Damit ist der Vorsprung natürlich unendlich, da er niemals eingeholt werden kann.
Doch kann er, aber nicht mit den klassischen Mitteln. Wir stecken in vielerlei Hinsicht in einer Zeitenwende. Da versagen scheinbar die alten Strukturen.
Meine Prognose ist dass VW rechtzeitig die Kurve gekriegt hat und den nötigen Nachdruck und die Entschlossenheit mitbringt. Sie werden sich langfristig am Markt etablieren.
Andere, kleinere und weniger entschlossene, zb BMW werden langfristig zu Auftragsfertigern für Digitalkonzerne wie Apple oder Google degradiert. Oder aussterben. Das Mindset passt einfach nicht mehr zu der Zeit.
Doch nun warnt BMW-Entwicklungsvorstand Frank Weber die Kollegen bei Daimler in Stuttgart und VW in Wolfsburg mit klaren Worten, die auf der IAA heftig diskutiert werden dürften: „Achtung, es ist ein Fehler, wenn jeder ein eigenes Betriebssystem entwickelt, das ist eine Sackgasse!“ Hintergrund ist, dass durch diese jeweils ganz eigenen Entwicklungen die bisherige Kompatibilität bei den Zulieferteilen verloren geht.
[Quelle: BMW fordert gemeinsames deutsches Autobetriebssystem - Wirtschaft - SZ.de]
Man merkt, dass Frank Weber Maschinenbauingenieur ist. Seit wann geht bei (mehreren) Betriebssystemen die Kompatibilität zu Zuliefererteilen verloren? Wie in der IT üblich müssen die Schnittstellen für die Zuliefererkomponenten standardisiert werden und nicht die Betriebssysteme.
Trotzdem kann ein herstellerübergreifendes Betriebssystem natürlich Synergien schaffen. Das würde ich dann aber tatsächlich von einem Kompetenteren wie Google oder Apple erwarten.
Aus dem Zitat lese ich zwischen den Zeilen allerdings auch heraus, dass sich BMW bereits gegenüber Daimler und VW im Hintertreffen fühlt.
Genau: Disruption halt.
Es wird langfristig nicht helfen, z.B. die Produktion für Fahrzeuge anzupassen (was ja Evolution wäre). Dinge müssen neu gedacht werden, und das macht Tesla. Der Fahrzeugverkauf ist kein Selbstzweck sondern nur Mittel zum Zweck.
Deshalb sind Diskussionen „wer die bessere/größere Batterie hat“ völlig unwichtig.
Das bekommen dann auch andere Branchen noch zu spüren (z.B Versorger).
Das ist sehe ich auch so und an dem Zitat die einzig relevante Erkenntnis.
Liegt eher daran, dass die anderen Hersteller wegen den EU Grenzwerten schon vorher genau planen wieviele Elektroautos sie bauen wollen und entsprechend viele bestellen. Es muss ja genau eine Punktlandung erreicht werden, sonst sind im nächsten Jahr die Ziele automatisch höher und schwieriger zu erreichen.
Tesla will so viele wie möglich bauen und verkaufen. Hat aber für die Kunden auch Nachteile, weil dann einfach plötzlich ein Fahrzeug mit LG anstatt Panasonic Akku kommen kann, welcher schlechtere Eigenschaften hat.
Der MEB ist zum Beispiel sowohl für Pouch- wie auch Prismatische Zellen vorbereitet worden und hat damit eigentlich eine grosse Flexibilität. Genutzt wird sie aber bisher nach meinem Wissen nicht wirklich. (Weiss allerdings nicht, was in China verbaut wird)
Die Strategie wird halt viele Marktanteile kosten.
Also bei mir kommt das nur als Marketing an. Am Ende ist Musk für mich einfach ein intelligenter Geschäftsmann mit Visionen, der ein neues Geschäftsfeld gerochen hat.
Das beeinflusst aber meine Meinung über ihre Produkte null. Diese können zum Glück auch selber überzeugen.
