Es gibt ja etliche Werte auf die man die Geschwindigkeit begrenzen kann, jeweils mit verschiedenen Begründungen. Im wesentlichen geht es immer um eine Balance zwischen Klimaschutz, Lärmschutz, Sicherheit & individuelle Freiheit.
Um die Optionen nicht ausufern zu lassen habe ich es mal auf 5 beschränkt. Wer also beispielsweise ein Limit für Klimaschutz für wichtig hält aber auf eine Reisegeschwindigkeit von 150 km/h wert legt, der möge dann bitte 160 km/h anklicken. Wer, wie in vielen anderen Ländern 120 oder gar weniger bevorzugt möge bitte 130 km/h nehmen auch wenn es dann nicht perfekt ist.
200 & 250 habe ich dazu gefügt wenn es jemandem darum geht „Heizen“ klar zu unterbinden. Natürlich könnte man noch 225 und 300 uvm. hinzufügen aber irgendwo muss ja mal ein Cut sein.
Hier noch ein Überblick über Europa. In den USA dem ist das Limit grob vergleichbar.
Was viele nicht wissen:
An sich haben wir schon ein Tempolimit, nennt sich Richtgeschwindigkeit.
Wenn bei >130 ein Unfall passiert und nachgewiesen wird, dass man wirklich >130 gefahren ist, bekommt man automatisch Teilschuld.
So wurde mir es zumindest in der Fahrschule beigebracht.
Es gibt dazu allerdings eine These, ich kann nicht beurteilen, ob da was dran ist, dass es durch die monotone Fahrweise bei starken Tempolimits sogar zu einer vermehrten Anzahl von Unfällen kommen kann, da die Konzentration nach einiger Zeit zu stark nachlässt. Oder anders gesagt, auf die Unfallstatistik wirkt es sich nicht wirklich positiv aus. Aber die Unfallstatistik ist ja nur ein einzelner Aspekt neben anderen.
Monton wäre es nur bei einer leeren Autobahn. Da diese aber eher selten wirklich leer ist und die Leute in der Regel nie wirklich echte 130 fahren, kommt es auch nicht zur Monotonie
Aber krass: Es zeichnet sich hier wieder das Ergebnis von 2017 ab: Die Mehrheit der Menschen scheint wirklich für 130 zu sein. Selbst bei den gut motorisierten Tesla-Fahrern
Interessant wäre natürlich zu wissen, was die Beweggründe sind. Umweltschutz, stressfreieres Fahren etc.
Was den Umweltschutz betrifft bin ich persönlich skeptisch, u.a. deshalb, weil die Zahl der Verbrenner in Zukunft abnimmt und die umweltfreundliche Energiegewinnung zunimmt.
lol, naja, es geht um 100 km/h und mit nachlassender Konzentration kann auch gemeint sein, dass man sich einfach ablenkt, abdrifftet. (Smartphone etc.) Nicht dass man da sitzt, schwitzt und sich mit allen Kräften konzentrieren will, es aber einfahc nicht mehr klappt Andererseits: Die LKWs fahren ja wirklich sehr monoton 90.
Bin vehementer Gegner eines Tempolimits. The Sky is the limit und es ist natürlich legitim auch mal 417 km/h mit seinem Bugatti auf ner freien Strecke zu fahren. Es gibt so viele Regeln und Verbote und zumindest das ist noch eine der wenigen Freiheiten auf unseren Autobahnen wofür uns so viele Länder beneiden.
Wie wäre es mit MindestDURCHSCNITTSgeschwindigkeiten ?
Das ganze dann Flächenüberwacht, mit anderen Worten, wer nicht innerhalb einer bestimmten Zeit von x nach y gefahren ist bekommt eine Strafe ? Hilft eventuell auch gehen Staus ?
Wer schon einmal im Grossraum Los Angeles unterwegs war (nein, nicht zur Rush Hour ;-)) der wird erfahren haben, was zu einem funktionierenden Verkehrsfluss auch bei hohem Verkehrsaufkommen beiträgt: alle fahren plusminus dasselbe Tempo und es darf rechts überholt werden.
Das Problem in D (und leider auch gelegentlich in der CH) sind die grossen Tempounterschiede. Links wird gebolzt, rechts schleichen LKW-Kolonnen. Und die Mittelspur dient als Überlauf für beide Seiten. Für den Flow am zuträglichsten wäre ein Limit von 110 oder 120 für PKW und eine Tempoerhöhung auf 100 für LKW.
Wie erholsam sich so ein Tempo fährt, sieht man in Skandinavien. Die 3 Stunden deutsche Autobahn von der Fähre in Rostock zum Autozug in Hamburg sind massiv stressiger als die 3 Wochen auf schwedischen Strassen im Urlaub davor.
Mich wundert eh, dass bei einer Diskussion übers Tempolimit eigentlich nie die Höhe des Limits zur Diskussion steht. Ein Limit von 160 würde zum Beispiel deutlich einfacher zu vermitteln sein und trotzdem die Gefahr durch zu extreme Geschwindigkeitsunterschiede der Fahrzeuge deutlich reduzieren. Die Schadstoffausstöße würden auch schon sinken.
Eines der Probleme hier ist, dass die Leute mit 80 auf die Autobahn auffahren und sich auch gerne mit 80 einfädeln statt die Beschleunigungsspur als solche zu benutzen.
Auch umgekehrt, sie verlangsam gerne schon deutlich vor der Abfahrt, dabei reicht die Länge der Abfahrtsspur locker aus um von 120 auf 50 zu kommen oder noch langsamer zu werden.
Jetzt muss mal leicht OT fragen: Punchst Du denn auch schonmal auf das Energiepedal ? Also beschleunigst Du denn gerne mal kräfig ? Das Basismodell geht ja auch schon ordentlich!