Naja die sparen einfach Kosten, wenn Sie mit Mapbox/Valhalla auf kostenlose Openstreetmap-Daten umstellen. Ob das wirklich besser als die bewährte Navigon Lösung wird?
Die Datenqualität von OSM Karten ist in manchen Regionen der Erde extrem schlecht und garantiert keine Basis um den Autopiloten besser entscheiden zu lassen. Hinzu kommt, das Navigon eine sehr hohe Kompression der Karten schafft, ohne essentielle Daten weglassen zu müssen.
Kann jemand bestätigen, dass die neuen Kartenupdatepakete wesentlich größer als die Alten sind? Wenn ja, dann ist das kein Zeichen dafür, das jetzt mehr Strassenkilometer mehr erfasst sind.
Sagen wir mal so. Mein Auto hat sich, bevor ich die Meldung über das neue navi hatte gut 7gb gesaugt. Ist glaube ich damit ähnlich wie damals bei navigon, wenn es Karten Updates gab. Ob jetzt mehr oder weniger Länder dabei sind, weiß ich natürlich nicht
In OSM sind Fuss und Wanderwege eingepflegt. das verdoppelt das Wegeverzeichnis nahezu. Europa ist meines Wissens nach sehr gut eingepflegt. Ich hatte mich vor Jahren daran beteiligt. Mir ging nur die Adminsoftware zu sehr auf den Geist.
Für jemand der angeblich vom Fach ist, ist dieser Beitrag nun wieder mal mit sehr beschränktem Weitblick. Heute sind die Karten vielleicht noch nicht überall so gut wie die von den etablierten Naviherstellern aber jeder Tesla trägt ja zur Verbesserung bei. Es geht beim Update primär darum von der Abhängigkeit eines Zulieferers und dessen Releasezyklus wegzukommen
In manchen Teilen der Welt sind die Karten übrigens auch schon detaillierter, hier ein Vergleich.
Bei einem neuen Format alleine von der Grösse auf mehr oder weniger erfasste Strassenkilometer zu schliessen ist keine genaue Wissenschaft, es könnten genau so gut detailliertere, hochaufgelöstere Karten oder sonstige (Meta-)Daten enthalten sein.
Ich habe in einem meiner Projekte beruflich direkt mit Mapbox USA zu tun. Einer unserer Kunden hat nach 2-jähriger Evaluationsphase die Mapboxbasierte Navigation eingestellt. Laut Aussage des zuständigen Kunden-Projektmanager waren fehlende Features gegenüber dem Wettbewerb und eine mangelhafte Qualität des OSM Kartenmaterials 2 der Hauptgründe für die Entscheidung.
Die Masse der Kartendaten ist nicht ein Qualitätsmerkmal, sondern du must die wichtigen ADAS-Automotive-Daten haben, mit einer sehr geringen Fehlerquote. In der Automobilbranche werden an die Karten hohen Funktionale Sicherheitsanforderung gestellt. Je nach autonomen Fahrlevel werden ASIL-B oder ASIL-C Qualität gefordert. Das erfüllt OSM bei weitem nicht, da sind die Lichtjahre davon entfernt. OSM HD Karten mit 10 cm Auflösung für das autonome Fahren gibt es auch noch nicht. Die Branchenführer TomTom und HERE haben zumindest Hauptverkehrsstrecken schon im Standard-HD-NDS Karten Format erfasst.
Aber vielleicht gibt es Hoffnung, laut Mapbox Produktmanagement wollen sie auch eine Navi auf Basis der offiziellen Katasteramtsdaten in Europa bereitstellen. Ich hoffe mal für Tesla das diese Mapbox Variante Verwendung findet.
Schon vor einiger Zeit wurde bekannt, das Tesla teilweise im Hause die besten Daten der Straßen hat. Ganz einfach weil über den AP immer wieder Daten gesammelt werden können. Damals wurde schön dargestellt das gerade mehrspurige Abbiegungen niemand sonst so sauber implementiert hat. Über den AP lassen sich dann sicher auch Biegungen und Geschwindigkeiten prima einsammeln.
Im Prinzip genbau wie beim AP2: das Produkt braucht vielleicht noch einige Zeit, bietet dann aber deutliche Vorteile für Tesla und die Nutzer.
orakel 1:
über die osm-karten erhält tesla recht zeitnah und kostenlos neu- und umbauten im strassennetz. die restlichen „feindaten“ sammeln die teslafahrer ein.
orakel 2:
tesla benötigt keine 10cm genauen kartendaten für die navigation.
ergebnis:
keine lieferantenabhängigkeit (preis, zeitpunkt).
Mit 10 cm genauen HD Kartendaten und einer hervorragenden Positionierungsgenauigkeit könnte der AP per Kartendatenabgleich und ohne Kameras merken, wenn ein Tesla die Fahrspur verlässt und auf einen Beton Lane Divider zusteuert. Das geht aber mit dem im AP2.5 verbauten ublox M8 noch nicht, obwohl das ein super GPS Empfänger ist.
