfloor bzw mit Teppich ausgekleidete Schale. Optisch sicher ein Highlight, die Kunden wollten jedoch wohl lieber eine praktische Aufbewahrungshilfe. So kommt es dann manchmal anders, als es die Designer gedacht haben.
ICH empfinde ein HUD als störend/ablenkend … so unterschiedlich sind Geschmäcker.
Ich bin letztens einen neueren A7 gefahren. 1.000 Knöpfe, Schalter, Touch … mal drücken, mal drehen, mal touchen … die Navi-Infos wurden mir an DREI unterschiedlichen Stellen gleichzeitig angezeigt …
Ich liebe das Tesla-Konzeot „weniger ist mehr“ bzw. „perfekt ist es erst, wenn man nichts mehr weglassen kann“.
Dazu gehört auch das HUD. … warum brauche ich eine Geschwindigkeits- und Navi-Anzeige in der Frontscheibe, wenn das Auto eh im AP fährt.
Das ist gaube ich aber auch eine Mantalitäts-Frage … der „klassiche“ Autofahrer will seine Höllenmaschine beherrschen. Dazu braucht er unzählige Einstellungs-/Optimierungs-/Überwachungsknöpfchen und Schalter … aber warum braucht man noch eine Anzeige der Kühlertemperatur?
Mein Vater fährt mit seinem Wohnmobil mit DREI verschiedenen Navis, weil keines so perfekt ist, wie er es gerne hätte. Ich sag immer: Jedes Navi führt dich an Ziel, folge einfach einem und gut ist … mach es nicht so kompliziert.
Übertragen auf Tesla: Wenn man bereit ist, ein ganz klein bisschen der Kontrolle abzugeben (weniger Knöpfchen aka „Individualisierungsmöglichkeiten“), kann man das ganze System um ein Vielfaches vereinfachen … weniger ist mehr!
Wenn der AP die Geschwindigkeiten auch einhalten / alle Schilder erkennen könnte wäre das ein durchaus denkbarer Ansatz bis dahin hat es wohl schon seinen Grund, das es z. B. von Startech einen gescheiten Tacho für M3 / MY gibt.
Dieser Startech-Tacho bedient die konservativen Nutzer, die sich an die neue Anordnung nicht gewöhnen können. Mir hat das Display hinter dem Lenkrad im M3 noch keinen Moment gefehlt.
Mir auch nicht, ein HUD fehlt mir aber schon
Ich sehe aber auch, dass ein vernünftiges HUD mit dem Dashboard-Design des Model 3/Y halt nicht geht, da ist halt dann „function follows form“…
Vielleicht ist ein Smartphone-basiertes HUD die Lösung für dich? Die neue Sygic-App verbindet Navigation inkl. Ladeplanung im EV-Modus mit einem konfigurierbaren HUD.
Sicmos ist für mich als Entwickler eher hausbacken. Gibt es schon seit laaaanger Zeit. Die Frage war immer, wie effizient und welche Ströme und Spannungen können realisiert werden und können die Grenzen nochmals verschoben werden?
Wirklich neu wäre GaN.
Das Verhältnis Tesla-sicmos-GaN müsste man in einem besonderen Beitrag beleuchten.
Den Artikel der ja nun in der ganzen Welt verbreitet wurde, werte ich als großes Missverständnis.
Was für ein Problem würde das lösen? Die Schwierigkeit ist doch, dass HUD-Bild in die Windschutzscheibe zu projizieren. Alles andere ist Murks und nur ein glorfiziertes Cluster-Display.
Und wenn Du das machen willst (Windschutzscheibe), dann brauchst Du eine sehr helle Lichtquelle vor dem Lenkrad. Die braucht Platz (Du bekommst ein großes Loch) und muss vom direkten Sichtfeld des Fahrers abgeschattet werden, sonst blendet sie.
Deshalb ist das mit dem derzeitigen Model 3/Y-Dashboard-Design nicht zu machen. Beim S/X ginge es.
Du könntest natürlich einen dicken Blob vor dem Lenkrad anbringen… da könnte dann auch gleich noch ein Tacho rein oder so und Du landest dann effektiv beim Design des aktuellen Model S/X.
Früher hatten wir auf dem overhead Projektor mal transparente Displays.
Sowas und die Windschutzscheibe eingebaut, mit sinnen und Aussenkamera die Kopfposition relativ zu den Gegenständen und man könnte sicher tolle Sachen machen.
Aber es wird nen Grund geben, warum das keiner tut
Sorry, ich bin nicht der richtige Adressat für das Thema HUD, da ich so etwas – wie oben geschrieben – nicht brauche. Es war als Tipp für dich gedacht, weil du oben schriebst
Die Lichtquelle der Smartphone-basierten HUD ist ja der Bildschirm des auf das "Armaturen"brett befestigten Smartphones. Ob das was taugt oder nicht, kann ich mangels eigener Erfahrung damit nicht sagen. Es gibt jedenfalls eine Vielzahl von Apps dafür.
Tesla wird ein HUD offensichtlich nicht bringen und setzt stattdessen auf große TouchScreens.
Tut es nicht. Es ist nur hell genug für nachts. Und dann produziert es Doppelbilder. Man braucht für ein HUD eine spezielle Frontscheibe, die im Sichtbereich des HUD eine Keilfolie enthält, die die doppelte Reflexion ausgleicht. Kostet nicht mehr als eine „normale“ Verbundglasscheibe, muss man aber halt bei der Herstellung einplanen.
Das stimmt einfach nicht.
Mein Aha-Erlebnis war die Aussage einer Ladenbesitzerin für Kinderkleidung:
„Die Omas/Opas bezahlen alle schon mit Apple-Pay, die jungen Leute noch bar oder mit Karte.“
Die Zeiten in denen Smartphones was für die jüngere Generation waren sind vorbei.
Bis 70Jahren haben fast alle ein Smartphone, über 70 fällt die Quote auf immernoch 50%.
Du willst jetzt nicht das Bezahlen mittels Smartphone mit der Bedienung eines Tablets vergleichen? Wenn Ladesäulen so einfach zu bezahlen wären wie es im Geschäft möglich ist, wären wir einen riesen Schritt weiter.
In unserem Tesla Stammtisch haben wir mehrere Mitglieder, die über 80 sind. Die kommen prima mit ihrem Tesla zurecht, obwohl sie nicht mit einem Smartphone aufgewachsen sind.
Es wird den älteren Generation einfach nicht gerecht ihnen mangelnde Fähigkeiten im Umgang mit Smartphones/Tablets zu unterstellen.
Und aus meiner Sicht wirkt das auch arg vorgeschoben – bin ehrlich gesagt solche Argumentationslinien leid, dafür mußte ich in der Corona-Zeit zuviele ältere Leute sagen hören „die armen Kinder müssen ständig die Masken tragen“ und im Wahlkampf von der CDU „Umweltschutz wird aber teuer für die sozial Schwachen!“. Ständig werden überall pseudohaft Betroffene ins Feld geführt.
Das die Ladesäulen-Bedienbarkeit jenseits der SuC eklatant umständlich ist, das Problem haben ja jung und alt gleichermaßen.
Sicher gibt es solche Personen. Ich denke aber, dass die Aussage, dass die ältere Generation schlechter mit PC und Smartphone zurecht kommt, i.a. korrekt ist. Ich denke da nur an meine Nachbarin, die mit 80 noch nie im Internet war und es auch rigoros ablehnte, sich dies anzuschauen. So eine Einstellung wird mit abnehmenden Alter sicher immer seltener.