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Reichweitenverlust nach 41.000km

Am Montag und Duenstag musste ich die Reichweite meines Model S ausreizen und daher auf 100% geladen. Beide Male erreichte ich nur nich knapp 370km typical Range, gegenüber >400 bei Auslieferung. Wenn ich die 400km als Referenz nehme sind das schon >7.5% Verlust und mehr als bei meinem Roadster (12% nach 153.000km).
Mir ist bekannt, das die NCA (Nichel Cobald Aluminium) auf den ersten zyklen stärker verlieren, aber nicht so stark.

Wie sind eure Erfahrungen?

lg

eberhard

Kann auch am ubterschiedlichen Softwarestand liegen. Wahrscheinlich ist es besser die ideale Reichweite miteinander zu vergleichen.

Agree, die Reichweitenberechnung hat sich mehrfach verändert und immer hin zu niedrigeren Reichweiten. Und die Temperaturen waren sicher anders vor 41tkm. Wenn du ordentlich mit den Batterien umgehst brauchst Du Dir denke ich keine Sorgen machen (also nicht voll rumstehen lassen, möglichst nicht langsam laden (kurze Zykluszeiten), viel mehr kann man ja nicht falsch machen da die Elektronik das regelt).

Das ist ein 85 Signature richtig? Was ist denn die rated range bei einer range charge?

Gruß,

Leto

Ich habe festgestellt dass bei Auslieferung die typical R auf 200Wh/km berechnet wurde, neuerdings ixte Berechnungsbasis etwas tiefer bei 195Wh/km; mit den tieferen Temps dürfte das keinen Zusammenhang haben. ich denke die typical ist ist auch ein Fixwert und wird nicht dynamisch auf Temp und andere Parameter angepasst.
Andere Erfahrungen ?

Bei meinem ersten Range Charge (km-Stand ca. 1000) hatte ich 396 km Reichweite. Jetzt, bei 9.500 km, komme ich auf 394 km.

Auf welcher FW warst Du bei Auslieferung? In den Release Notes von 5.6 wurde darauf hingewiesen, dass sich die Berechnungsgrundlage für die Reichweite geändert hat, vielleicht liegt es daran.

Ich denke auch das ist der einzig fixe Wert (ratet Range) der sich über die einzelnen Releases nicht ändern sollte und somit zum Vergleich taugt.
Er basiert auf einem festgelegten Verbrauch von 156Wh/km.

Als Vorwort: ich bin bisher kein Tesla-Besitzer, von daher etwas Nachsicht, wenn ich die Anzeigemöglichkeiten beim MS nicht kenne.

Um verlässliche Daten zur Batteriekapazität und einhergehendem Reichweitenverlust zu erhalten ging ich bei anderen E-Autos bisher folgendermassen vor :

„Leerfahren“ der Fahrbatterie bis zum Stillstand des Fahrzeugs, ablesen ( falls möglich ) der verbrauchten kWh lt. Anzeige im Fahrzeugdisplay. Aufladung (incl. Batteriepflege/Balancing ) bis 100% und Aufzeichnung der geladenen kWh ab Zähler . Aus der Differenz/dem Mehrverbrauch kann man auch alle Ladeverluste ersehen.

Dieses Procedere kann dann bei Bedarf wiederholt und verglichen werden und gibt die zu dem Messzeitpunkt maximale verfügbare Akkukapazität an .

Die Begrenzung der Aufladung auf einen SOC von z.B. 80% hat als Fehlerquelle, das die SOC Anzeige unter Umständen nicht linear ist, bzw. mit der Zeit der „Abstand“ zwischen den SOC Prozentpunkten nicht den Ursprungswerten entspricht ! D.h. beispielsweise : bei einer nutzbaren Akkukapazität von 80kWh entspricht rechnerisch jedes Prozent SOC 800Wh. Mit der Zeit könnte es sein, daß ein Prozent SOC z.B. nur noch 760 Wh entspricht.

Um diese Fehlerquelle auszuschliessen, nehme ich persönlich nur Werte vom Stillstand des Fahrzeuges bis zur Vollladung 100% SOC.

Grüsse EVplus

Ich denke auch, dass man grundsätzlich eine Reichweiten-Prognose durch den Bordcomputer nicht als Indiz für einen Kapazitätsverlust der Batterie heranziehen kann.

