Es gibt ein internes Forum für die Smart-Verkäufer. Das ist mittlerweile mindestens der vierte Fall in einem Monat, drei der betroffenen Wagen waren Vorführer. Gemessen an den 800 Smart #1, die insgesamt in Deutschland auf der Straße sind, ist das eine Menge.
Wenn ich mir anschaue, dass ich in vielen Fällen mehr weis als die Verkäufer, kann ich nicht glauben, dass sich das verbreitet hat.
Für mich ist die Smart-#1-Story jetzt (hoffentlich) beendet. Da der #1 immer noch nicht repariert ist und meine Frau überhaupt keine Lust mehr auf das Auto hat, bin ich vom Kaufvertrag zurückgetreten und habe Smart eine Aufstellung der Kosten zur Begleichung gesendet und eine Frist bis zum 15.06. gesetzt. Glücklicherweise habe ich eine Rechtsschutzversicherung, aber ich will erst einmal eine gütliche Einigung versuchen und erst einen Anwalt einschalten, wenn es nicht anders geht, auch wenn ich weiß, dass der nicht auf meine Kosten gehen würde. Mal sehen, ob zumindest die Rückabwicklung so erfolgt, dass Smart nicht ganz oben auf meiner No-Buy-Liste landet.
Gestern kam die Verkäuferin auf mich zum dass jetzt endlich ein „Flying Doctor“ von Smart kommen würde (Anfang nächster Woche) und der On-Board-Lader bestellt sei, ich konnte meine Frau aber nicht überzeugen, es doch noch mal zu probieren, sie hat alles Vertrauen in Smart verloren.
Abgesehen davon: die Ursache des Problems kennt Smart anscheinend immer noch nicht, daher kann das Problem wieder auftreten.
Die Go-E Wallbox, die ich gekauft habe, geht dann auf das Konto Erfahrung, meine Frau fährt weiter Golf Cabrio, ich finde es bezeichnend, dass sie ein 25 Jahre altes Auto zuverlässiger findet als den Smart #1.
Ein paar zusätzliche Informationen von der BAFA: Wir sollen die Abmeldebescheinigung in das Portal hochladen. Wenn man versucht, die Abmeldung zu verschleiern, muss man ab dem Datum der Abmeldung bis zu dem Datum der Rückforderung (die Info über die Abmeldung kommt über das KBA an die BAFA) 5% Zinsen zahlen.
Das Fahrzeug ist nicht mehr förderfähig und mit einem Halter im Brief ein Gebrauchtwagen, auch wenn es erst 40km auf dem Tacho hat. Für Smart wird das richtig teuer, das hätten die aber vermeiden können, wenn sie einfach mal mit uns geredet hätten, statt sich hinter der armen Verkäuferin zu verstecken und über diese immer nur am Tag des Ablaufs von Fristen tätig zu werden.
Unser #1 steht kurz vor der Auslieferung und ich habe den Vertriebspartner gefragt, ob ihm etwas zu Problemen mit Laden am TWC 3 bekannt ist. Interessanterweise waren ihm die Probleme bekannt und er hat uns dringend vom Laden am TWC 3 abgeraten. Ist für uns nun auch nicht relevant, weil wir keinen haben. Dennoch wollte ich mal erfragen, ob dies bei Mercedes-Benz überhaupt bekannt ist.
Siehe oben: Es gab Ende letzter Woche noch einen Fall, wo jemand ahnungslos einen Vorführer an einem TWC3 geladen hat und anscheinend nicht vom Verkäufer gewarnt wurde.
Vielleicht klappt es bei Dir ja besser, ich wünsche Dir das sehr, denn eigentlich ist in meinen Augen der #1 als E-Auto der beste kompakte Wagen, den man im Augenblick bekommen kann. Wenn Du allerdings Mängel hast, setze direkt schriftlich Fristen, sonst kann es sein, dass Du hingehalten wirst. Vielleicht wird das irgendwann besser aber im Augenblick sind Smart und die Vertriebspartner scheinbar vollkommen überfordert damit, zu kommunizieren und Probleme zu lösen. Die Verkäuferin in unserem Fall hat sich wirklich super eingesetzt und sie tut mir sehr leid, denn sie musste alles ausbaden, da sich alle anderen hinter ihr versteckt haben.
