Wartung Bremsen hinten Model S

Hallo,
eigentlich plane ich bei meinem Model S Bj. 2016 / 180000km die hinteren Bremsscheiben und Belege (separate Feststellbremse) tauschen zu lassen da die Scheiben doch deutlich abgenutzt sind. Für den TÜV vor 8 Wochen noch i.O., aber zur Sicherheit…
Kostenvoranschlag von Tesla knapp 1100€ brutto habe ich auch akzeptiert. Heute bekam ich einen geänderten Voranschlag in dem jetzt noch die Beläge hinten mit 300€ netto und eine Wartung des Sättel der Feststellbremse wg. „Corrosion Present“ mit 170€ netto auftaucht.
Handbremse funktioniert meiner Meinung nach einwandfrei. Ich weiss das die Qualität des Zulieferers deutlich nachgelassen hat bzw. die Sättel „auf Verschleiß“ gebaut sind. Preis für die Belege scheint mir auch recht hoch. Hat jemand Erfahrung zu dem Thema? Machen oder nicht machen?
Insgesamt finde ich die Kosten schon recht hoch (insgesamt jetzt 1750€ Brutto). Mir ist dabei bewußt das ein Model S kein Billigauto ist! Habe ihn neu gekauft und bin insgesamt zufrieden.
Meine Haus- und Hofwerkstatt hat Scheiben und Belege vorn für knapp 800€ gewechselt. Leider wird die Werkstatt jetzt mangels Mitarbeitern geschlossen.

1.000-1300 EUR je nach Umfang des Services sind seit Jahren der Preis je Achse.

Selbe Teile und Wechsel in Freier Werkstatt kostet ungefähr die Hälfte.

Exakt. Bremsen kann jede Werkstatt machen.
Die Parkbremse ist schon immer Mist und sollte immer abgedichtet werden.
Die Brembo Bremsbeläge sind ebenso „medium“ da der Bremsstaub rostbraun ist.
Würde ich (wo)anders lösen wollen.

Ich habe jetzt mal bei zwei Werkstätten meines Vertrauens nachgefragt ob sie die Bremsen tauschen würden und bei beiden war die Reaktion: Grundsätzlich natürlich, ABER wir wissen nicht ob wir mit unserer Software den Kolben der Feststellbremse ganz zurückstellen können. Ich habe dann auf die Möglichkeit der Rückstellung durch Spannung anlegen an den beiden Außenkontakten der Bremse hingewiesen. Darauf kam eine sehr zurückhaltende Reaktion. Stellt Tesla den Kolben wirklich per Software zurück? Hat da jemand eine Info?
VG Dirk

Ja. Alles vollautomatisch. Keine Sorge

Hi Dirk!

Tesla benutzt dazu auch nur ein kleines Steuermodul, welches an den Stellmotor der Feststellbremse angesteckt wird und 12 Volt auf den Motor gibt.

Hallo und kurze Frage zum Thema. Ich möchte dem nächst einmal die Bremssteine an der VA und HA raus nehmen, alles gangbar machen, reinigen und wieder zusammen setzen. Die Arbeitsanweisung von Tesla ist eine super Hilfe nur habe ich leider keine Toolbox für die Handbremse. Gibt es eine Möglichkeit für mich die Handbremse zu lösen? Ich hatte schon die Idee in Fahrtstellung N zu gehen und dann den Stecker abzuziehen, spricht da etwas dagegen? Ich habe hinten den Mando Sattel der die Handbremse und normale Bremse in einem Sattel vereint.

Lg

In den Abschlepp-Modus stellen, dann wird die Feststellbremse gelöst und geht beim aussteigen auch nicht mehr rein.

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Aber immer sicherheitshalber die Stecker vom Stellmotor nach dem Aktivieren des Abschleppmodus abziehen!

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Das ist die reine Hölle

Was genau?

Den Stecker vom Bremsmotor abzuziehen. Es gibt glaube ich kaum einen fest sitzenderen Stecker im Model S and richtig ungünstiger Stelle. Tesla hat wenn ich mich an das Service Bulletin erinnere, ein spezielles „abzieher Tool“ dafür.

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Um es sich zu ersparen den Stecker abzuziehen, könnte man die 12 Volt Batterie abklemmen. Aber normalerweise sollte nichts passieren im Abschleppmodus.

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Heute die Revison an den Bremsen meines S gemacht, alles super geklappt, nach 5 Jahren und 80 tkm war noch nichts zu spät. Länger hätte man auch nicht warten dürfen. Die Beläge hinten innen und die Stifte vorne ließen sich nur sehr schwer lösen.
Allerdings ging der Stecker der Feststellbremse super ab, wenn man weiß wie, wirklich kinderleicht. Rote Nase vorne mit einem kleinen Madenzieher anheben und oben den roten Clip nach hinten schieben, dann vorne die schwarze Nase mit dem Madenzieher hoch drücken und mit leichten links rechts Bewegungen den Stecker abziehen.
Dennoch mit Hilfe der Arbeitsanweisung von Tesla absolut keine Hürde wenn man es früh genug macht.

