Also ich fahr jetzt seit Mitte 2019 Model 3. Zuerst Longrange. Dann Performance.
Ich ratter jedes Jahr 60.000 km auf meine Fahrzeuge und bin vorher Audi und Ford mit gehobener Motorisierung gefahren.
Ich bin auch definitiv kein Fanboy was Tesla anbelangt. Ich bin Musk Fanboy im Bereich spacex, da steh ich dazu.
Am Anfang hat man natürlich wie in einer neuen Liebe die rosarote Brille auf. Grad wenn man das erste Mal in seinem Leben einen Neuwagen gekauft hat.
Irgendwann fangen dann aber doch die rationalen Gedanken an und der ein oder andere Störfaktor kommt in den Vordergrund.
In meinem Fall ist Platz 1 der nervigsten Dinge, dass der P bereits ab 80% SOC massiv Leistung verliert.
Auf Platz 2 dann direkt die Fernlicht automatik und danach die Dreck Falle in den vorderen Radkästen hinter den mudflaps.
Brett hartes Fahrwerk hingegen mag ich und das dong des AP höre ich längst nicht mehr.
Ob das Fahrwerk bei 230 kmh gaga ist, keine Ahnung, ich fahre nur 150 auf der Autobahn, manchmal 170.
Auch der Scheibenwischer funzt bei mir 1a außer bei Gischt und da kommt einfach oben an die Kamera zu wenig Wasser, während man unten schon nix mehr sieht.
Chinesische Verarbeitung passt auch für meine Ansprüche.
Man muss hald dazu sagen, dass ich da auch nicht soo drauf achte. Ich steige teilweise täglich mit Fett und Öl an der Hose ins Auto und das trotz der weißen Sitze. Fahre Baumaterial und Stroh spazieren im Auto, esse Döner im Auto und ich verbiete Mitfahrern auch das Rauchen nicht.
Die Sitze waren seit dem 3. Tag nicht mehr rein weiss und werden das wohl auch nie mehr werden. Genauso wie der Filz am Boden nie mehr ohne Stroh sein wird. Ist hald ein Arbeitstier.
Ein EV6GT wäre eine Alternative gewesen, aber soweit ich weiß braucht der ja wieder einen Schlüssel und kann nicht über Bluetooth entriegeln. Dann ist der schon wieder ausm Rennen.
Ich hab jetzt einen Plaid bestellt als Nachfolger für den P, weil ich den Punch ausm Stand lieben gelernt hab.
Das war auch der Grund, warum ich nach einer Probefahrt den ersten Tesla gekauft hab.
Man gewöhnt sich dran und will mehr, also vom LR zum P.
Jetzt ist der P langweilig und der Kofferraum für die zukünftige Familie zu klein.
Und beim plaid gibt’s dann hinsichtlich Preis Leistung eh keine Konkurrenz oder Alternativen, wenn man Bock auf die Beschleunigung hat und keine 2.000 Euro aufwärts im Monat an die Bank abdrücken kann oder will. Oder gar gut geerbt hat 
Tesla macht einfach Spaß, weil alles so unkompliziert easy ist. Beim Service sehen das viele anders, da kann ich aber aufgrund mangelnder Erfahrung nicht mitreden.
In meinem Fall löst jedenfalls der Punch beim Pedal treten die Euphorie aus und mittlerweile selbstverständliche Dinge, wie Smartphone als Schlüssel, geile App, riesiges Display ohne Hänger…
Und das hält mich bei Tesla, solange das kein Anderer bieten kann, selbst wenn das Fernlicht noch schlechter wäre oder die Sitze knarzen oder die Spaltmaße unterirdisch wären.
Im Endeffekt also immer eine Frage der Prioritäten.
Und was mir am meisten am Senkel geht, dass ich jeden Tag auf 90% laden muss, um annähernd volle Leistung abrufen zu können, das sollte sich ja mit dem Plaid erledigen.
Wenn sie dann noch das Fernlicht hin bekommen, kann ich nicht mehr meckern 