Diese Aussage von Daimler Trucks war aus Feb. 2018. Damals hat Tesla angekündigt, mit dem Semi 2019 in Serie zu gehen und 800km am Stück zu fahren ohne Nachladen. Siehe hier: Daimler: Tesla-Truck ist unrealistisch - ecomento.de
Angekündigt war auch, nach 30 Minuten wieder 640km fahren zu können, siehe hier: Tesla Elektro-Lkw fährt 800+ Kilometer (Bilder & Videos) - ecomento.de
Heute fährt der Semi mit ca. 32to (Geschätzt, siehe Auto Motor Sport Artikel) etwa 350mi (aus Grafik abgelesen), also 560km mit der ersten Ladung. Das ist ca. genausoviel wie der Mercedes eActros 600 mit 40 to über die Alpen nach Bozen, siehe hier: E-Lkw von Mercedes fährt mit 40 Tonnen 530 km - ecomento.de
Ich würde da jetzt nicht behaupten dass da einer dem anderen irgendwie groß voraus wäre.
An den Ladekurven in dem Artikel von AMS beim Semi sieht man aber ganz gut, dass es keine Megawatt-Charger waren, zumindest ist die erste Ladekurve deutlich flacher. Im Gegensatz zu dem Mercedes kann der Semi da aber zumindest noch einiges an Zeit rausholen in Zukunft.
Das Testfahrzeug fährt fast bis Mitternacht, startet jedoch die Testfahrt mit einer Ladung von 100% ab Mitternacht.
Beim identischen Fahrzeug würde dies m.E. nicht funktionieren.
Die aktuellen „MegaCharger“ sind bei 750 kW, was der Traffo hergibt, der sonst 4 SuC versorgt.
Das ist wohl der Gleichteilstrategie von Tesla geschuldet.
Mit den gesetzlich vorgeschriebenen Pausen reicht das aber auch aus.
Es fehlt zum MWS Charging auch noch der finale Standard. Es ist einer in Arbeit. In der Endausbaustufe wird er 3,75 MW leisten.
Tesla verbaut eine alte Version des Standards. Mercedes die aktuellste, geht aber davon aus dass sich die finale Version die kommendes Jahr erscheint nochmal ein bisschen ändert.
Die Ladeinfrastruktur fehlt leider überall noch. Musk hat sich erst kürzlich beschwert dass der Staat ihm doch bitte mal 100 Millionen geben soll für ein paar Lader.
Wichtig ist doch die Message, DASS es funktionieren kann! Dass weiter in der Richtung gearbeitet werden muss. Und das verdammt nochmal die Infrastruktur „aus den Hufen“ kommen muss.
In Deutschland ist eigentlich bei 80 schluss.
In USA sind die durchweg fast 100 gefahren.
Das ergibt, bei gleichen Luftwiderstand, über 50% mehr Verbrauch, wenn ich richtig gerechnet habe.
Hast du dir mal das Steigungsprofil von Grapevine nach Pasadena angesehen?
Auf der gesamten Strecke waren das etwa 2000 Höhenmeter und das Ziel lag ein wenig höher, als der Startpunkt.
Wie das Streckenprofil bei Mercedes aussah und wie schnell die gefahren sind, weiß ich nicht.
Gibt es dazu auch nähere Infos?
Wäre interessant das mal zu vergleichen.
Der Semi hatte bei der 24h Fahrt übrigens ein Gesamtgewicht von 72.000 lbs, was der durchschnittlichen Ladung in USA und ca. 32.650 kg entspricht.
Wir sollten inzwischen aber eigentlich alle wissen, dass das Gewicht beim eAntrieb, keine sehr große Rolle spielt.
Das mit der Geschwindigkeit ist ja recht einfach zu rechnen.
mit den groben Werten des Semi bei 76 km/h gerechnet:
Mit den gleichen Werten bei 60 MPH (96 km/h):
Die höhere Geschwindigkeit, die mit dem Semi gefahren wurde, hat den Luftwiderstand, also etwa verdoppelt, oder wäre der Semi nur 76 km/h gefahren, hätte er gut 40% weniger verbraucht.
Wie stark die Höhenmeter auf den Verbrauch schlagen, kann ich nicht rechnen, weil mir dazu die Angaben fehlen, wie viel der eingesetzen Energie wieder über die Rekuperation zurück kommt, bzw. wie viel mehr verloren geht, wenn man entsprechend höher fährt.
Ich hätte mal geschätzt, dass es 10 bis 20% Mehrverbrauch sein könnten.
Und dann nehmen wir noch die bessere Aero vom Semi (geschätzt 20% weniger Verbrauch bei hohen Geschwindigkeiten) gegenüber der Europa Wandschrank Aero und sind beim gleichen Verbrauch. Und alle sind glücklich.