da haben wie dann eine andere Auffassung von „unkontrolliert“…
BMW ja, die haben ihre Elektrokompetenz eher rausgeekelt.
Bei Daimler kann ich mir vorstellen dass der Geely Boss Druck macht.
Und dass die ordentliche EVs bauen können, zeigt der Polestar.
Ich warte ja nur da drauf, dass aus Geely, Volvo und Daimler ein integrierter Konzern wird.
Da wäre Daimler dann auch eher der Juniorpartner, auch wenn sie es nicht gerne hören, könnten sich dann aber nicht so aufführen wie bei Chrysler…
Apple und PC…
Ein System macht alles selbst, das andere besteht aus einem Netzwerk von Software und Komponenten… beide Systeme funktionieren.
Red Bull macht gar nichts außer Marketing.
Und das eben sehr gut.
Oder ist es bewiesen, dass ein integrierter Konzern einen inhärenten Vorteil hat?
Es geht nicht um wollen, nur darum, dass es keinen sicheren Beweis gibt.
Danke, wollte ich auch eben schreiben…
Apple und PC ist kein gutes Beispiel für deine These.
Die großen PC Hersteller haben mitlerweile aufgegeben und ihre PC-Sparten nach China verkauft. Lediglich Apple existiert noch und macht Gewinne.
Bei PCs spalten sich die Gewinne eben auf viele auf: Microsoft, Nvidia, Lenovo, Intel etc…
Aber hier ging es ja nicht um die Gewinne, sondern um die These ob andere Hersteller technisch mithalten könnten, da die vertikale Integration fehlt. (Also ob die Verbindung LG + VW + Bosch z.B. ebenfalls ein konkurrenzfähiges Produkt anbieten kann)
Und als Produkt kann ein PC durchaus mithalten.
Die einen sagen so, die anderen so… Apple kegelt Intel raus, weil die über Jahre nicht das liefern konnten was sie wollten und brauchten.
Ähnliches sieht man bei Tesla eben auch. Wir sehen uns an was wir wollen und was ihr liefert, wenn ihr das nicht könnt und es machbar ist investieren wir Zeit und Geld und tun es selbst.
Über die Jahre war die Automotive-Branche wenig innovativ. Mit Ausnahme des „Clean-Diesel“ natürlich!
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Aber Scherz beseite: Das Auslagern der Wertschöpfungskette hatte handfeste Vorteile, nämlich niedrigere Kosten. Aber dadurch wurde die Entwicklung immer schwieriger. Wenn eine Bremse einfach eine Bremse ist, dann ist das super. Wenn aber jedes Bauteil ein eigenes Betriebssystem hat und der Kunde erwartet, dass die gesamte Software & Hardware integriert ist, dann funktioniert dieser Ansatz nicht mehr.
Genau das ändert jetzt Tesla und wird damit große Vorteile haben. Vielleicht kommt irgendwann wieder die Phase, wo alle technologischen Dinge geklärt sind und sich eine Bauart für BEVs durchgesetzt hat. Dann kann man wieder sinnvoll kostensparen in dem man die Wertschöpfungskette optimiert und auslagert. Aber das was Tesla jetzt bei den Akkus gemacht hat, ist die Wertschöpfungskette neu zu denken.
Ja, aber ist es so, dass Macs konkurrenzlos besser sind als PC?
Weil die ja alles aus einer Hand anbieten? Oder iPhones besser als Androids?
(Wir sprechen hier nicht von der Profitabilität, sondern rein vom Produkt)
Ja, momentan hat Tesla den Vorteil, dass sie die Komponenten Ladeinfrastruktur, Batterie, Auto, Software kombiniert haben. Und das Produkt ist gut!
Aber, die anderen werden sicher nachziehen bzw. sind dabei es zu tun.
Aber, der Fokus lag ja auf der Zelltechnologie. Und da würde es mich doch wundern, wenn Tesla hier Wunderdinge vollbringt, aber die anderen Hersteller da nichts bieten könnten.
EDIT:
Aber das sehen wir alles ja früh genug.
Ich kann euch folgenden Vortrag wirklich ans Herz legen. Wie ich finde eine schöne und breite Betrachtung zu dem Thema Elektromobilität, Wasserstoff, Forschung im Bereich Batteriezellen, Ölförderung etc.
In dem Zusammenhang nochmal das Interview, dass hier ja schon geteilt wurde:
Wenn man den Vortrag zuvor gesehen hat, weiß man welche Position Professor Maximilian Fichtner inne hat:
- Er ist Professor für Festkörperchemie an der Universität Ulm,
- Stellvertretender Direktor des Helmholtz-Instituts Ulm für Elektrochemische Energiespeicherung (eine Kooperation der Universität Ulm und Karlsruhe)
- Wissenschaftlicher Direktor von CELEST (Center for Electrochemical Energy Storage Ulm-Karlsruhe), wurde aus dem Helmholtz-Institut und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) herausgegründet und ist mittlerweile ein europaweiter Zusammenschluss aus 29 Instituten und 48 Arbeitsgruppen. Bemessen an den wissenschaftlichen Publikationen liegt CELEST weltweit auf Platz 2 hinter China in der Forschung in dem Bereich.
