ich glaub das wir aneinander vorbeireden. Ich bezweifle nicht dass dein Geschäftsmodell funktioniert und das du mit dem EEG super zurechtkommst. Das Geschäftsmodell der „alten“ Autobauer hat ja auch lange Zeit super gut funktioniert und es läuft ja auch heute noch gut.
Was auf Dauer nicht funktionieren kann ist das EEG an sich, nämlich einfach nur die maximale kWh-Menge vom Dach zu holen und hirnlos einzuspeisen. Es gibt keinen Anreiz die Produktion zu steuern, es gibt keinen Anreiz den Bedarf zu steuern, es gibt keinen Anreiz überschüssigen Strom im Wärme/-Kältemarkt zu nutzen, es gibt keinen Anreiz ein intelligentes System aufzubauen, es gibt kaum Anreiz für Speicherlösungen, usw. usw.
Das einzige was gemacht wird ist, dass durch den EEG-Strom der Börsenpreis kaputt gemacht wird. Die lumpigen 3-4 Cent sind aber weder für die konventionellen Erzeuger noch für die EEs nachhaltig. Die einzigen die profitieren sind die privilegierten, also die von der Umlage befreiten Betriebe. Alle anderen zahlen drauf. Die Endkunden, die konventionellen Stromerzeuger und die EE-Erzeuger die marktwirtschaftlich bestehen wollen. Es gibt quasi nur Verlierer. Das EEG war 2004 bis 2009 als Marktanreizprogramm genial, seit ca. 2010 ist es absolut überholt. Die PV-Branche will das aber genausowenig einsehen wie meine Kollegen einsehen wollen dass der Verbrenner tot ist.
Das hat aber nichts in dem Thread zu suchen und auch nur sehr begrenzt in dem Forum. Wir haben das in den letzten 5 Jahren im PV-Forum ja auch schon häufig genug durchgekaut. Also lassen wir das besser und kommen zum „Tesla charger“ zurück.
Ne wir reden nicht aneinander vorbei. Denn Du wirst eben niemanden finden der bereit ist eine PV / Wind Anlage zu bauen wenn er ein kompliziertes Modell vorfindet mit kleinen Renditen. Das Problem ist, je riskanter ein Geschäft wird, desto höher der Anspruch an die Return Rate.
Wie schon gesagt, es gibt ja Wein Genossenschaften wo eine klare Teilung der Aufgaben vorliegt, die meisten Genossen bauen NUR Wein an und liefern den zu 100% ab. Das gleiche gibt es auch bei Direktvermarkter von Wein die Trauben von Weinbauern annehmen. Die wenigsten kümmern sich um beides, beim Getreide, Zucker sieht es ähnlich aus.
Überall wo kleine Strukturen vorliegen ist die Bereitschaft für Risiko, Investment relativ klein. Wenn wir also eine Energiewende wollen und diese brauchen wir, brauchen wir einfache Modelle für eine PV / Wind Anlage. Für viele ist die aktuelle Vermarktung schon zu kompliziert und die lassen dann lieber ein großes Dach leer als es vollzumachen.
Nur dass wir uns nicht missverstehen:
Ich habe 2009 schon beim BSW gefordert dass jeder Betreiber einen Anteil seiner Vergütung in einen Fond legen muss um damit das Netz und Reserve vorzuhalten. Ebenso habe ich mich stark gemacht nicht so sehr auf hohe Vergütungen zu bestehen sondern lieber den großen Ausbau im Blick zu halten.
Solange wir aber den Anteil von PV Strom noch verdoppeln können sollte man sich heute nicht allzu sehr an irgendwelchen Systemen aufhalten die die Sache sinnlos verkomplizieren und mehr Leute verschrecken als gewinnen!
Muss hier mal eine Lanze für OSE brechen. Im Gegensatz zu seinen manchmal etwas kryptischen Einzeilern gibt er sich hier voll Mühe, seinen Punkt rüber zu bringen.
BTW… wir sind hier ja im EV Bereich… Wenn wir EVs wollen brauchen wir MEHR PV und WInd und nicht weniger bloß weil einer sich nur nach seinem Verbrauch richtet…
da noch nichts bekannt ist was der TeslaCharger sein soll hier mal meine Wunschvorstellung.
Im großen Teslabild fehlt mir noch eine clevere (Schnell-)Lademöglichkeit die die Lücke zwischen den max. 16,5 KW des onboard-Laders und den 120 kW der Supercharger schließt. Ich stelle mir da eine ähnliche Architektur wie bei den klassichen SuCs vor bei der eine zentrale Leistungselektronik mehrere Ladesäulen versorgen kann. Im Unterschied zu den Superchargern die je Gleichrichtereinheit max. 2 Säulen beliefern können sollte bei den TeslaChargern eine völlig flexible Lastverteilung unter allen Stalls möglich sein.