Ich kann angesichts des Schadens, der Smart hier entstanden ist, nur mit dem Kopf schütteln. Wenn nur ein mal ein Anruf von einem Verantwortlichen von Smart gekommen wäre (noch schlimmer, mir wurde ein Anruf avisiert und der ist dann nicht erfolgt), dann hätte man vielleicht zu einer gütlichen Einigung kommen können, aber da Smart bis auf Floskeln in Emails sich überhaupt nicht geäußert hat, war irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht. Ich lasse mich ja da immer noch breitschlagen, meine Frau allerdings nicht und ich kann sie verstehen.
Ja, die Kommunikationsprobleme merke ich derzeit auch schon bezüglich der Zulassung und widersprüchlicher Informationen, bei denen der Vertriebspartner zwar bemüht ist, aber auch nicht wirklich etwas bewegen kann.
Wir bleiben trotzdem erstmal optimistisch, denn es ist ein toller Kompakter als Ergänzung zu unserem MY.
Übrigens: In Youtube wurde mir eine Werbung vorgeschlagen mit dem Titel „Smart #1, das erste Elektroauto ohne Haken“, ich konnte mir nicht verkneifen, darunter zu schreiben, „Außer man lädt es an einem Tesla Wall Connector Gen 3, dann kann man es abhaken“.
Und noch ein Update: Nach fast 5 Wochen hat heute der Vorgesetzte der Verkäuferin bei mir angerufenen und angegeben, dass er bis heute nichts von dem Fall wusste (was nach meinen Informationen eher nicht stimmen kann). Ich habe ihn dann an meine Frau weitergegeben, die er ja schließlich überzeugen musste. Ihr hat er gesagt, es wäre ja nur eine Kleinigkeit. Das wirft bei mir die Frage auf: wenn eine Kleinigkeit über 5 Wochen dauert, was macht Smart dann bei einem wirklichen Problem?
Meint er damit den Fehler (und die Konsequenzen) oder die schlampige Regelung der ‚Komplikation‘?
Er meint den Fehler und die Konsequenzen. Im Smart #1-Forum ist das Thema mittlerweile bei 4 Threads oben angepinnt ![]()
Seit 5 Wochen beschäftigt uns der #1, es sind mindestens 4 Fahrzeuge betroffen und für Smart ist das ein kleines Problem.
Eben rief der gleiche Manager von Smart noch mal an und sagte, er müsse das erst mit der Rechtsabteilung durchsprechen.
Nochmal die Chronologie:
- Übergabe am 28.04.
- Fehler und Abschleppen am 29.04.
- Fristsetzung zwei Wochen am 3.05. bis 17.05.
- Fahrt in die Werkstatt mit Mitteilung, dass der Onboard-Lader defekt ist und jemand von Smart kommen muss am 5.05.
- Leihwagen am 08.05., Ausfall am gleichen Tag mit dem gleichen Fehler
- Abholung des defekten Leihwagens am 17.05.
- Verzugssetzung und Nachfrist bis 31.05. am 17.05.
Angebot, rückabzuwickeln wenn kein Interesse an der Reparatur besteht als Wink mit dem Zaunpfahl am 24.05. - operative Hektik am 31.05. mit dem Versprechen, dass der #1 „Anfang nächster Woche“ repariert wäre, da hat meine Frau die Reißleine gezogen, da sie Smart nichts mehr glaubt
- Rücktritt vom Kaufvertrag mit Aufstellung der Kosten am 01.06.
Heute scheint dann Smart aufgefallen zu sein, dass ein Rücktritt blöd wäre und ich wurde mit Anrufen überhäuft. Hätten die mal nach dem Ablauf der ersten Frist angerufen - so habe ich den Eindruck, dass ich als Kunde nur dann erst genommen werde, wenn ich vom Vertrag zurückgetreten bin.
Ich war sehr deutlich damit, was nach dem Ablauf der Frist passiert und habe nach der ersten Frist klargemacht, dass Smart in Verzug ist.
Jetzt, nachdem die letzte Frist abgelaufen ist und wir vorher von Smart (nicht der Verkäuferin, aber die war nur der Bote, hinter dem sich alle verstecken konnte) komplett ignoriert worden sind soll ich meine Frau überreden das Auto, das sie nicht mehr will, doch noch zu nehmen.
Ich kann deine Frau verstehen, meine Frau wollte nach dem Mängeldesaster mit dem E Auto einer anderen Marke nichtmal ein anderes E Auto haben. Sie fährt jetzt wieder Mini (Verbrenner).
