Reku durch Bremspedal, oder "One-Pedal-Driving", was bevorzugt ihr?

Hallo!
Es gibt zunehmend BEVs, die anstatt One-Pedal-Driving, oder alternativ dazu, eine Funktion bieten, durch die erst beim Betätigen des Bremspedals die maximale Rekuperationsleistung abgerufen wird, somit wird dann auch die Reibungsbremse ähnlich wie beim OPD weniger belastet und auch die insgesamt rekuperierte Energie, also auch die Gesamteffizienz, dürfte dann mit dem OPD vergleichbar sein.

Das bedeutet, im normalen Betrieb ist die Reku-Leistung bewusst abgeschwächt, so dass beim loslassen des Fahrpedals das Auto zunächst frei rollt (oder die Reku zumindest deutlich weniger als maximal wirkt), so, als hätte man die Reku von vornherein auf „schwach“ gestellt.

Welchen Sinn hat eurer Erfahrung nach so eine Funktion? Für mich ist das eher eine Umstiegshilfe für Leute, die vom Verbrenner kommen, und gleichzeitig will man auf die Effizienzvorteile des OPD nicht verzichten.
Seit Jahren bin ich OPD gewohnt und mich würde es eher irritieren, wenn die Reku-Wirkung beim Nachlassen des Fahrpedals plötzlich wieder verbrennerähnlich schwach wäre. Dabei wäre es mir auch egal, ob die Verknüpfung der Reku mit dem Bremspedal den Effizienznachteil wieder aufheben würde, denn die weniger direkte Verbindung zwischen Fahrpedal und Geschwindigkeit gefällt mir an sich nicht.

Wie seht ihr das? Würdet ihr so eine Funktion daueraft nutzen, oder habt ihr gar ein Auto, bei dem das so ist (z.B. Taycan oder BMW i4)? Wie sind eure Erfahrungen damit?

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Ich wüsste keinen Anwedungsfall wo so eine Funktion einen Komfortgewinn bringen würde oder sinnvoll ist.
Seit dem Tesla auch den Snowmode automatisch anschaltet bei wenig Haftung ist auch das Thema mit zu starker Reku im Winter weg.
OPD ist meines Erachtens der größte Vorteil am Elektroauto, viel entspannter und auch effizienter, denn man kann damit erzwingen, dass das Auto nur Reku nimmt und nicht doch noch irgendwie mechanische Bremsen.

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Als ich 2011 das erste Mal einen Tesla fuhr, war es das OPD, welches mich gleich in den Bann zog.

Für mich ist das OPD im Model 3 wirklich super gelöst. Volle Beschleunigung, sanftes Anfahren, Gleiten, Tempo halten im Gefälle, leichte Verzögerung oder punktgenau am Rotlicht halten und alles dazwischen oder im schnellen Wechsel ohne Tanz auf den Pedalen, so muss es sein.

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Der Snowmode wird automatisch angeschaltet? Seit wann? Wie merkst du das?

Gibt nichts besseres und sinnvolleres als OPD. Alles andere sind Krücken um den Umstieg zu erleichtern weil sich manche Leute schwer tun.
Beim OPD habe ich eine stufenlose Rekuperation und kann auch segeln. Ein Fuß und ein Pedal. Mehr braucht man nicht.

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Das ist seit dem 2020.4 Update glaube so.

Der wird aktiviert sobald das Auto merkt, dass nur wenig Grip da ist.
Passiert nicht nur im Schnee, sondern auch bei Nässe und co.

Nextmove hat das auch mal gut demonstriert:

Da sieht man ganz deutlich wie das Auto sofort die Reku auf 0 setzt.

Das ist mir im übrigen auch schonmal im Regen in Leipzig jetzt im Sommer passiert. Gibt dort nasse Straßenbahnschienen die sehr rutschig sind, als man vom gas geht ganz kurz rekuperiert und anscheinend gerutscht sofort war die Reku weg. War erschreckend aber besser als wenn man sich wegen sowas dreht.

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Ich bin in letzter Zeit einige BEV gefahren die das Bremspedal mit der Rekuperation verbinden. Ich finde das ganz persönlich und ohne weitere Wertung - ZUM KOTZEN.

Ich mag die klare Trennung bei Tesla. Ein Pedal macht das elektrische, das andere macht das mechanische. Ich fahre auch mit „ROLLEN“ Modus, genau deswegen. Genauso wie ich die AP Regelung bei Tesla besser finde als die anderen. Bei Tesla gibt es nur an oder aus. Kein Wischiwaschi dazwischen.

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Reku nur übers Bremspedal hätte schon was. Vom nervigen hin und her Wechsels des Fußes mal abgesehen.
Strompedal loslassen = Segeln, macht gerade auf der Autobahn Sinn.
Und auch in der Stadt habe ich einige Strecken, wo ich beschleunige, dann segle ( in dem ich versuche das Strompedal neutal zu halten) und dann die Reku, um an der Ampel anzuhalten.

