Sind die neuen Farbtöne reparierbar?

𝐄𝐢𝐧𝐞 𝐅𝐫𝐚𝐠𝐞, 𝐝𝐢𝐞 𝐡𝐞𝐮𝐭𝐞 𝐦𝐨𝐫𝐠𝐞𝐧 𝐢𝐧 𝐝𝐞𝐧 𝐞𝐢𝐧𝐬𝐜𝐡𝐥ä𝐠𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐅𝐚𝐜𝐞𝐛𝐨𝐨𝐤- 𝐆𝐫𝐮𝐩𝐩𝐞𝐧 𝐠𝐞𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐭 𝐰𝐮𝐫𝐝𝐞, fand ich so interessant, dass ich sie hier noch einmal aufgreifen möchte.

PPSW ist schon eine echte Herausforderung für manche, siehe Bild, aber wie sieht es mit dem neuen Farben, Midnight Cherry Red und Quicksilver aus?

Wie man technisch so ein PPSW Tür- Schaden repariert, könnt Ihr Euch hier anschauen

Auch nicht ohne, dass dreischicht rot, Red Multi-Coat, aber warum tun sich einige einfach so schwer damit?

Ganz genau kann ich das so auch nicht sagen, was ich aber sagen kann, dass es sicherlich oftmals mit Geld, kein echtes Interesse oder einfach nicht die richtigen Mitarbeiter zu tun hat.
Nicht falsch verstehen, ich will hier über keinen Lackier- Kollegen herziehen, ich möchte nur versuchen die heute gestellte Frage zu beantworten, denn ich denke, man braucht keine :candle:
Kerze auszublasen, um selbst heller leuchten zu können. Warum aber bekomme ich jede Woche Bilder zugeschickt, mit Reparaturen, für die man sich schämen müsste, sowas
gibt man doch nicht raus. Ich habe dazu folgende Erklärungen, daraus ergibt sich dann auch die Antwort auf die Frage, lassen sich die
neuen Farbtöne so reparieren, dass man die Reparatur nicht mehr sieht?

Eins Vorweg, ja, dass geht, aber woran liegt es denn, wenn ich doch immer wieder solche Bilder, wie das weiße Model 3 unten zugeschickt bekomme❓

:euro:𝐇𝐚𝐭 𝐞𝐬 𝐦𝐢𝐭 𝐆𝐞𝐥𝐝 𝐳𝐮 𝐭𝐮𝐧?:euro:
Nehmen wir an, dass es sich um einen Kaskoschaden handelt, bei Kaskoschäden ist es oft so, dass der Versicherer sich weigert, die Farbtonangrenzung zu
bezahlen, als Werkstatt habe ich aber immer die Möglichkeit dieses einzufordern, wollen sie trotzdem nicht, kann ich es doch einfach „nicht machen“ und dem Kunden ein
zweifarbiges Auto ausliefern, ich mache das nicht, ich übernehme einfach die Kosten für den Kunden, weil ich es nicht verantworten kann,
dass er ein zweifarbiges Auto wiederbekommt. Wenn ich das als Werkstatt nicht möchte, könnte ich immer noch den Kunden anrufen, oder eine Mail schreiben und ihm fragen, ob er die Kosten für das
einblenden übernehmen tut. Ich finde, sowas gehört sich nicht, aber schlimmer ist es doch, siehe weißes M3, es einfach nicht zu machen
und dem Kunden zu sagen „geht nicht besser“, wow, das ist peinlich. Übrigens ist es ein aktueller Fall, ich habe den Kunden Ratschläge gegeben, was er sagen und argumentieren soll, es scheint geklappt zu haben, aber ich habe noch keine neuen Bilder bekommen.

