Ich vermute.
Weil man das Auto bei Tesla Leasing nicht kaufen kann. Nach der Leasing dauer. Der Restwert deshalb ein beliebig festlegbarer Werte ist.
Das System war aber immer schon „dumm“. Warum soll (der erste) leasingnehmer immer die volle Summe erhalten. Egal wie lang er least. (Ursprünglich ja sogar mit nur 1 Jahr möglich)
Nochmal, der Fahrzeugpreis und die Leasingrate können nach Belieben festgelegt werden, da hat das BAFA überhaupt keinen Einfluss drauf. Dazwischen gibt es diesen Herstelleranteil, der nach Willen des Gesetzgebers da irgendwo mit verrechnet werden muss. Das geschieht ausschließlich kalkulatorisch, niemand bekommt auch nur einen Cent davon ausbezahlt. Genau genommen hätte man sich den Herstelleranteil auch komplett schenken können. Die Preise und Raten werden um den Herstelleranteil erhöht, damit eben nach Abzug des Herstelleranteils alles wieder passt. Es muss nur richtig auf dem Papier deklariert sein.
Weil der Kunde letztlich genau die Leasingrate zahlt, die er auch gezahlt hätte, wenn TFS alles rechtlich einwandfrei deklariert hätte.
Weil es halt (leider) gängige Praxis ist vor Zuschüssen die Preise (beim Leasing hauptsächlich durch den Zins oder den kalkulatorischen Restwert) anzuheben.
TFS hätte am Ende also genau das gleiche Geld einstreichen können, auch wenn sie es korrekt deklariert hätten. Hier ist aber natürlich der Konjunktion entscheidend, denn das haben sie nicht und daraus resultiert das Dilemma.
Beispiel (Lesaing über 24 Monate):
Rate bei TFS, bevor es den Bonus gab → 525€/Monat
Rate bei TFS, während es den Bonus gibt → 500€/Monat → nicht förderfähig, wenn man als (fiktive) Rate 525€ angibt, weil 24x25€ = 600€ < 2.250€
Rate bei TFS, während es den Bonus gibt → 500€/Monat → förderfähig, sofern man als (fiktive) Rate 500€ zzgl. 2.250€/24 = 594€/Monate angibt
Unter Umständen könnte das Ganze für den Kunden jetzt sogar noch zum Vorteil werden, wenn sie am Ende Geld zurück bekommen, obwohl sie mit der Leasingrate einverstanden waren.
@Toy Im juristischen Kontext haben solche „kleinen“ Fehler, welche ja „nur“ auf dem Papier bestehen, aber teilweise enorme und folgenschwere Auswirkungen. Kleinreden sollte man das also auch nicht, zumal die Bürger gerade bei Subventionen auch das Recht darauf haben, dass alles korrekt abläuft und dieser Fehler von TFS, könnte dem Steuerzahler eine Menge Geld sparen…
Absolut, sehe ich genauso. Sollte es wirklich zum Worst Case kommen, kann der Bock, der da geschossen wurde, wie du schon sagst TFS eine Menge Geld kosten. Und das alles, da sind wir uns glaube ich einig, nur weil etwas falsch deklariert wurde.
Wenn du beim Zoll bei der Einfuhr 20.000,- Euro deklariert, obwohl du nur wie erlaubt 10.000,- Euro dabei hast, musst du auch blechen. Es sei denn, ein freundlicher Zoll-Beamter schwingt nicht gleich die Keule und gibt dir die Möglichkeit nochmal ein neues Formular richtig auszufüllen. Ermessensspielraum gibt es überall, wenn man will.
Naja Medienwirksam wurde es ja nur, weil jemand das den YTern hier verlinkt hat.
Und nochmal:
Du als Steuerzahler bist also damit konform, dass dieses Geld, wenn es unberechtigt sein sollte, ausbezahlt wird?
Man hat ja bei den Testzentren zu Corona schon gesehen, was da getrickst wurde…
Ich erwarte eigentlich, dass die kleine Firma Tesla sich mit der Bafa zusammensetzt, um eine für den Kunden zufriedenstellende Lösung zu suchen. Also nix Anwalt. Sondern etwas mehr kundenorientiert die Autos an die Frau und den Mann bringen. Aber die lachen sich wahrscheinlich über uns Deutsche und die paar betroffenen Leasingnehmer kaputt.
Die ganze Kalkulation sollte sich in den Büchern der Leasingesellschaft niederschlagen. Mich würde es wundern, wenn die Abschlüsse durch die Wirtschaftsprüfer testiert wurden. Im Grunde kann man da schon von Bilanzfälschung und Verschleierung des Vermögens sprechen.
