Da wird sich die chemische Industrie und die Stahlwerke aber freuen. Die frage ist nur ob es da auch genügend grüne Energie gibt so das die Elektrolyse auch auf entsprechende Volllaststunden kommt
Zitat aus dem Artikel:
500 Windräder, 40 Quadratkilometer Solaranlagen, ein Investitionsvolumen in der Höhe des gesamten namibischen Bruttoinlandsprodukts.
Da sollte ausreichend EE verfügbar sein. Und es soll 2027 schon losgehen.
Schauen wir mal.
„Schon“? Was wollen die die nächsten 4 Jahre machen? Pilotstudien, wie man ein Windrad aufstellt?
zB einen Hafen für Wasserstofftanker bauen? Eine Pipeline für Wasser vom Meer 80 km in die Wüste und eine zurück für Wasserstoff, dazu eine Stromleitung und eine Strasse wäre auch nicht schlecht.
Dann die Wind- und Solarkraftwerke und die Tankschiffe entstehen auch nicht von selbst…
Ich halte 2027 für massiv optimistisch…
Bau mal 500 WEA wenn niemand dort Erfahrung damit hat.
Wenn das Wetter nicht passt (irgendwann um Windstärke 5-6 ist das der Fall wenn man den Turm aufbaut, die Gondel setzt oder die Rotorblätter montiert ) wird der Bau unterbrochen und es geht erst weiter wenn die Bedingungen wieder für mehrere Tage passen.
Zudem müssen die ganzen Teile bestellt, verschifft und transportiert werden. Ich s müssen Kräne in geeigneten Dimensionen organisiert werden usw. Da braucht es schon mal 2-3 Tage Vorlauf für die Organisation Ausschreibung usw. Da würde es mich wundern wenn 2027 über 20% des geplanten fertig gestellt wurde.
Ach schön, da braucht man wenigstens keine komplizierten Ortsnamen üben, wenn man in altbekannte Gebiete geht.
Mal schauen, ob das auch wieder so eine feuchter Traum ist, der am Ende zum Rohrkrepierer wird.
https://www.youtube.com/watch?v=3AS8hpafThQ&t=7s Empfehle so ab Minute 53 bzgl. Reinstwasser und Tankerkapazitaeten
Genau das ist das Problem.
Das ist das nächste Problem. Bitte immer dran erinnern: Das ist Afrika und Namibia ist ein Entwicklungsland. Das Zeug muss aus Europa oder Asien rangeschifft werden, wahrscheinlich in Südafrika ausgeladen und auf LKWs gepackt werden.
Für mich ist das Projekt der ideale Test-Case für: Grüner Wasserstoff aus einem Entwicklungsland. Meiner Meinung nach werden hier Träume von der Realität zerstört. Und dabei ist Namibia noch ein Entwicklungsland mit gutem Potential. Vielleicht nicht so gut wie Chile, aber bei weitem nicht so schlimm wie z.B. Nigeria.
Der deutsche Projektbeteiligte ist Enertrag und die sind einer der größten deutschen Windparkbetreiber.
Die wissen schon was die da machen.
Wie @BernhardLeopold schon erwähnt hat, ist es ja nicht getan, da die PV und die WKA hinzubauen.
Und eigentlich ist das Zeug, was die produzieren wollen auch weniger fürs Auto sondern für die Industrie gedacht.
Deswegen müßte eigentlich hier weiter diskutiert werden: Wasserstoff - in Industrie und als Speichermedium
Guter Link!
Fichtner rechnet vor, dass man um einen mittleren Öltanker zu ersetzen circa 5000 (fünftausend) Kryo-Tankschiffe benötigt.
Es werden die Subventionen abgegriffen und dann stirbt das Projekt. Zumal es keinen Markt für Wasserstoff gibt.
Bezweifele ich. Die mögen wissen wie man das in Deutschland und Europa macht, wo ggf. binnen Stunden ein Zugriff auf mobile Hochlastkräne von Liebherr besteht, die über optimal ausgebaute Straßen-Intrastruktur herbeigeschafft werden können, die wissen aber nicht wie das in Afrika geht.