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Du kannst ganz einfach segeln indem du kurz den Gangwahlhebl leicht nach oben gedrückt hälst.
Du brauchst dafür nicht das Strompedal neutral halten wobei das eigentlich auch kein Problem ist.

Weiß ich und mach ich wenn sich es lohnt, aber die ganzen kleinen Strecken fallen so raus.
Schau mal auf die Energieanzeige…bei gleichmäßiger fahrt springt sie hin und her…
Zu viel vom Gas, Reku setzt ein= Auto wird langsamer…dann etwas mehr Gas…u.s.w.
Ein Druckpunkt in der Nullstellung wäre super.

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Ich finde es beim i4 tatsächlich sehr gut gelöst.
Normal segelt er bzw. rekuperiert adaptiv, schaltet man den Gangwahlhebel nach links, hat er sofort die volle Rekuperation.
Beim Tesla nervt es mich manchmal, den Fuß immer auf dem Strompedal zu haben, damit er „rollt“.

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Macht es nicht.
Vorausschauend fahren mit dem Strompedal ist viel effizienter. Und Dein Fuß bleibt auf dem
Pedal. Also OPD in Reinkultur.

Das braucht etwas Gewöhnung, funktioniert aber bestens.

Strompedal treten > beschleunigen
Strompedal lupfen > rekuperieren

Das Ganze geht vollkommen ruckelfrei und ist sehr intuitiv.

Meine Meinung dazu.

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Ich verstehe das ganze „Rollen“ Thema nicht.
Weder bringt es einen merkbaren Effizienz Vorteil noch einen Komfortgewinn? Der Tempomat regelt doch auf langen Fahrt eh die Geschwindigkeit, man hat doch seinen Fuß da garnicht auf dem Gaspedal. Und da wo man den Tempomat nicht benutzt braucht man auch kein Segeln (was eh nicht wirklich was bringt). Und wenn man Segeln will einfach kurz den Gangwahlhebel nach oben, dauert 2s…

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Natürlich macht es Sinn zu segeln, Rekuperation ist immer mit Umwandlungsverlusten verbunden, die nicht mal so gering sind, je nach Fall.

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Die zu ignorierenden Wärmeverluste die dabei in Motor und Akku entstehen sparst du dir dann beim Vorklimatisieren für den nächsten Ladestopp.
Segeln bringt dir rein garnichts, kannst du auch gerne testen.

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Macht es nicht.
Aber wenn Du das glauben willst, steht Dir das natürlich frei.

Die Rekuperationsverluste gibt es natürlich, aber auf die Radbremse treten, weil Du nicht schnell genug wieder in den Rekuperationsmodus kommst ist wesentlich ineffizienter.

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Das mit der Reku über das Bremspedal ist schon ein älterer Hut: Der Prius hatte das z.B.
Technisch ist das komplizierter zu realisieren, da der Übergang von der Reku zu den mechanischen Bremsen ja smooth sein soll. Toyota hatte das so gelöst:

  1. Gas loslassen → leichte Rekupertation (wahlweise auf Gang „B“ auch etwas stärker)
  2. Bremse leicht drücken: Die Bremsbacken legen sich an die Scheibe, und Reku geht auf volle Leistung.
  3. Bremse stärker drücken: Der Druck auf die Bremsbacken erhöht sich.

Wenn man bei 2. oder 3. um die Kurve durch ein Schlagloch fuhr, dann gab es einen Aussetzer, da der Computer/ABS verwirrt wurde und dann schlagartig die Reku weggeschaltet wurde. Das ist beim Bremsen nicht so schön.

Man muss dazu sagen, dass beim Prius die maximale Reku-Leistung 27 kW beträgt. Damit läßt sich kein OPD realisieren. Deshalb musste es über die Bremse gelöst werden. Vorteil: Auto fährt sich wie ne normale Automatik.

Beim TESLA ist OPD vielleicht zunächst ne Sparmassnahme, da es so unkomplizierter zu realisieren ist. Man muss sich etwas dran gewöhnen, dann ist es aber wie ich finde besser:

  • Kein Schleifen der Bremsbacken an den Bremsscheiben. Kein „Übergang“ mitten im Pedalweg der Bremse. Beim Tesla wäre das ja schon bei ziemlicher Bremsverzögerung, und wenn da (wie oben beschrieben) die Reku dann plötzlich weggeschaltet wird wegen eines Schlaglochs, dann könnte es ein Problem geben. Also: OPD ist genial einfach, robust und man kann schneller eine Notbremsung machen, da die Bremswirkung schon beim hochheben des Gasfusses eintritt.
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Fazit:

Warum kompliziert (Toyota Prius), wenn es auch einfach (Tesla) geht?

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Es geht hier aber rein darum, ob Rekuperation über das Bremspedal oder nicht, die Radbremse ist hier nirgends Bestandteil der Diskussion.

In dem Moment, wo Du segeln willst, hast Du die Radbremse ins Spiel gebracht.

Aber Du hast Recht, um „Segeln“ geht es hier gar nicht.

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