… und schade, dass es diesen Thread jetzt gibt. Das ist ein gefundenes Fressen für die Tesla-Kritiker :frowning:

Bitte sei Dir im Klaren das dies nett ist die Kapazität zu beobachten, allerdings auch ihren Verlust maximiert! Grundsätzlich wird das bei neuen Methoden zur schnellen Ermittlung der Zyklen-festigkeit auch so gemacht. Die Verluste sind bei der Tesla-Chemie allerdings sehr gering und zudem ist die Messung so nur bei exakt gleichen Stromverläufen und Temperaturen sinnig. Das wird ohne erheblichen Aufwand nicht herzustellen sein, aber eine Indikation liefert es schon.

Das gleiche habe ich auch gedacht.

Erst dachte ich beim Lesen der Überschrift des Beitrags, also vor dem öffnen, hoffentlich kommt jetzt, ich habe 1 km Reichweitenverlust nach über 40.000km.
Danach dachte ich auch, so viel?
Dann dachte ich auch, kann das der Änderung der Fahrweise/Wetter/Reifen liegen?

Aber eins ist noch ganz wichtig. Nenn die „anderen“ bitte nicht Hater. Lieber Kritiker. Sonst gibt es noch unnötig mehr Probleme.

@EVplus
Das entladen beim Model S auf 0 % ist eine ganz schlechte Idee.
Und das Aufladen auf 100% ohne geplante Fahrt auch.

Von daher, werde ich so etwas nicht machen.

Von „schaltet ab“ bis 0% ist aber noch ein langer Weg beim Model S. 3,9 kWh um genau zu sein. Das Problem ist eher, dass man irgendwo liegen bleibt. Gut, man kann sich wen zum Abschleppen mitnehmen…

Hallo

Was du siehst ist zu 99% ein Akku der nicht ausbalanciert ist. Im amerikanischen Forum wird dieses Thema schon sehr lange heiss diskutiert.
http://www.teslamotorsclub.com/showthread.php/18915-Decreasing-rated-range/page97
Das erstaunliche ist das Leute die ihren Akku nur bis 80% aufladen einen höheren Verlust sehen als Vielfahrer die täglich fast bis 100% laden und ihren Akku sehr tief entladen. Soweit man bis jetzt festgestellt hat balanciert das Model S den Akku nur, wenn dieser auf 100% aufgeladen wird und danach stehen gelassen wird.

Einige User von TMC haben sich an Tesla gewandt mit diesem Problem und ihnen wurde ausdrücklich gesagt nur noch auf 100% laden und Akku tief entladen. Am besten noch den Akku einen Tag so stehen lassen.
Das beste Beispiel, das diese Methode tatsächlich funktioniert ist TMC Forumsmietglied Odenator der so 53km zurückgewonnen hat und jetzt fast wieder beim Afangswert ist nach 72000km. Er hat seit November nur noch bis 100% geladen. Ob es jedoch Wert ist die Anzeige zu „tunen“ ist fraglich.

Hier der Link
http://www.teslamotorsclub.com/showthread.php/26056-Model-s-at-40-000-Miles/page10

Mit anderer Berechnung der Reichweite hat das nicht viel zu tun.

Was ist denn das für eine Anzeige bei dem Link zu TMC: bei voller Ladung 264 rated Miles?

Das entspricht 425 km - das kann ich weder dem 85 kWh noch dem 60 kWh Midell zuordnen.

265 Meilen ist beim 85 kWh - Modell die amerikanische EPA-Reichweite … ?

Genau. Siehe auch in Volker.Berlins Beitrag.

Ich denke es ist wichtig zu unterscheiden zwischen dem physikalisch bedingten (realen) Verlust an Akkukapazität und was das MS einem zur Verfügung stellt und anzeigt. Das können ganz entspannt drei völlig unterschiedliche Dinge sein. Die Physik (oder wem das lieber ist Chemie = Makrophysik) der Zellen ist klar, wie die sich verhalten kann mann messen. Aber wir sehen nicht die Zellen, wir sehen eine Transformation die wir nicht kennen durch die Ladeelektronik und die Reichweitenberechnung. Wenn jemand etwas „zurückgewonnen“ hat dann kann es auch nur sein das er eine für diese Transformation ungünstige Historie durch einen Entlade/Ladevorgang gelöscht hat und damit wieder mehr angezeigt bekommt. Die Zellen haben sich damit nicht auf wundersame Weise selbst geheilt.