Schau Dir die Lage von Namibia an: Umgeben von Angola (ehemaliges Bürgerkriegsgebiet), Botswana (nicht viel größer als Namibia) und Südafrika (ein Land im wirtschaftlichen Verfall).
Man kann sich jetzt überlegen wieviel Hochleistungs-Krane man in einem Land zusammenziehen von 2,5 Mio Einwohner zusammenziehen kann. Ich würde vermuten, dass Du in Deutschland pro Mio Einwohner maximal 1 oder 2 solcher Kräne hast. Und das jetzt in einem Entwicklungsland.
Dann nehmen sie die Dinger halt aus Deutschland mit, die technischen Anlagen werden wahrscheinlich auch nicht in Namibia gebaut werden.
Wo genau sollte das Problem sein? Außer man sucht Probleme und keine Lösungen.
Wir brauchen den Wasserstoff in irgendeiner Form, sonst können wir hier den Laden komplett zu machen, denn lokal werden wir das wahrscheinlich nicht konkurrenzfähig produzieren können.
Und Namibia ist seit der Unabhängigkeit von ZA vor 30 Jahren eine der stabilsten Demokratien in Afrika.
Klar, kann man alles machen, mal sollte sich bloß fragen ob
- es dann noch mit den Zeiten so klappt wie hier vorgestellt.
- es dann noch mit den geringeren Kosten so klappt, wie hier vorgestellt.
Desweiteren sollte man sich gerade bei WKAs fragen:
- wer soll die Dinger den montieren? Wenn es in Deutschland boomt wird es wohl schierig werden Fachpersonal für den Aufbau und die Krane nach Afrika zu bekommen.
Sag’ mir einfach bitte mal wo meine Aufgezählten Probleme an den Haaren herbeigezogen sind? Sicher kann man sich Probleme suchen (macht man ja z.B. in Deutschland gerne wenn es um 100% Energie aus EEs geht sehr gerne) aber die Probleme die ich hier aufzähle braucht man nicht zu suchen, die sind. da.
Und man kann sich auch Sachen schönreden und dann hinterher wundern warum es nicht klappt und richtig krachend gegen die Wand fährt.
Warten wirs ab. Ich kann nur vermuten, dass sich die Projektverantwortlichen Gedanken darüber gemacht haben, was für Probleme sie zu lösen haben und wie sie es machen wollen.
Und wenn ich das richtig verstanden habe, stehen hinter dem JV Privatinvestoren, denen eigentlich daran gelegen sein sollte, die Kohle nicht in den sprichwörtlichen Sand zu setzen.
Ich habe mich am „schon losgehen“ gerieben. Das ist nicht das gleiche, wie „in Vollproduktion sein“. Wenn sie „jetzt“ anfangen, Hafen und Strassen, Leitungen etc. zu bauen, ist es doch ok.
Es sind schon viele erfahrene Projektierer in südlichen Ländern von der Realität eingeholt worden.
Wir haben mehrfach einen Mitarbeiter als optimierer für Feuerungen im Betrieb gehabt. Den habe ich des Öfteren betreut, also mit ihm zusammen gearbeitet. Der hat zwischendurch von einer seiner größten Tiefschläge berichtet.
Er sollte ein Kraftwerk welches die KFW finanziert hat in Ägypten beim Aufbau betreuen. Das komplette Kraftwerk war in Containern nach Plan in mehrsprachig beschrifteten Kisten Kartons und Tüten verpackt. Der Bauplan war mehrsprachig ausgeführt. Jeder Container war so beschriftet das man die der Reihenfolge nach öffnen und sich von vorne nach hinten durcharbeiten(also Bauteile entnehmen) konnte. Das verpacken hat der Hersteller (ich meine er sagte Siemens) komplett dokumentiert und bebildert als Nachweis.
