Meine persönliche Erfahrung mit dem Kunde:
- Mail vom Kunde:
„bei dem Tesla Model 3 - Tomason TN25 19“ Komplettradsatz ist das Felgengewicht mit „9“ angegeben. Was bedeutet das: Gramm,Kilo,Tonnen?"
Hatten hier das KG auf der Website vergessen einzufügen (Daniel natürlich), normalerweise gibt es für solche Mails eine Taste auf der Tastatur „entf“.
- Mail vom Kunde (ein Ventil war undicht):
„Das sollte einem Betrieb der mit dem Slogan wirbt " Spitzenleistungen mit Profil " wirbt doch nicht passieren. Im Tesla Forum seit ihr ja immer sehr aktiv und deshalb habe ich bei euch gekauft. Aber jetzt gehe ich wohl doch wieder zum örtlichen Betrieb.“
- Mail vom Kunde:
Aufzählung der bereits alten Reklamation, um eine Hebelwirkung zu erzeugen.
O-Ton:
„Der Reifenhändler sagte mir sofort, daß Maxxis ein Billigreifen mit schlechter Qualität ist.
So ein Fabrikat sollten Sie gutgläubigen Tesla Kunden nicht andrehen.
Die Reifen werde ich nächsten Herbst entsorgen und ein hochwertiges Fabrikat kaufen.
Ihr Auftritt im Internet und Teslaforum täuscht leider über Ihre wahren Geschäftsgebahren hinweg. Hoffentlich fallen nicht noch mehr Tesla Fahrer auf Ihre Scheinkompetenz rein“
Natürlich gab es eine entsprechende Antwort von mir, die endete mit:
"Hätten Sie normal geschrieben, hätten wir die Reifen reklamiert und getauscht oder gegen den besseren Reifen upgegradet.
Jetzt zahlen Sie für die „Rumpelreifen“ noch Entsorgung, eigentlich echt blöd!"
Dass das RDKS nicht richtig montiert war ist auch falsch, teilweise haben wir grob bei jedem 400. Rad einen nicht sauber gearbeiteten Ventilsitz, eine defekte Gummidichtung oder Lacknasen oder auch bei OE-Sensoren nachgebendes Material etc. Denke, haben das insgesamt so 25x gehabt. Ist natürlich schlecht aber es lässt sich nicht ausschließen, leider. Die Teile bekommen auch nur 8NM, gefühlt kann man die mit der Hand wieder aufdrehen.
Auch hat man rund 1% defekte Sensoren, was halt bei 20.000 Räder auch 200 Fahrzeuge betrifft.
Heute bekam ich von einem anderen Kunde dann einen Kostenvoranschlag über 77,10€ um einen Sensor zu tauschen (mit neuem Sensor von uns!!!), da frag ich dann schon, ob das ein Witz sein soll! Da lass ich auch nicht gelten, dass man branchenfremd ist.
Wechseln eines Rades = 5 Radmuttern lösen = 21,80€ netto!!!
Eine Mutter am Sensor lösen & den neuen anschrauben = 38,70€ netto!!!
So geht das teilweise im Stundentakt!
Einfach bisschen mithelfen und mitdenken und dann läuft das alles!
Und ja, wir machen prozentual zum Umsatz natürlich auch mehr falsch, gehen aber in nahezu allen Fällen auch ordentlich damit um.
Anderes Beispiel von heute:
Wunderten uns in letzter Zeit auch öfter mal über eine Unwucht und haben jetzt auch herausgefunden, dass es teilweise zu Ablösung von den Reifendämmstoffen kommt - Bild von der Kundin bei einem anderen Reifenhändler:
Wenn man ein Rad wuchtet, sich dann 200 Gramm Schaumstoff auf einem Fleck hin zentrifugiert, dann gibt es im Nachgang eine Unwucht.
Jetzt kann man mit dem Problem normal umgehen (Auch als Rechtsanwältin) und sagen, hey Jungs, helft mir mal oder man schreibt, wie hier geschehen:
"Sehr geehrte Damen und Herren,
Anliegend übersende ich Ihnen eine Kopie der Rechnung Nr. XXX, welche ich am XXX beglichen habe.
Die rechnungsgegenständlichen Räder wurden von Ihnen unverzüglich geliefert und am 10.12.2022 durch eine Fachwerkstatt montiert.
Am 22.12.2022 musste ich das Fahrzeug zur XXX GmbH verbringen, da auffiel, da ab einer Geschwindigkeit von ca. 80 km/h sehr starke Vibrationen und ein erhebliches Geräusch auftraten.
Wie sich zeigte, hatten sich in den Reifen die Kunststoffeinsätze gelöst (siehe anliegende Bilder), welche nun lose in den Reifen waren. Dies führte dazu, dass die Reifen ausgewuchtet und die Kunststoffteile entfernt werden mussten.
In Ansehung des kurzen Abstandes zwischen Lieferung und Auftreten des festgestellten Mangels, ist davon auszugehen, dass selbiger bereits bei Gefahrübergang vorlag.
Ich darf daher höflich darum bitten, den mängelbedingt entstandenen Schaden in Höhe von 103,51 EUR auf mein Kanzleikonto bei der XXX zu überweisen.
Darüber hinaus mache ich eine Kaufpreisminderung in Höhe von 15 % geltend, da die Reifen infolge der Ablösung und somit des Fehlens der betreffenden Kunststoffeinsätze eine höhere Lärmentwicklung haben. Der sich daraus ergebende Betrag in Höhe von 402,00 EUR ist ebenfalls auf mein Kanzleikonto bei der XXX zu überweisen. Sollten Sie mit der Minderung nicht einverstanden sein, fordere ich Sie bereits jetzt hilfsweise zur Ersatzlieferung mangelfreier Ware auf, welche sodann nach den Grundsätzen der Mängelgewährleistung auf Ihre Kosten neu zu montieren wäre."
OK.
Antwort (Auszüge) von uns indirekt:
Sehr geehrte XXX,
wir zeigen Ihnen an, dass wir die Firma Reber Reifenhaus …
Unsere Mandantin bedauert, dass es mit den Reifen offenbar zu Problemen gekommen ist.
Indessen bitten wir um Verständnis dafür, dass unsere Mandantin die geltend gemachten
Zahlungsansprüche nicht akzeptiert. Wir müssen Ihnen nicht näher erläutern, dass unserer
Mandantin ein Nachbesserungsrecht zusteht und weitergehende Ansprüche nicht in Betracht
kommen, wenn wie in diesem Fall gar keine Gelegenheit zur Nachbesserung gegeben wurde.
Im Übrigen hatte unsere Mandantin bereits darauf hingewiesen, dass der Betrieb, den Sie
aufgesucht haben, offenbar nicht nach dem Reklamationsleitfaden gehandelt hat, die zwischen der Reifenbranche und den Herstellern vereinbart ist. Unter Beachtung dieses Leitfadens wären Ihnen für die Behebung der Probleme mit den Reifen keine Kosten entstanden.
Aus Sicht unserer Mandantin ist die Angelegenheit damit erledigt.
Mit freundlichen kollegialen Grüßen
Dr. XXXX
Rechtsanwalt
Auch hier versucht eine Rechtsanwältin (ich unterstelle Absicht!) Kasse zu machen obwohl Sie weiß, dass das nicht geht.
Marcus & Daniel


