Das hat man inzwischen gesetzlich geregelt. Ab 2023 muss jede neue Ladesäule ein Kartenlesegerät haben, das die üblichen Kredit- und Debitkarten als Zahlungsmittel akzeptiert. Die Betonung liegt dabei auf neue. Existierende Säulen müssen nicht nachgerüstet werden.
Warum kann man ne Packung Kaugummi unkompliziert kaufen, aber etwas Strom nicht?
Weil es Strom eben nicht in Packungen, Dosen o.ä. gibt
Ich hab mir die AC-Lader letztes Jahr nicht genau angesehen. Ich bezog mich auf den alten Schüren-Ladepark und den zugehörigen YT-Videos zu GiroGo. Kann natürlich veraltet sein.
Und dann hast du wie schon an einigen Rasthöfen die Auswahl für 79ct AC mit 50kW-Triple bei MER zu laden oder für 79ct am HPC bei Ionity. Schön sichtbar an der Autobahn, damit du weißt was dir gleich blüht.
Diese Regelung soll es für Deutschland geben, nur eben mit Bestandsschutz. Eigentlich völlig nutzlos, weil in Deutschland Roaming längst ausreichend gut funktioniert und das Ausland davon nicht betroffen ist.
Problematisch ist doch, dass aktuell schon zu viele Parteien am Ladestrom mitverdienen wollen. CPO, Mobility-Provider, Stromanbieter, Backendbetreiber. Mit dem Thema Kreditkarte holst du dir die größten Heuschrecken rein. Ich bin öfters mit einer Ladenbetreiberin hier am Quatschen, die erzählt auch mal eben was sie das Terminal so kostet. Einmal, dass das Terminal da steht, und dazu einen festen Betrag pro Zahlung plus eine Beteiligung am Umsatz. Diese „Bequemlichkeit“ wird die Elektromobilisten in Deutschland richtig Geld kosten wo sie das noch nicht tut, denn es ist anzunehmen, dass diese Variante so wenig Leute nutzen werden, dass die Kosten auf alle umgelegt werden.
Welches „Geschäft mit den Abos“? Ich bin jetzt auch kein Fan davon, aber das Abo schafft schon eine gewisse Sicherheit, die Fixkosten abgedeckt zu bekommen und genügend Kontingente auf dem Strommarkt zu ordern. Es zeigt sich ja schon, dass die langfristige Beschaffung von Strom die günstigere Form ist.
Natürlich gibt es ein unübersichtliches Dickicht aus Ladekarten und Apps, es kann ja jeder seinen eigenen Kram erfinden. Die Frage ist, ob man hier wirklich JEDE App und jede Ladekarte tatsächlich braucht. Für uns tun es derzeit zwei für ganz Europa. Eine von DCS und eine von EnBW/ADAC. Und auch das ist immer noch bequemer, schneller und weniger fehleranfällig als die Variante mit Kreditkarte und PIN.
Was macht denn Tesla richtig gut? Das einfache System OHNE Display, Kartenleser und Kartenterminal. Das Bezahlen mit Kreditkarte (oder Debitkarte) ist letztendlich genau das Gegenteil davon.
Allego-Stadion an der A9: hätte ich die EnBW-Karte rangehalten: 0,52 Cent,
habe aber die Freshmile-Karte rangehalten: 0,34 Cent…
Nebendran bei Ionity (da wo die Kia und Hyundai Schlange standen) wäre die EnBW-Karte besser gewesen.
Ist schon echt kompliziert…
Einen Kartenlesegeräte-Zwang kann ich aus der Ladesäulenverordnung nicht herauslesen. § 4 Nr. 2 LSV: „…an dem jeweiligen Ladepunkt … mittels eines gängigen kartenbasierten Zahlungssystems … oder mittels eines gängigen webbasierten Systems“
Der Text der Novellierung lautet
§ 4 wird wie folgt geändert:
a) Satz 2 Nummer 2 wird wie folgt gefasst:
„2. an dem jeweiligen Ladepunkt oder in dessen unmittelbarer Nähe
a) die für den bargeldlosen Zahlungsvorgang erforderliche Authentifizierung er-
möglicht und
b) einen kontaktlosen Zahlungsvorgang mindestens mittels eines gängigen De-
bit- und Kreditkartensystems durch Vorhalten einer Karte mit der Fähigkeit zur
Nahfeldkommunikation anbietet.“
Genau, das wird auch gern vergessen. Ich wohne in einer Stadt mit einer Viertelmillion Einwohnern, zwei Autobahnen mit 4 Anschlusstellen und die nächsten SuC sind 60-70 km entfernt. Da ich auf öffentliches Laden angewiesen bin, bleibt mir gar nichts anderes übrig, als andere Anbieter zu nutzen, von denen es zum Glück einige gibt.
