Es ging doch um die Frage warum eine Produktion von 1 Mio Autos weltweit erst in 7 Jahren erreicht wird.
Man kann wohl kaum davon ausgehen dass diese 1 Mio BEV/Jahr alle 100.000 Euro Autos von Tesla sein werden.
Dein ganzen Argumente interessieren zum großen Teil den normalen Autofahrer einfach gar nicht. Das sind alles Argumente für den technophilen Öko mit tiefen Taschen.
Der normale Autofahrer mag wenn möglich seinen heutigen Verbrenner einfach ersetzen, und zwar ohne große Nachteile, die Du einfach verschweigst:
höhere Kosten beim Kauf und für die meisten auch das Laden
geringere Reichweite verbunden mit langsamen Laden
kein Anhänger, wenn doch geringe Anhängerlast und noch geringere Reichweite
Für die Mehrheit keine Lademöglichkeit Zuhause
viel technischer Schnickschnack der bei den meisten Autoherstellern zusätzlich noch mehr Geld kostet.
Die Bremser sind weder die Autohersteller noch die Verbrennerfahrer alleine. Angebot und Nachfrage müssen zusammenpassen, nur dann entwickelt sich ein funktionierender Markt.
Im Moment haben wir S und A3 (fährt meine Frau). Wenn wir z.B. eine Tagestour an die See machen, fahren wir jetzt IMMER mit dem A3. Es ist für uns halt unkomplizierter. Unzählige Male mit dem S geärgert, dass die wenigen Lademöglichkeiten belegt, defekt oder abgesperrt waren und wir dann auf der Rückfahrt noch eine Stunde am SuC stehen mussten (wenn Emsflower zu hat, ist in Emsbüren ja nix los).
Ganz genau so! Deshalb hat sich in den letzten 5 Jahren in unserem Dunstkreis (Wohnstrasse, Firma, Bekannte+Verwandte) auch kein einziger beim Neukauf für ein E-Auto entschieden.
Ich kann das verstehen. Meine Frau fährt auch viel lieber mit dem BMW, weil sie sich da keine Gedanken über den Ladezustand und das Laden machen muss.
Mit dem BMW kann sie jederzeit ohne Nachdenken hinfahren wo sie will. Wenn der Tank leer ist dann wird halt innerhalb von 5 Minuten an einer der zahlreichen Tankstellen getankt. Und zwar bei einer Restreichweite von 200 km und nicht bei 40 km.
An einer Ladesäule, wenn denn mal eine frei ist, zu laden ist für sie viel zu kompliziert. Schon das Kabel heraus zu holen ist zu kompliziert. Typ2 ohne angeschlagenes Kabel ist völliger Unsinn.
Und wenn wir mit dem MS unterwegs sind dann besteht ständige Angst, ob denn noch genügend Strom da ist. Und können wir am Ziel laden, und wie lange dauert das.
Dies zeigt dass noch ein erheblicher Bewusstseinswandel stattfinden muss, bevor sich BEV durchsetzen.
da muss man aber schon sehr durch die Tesla Brille sehen, um die Pros so zu werten.
Platzangebot: Ist im S sicher gut, aber in E Klasse, A6 speziell als Kombi durchaus vergleichbar
Vorklimatisierung: unbestritten ein Pluspunkt
Updates: Grundsätzlich gut, etwas böswillig könnte man aber sagen, ein zu Ende entwickeltes Auto braucht es nicht. Das Tesla neue Softwarelösungen zum Teil auch für ältere Fahrzeuge nutzbar macht, finde ich hingegen sehr gut.
Zeitersparnis durch Laden am Stellplatz. Ich finds nervig für jede Strecke Stecker rein/ raus. Alle 800Km Tanken ist da für mich noch praktischer. Könnte sich ändern, wenn wireless Charging kommt.
höhere Effizienz: Interessiert bei den Dienstwagen niemand. Ist aber ja auch unbedingt notwendig um mit E Fahrzeugen und dem geringen Energiegehalt überhaupt einigermaßen auf Reichweiten zu kommen.
Emissionsminderung: Lokal ja, global vielleicht, praktisch für die EU Bevölkerung noch irrelevant.
Abhängigkeit von globalen Energielieferanten: Ob nun der Willkür der Ölpreise oder Strompreise ausgesetzt zu sein interessiert mich herzlich wenig. Wenn E Mobilität wirklich Massentauglich wird, dann wird auch hier eine entsprechende Abhängigkeit hergestellt werden. Nicht jeder kann auf private PV Anlage zugreifen.
