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SMA EV Charger - Erfahrungsbericht

Liebe Community,

Ich wollte an dieser Stelle mal meine Erfahrungen mit dem SMA EV Charger posten. Im Netz gibt es noch nicht allzu viel dazu, da die Wallbox erst seit Oktober erhältlich ist.

Ausgangslage:
SMA PV Anlage mit 9,9kWp mit 5kW-Speicher
Tesla Model 3
Wohnsitz in NRW (Förderung!)

Zunächst hatte mein Solarteur mir zur Mennekes Amtron Xtra geraten um PV-Überschuss zu laden. Zu dem Zeitpunkt war der SMA EV Charger noch nicht erhältlich. Als ich dann im November den Entschluss gefasst habe, riet er mir zum SMA EV Charger wegen reibungsloserer Funktion mit der PV Anlage. Angeblich gäbe es mit der Mennekes häufiger mal Probleme und Fehlermeldungen.

Der Preis für beide Wallboxen mit Installation lag jeweils bei 3500€. Ein stolzer Preis, ABER:
In NRW bekommt man über progress.nrw bis zu 50€ der Kosten erstattet + Bonus für PV-Anlage + Bonus falls ein Speicher vorhanden ist. Bis Oktober war die Förderung sogar bei 60% und der Antrag war schon durch mit 60%. Alles in allem bekomme ich 2550€ vom Land NRW, sodass ich den Auftrag erteilt habe.
Am Ende also ein Preis von 950€.

Ich nutze den SMA EV Charger jetzt seit 3 Wochen mit dem Model 3 und er funktioniert super.
Installation in der Garage mit Netzwerkanschluss über Powerline mit dem SMA Home Manager 2.0.
Besteht PV-Überschuss von > 1,3kW beginnt das Laden und unterbricht, wenn man unterschreitet. Das funktioniert wirklich sensationell. Merk man wenn man den Wasserkocher anmacht und jetzt im Winter der Überschuss nicht reicht. Der Charger reagiert nahezu sofort. Mit einem Wählschalter am Gerät kann man auch auf „normales“ Laden umstellen. Hier beim Model 3 mit 11kW. Das Gerät kann bis 22kW.
Andererseits kann man im Überschuss-Modus das Laden auch mittels SMA Energy App jederzeit anstoßen, unabhängig vom PV-Überschuss.

Die Web-Oberfläche finde ich nicht sonderlich gelungen, aber lässt allerlei Einstellungen zu bezüglich des Ladestroms usw.

Für SMA PV-Anlagenbesitzer definitiv empfehlenswert. Allerdings wohl nur in NRW aufgrund der bombastischen Förderung.

Freue mich schon auf den Sommer mit reichlich Überschuss.

5 Like

Danke!

Habe eine 17 kWP Anlage mit SMA Tripower - und eine openWB …

Da der Homemanager hier auch werkelt könnte ich einen weiteren Ladepunkt damit machen.

Interessant. Wie ist das, wenn nan eine zweite Walbox benötigt. Kann SMA auch Lastmanagement?

@vlacho,
danke für deinen Bericht. Ich habe eine ähnliche Anlage, auch 9,9 kWp mit SMA Wechselrichter. Ich bin allerdings noch unschlüssig, ob es der EV Charger oder die OpenWB werden wird. Da kommt dein Bericht genau rechtzeitig :blush:
Kannst du die Ladeprioritäten bei Überschuss frei vergeben? Also z.B. vorgeben, dass zuerst das Auto geladen werden soll, dann Speicher und zuletzt der Hausverbrauch? Falls ja, worüber werden die Einstellungen gemacht, über den Sunny Home Manager?
Da ich zusätzlich im nächsten Jahr auch meine Heitzung (Wärmepumpe) integrieren möchte, wäre das schön zu wissen.

Danke für dein Bericht, bekomme mein SMA Charger im Januar.In Bayern bekommt man leider nicht so viel an Förderung aber ich freue mich trotzdem.
Guten Rutsch

Ob man Prioritäten freigeben kann, habe ich noch nicht herausgefunden. Da vermisse ich am SHM die Möglichkeit so etwas über eine Weboberfläche zu machen.
Als mal viel Sonne war (leider selten im Winter) ist mir nur aufgefallen das die Priorität auf dem Charger lag, der Speicher aber auch immer ein bisschen was abgekriegt hat.

Das weiß ich leider nicht. Dafür bin ich nicht weit genug drin in der Materie.

Ich habe auch eine 9,75 kWp Anlage und einen 7 kWh LG Batterie Speicher sowie Ersatzstrom. Wechselrichter und Sunny home manager jeweils von SMA. Leider ist das Sunny Portal nicht zuverlässig verfügbar, wirft einem nach rd. 15 Minuten raus.
Ein Tesla Fahrer hat teslaautocharge, jetzt ev-autocharge.com programmiert, mit kostenloser Nutzung für PV-Überschuss laden. Vor Wochen hat SMA hierfür (Abruf nur alle 10 Minuten!) den Abruf gesperrt!
Das ganze hat mit dem go-echarger super geklappt. Ich werde deshalb mir keine Wallbox von SMA kaufen, finde die sowie überteuert.
Prosit Neujahr, hoffentlich mit viel Sonne zum PV-Überschuss laden.

Habs auch mitbekommen, der Schritt war doch logisch.
SMA ist eine Firma und will auch eigene
Produkte verkaufen.

Ich hatte seinerzeit auch auf den SMA EV-Charger gewartet, nur um mich dann für eine openWB zu entscheiden. Ich bereue diesen Schritt nicht… allein die schnelle unkomplizierte Bedienung über das externe Display im Hausflur. Da nun auch eine zweite Box dazukommt wird es dank Loadsharing auch gut klappen.
Und die Updates sind auch schön… teils werden Wünsch umgesetzt!