Das Problem mit der EC/KK Zahlung ist nicht das Handling, sondern die aufgerufenen Preise.
Wenn ich mir anschaue, dass Ionity, Fastned oder Pulse Adhoc Preise aufrufen bei denen es billiger ist, mit dem Verbrenner zu fahren, bin ich froh, dass es Anbieter wie EnBW gibt, mit denen man zu vertretbaren Konditionen laden kann.
Aldi zeigt sehr schön, dass es auch anders geht, funktionierende EC/KK Integration und sehr gute Preise. So würde ich auch regelmäßig mit KK laden, ansonsten eher nicht.
Was ich interessant finde, dass die oben genannten Anbieter selber CPOs und daher THG-Quote pro verkaufter kWh bekommen, die sie aber anscheinend lieber selber einstecken als sie an die Kunden weiter zu geben.
Ungefähr genauso „kompliziert“ wie ein Preisvergleich zwischen Aldi und Lidl …
Mit Ellie hast du es auch ohne karte hinbekommen? Also über ENBW? Würde mich dann interessieren wie
Nutze bisher die Karte.
Unsinn. Du gehts auch nicht in einen No Name Supermarkt und bekommst unterschiedliche Preise für den selben Schokoriegel, je nach dem welche Kundenkarte du an der Kasse zückst.
Mit Elli hab ich es über die Elli-App hinbekommen. Seit ich die Karte habe mach ichs darüber, geht schneller
Dass du weder App oder Handy aktivieren musst?
In welchem supermarkt kann man unterschiedliche kundekarten nutzen?
Der markt muss halt noch konsolidieren, vorher ist alles kompliziert
Tatsächlich ist das bei Einigen Supermärkten der Fall dass Rabattkarten und Coupons Rabatte erzeugen.
Bei Tankstellen hast du je nach Tankkarte (oder dem Fehlen dieser) unterschiedliche Preise. Nur dass es da innerhalb der Tankkarten unterschiedliche Konditionen gibt…
Nur beim Wasserstoff ist das „dank“ eines Monopols natürlich anders.
Ich sehe da keinen grossen Unterschied zu einem konventionellen Preisvergleich. Das gleiche Produkt (die kWh) kostet bei Anbieter X mehr oder weniger als bei Anbieter Y. Das ist effektiv identisch, wie wenn die gleiche Wurst bei Aldi billiger ist als bei Lidl. Nur mit der Besonderheit des MSP/CPO-Konstrukts, dass man ggf an der gleichen Ladesäule unterschiedliche Preise hat. Ist aber aus Kundensicht auch vorteilhaft, da man so keinen Umweg zu einem anderen Anbieter nehmen muss.
Ich verstehe wiederum jeden, der nicht seines eigenen Geldes Feind ist und dort lädt, wo es billiger ist. Ein Tesla kann sich aussuchen, wo er lädt, wenn sich jemand mit einem anderen BEV darüber ärgert, dass ein Tesla neben einem SuC eine Ionity oder was weiß ich Station belegt, soll er doch einen Tesla kaufen und selbst beim SuC laden. Vermutlich wird er das dann nicht, wenn er den Preisunterschied bemerkt.
Das einzige das ich nicht verstehe, ist die Tatsache, dass es Ladenetz- und -Kartenbetreibern gesetzlich erlaubt ist, für Strom mehr als den Marktpreis zu verrechnen. DAS gehört geändert.
verstehe ich nicht. Wie soll denn eine sauteure Ladeinfrastruktur jemals rentabel werden wenn die Betreiber nur den Marktpreis des Stroms einfordern dürfen. Es steht dir doch als Kunde völlig frei den Anbieter zu wechseln wenn du den Eindruck hast er ist dir zu teuer.
In Saudi Arabien wird der Liter Öl auch zu einem Spottpreis aus dem Boden geholt, dann wird nen bisschen raffiniert und ein paar teure Additive zugemischt und schwupps kannst du das neue Shell V-Power Ultra Super duper Max für gefühlt 2,50€ den Liter verkaufen. Kann man nehmen, muss man aber nicht.
Anscheinend schaffen das manche. Seltsam….