Weniger Lärm: Sicher ist ein Model S leiser als ein 3er Golf Diesel, aber die moderne Oberklasse hat in Punkto Geräuschdämmung schon einiges zu bieten. Hier könnte Tesla mit Dämmglas oder besserer Entkopplung der Antriebs- und Rollgeräusche noch um einiges zulegen.
weniger Bremsverschleiß: Ich hoffe für E Fahrzeuge gibt es bald haltbarere Bremsen. Mit einer vergammelten Bremse eine Notbremsung hinzulegen ist nämlich kein Spaß. Darüber hinaus wechsele ich als Vielfahrer auch nicht monatlich die Bremsbeläge oder Scheiben.
Ein Pedal fahren: Nicht schlecht, aber eine mehrstufige moderne Automatik bietet nun auch nicht gerade wenig Komfort.
Sicherheit. Ließt sich jetzt für mich als wären vergleichbare Oberklasse Limousine unsichere Seifenkisten. Crashtests belegen hier eher Gleichstand. Unterschlagen hast du aber den Vorteil eines E Fahrzeugs beim Rollen. Durch den niedrigen Schwerpunkt kommt es weniger schnell zu Überschlägen.
Ob die E Mobilität die Lösung ist, muss sich erst noch herausstellen. Für Vielfahrer die auch mal 700-800 Km am Stück ohne Pause unter Zeitdruck runter reißen müssen, sehe ich noch keine greifbare Lösung. Wenn die Anschaffung keine Rolle spielt und man gemütlich durch die Lande ziehen will, dann mag das alles passen. Den Luxus können sich aber die wenigsten leisten.
Thema Gesamtkosten: Hier muss ich speziell immer über Horst Lünings Videos lachen. Leasingraten von Geschäftswagen sind ca. die Hälfte von einem Model S. Das holt man im üblichen 3-4 Jahres Wechseltonus nicht mehr raus. Wiederverkauf Risiko, Werkstatt und meist auch Tausch von Verschleiß mit eingerechnet. Die Rechnung hab ich schon mehrfach aus Interesse durch. Der geringe Prozentsatz Privatpersonen dürfe Für die etablierten und auch Tesla wohl relativ egal sein. Geschäftskunden muss man anlocken, dann kommen auch die Stückzahlen. Aber da bremst aktuell in erster Linie der unterirdische Service von Tesla alles aus.
Die 0,5 Prozent Besteuerung von Hybriden wird ab nächsten Jahr einen regelrechten Boom auf A6, E Klasse und 5er auslösen. Diesel verkommt zur Nische mit den Folgen explodierender Co2 Bilanzen.
Meiner Meinung nach widersprichst Du Dir in verschiedenen Posting. Einerseits haben sie die Fabriken und können ganz schnell und günstiger als Tesla umstellen (können und wollen sie aus vielen, hier schon genannten Gründen nicht), anderseits brauchen sie noch 7 Jahre weil sie zu spät gestartet sind. Was denn nun?
Hä? Kann ich zum großen Teil nicht nachvollziehen, das klingt alles wie Argumente von jemanden der noch gar nicht E-Auto fährt (das unterstelle ich dir nicht). Könnt ihr nicht daheim laden und immer voll losfahren? Hat euer Auto nicht über 300 km Reichweite? Fahrt ihr öfter an einem Tag über 300 km nur über Landstrassen fernab der SuCs? Falls ja, warum legt ihr euch nicht 1 oder max 2 Ladekarten und/oder Apps zu, um auch in der Fläche problemlos nachladen zu könne? etc. etc. etc Bin ratlos.
Was ich sagen will:
Weder Tesla noch Volkswagen schafft 1 Million Fahrzeuge in 2021. Das war die ursprüngliche Aussage auf die ich mich bezogen habe (evtl bezog sich der Post sogar auf 2020, was noch unmöglicher wäre: Tesla Service Center in Eindhoven).
VW kann zwar bestehende Fabriken umstellen, ist aber zu spät gestartet. Tesla hat zwar Vorsprung, es fehlen aber noch weitere Fabriken, die erstmal finanziert und gebaut werden müssen.
