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Serienproduktion des Model 3

Vorneweg: Ich bin Tesla-Fan und vom Geamtkonzept des Unternehmens überzeugt.
Trotzdem stellt sich mir die Frage, zumal ich keine „autoingeneurtechnischen“
Vorkenntnisse besitze, warum nach einer angemessen langen Vorbereitungsphase
die Stückzahl der Serienproduktiondes des Modell 3 nur so langsam hochgefahren wird?
Vielleicht kann mir jemand im Rahmen dieses Forums eine fundierte Antwort geben?

Beim Standardablauf der konventionellen Hersteller beginnt die Serienproduktion etwa 2 Jahre nach dem Designfreeze. Tesla hat das Design des Model 3 erst Mitte 2016 final verabschiedet. Das hochfahren der Produktion bis Ende 2017 auf 20.000 Einheiten pro Monat wäre als phänomenal schnell.

Gruß

Bernhard

Also ich bin mir nicht so sicher, ob du das richtig einschätzt. Langsam hochfahren ist zwar richtig, aber das ist auch gut so. Natürlich ist so eine Anlage geplant und getestet und die Produktion von Einzelfahrzeugen funktioniert auch. Aber wenn man dann das Tempo steigert, dann können auch andere, bzw. neue Fehler auftreten. Dies beobachtet man in der Anfangszeit sehr genau. Optimiert hier noch ein bisschen, schraubt da noch etwas.
Es müssen ja auch die Ranprozesse passen… Teile just in Time an der Linie sein, das fehlerhandling muss an die Prozesse angepasst werden, und, und, und.

Das ist normal und üblich… davon abgesehen ist der RampUp insgesamt bei Tesla alles andere als langsam, sondern eher so flott, dass viele aus der Branche der Meinung sind, dass das nicht zu schaffen ist.

Ich kann mir vorstellen das von Entwicklung bis zur ersten Produktionsmillionen das das der mit Abstand schnellste Produktionsanlauf ever sein wird. Wieso es so gefühlt lange dauert liegt wohl eher daran das noch kein Auto von so vielen so herbeigesehnt wurde

+100 :mrgreen:

…wußte noch garned, daß es das Model 3 auch schon als Roadster gibt…

Danke habe es verschoben.
LGH

Hallo Domino,

Das Wesen der Planung ist, dass Du vorher an alles denken musst, was passieren wird. Und das für ein Szenario, dass Du noch nicht kennst und dass aus tausend Einzelschritten besteht. Es wird sich mit Sicherheit herausstellen, dass einige Dinge nicht so funktionieren, wie man es sich vorher gedacht hat.

Vielleicht merken die Teslaner beim Zusammenbauen, dass es es einfacher ist, die Spiegel erst dann an die Türen zu schrauben, wenn die Türen schon am Auto sind, weil die Türen dann nicht wackeln und man keine zweite Person zum Gegenhalten braucht. In der Planung schien es aber umgekehrt einfacher zu sein, weil man bei noch nicht eingebauter Tür besser an die Spiegel-Schrauben kommt. Also muss man die Produktion anhalten und die Spiegel-Schraub-Station an eine andere Position versetzen. Das kann durchaus mehrere Tage dauern. In der Zeit können die Arbeiter aber nichts tun, und Elon muss ihr Gehalt trotzdem bezahlen. Wenn Du jetzt 100 Produktionslinien hast und an jeder arbeiten 20 Leute, musst Du 2.000 Arbeiter bezahlen, ohne dass sie etwas tun können. Das tut selbst Elon im Portemonnaie weh.

Also machst Du erstmal nur eine Produktionslinie und guckst, wie es läuft und was man verbessern muss, damit die Produktion möglichst effizient und flüssig abläuft.

Außerdem möchte ich das bekräftigen, was segwayi2 geschrieben hat!

Tesla posaunt „jetzt geht’s los“ in die Welt hinaus und steht dann unter Druck. Hat Mercedes schon mal »ab morgen wird produziert« geschrieben? Nein, die großen Autohersteller machen keine konkreten Ankündigungen zu internen Vorgängen. Erst wenn die Produktion läuft, kommt eine Pressemitteilung „ist ab Juli bei den Händlern.“

LG
Andrea

Das ist süß. Das ist wirklich total süß. Das ist so süß, dass Tesla schon jetzt mausetot wäre, wenn sie so arbeiten würden.

Da wird vorher jeder Pups simuliert und analysiert, ehe jemand auch nur eine Schraube in die Hand nimmt. Erst, wenn das virtuell klappt wie am Schnürchen, wird eine Fertigung gebaut. Das alles muss schon vor Monaten abgeschlossen worden sein.

