Hast recht!
BS
Mercedes oder auch andere Hersteller bieten sehr wohl opt out und zwar auf Diensteebene.
Das gilt aber nur für die Mercedes ME Dienste. Da habe ich ein 14 tägiges Widerspruchsrecht. Dann kann ich aber auch den Dienst nicht nutzen.
Nur einer Speicherung der Daten zu widersprechen gibt es nicht. Es gibt allerdings ein Auskunftsrecht welche Daten sie von mir haben.
Ein opt-out für die „normalen“ Daten wie GPS, Motordaten etc. gibt es dort nicht.
hier ein Bericht von 2020, einen ähnlichen gibt es auch vom ADAC Datenkrake Auto dient als Beweismittel gegen den Fahrer - PC-WELT
Was mich an der Frontal Reportage sehr gestört hat war die Art der Darstellung. Es wurde so getan, als ob Tesla die Daten einfach so rausgeben würde. Behauptet haben sie es nicht, aber der unaufmerksame Zuschauer wurde in den Glauben gelassen. Dabei bin ich mir sicher, dass es in jedem der Fälle eine Richterliche Anordnung gab. Das ist ja wohl ein ganz entscheidender Unterschied. Und es ist ja wohl richtig und gut, dass Tesla mit diesen Daten auch den Besitzer des Autos belasten kann.
Und ich bin es auch leid, dass alle was zur Aufklärung eines Unfallherganges oder eines Straftat beitragen kann für verwerflich darstellt. Es könnte einen ja mal selbst überführen. Besser wäre es doch, wenn jedes Auto damit ausgerüstet wäre und ein Richter (nicht ein Journalist) diese Daten abrufen könnte. Wie viele Fehlurteile könnten da vermieden werden. Wieviele Schädiger würden wohl nicht mit faulen Ausreden und einem gescheiten Anwalt davon kommen? Warum sollen immer die Verursacher geschützt werden? Ich verstehe das nicht.
Ich sehe nicht wo ich im Auto die Übertragung von Telemetriedaten abschalten kann.
Whataboutism ist fehl am Platz. Ich mag mich jetzt nicht durch die Datenschutzbestimmungen von VW durchwühlen, Fakt ist dass Tesla Fahrzeuge umfangreich Daten an Server übermitteln und diese nicht anonymisiert gespeichert werden. Mag sein dass man dem zustimmen muss beim Kaufvertrag, aber ein Hersteller der mir nicht die Wahl lässt und die Nutzung des Autos mit einer Speicherung des gesamten Nutzungsverhaltens koppelt halte ich für unangemessen.
Das mag zwar in einem Rechtsstaat wie Deutschland noch in Ordnung sein, aber stell dir vor die Fahrzeuge würden auch bspw. von Oppositionellen in Belarus genutzt. Da gibt es dann auch schnell Mal einen richterlichen Beschluss für ganz andere Zwecke. Der beste Datenschutz ist immer noch die Daten gar nicht erst zu erheben.
Handbuch Seite 232.
Oh Waia… @Flasher … da kauft man sich eines der modernsten Autos der Welt und erschrickt sich dann, das der Wagen Daten sammelt.Was meinst du den, auf welcher Basis Tesla zB. Softwareanpassungen vornimmt (Updates), oder das Autonome fahren voranbringt. Wie der Service von der Ferne funktionieren soll usw. Wer analog leben möchte, was natürlich legitim ist, der sollte sich bitte kein Auto nach Baujahr 1972 kaufen.
Und nochmal, und das ist die eigentliche Kritik an dem FrontalBericht, andere Autohersteller (Mercedes, BMW usw. machen das gleiche. Warum wurde das Thema nicht im generellen für alle Automarken angemerkt, sondern sich speziell an Tesla abgearbeitet.
Übrigens kann man bei Tesla sich die gesammelten Daten zuschicken lassen. Gibt ein YouTube Video darüber wo man erklärt bekommt was da gesammelt wird usw.
Kurze Recherche meinerseits.
Im Fahrzeugbestellvertrag, den man bei Bestellung erhält, steht folgender Hinweis zum Datenschutz:
Folgt man dem Link, kommt man auf folgende Seite:
Dort ist alles in einfachem Deutsch erklärt. Ließt sich halt keiner durch, weil es keine Sau interessiert
Aber wenns im Fernsehen kommt, dann isses ein Skandal ![]()
Ja, und? Wer bitte hat etwas anderes erwartet? Es ist völlig klar, dass das für alles mögliche notwendig ist, insbesondere die App und Ferndiagnose.
Man kann sich daran stören, dass Dashcamaufzeichnungen an Tesla gesendet werden. Das ist vielleicht für den einen oder anderen auch überraschend (muss man aber eben auch die Datenschutzbestimmungen lesen). Tesla braucht diese Clips und Daten aber um sich selbst zu verteidigen, nach einem Unfall ist ja gerne erstmal der AP schuld.
Dass die Daten mit einem richterlichen Beschluss auch herausgegeben werden ist auch klar und da finde ich das Verhalten von Tesla eher vorbildlich, ich weiß gar nicht was die Leute sich da beschweren in den Beitrag. Sollen die doch froh sein, dass sie das so einfach und detailliert aufklären konnten.