:art:𝐇𝐚𝐭 𝐞𝐬 𝐰𝐚𝐬 𝐦𝐢𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐅𝐚𝐫𝐛𝐞 𝐨𝐝𝐞𝐫 𝐝𝐞𝐦 𝐊ö𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐳𝐮 𝐭𝐮𝐧?:art:
Mag sein, denn wenn ich davon ausgehe, das das Auto, nehmen wir mal an, eine neue Tür bekommt und es in einem der problematischen Töne lackiert ist,
muss ich die angrenzenden Teile einlackieren. Dafür müssen (im besten Fall wird es so gemacht und nicht nur abgeklebt) die zu lackierenden Teile zerlegt werden, Schachtleiste, Griffe, Blinker / Cam usw.
Das bedeutet aber, das der Workflow so sein sollte, das der Farbton und die entsprechende Variante, vor der Zerlegung gemacht wird,
denn dann, kann ich dem Karosseriebauer gleich sagen „Hey, bitte zum einblenden vorbereiten“ und er macht es dann gleich mit. Bei GANZ VIELEN ist es aber nicht so, dass der Farbton gleich bei der
Annahme bestimmt wird, sondern erst, wenn das Auto aus der Karosserie zurück kommt, wenn dann festgestellt wird,
dass eingeblendet werden muss, muss das Auto wieder zurück, oder der Karo- Mitarbeiter- inn, muss in die Lackiererei und es vor Ort machen. Das ist nur ein Beispiel,
von hunderten, warum es sein kann, das sowas immer wieder passiert. Auch das Können des Lackierers ist wichtig, sowie die Vorbereitung der
Teile und die am best passende Variante.

:smiling_face_with_three_hearts:𝐇𝐚𝐭 𝐞𝐬 𝐞𝐭𝐰𝐚𝐬 𝐦𝐢𝐭 𝐝𝐞𝐦 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐞𝐧 𝐀𝐧𝐬𝐩𝐫𝐮𝐜𝐡 𝐳𝐮 𝐭𝐮𝐧?:smiling_face_with_three_hearts:
100%ig ja, sonst würde man so ein Schachbrett- farbendes- Tesla Model 3 nicht ausliefern. Egal ob Verbrenner, Fahrrad oder Tesla,
meine Arbeit, für die der Kunde Geld bezahlt, muss einwandfrei sein und wenn ich das einblenden nicht bezahlt bekomme, dass nicht selbst tragen möchte,
muss ich mit der Versicherung streiten oder der Kunde muss was zu bezahlen, aber so ausliefern? Geht gar nicht‼️

𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭:
Man bekommt jede Farbe hin, so, dass alle zufrieden sind, wenn man nur möchte. Wenn das Kundenwohl wichtiger als ein paar hundert Euro
sind, dann geht alles. In der Tat gebt es Fälle, nicht viele, aber es gibt sie, da muss man eben mal eine ganze Seite lackieren, wenn nur eine Tür neu kommt, dass ist dann eben so.

𝐌𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐌𝐞𝐢𝐧𝐮𝐧𝐠:
Kauft Euch die Farben, die Ihr Euch wünscht. Ich werde immer wieder gefragt, soll ich weiß nehmen? Das soll sich leicht pflegen lassen,
aber eigentlich hätte ich lieber schwarz. Leute, es ist Euer Traum ein schwarzen Tesla zu besitzen, dann kauft Euch den, dann kauft keinen weißen, ihr werdet jeden Tag
auf die Farbe schauen, dass mit der Pflege, bekommt man alles irgendwie hin.

Lasst Euch nichts einreden, die neuen Töne sind mega und reparierbar, wenn man sein Job liebt.

Herzlichst,
Michael Scharnberg

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Was mich bei sowas immer fasziniert wäre die Frage wie die Versicherungen das sehen. Das Zeug ist in Reparatur wirklich sehr aufwändig und teuer, und dennoch lassen sich in D Model S/X zu Prämien versichern mit quasi 0 Selbsbehalt (oder halt einem der im Grunde die Spesen fürs Papier der Rechnung deckt) dass der erste Parkrempler quasi die Prämie der ersten 5 Jahre schon weg frisst… Wie machen die das? Oder zahlen Versicherungen „Spezialpreise“ in den Bodyshops, während man als selber zahlender Kunde bis aufs Hemd ausgezogen wird?

