Totalschaden wegen Lapalie

Hallo, ich hätte gere Eure Meinung/Erfahrung.

Wir hatten mit unserem ModelY SR BJ 2023 einen Unfall. Wir sind auf eine Straßen Insel aufgefahren. Dabei saß das Fahrzeug auf einem Stein auf. Die Feuerwehr hat uns befreit. Äußerlich hab es keinerlei Beschädigungen und auch technisch keine ernsthaften Probleme. Am Unterboden war die vordere Plastikabdeckung gebrochen und hat beim Fahren ab einer gewissen Geschwindigkeit auf der Straße geschliffen.

Ich wollte diesen Schaden reparieren lassen. Dabei wurden weitere Schäden festgestellt und die Kaskoversicherung hat kurzerhand den wirtschaftlichen Totalschaden festgestellt. Soweit so gut

Der teuerste Teil der nötigen Reparatur wäre die Batterie. Da, lt. Gutachten die Batterie zu tauschen ist, weil laut seiner Expertise die Bodenplatte um mehr als die Toleranz (angeblich 5mm) im vorderen Bereich verformt wäre. Diese Verformung ist mit freiem Auge nicht erkennbar. Ich will mich damit aber nicht abfinden. Die Batterie weist KEINE Schäden auf und hat in den bereits gefahrenen 1000 km (+4 Aufladungen) KEINE funktionalen Mängel gezeigt.

Was würdet ihr machen? Was sind die Konsequenzen, wenn ich das Auto einfach OHNE Batterietausch weiter nutze?

PS: Ich habe ihn nach der Kündigung durch die Versicherung bereits aus dem Leasingvertrag herausgekauft.

Ich würde das mit Tesla abklären ob die Garantie für Antriebsstrang und Batterie trotz des Unfalls noch immer besteht.
Wenn ja einfach weiterfahren, du hast dich von der Versicherung abfertigen lassen oder?

Ja. Die Versicherung hat die Abfindung an die Leasing Bank gezahlt und ich habe “das Wrack” um den Restwert gekauft.

Davon, daß Tesla eine weitere Garantie auf die Batterie ablehnt gehe ich fast aus. Das Risiko eines späteren Batterietauschs auf eigene Rechnung würde ich aber sogar eingehen. Ich gabe nur “Bauchweh”, daß es noch weitere Themen geben könnte.

Wer hat das Gutachten erstellt?

Die Firma heißt Koppensteiner Schadenslogistik in Wien. Vermutlich von der Versicherung (Muki) beauftragt.

Gebrauchte Batterien, falls deine defekt wird, sind fürs MY schon günstig zu haben.
Du kannst deinen Akku auch von der Fa. Nordic EV in Leobersdorf auslesen lassen ob irgendwas ungewöhnlich ist.
Oder gleich das ganze Fahrzeug durchchecken lassen.

Wow. Vielen Dank für den schnellen Tipp!

Das sind Werte:

Zweitgutachten sind immer gut…

Ich bin jetzt nicht 100% sicher, ob sich das auf deinen Fall adaptieren lässt … Ein Bekannter hat sich einen wirtschaftlichen Totalschaden (Verbrenner) wieder zurecht gemacht (KP 1000€ + Invest für Teile von 1200€ + Arbeit) und hatte damit einen unverschuldeten Unfall mit Blechschaden. Die Versicherung des Unfallgegners hat sämtliche Zahlungen abgelehnt, weil das Fahrzeug bereits durch eine andere Versicherung als wirtschaftlicher Totalschaden abgewickelt war

Deshalb ist es wichtig, nach durchgeführten Reparatur entweder Rechnung von der Fachwerkstatt oder eben noch besser einen Gutachten vorzulegen der den ordnungsgemäßen Zustand des Fahrzeuges belegt. Sonst wird immer davon ausgegangen, dass nur der Restwert des Fahrzeuges nach dem Ursprünglichen Schaden als Ausgang gilt.

Einfach weiter fahren.

Wegen einem leicht eingedrückten Blech am Akku passiert nichts.

Nur der Weiterverkauf kann schwierig werden, da man dort alle Schäden und besonders den Totalschaden angeben muss.

Ob Tesla das bei einem Garantiefall interessiert, werden Sie dir dann sagen, aber die Fälle sind ohnehin sehr selten.

Ihr könnte den Wagen so wie er ist, wohl noch die nächsten 20 Jahre weiter fahren.

Da muß ich dir widersprechen. Es ist nicht so, daß Telsa in den meisten Fällen die Garantie ablehnt.

aber was ist mit dem wiederkehrende TÜV (Pickerl)? Soweit ich mich erinnern kann schauen die da auch drauf und wenn es Beschädigungen gibt, bekommst du eventuell keinen Tüv mehr?

Wenn es derart wenig ist, dass man es kaum sieht?

Wenn man es mit bloßem Auge nicht sieht? Der Pickerl Mensch montiert ha auch keine Abdeckungen ab.

Da hast du mich wohl falsch verstanden.

Die Garantiefälle bei Akkus sind selten, weil die nicht kaputt gehen.

Ich habe nicht geschrieben, dass Tesla viele Fälle ablehnen würden.

das war hier schon Thema, da waren es “nur” Kratzer

Ja, und die Ursache ist ein TÜV Prüfer der keine Ahnung hat.

Tesla gibt exakte Maße vor wie tief Dellen im Akku sein dürfen.

Mit Kratzern im Akku darf das Auto bei der Prüfung nicht durchfallen und ein kurzer Widerspruch beim Geschäftsstellenleiter oder der Zentrale der Prüforganisation, zusammen mit dem Text von Tesla, klärt das wieder.