Zur Info: So ein Beton Lane Divider und auch Hindernisse am Strassenrand sind Teil der HD-Daten von TomTom und HERE.
Mapbox ist nur der neue Lieferant für das OSM? basierte Navi SDK. Abhängigkeit bleibt.
Woher sollen in OSM zeitnah Neu- und Umbauten im Strassennetz kommen? Dazu müssten sich jemand die Mühe machen, all die Veränderungen zu tracken.
Seit Jahren schafft es die OSM Community nicht uralte Hausnummerndaten zu aktualisieren. Umso weiter du von der nächsten Uni entfernt bist, umso mieser wird die Datenabdeckung. Mit Alphanumerischen Postleitzahlen hatten die früher auch so ihre liebe Mühe. Für Deutschland wird ein Postleitzahlenscript von der Community gepflegt. Schon für PLZs von Österreich schaut es schlecht aus.
Seit dem Skobbler(= Navigon Spinoff) sich aus der Pflege der OSM Daten zurückgezogen hat, schaut es jedes Jahr schlechter mit der
Pflege/Updates der OSM-Daten aus.
Solange Tesla nicht die relativ einfache Verkehrsschilderkennung mit der Qualität von AP1 Mobileeye hinkriegt, solange brauchst du auf präzise Kartendaten durch die seitlichen Kameras nicht hoffen. Die Auswertung der Kamerabilder und das Fusionieren mit den vorhandenen Kartendaten ist um einiges schwieriger als mit einem neuronalen Netz ein Verkehrsschild in Echtzeit zu identifizieren.
Das ist richtig, Garmin stampf die Navigon App ein, was bei den Leuten
ziemlich schlecht ankam. Ich habe auch kürzlich noch das Cruiser fürs Motorrad
gekauft und nun das
ja, das ist sicherlich alles richtig, beschreibt aber mehr oder weniger den aktuellen ist-zustand in dem bereich.
ich vermute, tesla will sich von keinem kartendienst etwas vorschreiben lassen.
der griff in das regal der lizensfreien könnte den hintergrund haben, dass tesla in dem bezogenen kartenmaterial frei veränderungen und anpassungen durchführen kann. die neudaten kommen von den eigenen fahrzeugen und bleiben bei tesla.
bei einer zusammenarbeit mit „gewerblich“ kartenanbietern könnte es sein, dass diese vorschreiben, dass aktualisierungen nur von ihnen vorgenommen werden, tesla hierzu gern anliefern kann.
aber wie auch immer: das aktuelle vorgehen von tesla in dem punkt passt zu tesla (denke ich)
Was nutzen dir die 10 cm genauen Karten, wenn GPS diese hohe Auflösung nicht liefert? Derzeit beträgt die Standardabweichung bei GPS 7,8 m!
Diese Probleme haben alle Anbieter elektronischer Karten. Es gab da mal nen „netten“ Artikel zu in der c‘t. Ich versuche es nochmal zusammen zu bekommen: in einem Ort hatten sie eine vorhandene Straße geteilt (ich sage mal, bei Hausnummer 50 abgeschnitten), die zweite Hälte der Straße umbenannt, und dann hatte jemand in der ursprünglichen Straße ein neues Haus gebaut (Nr. 51 neu). Der Eigentümer hatte dann nen Herzinfarkt und der Rettungsdienst konnte das Haus nicht finden - mit zwei unterschiedlichen Navis.
Die ADAS-Tiles für den AP und das Navi sind 2 Paar Schuhe. Im TMC gibt es da recht detaillierte Infos dazu. Tesla hat dazu einen eigenen Server mit mindestens 4 Branches, von welchem der AP die Tiles lädt. Ich kann mich ja täuschen, aber beim Navi geht es meiner Meinung nach darum, auf dem schnellsten und zuverlässigsten Weg von A nach B gelotst zu werden.
Also, wenn einer ein krasses Beispiel haben will, was mit dem Navi (alt) wirklich schief läuft:
Fuhr gestern von 4232 Fehren nach Lenk im Simmental.
Normal fährt man dazu Bern -> Thun -> Simmental und ist nach 160km da.
Tesla Navi (dem ich ohne nachzudenken gefolgt bin ) routet mich über Fribourg -> Château d’Oex: schonmal schlecht.
Komme mit 180km Rest in der Lenk an.
Was jetzt folgt, ist aber der Hammer. Ich möchte zurück nach Hause. Sowohl Lully, Rubigen, Egerkingen und Kriegstetten liegen auf einem akzeptablen Heimweg und sind erreichbar. Das Navi will mich aber zum SuC Steg im Wallis leiten.
Hätte ich das mangels Ortskenntnissen gemacht, mein Heimweg hätte wohl 4-5h gedauert.
Ich war nach ca. 2:15 zu Hause, inkl. 5 Minuten Ladepause in Kriegstetten.
Bin auch gespannt ob das Navi zukünftig in Affi (Suc Gardasee Italien) funktionieren wird. Aktuell wird der immer über einen min. 50 km Umweg angesteuert. Anscheinend hat man bei Tesla schon vor einem Jahr aufgehört, solche Fehler im alten Navi zu beheben.