Deine Frage kann man nicht mit einem Satz beantworten. Es gibt Bodyshops, die haben sich dem Schaden- Management der großen Versicherer angeschlossen, nicht alle, wahrscheinlich auch nicht viele, aber dass ist eine Dunkelziffer.

Dann gibt es reduzierte Stundenverrechnungssätze, aber bei mehr Leistung, zum Beispiel eine kostenlose Innen- Aussenreinigung, Leihwagen usw. Es ist aber nicht so, dass das jetzt SO VIEL günstiger ist, günstiger für die Versicherung ja, aber nicht geschenkt oder so.

Die Versicherungen wissen was sie tun, glaube mir. Aber blenden im Kasko- Fall, ist und bleibt eine Sache, die nicht viele Versicherungen übernehmen, dass ist Fakt.

Frage beantwortet?

Indirekt ja :smiley: Mich betrifft es eh nicht, ich zahl in der CH, und da sinds gut 1600 im Jahr bei 2.500SB in der Vollkasko :smiley: Wundere mich nur über die doch recht geringen Prämien bei Tesla in D.

Hätte auch einige kleine Schäden die man machen müsste, aber da ich leider das „schöne“ Perlmuttweis habe meinte mein Bodyshop ich solle warten bis es mehr wird damit das beilackieren auch lohnt. Weil sonst kostet es nur viel Geld und wenn ich es schnell und billig haben will werd ich es ewig sehen :frowning:

Mein Gott, das weiße Model 3 sieht ja noch schlimmer aus als meine E-Klasse vor 20 Jahren, nachdem sie auf Kulanz wegen Rost auf einer Seite beide Türen neu bekommen hat. Eingeblendet wurde da auch nichts, damals („Das Beste oder nichts“ war in dem Fall mal wieder letzteres).

Aktuell steht mein Model 3 in Bodyshop, weil mir jemand seine Tür in’s Seitenteil gehauen hat (mein Auto ist noch kein halbes Jahr alt). Ich hoffe, die haben einen vergleichbaren Qualitätsanspruch wie Du, Michael, und das Ergebnis passt. Bis Lübeck sind es leider über 500km einfache Strecke.

cu ulf

Ich drücke Dir die Daumen. Leider sieht man manche Dinge erst Monate später, z.B wenn was nicht demontiert wurde und es zu Haftungsproblemen kommt, anderes sieht man sofort, nämlich ob die Farbe perfekt passt.

Ich drück Dir die Daumen, dass alles zu Deiner vollen Zufriedenheit läuft.

Hat jemand sein Auto in den neuen Farben bestellt?

Herzliche Grüße, aus der Lackiererei

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Yep. Soll noch diesen Monat abholbar sein.

Cool, welche Farbe denn?

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Midnight Cherry Red. Lackstift kann ich da vergessen, wenn was ist. Ich hoffe, keine tiefen Kratzer zu kriegen und dass Tesla eine extra dicke Schicht Clearcoat darauf macht.

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Frage an Lackprofis.
Ist das normal, dass der Lack bei einem Neuwagen das Licht in so einem Muster reflektiert, als ob die Oberfläche nicht glatt wäre? Heißt der Effekt nicht Orangenhaut und könnte Tesla das vermeiden? Kann man das wegbekommen?

Ich habe das Glück nicht soweit von Michael’s Lackiererei (ca. 100 km) weg zu wohnen. Daher habe ich,ca. vor einem halben Jahr und mehreren Tesla Videos,beschlossen dort meinen Parkschaden reparieren zu lassen. Ich kann,mit bestem Gewissen, sagen, das was Michael hier schreib und beschreibt der Wahrheit entspricht. Die Jungs, und für mich der absolute Held dieses Ladens ist Wahid💪🏼,machen echt einen guten Job und geben alles dafür das Dein Auto wie Neu zu Dir zurück kommt. Die lieben einfach das was sie machen.Man merkt das das Umfeld um den Chef stimmt. Ich bin kein Mitarbeiter von Michael, sondern „nur“ ein zufriedener Kunde. Bei mir ging es um Stoßfänger+Kotflügel lackieren und einen Scheinwerfer tauschen. Es hat länger gedauert die Teile von Tesla zu bekommen, dafür konnte aber Wahid nichts.
Wahid hat mich seit der Beauftragung und Behebung des Schadens auf dem laufenden gehalten wann die Teile kommen.Dann fix Termin gemacht, Leihwagen bekommen und nach 1 Woche konnte ich meinen neu aussehenden weißen Tesla wieder abholen.
Kein Farbunterschied zu erkennen,bis heute nicht.