Wir fahren seit fast 4 Jahren Tesla Model 3 und das funktioniert einfach. Die Erwartungshaltung meiner Frau war, dass sie sich an das etwas andere Bedienkonzept gewöhnen muss und dass das Auto ansonsten genauso unauffällig ist wie unser Tesla. Mittlerweile sagt sie, dass sie auf das kleinere Modell von Tesla warten will aber das nächste Auto ist mit Sicherheit ein Elektroauto.
Wobei man immer sagen muss, dass es immer ein Risiko ist, wenn man ein Auto aus der ersten Serie kauft. Und dass es ausgerechnet mit dem TWC ein Problem verursacht ist ärgerlich, aber halt Pech.
Wie Smart das jetzt handelt, ist zugegebenermaßen unglücklich, aber sind halt auch die ersten Fahrzeuge die ausgeliefert wurden. Von daher ist es nicht ungewöhnlich, dass es da auch noch hakt.
Gerade bei der Markteinführung sollten die Fehler mit Hochdruck bearbeitet werden und mit den Kunden kommuniziert werden. Wenn es eine kontinuierliche Kommunikation gegeben hätte - und das sagt auch meine Frau - wäre das nie so eskaliert. Wenn man aber 5 Wochen gegen Wände anrennt, springt der Kunde dann halt ab.
Bei Kleinigkeiten gebe ich Dir recht, wenn das Kundenfahrzeug aber nur die Fahrt nach Hause schafft, erwarte ich mehr Einsatz, vor allem, wenn eigentlich nach 3 Tagen die Diagnose und die weiteren Schritte (und die Tatsache, dass da Smart kommen muss) kommuniziert werden (von der Werkstatt) und dann 5 Wochen nichts passiert - trotz Fristsetzungen.
Wenn man Fristen nicht einhalten kann, muss man mit dem Kunden reden und nicht die Frist und die Nachfrist ohne Kommunikation verstreichen lassen und dann erwarten, dass der Kunde das weiter so hinnimmt.
Das das ein neu eingeführtes Fahrzeug ist, ist mir bewußt, sonst hätte ich nicht noch eine Nachfrist gesetzt obwohl nicht mit mir kommuniziert wurde und noch mal eine Woche vor Ablauf der zweiten Frist daran erinnert, dass das die letzte Möglichkeit ist, das Problem zu beheben.
Nur einmal ein „wir wissen, wie dringend das für Sie ist, wir haben aber gerade nicht genügend Techniker“ hätte schon den Unterschied gemacht oder ein Anruf von einem Vorgesetzten.
Was meinst Du, was anders herum passiert wäre, wenn ich die Zahlung nicht rechtzeitig getätigt hätte?
Ich bin komplett bei Dir, dass Smart sich die Rückgabe selber eingebrockt hat und kann es absolut nachvollziehen.
Nur Kommunikation ist halt Aufwand und den vermeiden Hersteller gerne.
Da ist Tesla, wenn es zu Problemen kommt, wenn man dem Forum trauen darf, auch nicht besser.
So, gerade ist der Elektriker weg, der 2 Stunden beide TWC3s komplett durchgemessen hat. Sie verhalten sich vollkommen normgerecht und auch die Elektroinstallation ist völlig in Ordnung.
Uh, Teslalieferzeiten.
Scheint wohl ein Ladenhüter zu sein
War auch unsere Idee, aber so lange will meine Frau den kleinen Verbrenner nicht mehr fahren - unser Smartie soll nächste Woche kommen.
Ich hab schon mal prophylaktisch die Wallboxen getauscht, ansonsten hätten wir evtl. auch Spaß mit dem TWC.
Der #1 meiner lieben Frau hat nach 48h seinen Geist an einem TWC Gen 1 aufgegeben. Der rollt kein Stück mehr und musste aus der Garage rausoperiert werden.
Nach 2 erfolgreichen Ladungen ging der Stecker noch leicht raus. Nur meinte das Auto, dass dieser noch steckt und verweigerter selbst den Schleppmodus zu aktivieren.
In den 48h habe ich eine rudimentäre Software kennen lernen dürfen und dachte, oh oh wie gut geht’s mir mit meinen Tesla.
Aber, 2016 beim ersten X war auch noch nicht alles so wie heute ist, aber so schlecht war es nie bei Tesla.
Das Auto steht nun seit 2 Tagen im Mercedes Autohaus und wartet und wartet und wartet.
Ich habe direkt mal von meinen Widerruf gebrauch gemacht. Mal gucken wie es weiter geht.
LG aus Leipzig
