So schlimm ist es nicht. Wasserstoff verbrennt einfach schnell in einer großen Stichflamme währen z.b. Diesel oder Benzin einfach sehr langsam verbrennen. Schön ist beides nicht.
Explosion = extrem schnelle Verbrennung
Passt doch ![]()
Leckagen sind in der Tat ein Problem. Viel mehr jedoch die extremen Sicherheitsanforderungen - Artemis darf auch nur 12x thermisch gecycled werden, und aktuell ist man da wohl schon bei der 8. oder 9. betankung; also noch wenige versuche und das teil darf, wenn man die ursprünglichen toleranzen errnst nimmt, dann nur noch verschrottet werden…
Im fahrzeug heisst das, dass alle paar jahre alle hochdruckteile in präventiver wartung durchgetausct werden müssen. Leider hört man von keinem hersteller, welche kosten und wieviel hochqualifizierte arbeitszeit dabei draufgeht.
Ich vermute aber, dass dies regelmässig der grund für die einstellung von leuchturm öpnv h2 projekten ist. 2-3 jahre versucht man es, und wenn dann 1/10-1/5 des neupreises als wartung ansteht, lässt man es dann doch lieber wieder (siehe h2 lkw in CH, sehr ruhig geworden).
Theoretisch hat grosserie den vorteil dass statistisch aussagekräftige daten vorliegen, welche dichtungsmethoden am besten (ziemlich dicht und noch herstellbar, kostenoptimiert) sind - nur ist es illusorisch mit h2 in diese stückzahlen zu kommen…
Angeblich gibt es ja immer noch 3-5 Unfälle an Bahnübergängen mit Zügen und Pkw in D pro Jahr - das möchte man dann auch nicht mit einem Brennstoffzellen-Fahrzeug erleben.
ich will ehrlich gesagt nicht erleben, was passiert, wenn ein oder zwei Wasserstofffahrzeuge Tanklecks haben und in einer Tiefgarage stehen, wo sich dann tatsächlich ein Knallgasgemisch mit 6-10 Kilo Wasserstoff und der übrigen Umgebungsluft bilden könnte, OHNE dass es kontrolliert abgeflammt wird.
Die Energie, die bei der Explosion frei würde, dürfte ausreichend sein, um das Gebäude darüber einen kleinen Hüpfer machen zu lassen. Und es hat nen Grund, warum Gebäude für gewöhnlich (ebenso wie Elefanten btw.) nicht springen KÖNNEN…
Genau deshalb ist Wasserstoff und Tiefgarage eher selten möglich da sich die Auflagen kaum jemand antun wird… ein Auszug aus österreichischem Recht.
…und jetzt erkläre mir bzw. uns bitte, an welcher Stelle ein Blatt Papier, ein Schild oder IRGENDEIN Gesetz effektiv Fahrer dieser Fahrzeuge daran hindert, dennoch in derartige Tiefgaragen zu fahren. Denn wenn man DER Logik folgen würde, müsste es auch keine Tempoverstöße auf der Straße geben - stehen ja schließlich Tempolimitschilder
Nachdem es der Betreiber der Garage verbieten muss (sieht man auch heute öfter die Verbotsschilder) würde es dann für den Autobesitzer recht übel aussehen wenn da was passiert.
DAS ist klar - aber nachgelagert.
Wie man so schön sagt: Versicherungen sind für Hinterbliebene. Denn ich bin fest davon überzeugt, dass so ein Gesetzestext, eine Hausordnung und Co. lediglich regelt, wessen Versicherung im Schadensfall zahlt, aber genau GAR NIX verhindert.
OIB-Richtlinien sind, wie der Name schon sagt, Richtlinien, und kein Gesetz.
Dass allerdings für ein Gebäude, das die OIB Richtlinien nicht einhält, höhere Versicherungsprämien zu zahlen sind, oder es Unversicherbar wird, lässt die meisten Bauherren und Eigentümer diese OIB Richtlinien zeitnah zur Umsetzung gelangen - aber rein aufgrund kapitalistischer Überlegungen.