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Danke für den Hinweis. Hat mir gestern beim Tausch eines Motors des Handbremssattels geholfen :slight_smile:

Der hatte am Dienstag plötzlich laut jaulend Geräusche von sich gegeben und wurde gegen einen neuen Ersatzmotor getauscht (Ebay-Anbieter, Stückpreis inkl. Versand 56 Euro).

Die Demontage ging relativ leicht, da die Bremsen der HA (Scheiben, Bremsbeläge der Handbremse) von einer Werkstatt vor ein paar Monaten getauscht wurden. Dabei hatte die Werkstatt die Handbremssättel entfernt, um die festsitzenden Haltebolten der Beläge im Schraubstock zu lösen.

Gruß Peter

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Hallo Riggo ,
ich habe ein MS 10/2019 130tkm. Würdest du auch zu einer Bremsenrevision raten?
Wenn ja, kannst du vielleicht kurz beschreiben wie man(n) da vorgehen muss ? Danke :wink:

Ich würde es auf jeden Fall empfehlen. War, wie von mir weiter oben geschrieben, schon grenzwertig. Ich kann nur sagen, dass ich auf der Seite mit den AAW von Tesla gut zurecht gekommen bin.

Wenn man da nach der Arbeit „Bremssteine erneuern“ sucht, findet man alles relevante.
Selbst das zu verwendende Fett wird dort erwähnt. Um die Handbremse zu lösen in den Abschleppmodus gehen und Auto gegen weg rollen sichern, dann stecker zur Sicherheit ab, habe ich 2 Einträge weiter oben beschrieben. Im vorhinein einen stabilen Dorn besorgen um die Stifte vorne vernünftig zu lösen, mit einem Nagel oder einer Schraube braucht man da nicht anfangen.

Wenn noch Fragen sind helfe ich gerne :slight_smile:
LG Rico

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Das mit den festsitzenden Splinten der Bremsbeläge habe ich auch festgestellt. Bei mir war die Revision nach fünf Jahren und 75.000 km fällig. Bremsbeläge und Scheiben sind noch gut aber die Splinte der großen Bremssättel waren wirklich nur mit ziemlich starken Schlägen zu lösen, besonders vorne. Zu Anfang ging es gar nicht, habe sie dann mit Caramba einige Stunden wirken lassen. Danach war es etwas besser. Das Problem wurde hier schon oft beschrieben, besonders die inneren Beläge der vorderen Bremsen gehen gerne fest. So war es auch bei mir. Empfohlen wurde hier im Forum auch schon, die Beläge bei jedem Radwechsel im Herbst und Frühjahr zu checken. Das werde ich jetzt auch so machen, da diese Aktion mit den festen Splinten echt kein Vergnügen ist. Die Motoren für die Handbremse habe ich, nachdem ich die Beläge ausgebaut habe erst abgeschraubt und dann die Steckverbindungen gereinigt und geöffnet. Das ganze andersrum wieder montiert. So ist der Stecker heile geblieben und die Dichtung funktioniert auch noch.

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So, ich habe gestern bei meinen S die Beläge hinten getauscht, da der TÜV darauf hingewiesen hatte.
Bei mir sind die Mando Bremsen verbaut.
Obwohl ich sie vor zwei Jahren gängig gemacht hatte, war ein Belag wieder fest und somit bis auf drei mm abgefahren.
Alle Beläge gingen schwer runter.
Wer aber im Endeffekt gut, dass ich die alten Beläge runter genommen hatte da bei einem Belag ca. 5-6 cm² bereits abgeplatzt waren.
Die Feststellbremse lässt sich mit einer 9V-Blockbatterie und zwei Drähten ganz einfach zurück fahren, da ist nichts weiter nötig dazu, außer das es ein ziemliches Gefriemel ist. Danach noch die Kolben zurück drehen bis Anschlag, dann passt auch gleich die Ausrichtung wieder. Am Anfang vorsichtig drehen, bis sich die Gummimanschette löst.
Nach der Montage kommen dann für ein paar Sekunden Fehlermeldungen, die verschwinden dann aber wieder gleich, wenn die Feststellbremse mal wieder greift.
Fazit: Wenn eine Werkstatt Beläge in Kombination mit einer Feststellbremse wechseln kann, dann kann sie es auch bei Tesla, es ist nichts anderes.

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Hey hey, kurze Frage. Warum die 9V Batterie? Über den Service Modus kannst du das doch bequem die Parkbremse vom Display aus zurück fahren lassen ?
Grüße