Hier mal eine Beispielkonfiguration wie ich mir das vorstelle:
Ladestation mit 12 Ladeplätzen
1 Zentrale Leistungseinheit mit 30 Einzelladern zu je 16,5 kW => Gesamtleistung ca. 500 kW
flexible Lastverteilung in 16,5 kW-Schritten bis min. 82,5kW (also 5 Lader parallel)
Lastverteilung: jeder Platz bekommt mindesten 33 kW; freie Leistung entweder „first come - first serve“ oder gegen Schnelladegebühr buchbar
Identfikation des Fahrzeuges über den Stecker (kein separater Kartenleser erforderlich)
offen für alle EVs (also auch CCS und/oder Chademostecker; evtl. über Adapter)
einfaches Abrechnungssystem (z.B. Prepaid über Paypal; Notfalls 1 zentraler EC-Kartenleser für alle Stalls)
optional:
da die Ladegeräte meines Wissens aus 5,5kW-Einheiten aufgebaut sind wäre eine Lastaufteilung in feineren Stufen möglich
Statusüberwachung der einzelnen Stellplätze (zugeparkt, ladend, fast vollgeladen, usw.)
Kombinationsmöglichkeit mit Powerpack => hohe Ladeleistung bei geringer Anschlussleistung möglich
Der Vorteil dieser Ladestation wäre dass die teuere Leistungselektronik nicht auf die Maximalleistung der einzelnen Ladepunkte ausgelegt sein muss sondern dass durch den Gleichzeitigkeitsfaktor die Auslastung deutlich erhöht werden kann. Bei den 16,5 kW Ladegeräten gehe ich von 1000 bis 1500 EUR/Stück aus. Die gesamte Leistungselektronik sollte für 50.000 EUR machbar sein. Für jeden Ladepunkt 4000 EUR (ist ja nur ein Kabel mit Kasten zum aufhängen) ist schon großzügig gerechnet. Die Gesamtkosten für so eine 12er-Station wären dann ca. 100.000. Der Stromanschluss für die 500 kW oder der Powerpack kommt extra.
Wenn ich die Preise für die heutigen armseeligen 50kW-CCS/Chademo-Schnelladesäulen so höre (>30.000EUR/Stück) wäre der TeslaCharger ein echtes Schnäppchen.
Da Tesla die Ankündigung des „TeslaChargers“ mit dem Solardach und der Powerwall paketiert hat, vermute ich dass es sich auch bei dem Charger um ein Produkt „für Zuhause“ handelt - aber die von mir beschriebene Ladestation ist echt eine Lücke die noch geschlossen werden muss.
Freue mich schon auf Eure Rückmeldung zu dem Gedanken.
Nach der heutigen (ähm gestrigen ) Ankündigung dass die Supercharger in Zukunft nicht mehr unbegrenzt kostenlos sind drängt sich die Frage nach dem „Tesla Charger“ erneut auf. Tesla muss ab nächstem Jahr irgendein Abrechnungssystem einführen. Sobald dieses Bezahlsystem verfügbar ist wird Tesla mit den SuCs in die Ballungszentren gehen - da wette ich drauf. Jedes Einkaufszentrum das was auf sich hält wird dafür sorgen eine Ladestation zu bekommen.
Das kann sein! Wobei ich denke, dass sie damit weiterhin Probleme mit der Altflotte bekommen könnten, wenn diese City-SuCs für diese Autos Gratis bleiben (Taxi und Co. verstärken das).
Viel wahrscheinlicher ist, dass diese Ladestationen über das DeC Programm errichtet werden. Das können durchaus technisch Gleichstromladegeräte sein. Aber dann ist man nicht in der Verpflichtung diese gratis zur Verfügung zu stellen.
Ich denke nicht, dass ein Einkaufszentrum daran interessiert ist NUR Tesla zu versorgen. Das sind bestimmt einige aber im großen und ganzen sehe ich eher dass dort kompatible Säulen installiert werden.
Supercharger sind für Einkaufscenter auch eher kontraproduktiv. Du sollst ja dort Stunden verbringen und nicht 30 Minuten. Eine lastgesteuerte Phalanx von 22kW Wallboxen ist da genau das richtige. Bei einer ausgedehnten Shoppingtour wird auch ein nur mit 16,5kW ladender Tesla gut gefüllt.