Doch Snuups, ganz genau das hat er gesagt. Des Menschen Wille ist aber sein Himmelreich, auch wenn ich diese längst widerlegten Argumente und die nicht-widerlegbaren Pseudo-Argumente nicht unbedingt von einem Tesla-Fahrer erwartet hätte. Vielleicht muss man in Deutschland auch einfach aufgeben mit dem Geschwindigkeits/Reichweiten-Argument, das gilt eben NUR hier und NUR für eine Minderheit. Ich glaube, Teslas in Deutschland sind wie ein Vergrösserungsglas für diesen Personenkreis, weil es bisher noch nie eine Klasse von 100 kEURO Autos gab, die nicht dauerhaft 250 bolzen konnte - in der Theorie. Die Praxis… Aber lassen wir das, ich bin müde
Ich bin jetzt mal gemein und fasse Deine Auflistung so zusammen:
der „normale Autofahrer“ hat keine Ahnung vom TCO, braucht einen Anhänger und parkt mit dem immer am Straßenrand, wo er nicht laden kann, fährt jeden Tag mindestens 500km und will, wenn technischer Schnickschnack benötigt wird, unbedingt ganz viel Geld zahlen, was aber leider bei Tesla nicht geht, da dort umsonst.
Soviel zum Thema des von Dir beschriebenen „normalen Autofahrers“
Merkt Ihr eigentlich nicht wie sich die Trolls hier ausbreiten?
Meine Frau liebt den Tesla. Sie hat extra ihr Lieblingsskigebiet gewechselt und dadurch ein noch schöneres gefunden (mit SuC).
Seit 2 Wochen brauch ich meinen WaC nicht mehr. Weil die SWM mir 5 m neben meiner Garage 4 22kW Säulen hingebaut hat. Toll beschildert und so zahl ich für einmal volladen noch 7€ inkl MwSt.
Ich bin drr Meinung. Wer nicht will der hats nicht verstanden was wir mit jedem Tropfen Ersöl unserem Planeten antun. Ich habe Kinder und kNn mit den heutigen Alternativen ganz sicher keine dieser Umweltsünden mehr begehen. Und keine Sorge ich bin kdin Grüner sondern nur bedacht.
Oder andersrum sehr durch die Jeden-Tag-Langstrecken-Fahrer-Brille, um die Cons so zu werten.
Die in den letzten Posts vorgebrachten Gegen-Argumente gelten nur für Leute, die ständig Langstrecke fahren und/oder nicht zuhause oder auf der Arbeit laden können. Sind das die angeblichen von egn beschriebenen „normalen Autofahrer“? Statistisch gesehen selbstverständlich nicht, wenn man Eigenheimbesitzer, Leute mit Garage oder festem Stellplatz betrachtet, und das sind unter Autobesitzern nunmal schon sehr viele.
Die von tornado7 aufgezählen 12 Punkte dagegen gelten für jeden. Selbst wenn ich kein Effizienzfanatiker wäre, würde ich zumindest in der Praxis „- das Platzangebot“, „- die komfortable Vorklimatisierung“, „- Zeitersparnis durch Laden am Stellplatz“, „- weniger Lärm“, „- weniger (Brems-)Verschleiss“, „- Ein-Pedal-Fahren (der Jaguar I-Type macht das genial)“ bei einem Downgrade zu einem Verbrenner SOWAS von vermissen, daß für mich so ein Rückschritt absolut gar nicht mehr in Frage käme.
Naja, da ist schon was dran, denn bisher hat noch absolut jeder meiner Gesprächspartner (egal ob geschäftlich oder privat) mit genau solchen Argumenten gearbeitet, wenn ich vom Wunsch nach einem E-Auto erzählte.
Beim technischen Schnickschnack sehe ich das übrigens ganz anders, da fehlt Tesla doch inzwischen so einiges, was man bei ABMP bestellen kann.
Die meisten der genannten Punkte kann übrigens ein PHEV genauso hat aber den Fallback den Verbrenner
Ständig alle Ladesäulen kaputt / belegt / unzugänglich und immer eine Stunde am SuC… Ich stehe selten länger als 15 - 20 Minuten am SuC. Ist dein Auto kaputt? Oder vielleicht regnet es bei dir in jedem Urlaub auch jeden Tag.
Nicht ganz. Denn in den (Plug-In) Hybrid Fahrzeugen stecken durchaus flüssig gekühlte Akkus mit Ladeleistungen auf Zell-Ebene im Bereich ~10C. Das grundlegende KnowHow ist also durchaus vorhanden.
Die Gigafactory soll Ende des Jahres 35GWh erreichen, was der weltweite Produktion im Jahr 2013 entspricht (Eigene Aussage Tesla). Die Zeit ist für die anderen Hersteller aber nicht steht geblieben, auch die haben weiter gebaut. Die Zellen kommen auch nicht mehr zwangsweise aus Asien, sondern auch aus Europa.