Jetzt steht die Anlage komplett und baut in Zeitlupe Autos. Dabei wird sie auf Abweichungen vom Plan geprüft, und auf mögliche Probleme, die vorher unentdeckt geblieben sind. Aber da geht es eher um Dinge wie: „Schrauber macht zu starke Vibrationen, daher wandert nicht fixiertes Anbauteil jedes zehnte Mal aus der Toleranz“ oder kleiner.

Wenn die Bänder wirklich eines Tages mit 1m/ Sekunde laufen sollen, dann ist das sowieso etwas, das noch nie jemand gesehen oder gemacht hat. Und hier liegt auch meine größte Sorge: Dass Tesla diesmal Hybris nicht beim Produkt, sondern bei der Produktion zeigt und sich bezüglich der machbaren Geschwindigkeit und Kapazität total überschätzt… Denn was in der Simulation funktioniert, muss physisch noch lange nicht gehen, gerade bei höheren Geschwindigkeiten.

Eventuell wird auch am Anfang nicht alles Vollautomatisiert oder es gibt für verschieden Prozesse erstmal nur eine Anlage.
Für eine Reduzierung der Taktzeit gibt es ja unterschiedliche Maßnahmen.

Das habe ich mir auch gedacht. Bei den anderen werden die Autos bestimmt auch vorproduziert und langsam zu den Händlern gebracht bevor dieser Wagen als bestellbar/lieferbar gilt.
Bei den Hersteller gibt es auch keine 400.000+ Vorbestellungen die sie abarbeiten müssten :smiley:

Ich wäre zufrieden wenn Tesla bis Ende 2018 mehr als 300.000 Autos ausgeliefert hat. Alles darüber ist Bonus. :slight_smile:

Hallo, wie wird wohl der Ablauf für’s Model 3 für EU-Modelle werden?

Die Model S / X werden ja erst komplett montiert, und dann wieder zerlegt und verschifft, und dann in Tillburg wieder zusammengefügt.
Bei den prognostizierten Stückzahlen des Model 3 kann ich mir das nicht mehr so recht vorstellen. Jedenfalls hab ich noch nichts dergleichen gelesen, das in Tillburg auch eine Roboterlinie installiert wird um das zusammenfügen zu automatisieren.
Wer weiß mehr?

Niemand

Es gab doch schon mehrere Videos/Berichte zum Werk in NL.
In den Videos hatten die da noch sehr viel Platz und sehr viel freie Kapazität.
Dazu wurde doch auch in 2015 ? auch noch ein weiteres Montagewerk da aufgemacht.

Ich erinnere mich da spontan an eine NTV-Reportage drüber

Ich denke es wird vor der Verschiffung der Akku entfernt und in Tillburg wieder eingebaut. Das scheint zolltechnisch auszureichen um 5% Einfuhrsteuer zu sparen.
Um nichts anderes geht es wohl bei der Teilzerlegung!

Die nehmen auch keine Vorbestellungen an. Normal kann man 2-3 Monate vorher ordern. Schon zu dem Zeitpunkt werden aber Autos produziert, mit der üblichen Ausstattung und Farben. Erfahrungswerte halt. Die stehen zwar dann erst einmal auf einem Parkplatz rum, so ist es halt. Hatte selbst mal einen Wagen, der wurde am Releasetag an mich übergeben. Eine Woche vorher stand der beim Händler. Produziert wurde er 4 Monate vor Releasetag. :nerd: Hatte halt genau die Ausstattung, die ich auch genommen hatte. Allerweltsausstattung.

well said. 100% Ack.
Elon WIRD zurück rudern MÜSSEN.

Naja, Toyota hat in der Fabrik 10000/Woche gefertigt, warum sollte das bei einem wesentlich einfacher aufgebauten Fahrzeug nicht gehen?

Es liegt nicht am Ort sondern an den Prozessen. Toyota hat auch vor NUMMI schon Großserie mit six sigma gefahren.

Elon ist immer deutlich optimistischer als es die Realität am Ende zulässt. Siehe AP2.

Up to May 2010, NUMMI built an average of 6000 vehicles a week, or nearly eight million cars and trucks since opening in 1984.[14][15] In 1997, NUMMI produced 357,809 cars and trucks,[16] peaking at 428,633 units in 2006.[13]

10k sind da wohl ein wenig hochgegriffen.

Aktuell produziert Tesla um die 2.000 - 2.200 Model S und X dort jede Woche.
Damit ist man laut JB Straubel am geplanten und eingetaktetem Limit.
Und zusätzlich sollen 5.000 Model 3 die Woche Ende 12/17 laufen.

Das wären 7.000 Autos jede Woche. Wenn das wirklich das Pensum ist, was dort ab Januar 2018 aus dem Werk Fremont abgeliefert wird, ist das erstmal ne Hausnummer.
Ich warte erstmal bis zum Januar 2018. Da wird bis dahin noch einiges passieren.