Ich denke Tesla wird an diesem Management kontinuierlich arbeiten und überflüssig machen solche Aktionen die den Zellen schaden nur zu machen um die Elektronik wieder von mehr Reichweite zu überzeugen. Daher werde ich mich weiter nach der Physik der Zellen richten, denn ist die beeinträchtigt kann das die Elektronik nicht mehr lösen. Sind die Zellen O.K. kann man die Elektronik immer per Firmware verbessern.

Das war bei den Roadstern zu Anfang auch so, balanciert wurde nur wenn SOC = voll (rd. 95%) , später wurde es so geändert das bei rd. 85% SOC (=voll geladen im Standard-Mode) , ein balancing anläuft (wenn das Fahrzeug dann noch längere Zeit steht). Erfahrungswert b. den Roadstern : pro Tag Standzeit wird rd. 1% IM-Balance aufgeholt.

Anmerkung: Wenn ein ESS bei > 150.000 km eine IM-Balance kleiner 3% hat , dann hat der Fahrer ziemlich sicher vieles richtig gemacht.
Wäre interessant die Model S ab 50.000 km Laufleistung unter dem Aspekt mal beim Service zu „analysieren“. Wird sicher auch mal ein Model S survey von plug-in-america geben.
Ergänzung - gibt es schon : pluginamerica.org/surveys/ba … esults.php

Da ja beim Model S der SOC-Level im „Standard-Mode“ vom User verschoben (reduziert) werden kann, ist möglicherweise der Algorithmus für das Balancing etwas anspruchsvoller zu programmieren. Mir fällt allerdings kein zwingender Grund ein, warum es nicht auf den „individuell“ gesetzten SOC-Level gehen sollte. Vielleicht führt TM dafür einen eigenen Balancing Button ein, die Software - Funktionen des Model S wachsen ja sowieso mit jedem Quartal weiter und werden reifer.
Seien wir gespannt , was noch alles kommt …

eGrüße

U.

Seit kurzem ist bekannt, dass Lithium Batterien einen Memory-Effekt aufweisen. In der Publikation von Tsuyoshi Sasaki, Yoshio Ukyo, Petr Novák wird dies beschrieben (siehe psi.ch/media/memory-effect-n … -batteries). In dieser Publiation wurde dies zwar an LiFePO4 Batterien untersucht. Gemäss den vielen Erfahrungsberichten, scheint auch im Fall der Tesla Batterie ein Memory-Effekt wirksam zu sein.

Diese Phänomen wird im Fall auch von LiFePO4 beschrieben:
<<The numerous successive cycles of partial charging and discharging lead to individual small memory effects adding up to a large memory effect, as this new study demonstrates. This leads to an error in the estimate of the current state of charge of the battery, in cases where the state of charge is calculated by software on the basis of the current value of the voltage.>>

Beim Reichweitenverlust den Eberhard festgestellt hat, könnte es sich ebenfalls um einen Memory-Effekt handeln.

Gemäss der Publikation gibt es aber Möglichkeiten den Memory-Efffekt wieder zu elimieren:
<<Scientists have found that idling a sufficiently long period of time can be used to erase the memory effect. However, in accordance with the many particles model, this only happens under certain conditions. The memory effect only vanished if one waited a sufficiently long time after a cycle of partial charging followed by full discharge.>>

Fragt sich ob es wirklich eine gute Idee ist die Batterie ganz zu entladen.

Gruss Ivo

+1

  • es gibt keine direkte physikalische Messgröße, die den Ladezustand des Akkus korrekt anzeigen kann. insbesondere wenn man die Degeneration noch berücksichtigen will. Daher ist nur ein Teil der angezeigten verlorenen Reichweite eine echte Degeneration. Wenn der Akku fast leer gefahren wird, kann der Algorithmus genauer arbeiten, die Batterie wird aber gestresst.

Also ich würde den Thread ja in „Reichweite nach 41.000km“ umbenennen :smiley: .
Wir fahren in 3 Stunden in Karnevalsskiurlaub und ich habe bereits mit 13kw 1-phasig von 85% auf 100% vollgeladen.
Die Anzeige sagt jetzt nach 13.500km 476km Reichweite (bei Auslieferung 505km).
Ich lasse das Model S jetzt noch an der Steckdose. Mal sehen, ob da noch etwas nachgeregelt wird :confused: .
Da wir diesmal keine Skibox benötigen, bin ich gespannt, wie sich das auf den Energieverbrauch auswirken wird :slight_smile: .

Uli

Edit: „Rated Range, Range Mode On“