Die Frage stellt sich mir nicht. Ich habe ein Auto geleast das alle Voraussetzungen für die Förderung erfüllt und die 4.500,- wurden im Juni von dem BAFA anstandlos ausbezahlt. Die Leasingrate war zum Abschluss des Vertrags deutlich günstiger, als die von vergleichbaren Fahrzeugen. Wenn das BAFA jetzt meint, auf Kosten der Kunden einen Privatkrieg gegen wen auch immer anzetteln zu müssen, habe ich dafür kein Verständnis. Die Diskrepanzen auf den Papieren sollen die mit den jeweiligen Leasinggebern direkt klären.
Den Antrag stellt aber nicht TFS, sondern der Leasingnehmer.
Es stand / steht ja TFS frei mit dem BAFA zu reden.
Und das BAFA hat ja nen guten Vorschlag gemacht…
Aber wahrscheinlich kann das BAFA die TFS genau so schwer erreichen, wie der Kunde, wenn man zurück gesendete Briefe hier so sieht ( ok ist nur einer ).
Anfangs war ich ganz froh, dass mein Vater über Santander geleast hat und davon nicht betroffen ist. Mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher. Warum? Naja es gibt drei Möglichkeiten wie es ausgehen kann:
TFS und BAFA klären das Thema nicht. BAFA muss zurückgezahlt werden. Das würde einen gigantischen Shitstorm geben, man sollte nicht vergessen, dass es wohl einen sehr viel größeren Anteil an Business-Kunden gibt, die betroffen wären. Der Schaden für Tesla wäre immens.
TFS korrigiert die Leasingrate. Ob die Bafa einfach eine andere Berechnung akzeptiert wäre fraglich. Vielleicht ist TFS auch dazu gezwungen, die Leasingsrate rückwirkend oder für die verbleibende Zeit zu reduzieren, so dass die Weitergabe des Umweltbonus gesichert ist.
Einmalzahlung über die Differenz an die jeweiligen Kunden, um dadurch die BAFA-Bedingungen einzuhalten.
Das ganze Thema wirft weder ein gutes Licht auf die KfW, noch und erst recht nicht auf TFS. Rein theoretisch hätte es auch dem Leasingnehmer auffallen können/müssen, ich würde da aktuell den Ball flach halten.
Aus meiner Sicht sind für den Endkunden die Chancen zu gewinnen aktuell größer, als die zu verlieren.
Etwas kreativ könnte man zu Punkt 3 auch Software wie EAP oder sonstiges (auch zeitlich befristet) zuweisen. Dann ginge das für TFS sogar kostenneutral über die Bühne. Wobei Tesla als Muttergesellschaft da natürlich mit ins Boot müsste.
Kreativer Gedanke, aber ich weiß nicht, ob die Bafa für einen Spurwechselassistenten einen Warenwert von 3800€ akzeptieren würde. Alles andere bei EAP funktioniert ja aktuell nicht.
Könnte auch ganz schnell ein Eigentor werden, man will sich ja sicher nicht auch noch mit dem Bundeskartellamt anlegen.
Ich sag nur:
Wucher bezeichnet das Angebot einer Leistung zu einer deutlich überhöhten Gegenleistung unter Ausnutzung einer Schwächesituation eines Vertragspartners. Ursachen können zum Beispiel in einer Notlage oder in einer asymmetrischen Informationsverteilung zu Lasten eines Vertragspartners liegen.
Der Warenwert ist ja definiert, so kauft ihn ja auch der Endkunde, sollte also kein Probelm sein. Wucher sehe ich hier nirgends, da Bafa sagt dass mindesten 2250€ brutto fließen müssen, mehr ist also egal. Zudem kann Software, wie auch im Referral Programm praktiziert, nur für Monate zugewiesen werden. Somit könnte man sogar fast den genauen Differenzbetrag zuweisen Aber wie gesagt, nur ein kreativer Gedanke ……
Mir wäre es im Grunde egal, was sie mit der Differenz aushandeln. Sie können es gern auch spenden, solange dadurch eine Rückforderung des Bundesanteils vermieden wird
Würde keinen Unterschied machen… zumindest nicht bzgl. der Größe des „Sch…haufens“, unter dem TFS begraben werden würde, sofern das Thema nicht zur Zufriedenheit des Kunden bereinigt wird.
Nur mal ein Gedanke zum Herstelleranteil.
Müsste Tesla nicht aktuell 2 verschiedene Preise ausweisen beim Barkauf?
Einen Preis für den privaten Kunden, der um den Herstelleranteil reduziert ist und einen Preis für den Gewerbekunden, der ja nun seit 1.9. keine Förderung mehr erhält. Oder bekommt der Gewerbekunde automatisch einen Rabatt in Höhe des Herstelleranteils?