/klugscheiss off
„Festlegung einheitlicher Standards beim Infrastrukturaufbau für alternative Kraftstoffe“
§4
(2) Öffentlich zugängliche Wasserstofftankstellen, die seit 18. November 2017 errichtet oder erneuert worden sind, müssen den technischen Spezifikationen gemäß Anhang II Nummer 2 der Richtlinie 2014/94/EU entsprechen.
EU Richtlinie 2014/94/EU
Anhang II
- Technische Spezifikationen für Wasserstofftankstellen für Kraftfahrzeuge
2.1. Wasserstofftankstellen im Freien, an denen gasförmiger Wasserstoff aufgenommen werden kann, der als Kraftstoff für Kraftfahrzeuge dient, müssen den technischen Spezifikationen der Spezifikation ISO/TS 20100 für den Einsatz von gasförmigem Wasserstoff als Kraftstoff (Gaseous Hydrogen Fuelling) entsprechen.
2.2. Die Reinheit des an Wasserstofftankstellen angebotenen Wasserstoffs muss den technischen Spezifikationen der Norm ISO 14687-2 entsprechen.
2.3. Wasserstofftankstellen müssen Betankungs-Algorithmen und -Ausrüstungen verwenden, die der Spezifikation ISO/TS 20100 für den Einsatz von gasförmigem Wasserstoff als Kraftstoff (Gaseous Hydrogen Fuelling) entsprechen.
2.4. Kupplungen für die Betankung von Kraftfahrzeugen mit gasförmigem Wasserstoff müssen der Norm ISO 17268 (gaseous hydrogen motor vehicle refuelling connection devices) entsprechen.
Lustig: Wasserstofftankstellen in geschlossenen Räumen scheinen diese Normen nicht erfüllen zu müssen ![]()
Diese Bestimmung wird vermutlich auf keine der existierenden Wasserstofftankstellen anwendbar sein, weil dort imho stets Wasserstoff in flüssigem Aggregatustand getankt wird.
Und nu?
meine Quelle sagt, manchmal wird er Flüssig gelagert. Lagern heißt aber nicht tanken. Getankt wird Gasförmig mit 350-700Bar.
→ Wasserstoff-Tankstellen: So funktionieren sie (mit Karte) - Utopia.de
Nö. H2 bei 700-850 bar ist auch bei -40°C immer noch deutlich oberhalb des Triplepunkts und verhält sich damit, bzw ist am einfachsten als Gas zu beschreiben…
jepp - Siedepunkt von Wasserstoff ist bei -252,9°C
Damit du Wasserstoff bei normaler Umgebungstemperatur FLÜSSIG halten kannst, müsste man schon mit ETLICHEN TAUSEND bar Druck rangehen. Da sind wir dann IRGENDWANN bei dem Druck, der im Inneren von Sternen herrscht…
@ Surface:
@ rscheff:
Danke für die Aufklärung. Wieder was gelernt.
War der Tag doch nicht umsonst. ![]()
Dann sind Wasserstoffauto eigentlich nur die Vorstufe zur Kernfusion? Das wirft ja ganz neue Aspekte bei der zukünftigen Effizienz und der Reichweite auf…
also wenn du eine Idee hast, DAS umzusetzen, ruf ich persönlich die Leute vom Nobelpreis an und lass dich nominieren ![]()
Da muss man die knuddeligen kleinen Wasserstoffatome doch nur ganz doll drücken…
Dafür gibt es sogar schon einen Faden.
Das TFF ist seiner Zeit wieder weit voraus…
Nein, ist phyikalisch unmöglich. Oberhalb von 13,8033 K (-259,35 °C) wird bei keinem Druck H2 mehr flüssig. Bis zu dieser Temperatur reichen „noch“ ~70 bar um ihn flüssig zu halten.
Ob Wasserstoff bei mehreren Millionen bar Druck dann irgendwann eine Metallartige Struktur annimmt, ist noch nicht eindeutig geklärt… Ohne externen Druck kann dieser „metallische Wasserstoff“ jedoch auch nicht existieren - dahier ist es nicht klar, ob man dann von einem Feststoff, Gas oder überkritischem Fluid sprechen soll…
