Hallo liebe Community,
ich stehe vor einer knackigen Frage und möchte euch gerne um eure Meinung bitten:
Im August 2020 habe ich mir ein M3 Performance zugelegt und liebäugle jetzt mit einem Wechsel zu einem gebrauchten MX. Wie kommt es dazu? Das M3 war für mich damals einerseits die Erfüllung eines Traumes, andererseits eine Kompromisslösung. Als jahrelanger Dienstwagenfahrer im öffentlichen Dienst („uns kommt nichts außer BMW und Audi ins Haus“) war mir der Wunsch nach einem e-Auto (insb. Tesla) immer verwehrt geblieben. Durch einen Arbeitgeberwechsel verlor ich das Dienstwagenprivileg (aus meiner Sicht zu meinen Gunsten) und habe mit dem damals reduzierten MwSt.-Satz und BAFA-Förderung beim M3 zugeschlagen. Ich bin begeistert vom Wagen, wir haben mittlerweile fast 40.000km runter, waren zwei Mal mit der vierköpfigen Familie im Urlaub (Italien) und das Auto macht mir jeden Tag aufs Neue riesen Spaß.
Nun zum Thema „Kompromisslösung“. Mit 1,96m bin ich recht groß gewachsen und mein Sohn (6) im Kindersitz hinter mir hatte seit seinem dritten Lebensjahr in bisher jedem Auto Probleme, seine Beine auszustrecken und ist nur am Meckern und Treten. Im M3 ist es zwar für ihn erträglich, aber bei einer Probefahrt in einem MS in 2019 waren wir allesamt vom Platzangebot hinter mir als Fahrer begeistert. Platzangebot auch in Puncto Kofferraum: Das M3 ist … OK … die kleine Kofferraumöffnung haben wir bewusst als „ist halt so“ hingenommen, ebenso die fehlende AHK aufgrund Performance-Ausstattung. Urlaub wird dann eben mit ausgeliehener Dachgepäckträger und Dachbox bewerkstelligt und Fahrräder kommen nicht mit. Für den Alltagsgebrauch reicht es aus, aber an ein „Familienauto“ für eine vierköpfige Familie kommt das M3 nach meiner derzeitigen Anforderung einfach nicht hin.
Nach jüngster Recherche der aktuellen Gebrauchtwagenpreise könnte ich nun das M3P mit sehr geringem Verlust verkaufen und mir im Gegenwert wohl ein ca. 4 Jahre altes MX leisten. Was ich mir davon verspräche?
- Platzangebot Kofferraum (hier und da mal praktisch für Rasenschnitt, IKEA-Besuche, ihr kennt das ja)
- Platzangebot Fond: Sollte ein 6-Sitzer mit umgeklappter letzter Reihe werden, damit die beiden Kids (6 und 3) im Fond genügend Platz nebeneinander und somit Schutz voreinander haben, denn sie kappeln sich im Auto sehr gerne. Zur Not kann ich dann sogar eine SChutzwand einziehen.
- Ausstattung (z.B. Lenkradheizung, Schiebedach, elektr. Heckklappe etc.)
- AHK (1-2 mal pro Jahr für Transporte und auch öfter mal für Tagesausflüge mit den Rädern mittels Fahrrad-Träger)
- im Allgemeinen hochwertigere Verarbeitung: Fahrgeräusche und dergleichen.
Was sind meine Befürchtungen?
- Tausch eines 1,5 Jahre alten Wagens (der bislang nie Probleme gemacht hat) gegen einen ca. 4 Jahre alten Wagen
- „veraltete“ Technologie eines 2018er-MX gegenüber eines 2020er-M3 (Die Cracks können hier sicher mit MCU Version xy, Motorengeneration, MX-Serienproblemen und dergleichen aufwarten und aufklären pls?)
- Tagestauglichkeit der Falcon Wings, insbesondere mit den beiden Kids beim Bringen in den Kindergarten oder dem gemeinsamen Wocheneinkauf → Enge Parklücke und die Türen sind für’n Ar***? → öfter mal gehört /gelesen, was sagen eure Praxisberichte?
Ich denke, damit sollte ich alles erschlagen haben. Freue mich auf euren Input.
Natürlich werde ich mich noch im Interne belesen und auch die ein oder andere Probefahrt unternehmen. Bis dahin bin ich aber auf eure Meinungen gespannt.
Danke und viele Grüße,
Docci
Beim 6 Sitzer kann man soweit ich weiß die „mittleren“ Sitze nicht umklappen, nur die ganz hinten. Das sollte man wissen denke ich.
Ich bin südlich von München im Landkreis Miesbach
