Ich habe die Batterie von meinem Model S P85 per SoHWHAT App ausgelesen.Die Batterie ist trotz hoher Laufleistung Recht gut in Schuss! ( Isolationswerte usw)Das einzige was negativ aufgefallen ist,ist der Feuchtigkeitswert mit 197 Gramm. Alles was glaube ich über 150 Gramm liegt gilt wohl als kritisch.( Die 150 Gramm Angabe ohne Gewähr) Würde es evtl. schon reichen nur die Umbrella Valves gegen neue auszutauschen um eine Besserung zu erzielen oder muss die Traktionsbatterie zwingend geöffnet werden?
Für evtl.Antworten schon einmal vielen Dank im vorraus!
Die Umbrella Valves sollen auf jeden Fall getauscht werden! Die Frage war ob das ausreicht bei schon vorhandener Feuchtigkeit oder ob es sinnvoll ist Geld in die Hand zu nehmen und den Akku von zb.der EV Klinik öffnen/bzw trocknen zu lassen?
Trocknen ist recht einfach.
Im Prinzip den Fön, so lange rein halten bis es trocken ist.
Öffnen und prüfen ob es eventuell schon Feuchtigkeitsschäden bzw. Korrosionsschäden gibt und den Akku komplett zu prüfen ist eine ganz andere Baustelle.
Um das ab zu wägen, kenne ich mich damit nicht genug aus und kann dein Auto nicht einschätzen.
Naja, ein Fön macht warme Luft, die kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen so lange sie warm ist. Wie soll das bei dem Akku gehen, der wiegt 500kg die kannst Du mit dem Fön nicht wirklich warm machen und wenn Du Pech hast, erhöhst Du sogar die Feuchtigkeit im Akku. Da müsste man schon getrocknete Luft einblasen, dazu dann vermutlich eine ensprechende Abdeckung der Löcher der Umbrella Valves benutzen. Ob man dann sicher alles erwischt und wie es drinnen aussieht, steht auf einem anderen Blatt. Es gibt schon einen Grund warum die Akku’s dann geöffnet werden.
Mir ist ein Rätsel warum Tesla so viele von den umbrellas verbaut hat, zum druckausgleich hätten doch eigentlich 2-4 Stück gereicht oder übersehe ich da was ?
Soweit ich weiß ist das für den Fall eines Thermal Runways, damit dann der Überdruck entweichen kann. Ich arbeite im Bereich Batterie-Testing, auch unser Equipment wo wir die Batterien Testen muss entsprechende Druckausgleichsklappen oder Berstscheiben haben damit es möglichst nicht zu einer Explosion kommen kann.
Es wundert mich das anscheinend nicht mehr Erfahrung vorliegt bezüglich Akku Trocknung von außen,wie auch immer!
Auch wenn man so die Restfeuchtigkeit wahrscheinlich nie 100 prozentig rausbekommt und das öffnen natürlich das Beste ist interessiert mich das Thema zumindest theoretisch,auch wenn ich dahingehend nichts vorhabe
Im US-Forum ist die Experimentierfreude grösser. Gibt dort einige, die den Akku nach einem BMS Fehler selber trocknen und damit Erfolg haben.
Ich erinnere mich unter anderem an Video wo gezeigt wird wie, finde es aber auf die schnelle nicht wieder. Aus der Erinnerung wird meist der Akku ausgebaut, dann Umbrella Valves und den oft verrosteten Deckel neben dem Penthouse weg. Dann mit einem oder zwei Schuhtrocknern (Föhn mit 4 Schläuchen) 1-2 Tage in die Umbrella Öffnungen blasen.
Falls der Akku meines P85 mal Probleme machen würde, wäre das das erste, was ich versuchen würde.
Besser man macht als Prophylaxe Maßnahme bevor der Akku kaputt geht.Haeufiges DC laden trägt durch die Erwärmung ja auch dazu bei das die Feuchtigkeit eher verschwindet als bei AC laden.
Das funktioniert bei Scheinwerfern, Autos und Kellern überall gleich.
Mir warmer Luft geht es nur schneller.
Öffnen muss man nur wenn man nach Korrosionsschäden suchen will.
Da hast du nichts übersehen.
Inzwischen sind im Reparatursatz nur noch wenige Ventile, aber viele Blindstopfen enthalten.
Das reduziert Kosten und Risiko.
Als Vorbeugung halte ich öffnen für überzogen.
Ohne Fehlermeldung und rein um die Ventile zu ersetzen, wenn das Wasser nicht schon drin steht, ist das wohl nicht notwendig, vervielfacht aber den Aufwand.
Höher DC Ladeanteil hat bei unserem P85+ wohl auch zu weniger Feuchtigkeit geführt. Ist wohl nicht schlecht wenn der Akku von innen aus öfters wärmer wird. Trotzdem lassen wir auch demnächst die Ventile tauschen. Aber 2000€ muss man dafür nicht ausgeben…
Na ja, wenn ich mir jetzt ein älteres MS kaufen würde, wäre es mir die 1500€ wert, wenn ich dann sicher sein kann, dass ich die nächsten Jahre Ruhe habe, außerdem kann man dann auch gleich die Abdeckung oben auf dem Akku neumachen und abdichten.
Mir ging es nur darum, dass man den Akku nicht unbedingt öffnen muss, um den ab zu dichten.
Ausbauen muss man wohl in jedem Fall, nur wenn Tesla das Tauschen der Ventile für 500 € anbietet, wie oben beschrieben, ist das schon eine andere Hausnummer.
Außerdem ist es auch nach dem Öffnen nicht sicher, dass einzelne Zellen nicht doch noch ausfallen können.
Ein Risiko bleibt bei den alten Akkus immer, egal was man macht.
Nur wenn zu viel Wasser rein kommt, ist er auf jeden Fall tot.