Ich kann euch folgenden Vortrag wirklich ans Herz legen. Wie ich finde eine schöne und breite Betrachtung zu dem Thema Elektromobilität, Wasserstoff, Forschung im Bereich Batteriezellen, Ölförderung etc.
In dem Zusammenhang nochmal das Interview, dass hier ja schon geteilt wurde:
Wenn man den Vortrag zuvor gesehen hat, weiß man welche Position Professor Maximilian Fichtner inne hat:
- Er ist Professor für Festkörperchemie an der Universität Ulm,
- Stellvertretender Direktor des Helmholtz-Instituts Ulm für Elektrochemische Energiespeicherung (eine Kooperation der Universität Ulm und Karlsruhe)
- Wissenschaftlicher Direktor von CELEST (Center for Electrochemical Energy Storage Ulm-Karlsruhe), wurde aus dem Helmholtz-Institut und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) herausgegründet und ist mittlerweile ein europaweiter Zusammenschluss aus 29 Instituten und 48 Arbeitsgruppen. Bemessen an den wissenschaftlichen Publikationen liegt CELEST weltweit auf Platz 2 hinter China in der Forschung in dem Bereich.
Ich würde also sagen, dass er die Bezeichnung „Batterieexperte“ im Spiegel Artikel wohl wirklich verdient hat (sonst gebe ich auf solche Titel ja nicht so viel). Und wer sich in diesem Kontext das Spiegel Interview nochmal durchliest, stehen für mich zumindest seine Aussagen in einem ganz anderen Licht da:
Man muss sich nur ansehen, was Tesla präsentiert hat: Pläne für eine Reichweitensteigerung um mehr als 50 Prozent und 56 Prozent geringere Batteriekosten. Dazu hat das Unternehmen einen Weg aufgezeigt, wie auf der Fläche einer Gigafactory eine Terawattstundenfabrik entstehen kann, also eine um den Faktor 1000 größere Batterieproduktion. Dadurch sollen laut Tesla die Investmentkosten pro Gigawattstunde um bis zu 70 Prozent sinken. Das ist revolutionär.
Durch das Design ohne Lasche und die kürzeren Wege ist aber der Widerstand geringer, es wird kaum noch Wärme erzeugt. Allein durch das Format sind 16 bis 18 Prozent höhere Reichweiten möglich, gleichzeitig kann so ein System bis zu sechsmal schneller geladen werden. Das ist ein Quantensprung.
Elon Musk hat überall angesetzt, von der Bearbeitung der Rohstoffe bis zum fertigen Auto, um seine Autos besser und billiger zu machen. Tesla hat es offenbar geschafft, beide Stellschrauben in die richtige Richtung zu drehen. Selbst wenn das Unternehmen nur einen Bruchteil der verkündeten Zuwächse erreicht, ist das noch weit über dem, was die Konkurrenz hierzulande plant.
… da ist jemand, der weiß von was er da spricht, sichtlich beeindruckt.