Ich würde also sagen, dass er die Bezeichnung „Batterieexperte“ im Spiegel Artikel wohl wirklich verdient hat (sonst gebe ich auf solche Titel ja nicht so viel). Und wer sich in diesem Kontext das Spiegel Interview nochmal durchliest, stehen für mich zumindest seine Aussagen in einem ganz anderen Licht da:
Man muss sich nur ansehen, was Tesla präsentiert hat: Pläne für eine Reichweitensteigerung um mehr als 50 Prozent und 56 Prozent geringere Batteriekosten. Dazu hat das Unternehmen einen Weg aufgezeigt, wie auf der Fläche einer Gigafactory eine Terawattstundenfabrik entstehen kann, also eine um den Faktor 1000 größere Batterieproduktion. Dadurch sollen laut Tesla die Investmentkosten pro Gigawattstunde um bis zu 70 Prozent sinken. Das ist revolutionär.
Durch das Design ohne Lasche und die kürzeren Wege ist aber der Widerstand geringer, es wird kaum noch Wärme erzeugt. Allein durch das Format sind 16 bis 18 Prozent höhere Reichweiten möglich, gleichzeitig kann so ein System bis zu sechsmal schneller geladen werden. Das ist ein Quantensprung.
Elon Musk hat überall angesetzt, von der Bearbeitung der Rohstoffe bis zum fertigen Auto, um seine Autos besser und billiger zu machen. Tesla hat es offenbar geschafft, beide Stellschrauben in die richtige Richtung zu drehen. Selbst wenn das Unternehmen nur einen Bruchteil der verkündeten Zuwächse erreicht, ist das noch weit über dem, was die Konkurrenz hierzulande plant.
… da ist jemand, der weiß von was er da spricht, sichtlich beeindruckt.
Dieser Satz sagt alles:
Tesla ist dort bei dem andere noch gar nicht geplant haben, Vorsprung der anderen Art.
Ist das wirklich so?
nein, das wurde nur auf dem „PowerPoint“ missverständlich dargestellt…
eine RUNDZELLE soll 5x mal so groß sein und 6x mehr Energie laden/abgeben können (in der selben Zeit) wie eine kleine…
„6x soviel Energie in der selben Zeit“ klingt für mich schon nach „6x schneller laden“.
ja, wenn du 1kWh in dein Handy laden willst, dauert das VIEL länger als 1kWh in dein Auto zu laden… das versteht jeder, oder ? aber das mit den Zellen nicht?
Die Frage ist, wie viel schneller die Zelle Schaden nimmt, wenn man die Leistung voll ausreizt. Aber mehr als die Ladesäulen aktuell liefern, wird so ein Akku bestimmt vertragen 
Ich erinnere allerdings auch daran, dass Elon im Vortrag meist davon sprach, dass sie die genannten Ziele und Technologien planen und längst noch nicht alle erreicht haben.
Das Tapless design erschien mir jetzt aber schon als umgesetzt so wie der Prozess der cell assembly, das schwierigste ist sicher die Anpassung an den Trockenelektrodenprozess und die Silizium Anode. Zumindest kam es so beim Batteryday für mich rüber.
Das ist etwas, was viele durcheinender bekommen haben und was viele „Erklärungen“ wertlos machen.
Die Zelle ist viel grösser. Die braucht den höheren Ladestrom schon wegen der höheren Kapazität.
Am Ende ersetzt man die alten Zellen durch 1/6 so viele neue Zellen, die aber jede nur vier mal so viel kosten und 8 mal so viel Kapazität haben und mit dem 6-fachen Ladestrom genau so schnell laden. Oder so (habe die Zahlen jetzt nicht nachgerechnet)
Als ich das mit dem tabless Design auf dem Battery Day zum ersten Mal wirklich begriff wurden mir die Konsequenzen erst richtig klar.
Selbstverständlich hatte ich das von Tesla vor einiger Zeit veröffentlichte Patent für ca. 3 Minuten überflogen und auch verstanden (Innenwiderstandssenkung, Kostenreduzierung), aber die Tragweite dessen nicht wirklich begriffen.
Durch den BD ist mir klar geworden, wie gigantisch die Reichweite dessen ist, denn es verändert alles bis z.B. zur Schnellladefähigkeit und bis zu einem kleineren Kühl-/Heizungssystem, was wiederum Gewicht, Volumen und damit Kosten einspart.
Aber jetzt stelle ich mir, insbesondere wenn das alles so einfach ist, die Frage:
Warum sind die ganzen vermeintlichen Spezialisten darauf noch nicht selbst gekommen? Weder die großen Zellhersteller, noch, um in der Branche zu bleiben, VW, Daimler oder BMW haben was Vergleichbares entwickelt? Sie faseln eher über die Feststoffzelle (mit was für einem Innenwiderstand
und dann auch noch Lithium in Metallform?). Oder gar über die Brennstoffzelle?
Egal, jetzt hat ein Außenseiter das tabless Design vorgestellt und sich u.a. damit einen in greifbarer Nähe befindlichen dramatischen Vorsprung für Energiedichte, Kosten und Investitionsausgaben herausgearbeitet.
Ach ja, ich habe nach langer Zukaufspause wieder Teslaaktien geordert. Irgendwie musste ich diese sagenhaften BD-Infos verarbeiten…
Ergänzung @Sicknote:
Sorry, Du solltest Dich nicht wundern, Du solltest versuchen die Tragweite des präsentierten zu verstehen. Gerne mal persönlich vor Ort im Rhein-Neckar-Raum.
Ich würde bei Tesla und Batteriezellen jetzt von allem sprechen, aber nicht einem Außenseiter…
Die beschäftigen sich seit fast 20 Jahren damit und hauptsächlich beim Thema Mobilität und Autos.