Was bei Tesla sehr gut funktioniert ist das „Out-of-the-box“-Denken. Nur weil etwas schon „immer so war“, muss es nicht die beste Lösung sein. Hilfreich ist sicher auch, dass sie mit einem leeren Blatt Papier gestartet sind, anstatt darüber nachzudenken, welche alten Teile aus dem Regal sie weiter verwenden können um Geld zu sparen. Und sie müssen sich auch keine Gedanken darüber machen, was mit den Mitarbeitern passiert, die bisher für die Verbrenner Motoren zuständig waren. Oder was mit den Händlern passiert, wenn die wartungsarmen Elektroautos kommen…
Dort ist aus meiner Sicht die grösste Schwäche der Althersteller. Die alten Sachen die man nicht von einem Tag auf den anderen abschneiden kann/will. Dort werden sie stark ausgebremst.
Zum Topic Titel an sich:
Sicher bei der Software und der Elektroarchitektur (viel simpler, ohne 236736 Steuergeräte) sind sie einiges voraus. Bei der Software wird es einige Jahre dauern, bis hier die anderen Hersteller das Knowhow aufbauen. Auslagern liegt hier aus meiner Sicht kaum noch drinn, weil man sonst einer der wichtigsten Elemente weg gibt.
Allerdings gibt es auch Themen wo sie überraschend schnell ein oder überholt worden sind. Siehe 800V Architektur von Hyundai und entsprechend schnellem Laden. Oder die Effizienz und Reichweite von einem EQS.
Man darf eben auch nicht vergessen, dass es meistens einfacher ist etwas nachzumachen, als etwas neues zu erfinden. Daher ist die Konkurrenz häufig schneller da, als man denkt.
@Nozuka Sehr gut geschrieben und analysiert.
Der Nachbar meiner Mutter hat einen ID3. Dieser wurde bereits zum zweiten Mal von einem Abschlepper abgeholt. Zu meiner Mutter hat er bereits mehrfach gesagt…„Hätte ich bloß einen Tesla genommen“. Das was OVE sagt „steht er, dann lädt er“ stimmt also wirklich 
Ich denke in 09/2021 war/ist Tesla nach wie vor die Benchmark.
Zudem würde ich mich freuen, wenn die Alteingesessenen Fahrzeughersteller weg kommen würden von dieser schändlichen Aufpreispolitik. Heute mal ein Cupra Born konfiguriert…ca.45K…wenn ich nix vergessen habe. Das kann doch nicht sein. Alle machen das Spielchen munter weiter…und das scheint kaum einer zu bemerken. Respekt!
Viele sehen das als Vorteil!
Autokäufer wurde jahrzehntelang gut konditioniert.
18 Beiträge wurden in ein existierendes Thema verschoben: 400V vs. 800V – Vor- und Nachteile der beiden Systeme
weil die persönliche Transformation ja auch nach 1 Nachmittag vollzogen ist…
Klar - vor dem ersten Bier und nach dem ersten Bier, da ist die Transformation durch. SCNR 
Tesla hat ja beim neuen MS die Spannung auch schon erhöht. Grundsätzlich kann man mit einer höheren Spannung einiges an Geld sparen was die Inverter und den Aufbau der Batterie angeht. Auch die Verkabelung im Auto.
Von Tesla ist hier als US Unternehmen nicht zu erwarten, dass die Spannung nach oben gehen wird oder sich auf jeden Fall damit schwer tun wird, denn in den USA sind oftmals höhere Spannungen verpönt.
Beim angekündigten „kleinen“ Tesla wird sich zeigen, was Tesla drauf hat. Kommt da ein Auto in der Größe eines Zoe, das tatsächlich billiger, besser oder gleich beides ist? Jetzt kommt Tesla in ein Marktsegment, wo man nicht der erste ist. Und wo man noch größere Stückzahlen verkraften muß. Nicht nur in der Produktion, sondern auch in Auslieferung, Ersatzteilen, Service. Und wo Fanboys kaum noch eine Rolle spielen.
Das wird spannend.
Dass dauert noch 2-3 Jahre bis das relevant wird…
Wenn ich den Bericht so lese frage ich mich wie weit Tesla beim autonomen Fahren hinterher hinkt. In Tel Aviv sind autonome Fahrzeuge mit Mobileye-Technik schon unterwegs.
Der vollständige Sensorsatz des Mobileye-Systems besteht aus 13 Kameras, drei Fernbereichs-Laserscannern (Lidar), sechs Nahbereichs-Lidaren und sechs Radarsensoren.
Das sind auf jeden Fall wesentlich mehr Sensoren als in den Teslas verbaut sind. Wenn Tesla autonomes Fahren mit den wenigen Kameras hinbekommt ist das preislich natürlich ein großer Vorteil. Es bleibt spannend …