Als er auf der Baustelle angekommen ist waren sämtliche Container geöffnet und sämtliche Tüten und Kisten bzw Kartons geöffnet und sämtliche Materialien entweder nach Material (also Messtechnik, Schrauben, Dichtungen usw) auseinander sortiert in verschiedene Zelte umgeräumt worden.
Alleine das zusammensuchen vom Material hat mit mehreren Mitarbeitern vom Hersteller fast 3 Monate zusätzliche Arbeitszeit bedeutet….
Da hat es sich um nur eine Gasturbine gehandelt…
Bei 500 WEA ist der logistische Aufwand schon so dermaßen enorm das vermutlich erstmal Straßen angelegt werden müssen um überhaupt bis dort zu kommen. Dann müssen vermutlich hochsicherheitsbereiche mit bewaffneten Sicherheitskräften und Videoüberwachung eingerichtet werden um Plünderungen zu vermeiden (das kennt man von Baustellen in der Form in Europa nicht!)
Zusätzlich ist die Arbeitsmoral in diesen Ländern nicht unbedingt mit der in Europa vergleichbar…wenn man die Bedingungen vor Ort kennt und weiß wie die Menschen da ihren Tag einteilen versteht man vermutlich auch warum es so ist.
Also ich bleibe dabei, egal ob der Wasserstoff aus diesem Projekt für Mobilität oder Industrie ist…es wird 2027 max ein Teil des Projekts realisiert sein.
Dazu noch mal der remimber….Wasserstoff aus dem Ausland ist nicht günstiger wie die Produktion in Europa bzw Deutschland (wenn der hier benötigt wird)
Diese gab es beim Desertec auch…wieviel davon liefert dürfte jedem bekannt sein ![]()
Es sind schon viele Projekte gestartet und dann doch nicht fertig gestellt worden weil man später festgestellt hat das es zu teuer ist…
Trotzdem hoffe ich das beste.
Allerdings wäre es billiger die elektrische Energie von dort per HGÜ nach Europa zu bringen und hier die Elektrolyse vor Ort beim Verbraucher (also Stahlwerk oder Chemiebude) zu betreiben. Denn die chemische Industrie könnte die Abwärme noch effizient nutzen statt die sinnlos und energieaufwändig in Afrika entsorgen zu müssen.
Die HGÜ hat über diese Strecke etwa 10-15% Verlust, alleine das abkühlen auf tiefkalt um den transportfähig zu machen benötigt mit heutigen Methoden etwa 1/3 der enthaltenen Energie…der Transport derzeit würde mehr Energie benötigen wie das größte Schiff für den Wasserstoff Transport derzeit transportieren kann (~85.000kg).
Zeigt eigtl wie unsinnig die Produktion im entfernten Ausland ist ![]()
Das wird auf Dauer nicht ausreichen. Eine so wahnwitzige Investition lockt auf Dauer diverse Warlords an. Das ist doch, wenn es mal fertig ist wie eine Ölquelle zu sehen. Da wird sich wohl die Bundeswehr engagieren müssen.
Vor über hundert Jahren waren wir schon mal da. Da nannte man es Kolonie.
Ich würde ja sagen: „träumt mal weiter“. Aber leider wird so weiter Zeit und auch mein Geld verplempert. Man hat ja eine Lösung, also braucht wir nur abwarten bis das läuft. Keine Alternativen nötig.
Das Erwachen wird viel zu spät kommen. Derweil geht es in Deutschland immer weiter gen Süden.
Leute, wir reden nicht über einen failed State wie in Nordafrika, Namibia ist, bisher, der Vorzeigestaat in Afrika gewesen.
Da gibt es schlicht keine Warlords und das obwohl in dem Gebiet wo das jetzt aufgebaut werden sollte, eins der größten Diamatenvorkommen auf dem Kontinent ausgebeutet wurde und afaik noch wird.
Spannende Ansichten über die Erfolge der Demokratie in Namibia…
Das waere doch ein gefundenes Fressen fuer die Warlords um ihren TotalAdressableMarket zu erweitern… sprich was nicht ist kann ja noch werden