Um nochmal etwas konkreter die Intention des Threads zu fokussieren:
Die Missstände im Tesla-Service sind nicht nachweislich auf Absicht zurück zu führen, aber sie sind bekannt und werden in Kauf genommen - der Jurist würde wohl von bedingtem Vorsatz sprechen. Tesla spart so gnadenlos beim Personal, dass diese Zustände systemimmanent sind. Und deshalb - kurze Abschweifung - finde ich es auch völlig daneben, dass der TFF-Verein hier übers Forum Freiwillige anheuert, die am Quartalsende bei Tesla auf eigene Kosten und eigenes Risiko Neukunden betreuen sollen. Das ist unangebracht, ein Bärendienst am Tesla-Kunden und angesichts von Stundensätzen jenseits 200€ ein liebedienerischer Kotau vor dem vermögendsten Mann des Planeten. Der Verein, der vorgibt, die Interessen seiner Mitglieder zu befördern, unterläuft damit die nötige Aufstockung von Personal. - Zurück zum Kernthema:
Ähnlich wie die Checkliste für die Neuwagen-Übergabe scheint es beim Thema Service überfällig, einen Handlungsleitfaden zu haben, wie der Ablauf solcher Vorgänge auch über längere Zeit zu dokumentieren ist. Kurz: Ich erhoffe mir hier Anregungen, wie man Service-Prozesse praktikabel dokumentiert, um nötigenfalls eine wirkungsvolle Handhabe bei gallopierndem Service-Versagen zu haben.
Normalerweise beginnen solche Prozesse ja völlig harmlos und man merkt viel zu spät, dass man Gefahr läuft, sich an einem Apparat aufzureiben, der sich verschlossen wie eine Auster gibt und ebenso glitschig wird, wenn man Offenheit braucht.
Tesla rückt ja nichts raus. Eher nagelt man einen Pudding an die Wand, als von Tesla Arbeitszettel zu bekommen, und fast jeder Schriftverkehr via App kann nur als Hardcopy, also Grafikdatei, archiviert werden. Wichtige Unterlagen, wie z.B. Garantievereinbarungen - verschwinden aus dem Kundenkonto und werden stillschweigend durch geänderte ersetzt. Schriftliche Bestätigung mündlicher Zusagen werden verweigert und Beschädigungen - glaubt man etlichen Berichten hier - einfach nicht als dort verursacht anerkannt.
Man bekommt noch nicht mal mündlich valide Informationen, was überhaupt gemacht wurde und soll darauf Vertrauen, dass die einzelnen Mitarbeiter Ehrenmänner sind, was bekanntlich schon rein statistisch ausgeschlossen ist. Eine Notwehr am Rande der Legalität kann ja nicht ultima ratio sein - jedes Gespräch aufzeichnen, um bei Bedarf nachträglich Protokolle erstellen zu können.