Das große Problem sind doch nicht Telemetriedaten, sondern, das Tesla auch die Umgebung filmt, mit Personen, Fahrzeugen mit Kennzeichen usw… Die können nicht widersprechen, weil die es gar nicht wissen. Und so eine Vorratsdatenspeicherung ist ohne richterlichen Beschluss nicht mal der Polizei erlaubt, siehe Kennzeichenlesesysteme. Warum sollte es Tesla dann erlaubt sein?
Das ist rechtlich hier teilweise Graubereich oder darüber hinaus, aber man muss sich fragen wie sinnvoll das ist.
Wer am öffentlichen Straßenverkehr teilnimmt, muss damit rechnen gesehen und auch gefilmt zu werden. Wenn ich eine Einkaufsstraße entlang gehe, weiß ich auch dass mich 1000 Leute sehen und 100 Überwachungskameras filmen. Da müsste es einfach eine Umgewöhnung geben: Autos können dich in kritischen Situationen oder wenn du ihnen zu nahe kommst ebenfalls filmen.
Den „Schaden“ dass auf solchen Aufnahmen mal das Gesicht eines armen, unbeteiligten zu sehen ist, kann man imho verschmerzen wenn man dafür Unfälle, Fahrerflucht, Vandalismus und andere Dinge problemlos aufklären kann.
Korrigiert mich bitte wenn ich falsch liege! Aber meiner Kenntnis nach speichert Tesla, zu mindest im Model 3, die Kamerasequenzen auf dem USB-Stick (oder Festplatte) und wichtige Ereignisse direkt auf dem Controllerboard und das im öffentlichen Raum.
Wie verhältst du dich den im Urlaub mit deiner Kamera ? Fragst du da auch jeden aufm Marktplatz nach den „Filmrechten“ 
Was machst du am Bahnhof usw. da hängen überall Kameras ?
zB. ist es im Mehrfamilienhaus erlaubt den Flur zu Überwachen, sofern man nicht auch in die Fremdwohnung aufzeigen kann.
Es gibt keinen Graubereich. Insbesondere der Sentrymode zeichnet auf, wenn man nur in die Nähe eines Teslas kommt bzw. speichert. Kleines Fallbeispiel: ein Tesla wird zerkratzt, Täter sichtbar, aber kurz nach der Tat, fährt in unmittelbarer Nähe zufällig ein Auto los, hat nix damit zu tun, Tesla zeichnet auf, Kennzeichen sind lesbar und zack, bist du möglicherweise Gegenstand eines Strafverfahrens und hast vielleicht noch nicht mal was mitbekommen.
Und wie geschrieben, nicht einmal die Polizei darf ohne Rechtsgrundlage präventive Video Aufzeichnungen im öffentlichen Raum machen, warum denn dann Tesla?
Keine Lust auf Totalüberwachung!
In einem Mehrfamilienhaus bist du nicht in der Öffentlichkeit, jeder Mieter kennt die Videoaufzeichnung und stimmt ihr zu mit dem Mietvertrag. Private Kameras dürfen auch nicht in den öffentlichen Raum hinein filmen. Bei Urlaubsfotos ist es eindeutig geregelt, siehe Recht am eigenen Bild, das sind Menschen, solange sie nicht Mittelpunkt der Aufnahme sind einfach nur Beiwerk. Präventive Aufnahmen im öffentlichen Raum zum Zwecke einer möglichen späteren Strafverfolgung bedürfen einer Rechtsgrundlage und die gibt es hier einfach mal nicht, siehe Berlin, wo Tesla eine Ermahnung von der zuständigen Ordnungsbehörde bekommen hat!
Unabhängig davon ob Tesla jetzt eine Datenkrake ist oder nicht (das Thema habe ich längst abgehakt wenn ich nur öffentliche Videoaufnahmen, private Kameras oder Touristen denke, die mich zufällig erwischen, wenn sie den Münchner Marienplatz filmen. Von Google und Microsoft ganz zu schweigen…)
Pikant fand ich, dass sich die Polizei hinstellt und einerseits den „Fahndungserfolg“ abfeiert, im gleichen Atemzug aber die Datensammlerei beklagt. Könnte sein, dass Tesla zukünftig nicht mehr besonders freigiebig ist, wenn es entsprechende Anfragen gibt.
Was ist mit Verkehrsüberwachungskameras, die an jeder Brücke oder Ampel hängen? Verpixelt da ein Beamter jedes Gesicht? Die Aufnahmen sind dann viel direkter in der Hand der Behörden.
Es gibt auch Überwachungskameras auf öffentlichen Plätzen. Läden und Geschäfte filmen auch oft die öffentliche Straße.
Wundert alles niemanden. Ein Auto ist teures Eigentum, das muss man doch schützen können.
Auch auf Bahnhöfen bedürfen diese einer Rechtsgrundlage. Und es finden dort keine Aufzeichnung statt:
https://www.bahnhof.de/bahnhof-de/datenschutzhinweis_videoueberwachung-3084238