So, genug Werbung gemacht und geschleimt :laughing::face_with_hand_over_mouth:…

Fazit: Ich würde mein Fahrzeug immer wieder dort hin bringen!

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Ja, das ist normal.

Ich lasse meinen direkt Schutz folieren, habe auch midnight cherry red bestellt, sollte in 3 Wochen kommen

Bei dem einen mehr, bei den anderen weniger. Das heißt „Orangenhaut“ richtig. Das kann man, wenn man sich sicher ist, dass genügend Klarlack drauf ist, wegbekommen. Leider bei Neuwagen, nicht möglich, da die Schichtstärke zu gering ist.

Bei diesem Lack fällt es aus folgenden Grund mehr auf, als bei anderen:

Der Lack hat von Anfang an, eine leichte Organgenhaut, die meisten Lacke werden SO DÜNN wie möglich lackiert, Ihr erinnert
Euch an die Perl- weißen, nicht deckend lackierten Tesla Model 3? SO DÜNN wie möglich eben, da fällt so eine leichte Orangenhaut nicht auf, aber sie ist halt da.

Warum sieht man sie gerade bei dem neuen Midnight Cherry Red nun mehr, als bei anderen Tönen?

Das ist leicht erklärt, dass Midnight Cherry Red ist aus mehreren Schichten aufgebaut, dass bedeutet, dass es von Anfang an eine leichte Apfelsinenhaut gibt, aber durch die vielen Schichten, bauen diese sich immer weiter auf, im Handwerk würde man einen „Zwischenschliff“ machen, was im Werk natürlich gar nicht geht. Mit dem Klarlack, dem mehrschichtigen Basislack und der Grundierung, kommt es dann zu dem, wie ich finde noch vertretbaren, Ergebniss.

Ich hoffe, Deine Frage ist zufriedenstellend beantwortet.

Herzlich,
Michael

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Wow, ich habe eine Gänsehaut und für genau so etwas, stehe ich morgens auf. Kunden zufrieden stellen reicht heute nicht mehr, ich bin glücklich, wenn ich sie begeistere, dass kann man eben auch an den Bewertungen bei Google ablesen, nun aber auch hier. Ganz lieben Dank dafür :pray:

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Wenn etwas gut gelaufen ist,sollte man es auch weiter tragen✌️
Ich dachte man Duzt sich hier und allgemein unter Teslafahrern :wink::sweat_smile:
Das „Sie“ kannst bei mir weglassen…:slightly_smiling_face:

Gruß

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Lol :joy:
Missverständniss…
Also das „sie“ ist auf viele Kunden bezogen.

Ich duze Dich und alle anderen hier, ich bin sowieso eher der „Du“ Typ und das sich die Tesla- Fahrer untereinander duzen, gefiel mir schon immer.

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Ja. Warte auf das Model Y LR in MCR. Soll im Juni kommen. M3 ist verkauft.

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Ich habe mittlerweile das 3. Fahrzeug mit Red Multicoat. Davon das 1. mein M3 SR beilackiert werden musste. Hatte mein Lackierer hier im Heidelberger Raum sehr gut gemacht. Muss ja sagen meine Hochachtung an euch wie ihr das hinbekommt mit diesen mehrschichtigen Lacke.

Aber mit dem Midnight Cherry Red, wieviel Schichten hat der nun wirklich? Wurde gemunkelt von über 10 Schichten? Weiß man schon mehr darüber? Bekommt man das wirklich beilackiert?

Wenn ich dieses Fotos so ansehe, hätte ich zunächst mehr Angst vor der extrem häufig notwendigen Wäsche, als denn vor Reparaturen.