Mich würde mal interessieren,
ob es sich auch bei einer kleineren Anlage lohnen würde…
SMA PV Anlage mit 6,9kWp mit 6,4kWh-Speicher

In einem anderen Thread las ich von Amortisierungen von bis zu 20 Jahren.
Daher bin ich momentan stark am Überlegen.

Genau so etwas habe ich mir im September installiert : 6,04KWp und 5,9 KW Speicher.

Ich habe dann noch einmal extra Geld verschenkt, da ich die Anlage als Liebhaberei beim Finanzamt angemeldet und auch keine Vorsteuer gezogen habe. Anlage ist von Solaredge, da ich starke, wechselnde Verschattungen habe. Bei 25 Cent KWh im Einkauf und rund 9 Cent brutto im Verkauf, komme ich auf rund 18 Jahre Amortisation.
Dafür habe ich eine größere Sicherheit beim Strompreis und etwas für die Umwelt getan.

Lässt Du den Speicher weg und nutzt die steuerlichen Vorteile konsequent sollten auch 12 Jahre drin sein.

Was passiert denn, wenn das Portal einen herauswirft? Ist das nicht nur zum Konfigurieren und Auswerten erforderlich?

Damit fehlen die Daten um Überschussladung zu steuern, würde ich sagen.

Ich habe SolarEdge und die Ladung über die API (vergleichbar dem Dunnyportal) buetet auch nur minimal alle 15 Minuten Daten. Glücklicherweise kann man Modbus nutzen. Da kommuniziert man direkt mit dem Wechselrichter ohne irgendwelche Einschränkungen.
Geht das bei SMA nicht? ( Frage an SMA Nutzer)

Nein, Du hast mich missverstanden…
Ich meinte nicht PV-Anlage oder Speicher.

Ich meinte die SMA-Wallbox.
Oder überhaupt eine Wallbox bei einer kleinen PV-Anlage wie wir sie haben.
Lohnt sich das…? Oder amortisiert sich das irgendwann…?
Oder ist das auch unter Liebhaberei abzutun…?

Ich würde gern nur die Überschüsse in den Tesla laden,
habe aber keine Lust, dafür mehr als nötig auszugeben.
Schließlich lade ich wenig in der Woche unter Netzbezug
und kann am Wochenende einige kWh in der Mittagssonne abzapfen.
(Jetzt im Winter sicherlich wenig bis gar nicht…)

Daher meine Frage, ob sich eine intelligente Wallbox rechnet.
In meinem speziellen Fall wohl eher nicht…trotz guter Förderung in NRW… :thinking:

Ach so!
Guck Dir an was eine passende Wallbox (Zappy, openWB, Mennekes, u.s.w.) kostet, die PV Überschuss mit Deiner(!) Anlage kann. Rechne Dir aus was der Austausch der bestehenden Box kostet und ziehe die Förderung ab. Dann bleiben ein paar 100 Euro übrig. Dann rechnest Du Dir die Ersparnis/ KWh aus. Anschließend ermittelst Du wie viele KWh Du laden musst, damit sich das rechnet.

Da jeder anders lädt (ich kann unter der Woche z.B. quasi nicht PV laden, da immer erst gegen 18:00h wieder zu Hause - bleibt nur Wochenende), musst Du Dir das selbst ausrechnen.
Rechnen tut sich das wihl nur, wenn Dein Auto meistens zu Hazse steht…

Hast Du vielleicht schon denTesla Wall Connector? Dann gibt es eine Lösung für nen 100er. :slight_smile:

Ich lade momentan noch mit einem UMC 1 (dreiphasig mit max. 11kw)

Mein Elektriker sagte neulich, es gibt leute die warten und warten und man kann auch bis zum Tod warten. Es geht auch um die philosophie von jedem einzelnen, für mich ist es wichtig unabhängig zu sein.

Tja, der kann leider nicht geregelt werden. :-/
Passende Wallbox mit Installation würde ich auf >1800 Euro taxieren (ist sehr von den häuslichen Voraussetzungen abhängig).
Davon gehen 900 Euro Kfw- Förderung ab. Bleiben also 900 Euro. Ich kaufe Strom für 25 Cent und verkaufe für 9 Cent. Somit spare ich 16 Cent je KWh. Wie viel Du ins Auto bekommst über das Jahr musst Du selbst ermitteln.
Noch etwas: Der Speicher ist bei mir kontraproduktiv: ich komme abends nach Hause schließe mein Auto an und der Akku ist in 30 Minuten leer. Somit steht nichts mehr fürs Haus zur Verfügung und der Akku ist immer maximal geleert. :-/ Wenn ich erst morgens lade nimmt er den evtl. Rest vom Akku und füllt den ins Auto und Rest kommt aus dem Netz. An Wochenende funktioniert das natürlich dann besser.

Die Monate November bis Februar ( also 1/3 des Jahres) kannst Du komplett vergessen, da bekomme ich nicht einmal ohne Auto den Speicher voll.

Wohl wahr…
Da ich wahrscheinlich bald auch beim Arbeitgeber laden kann,
wird mir der Überschuss am Wochenende wohl reichen.

Die Idee, nur oder fast nur mit PV-Überschuss laden zu können
ist schon eine gute Sache.
Man wird durch das E-Auto vom Petrol-Head ja nicht gleich zum „Öko“,
aber ich muss zugeben: Es bewirkt schon was im Kopf… :slight_smile: