Reichweite M3 LR AWD im Schnitt nur 445 Kilometer!

Leider schreibt keiner der betroffenen etwas zu seinen Ladegewohnheiten.

Ein Gedanke:

Aus anderen Geräten (Mobiltelefone, Tablets, etc) kennt man das Problem dass häufig in einem bestimmten SoC gehaltene Akkus zwar davon keinen schaden nehmen, allerdings die Softwareseitige Beurteilung des Ladezustands (Calibration) dadurch aus den Fugen gerät. Wenn Euer Auto nun meist z.B. zwischen 70 und 90 geladen ist weil ihr nur Kurzstrecken fahrt und zu Hause immer am Kabel hängt, dann könnte dadurch eine falsche Reichweitenschätzung/Ladestandsanzeige resultieren. Wie genau sich der Fehler zeigt hängt natürlich immer vom BMS ab. Beim iPhone äußert es sich z.B. dadurch, dass die Ladestandsanzeige deutlich schneller fällt als sonst, der Akku also „nicht mehr so lange hält“. Das lässt sich in der Regel durch Entladung/Volladung kalibrieren.

Entladen ist beim Auto natürlich nicht ganz so einfach, aber mal auf 10% runterfahren und dann erst wieder auf 100% laden sollte möglich sein und nach kurzer Recherche ist das auch keine unübliche vorgehensweise. (beispielfund: forums.tesla.com/forum/forums/r … 0-miles-m3).

Wenn die Calibration schon von Anfang an falsch war würde ich das so evtl. auch mal probieren.

Meine Ladegewohnheit ist ziemlich gemischt, ich lade ungefähr zur Hälfte an AC 11 kW und DC 50 kW sowie vergleichsweise selten am Supercharger, da ich nicht so viel auf Langstrecke unterwegs bin.
Der Ladestand liegt meistens zwischen 30 und 85 %, wenn ich gleich los fahre lade ich ihn auch mal bis 90 % auf und gelegentlich fällt der Ladestand auch bis auf 20 %, weniger habe ich eigentlich nur auf Langstrecke und dann wird gleich wieder voll gemacht.

Ich denke nicht, dass mein Ladeprofil so außergewöhnlich ist und ich lade auch nur alle paar Tage, weshalb das BMS nicht immer nur einen kleinen Bereich des Akkus zu sehen bekommt. Natürlich schwankt meine Ladestandsanzeige im Laufe der fast 9000 gefahrenen Kilometer, sie liegt aber grundsätzlich ungefähr 10 % unter dem, was man erwarten würde und das ist einfach nicht normal. Dank dem Teslalogger habe ich die Daten ganz gut im Blick.

Der Versuch ihn fast leer zu fahren, hat dem BMS leider auch nicht geholfen, falls das überhaupt die Ursache der falschen Anzeige ist.

Die Tesla recommendation ist:

  • Täglich laden bis 90% (Reichweite sollte in „ein paar Wochen“ wieder steigen)
  • Wenn nicht erfolgreich, laden auf 100% (eingesteckt lassen bis laden stoppt)
  • Auf unter 10% fahren, und dann auf 100% laden wiederholen (2-3 mal wiederholen bis eine volle rekalibrierung geschieht)

Source:
insideevs.com/news/341423/tesla … nds-video/

"Puzzled and frustrated, she took her car to a service center where they told her the 70-percent charging routine was the source of the problem. They recommended charging to 90 percent daily, despite Tesla CEO Elon Musk recommending, in a tweet from March of 2014 (embedded below), charging to 80 percent for a particular customer’s situation.

After giving the car a „hard reset,“ her Model 3 once again began showing its full range potential on the screen. They then suggested a new charging regimen to keep her car happy. Basically, they say that, besides charging to 90 percent regularly, one should also charge to a complete 100 percent at least once every three months. Also, it’s helpful if a car if left plugged in after it reaches a full charge, as it will take this opportunity to do some balancing work."

Ich lade im Alltag meistens auf 80% (ca. 400km) und vor langen Strecken auf 90% (ca. 450km).
Auf 100% habe ich einmal geladen und werde es normalerweise nicht mehr tun. Alleine die fehlende Rekuperation hält mich schon davon ab.
Hinzu kommt eine lange Ladezeit und das Wissen, dass die Belastung für den Akku deutlich höher ist. Diese letzten 10% entsprechen 5 min am Supercharger, die nehme ich mir und behandele den Akku dafür gut.
Am unteren Ende bewege ich mich vor dem Supercharger allerdings am Liebsten im Bereich 5-0%. So hat man die kürzesten Ladestandzeiten.
Das lässt sich durch eine höhere Geschwindigkeit vor dem Supercharger gut steuern. Der Akku hat dann auch genug Temperatur um binnen Sekunden auf über 100 kW Ladeleistung zu gehen.

Hallo zusammen,
ich habe jetzt mein M3 gestern bis auf 1% entladen (lt. Tesla-Anzeige, es sind wohl trotzdem noch ca. 5kWh im Akku) um es anschließend über Nacht an meiner Wallbox auf 100% aufzuladen. Das mit den 100% hat leider nicht ganz geklappt da der Ladevorgang bei 98% abgebrochen wurde.

Insgesamt wurden lediglich 66,34 kWh geladen was einer im Tesla dargestellten Reichweite von nur 433,69 Kilometern entspricht.

Charge Details.pdf (906 KB)

Hat jemand eine Idee an was das liegen kann?
Wenn mir Tesla mit dem Thema helfen würde könnte ich mir den Thread sparen, leider bekomme ich von Tesla bis jetzt keinerlei konkrete Hilfe deshalb hier die öffentliche Fragerunde an alle die sich mit dem Thema ggf. etwas auskennen.

Viele Grüße und einen schönen Tag! :wink:

EDIT: Ich hatte die Ladeleistung am Anfang des Charts etwas höher eingestellt, daher der kleine Schluckauf im Chart.

Eine Erklärung wäre natürlich dass die Batterie halt doch noch einiges drin hat bei 1% (und die misskalkulation beim BMS erklären würde)

Sehe ich genauso. Wird hier auch diskutiert inklusive Lösung (Calculated Amperage Capacity).

reddit.com/r/teslamotors/co … ation_fix/

Hi, danke für eure Infos.

Es wäre natürlich schön wenn´s nur ein Software-Problem wäre; umso unverständlicher wenn Tesla so einen vermutlich einfachen Reset im SC in Stuttgart nicht machen kann (oder will) bzw. sich trotz mündlicher Zusage auch nach Wochen niemand um das Problem kümmert; da fühlt man sich irgendwie wegignoriert…

So wie ich es verstanden habe muss sich das SeC erst die Erlaubnis vom HQ in Fremont einholen, um diesen Reset durchführen zu dürfen. Ist nicht ganz trivial. Solange es bei wenigen Ausnahmefällen bleibt wird man versuchen das Problem hinauszuschieben.

Trotz mehrfacher Frage hat sich leider noch keiner der Betroffenen dazu geäußert, ob die TATSÄCHLICHE Reichweite auch so niedrig ist. Alle Betroffenen reden hier von einer Anzeige im Fahrzeug, als ob dies die ECHTE Reichweite ist. Dabei ist es nur eine kalkulierte, angezeigte Reichweite. Oder anders gesagt: Wenn eure Tankuhr beim Verbrenner genau halb voll anzeigt, saugt Ihr dann den restlichen Sprit raus und messt nach? Und nehmt dies zum Anlass für einen Werkstattbesuch?

Nochmal Danke für die Info. Ich hab jetzt mal eine Aufforderung zur Nacherfüllung als Einschreiben mit Rückschein an Tesla Germany losgeschickt, mal sehen was passiert.

Steht in dem Link:

„I’m told that the car would have still shut off at 0% when it should have actually still had actually about 10% charge“, d.h. die tatsächliche Reichweite is so niedrig. Das BMS schaltet dann einfach bei 0% ab (oder beim unteren Puffer) obwohl tatsächlich noch 10% Akku vorhanden wären. Das BMS regelt das Auto nicht der Akku.

Halte uns bitte auf dem laufenden. Es gibt hier einige, die davon betroffen sind und es werden sicherlich noch mehr hinzukommen.

Mach ich! Wird schon noch werden… :slight_smile:

So, hab jetzt doch tatsächlich eine anonyme (weil ohne Ansprechpartner) SMS vom Tesla Service Center Stuttgart bekommen:


Hallo Herr XY,

bitte Entschuldigen Sie unsere späte Rückmeldung.

Das Ergebnis der Diagnose zur Reichweite liegt nun vor.
Die Auswertung unserer Techniker hat ergeben, dass ein Defekt des Akkus ausgeschlossen werden kann.
Im Vergleich aller identisch konfigurierten Fahrzeuge, liegt Ihr Fahrzeug innerhalb des Flottendurchschnitts.

Mit freundlichen Grüßen

Tesla Service Stuttgart

OK, genau so hab ich mir die Antwort „worst case“ vorgestellt…

Reichweite Model 3: Laut Tesla Service Center Stuttgart liegt die Reichweite beim Model 3 im Flottendurchschnitt bei komplett geladenem Fahrzeug bei 445 Kilometer!

Ich dachte das der Flottendurchschnitt beim Long Range AWD so um die 500 Kilometer wären? Siehe auch: Wieviel Reichweite zeigt euer Model 3 bei 100 % an? (Teil 1) - #242 von DreiWatt

Hab jetzt an die SMS den link von diesem Thread gesendet, inkl. den Lösungsvorschlägen bzgl. BMS bei Reddit. Mal sehen ob es ein Feedback gibt; mit 445 Kilometern und so einer lapidaren Erklärung werde ich mich jedenfalls nicht abfinden!

P.S.: Das M3 ist unter dem Strich der beste Wagen den ich je gefahren bin, (inkl. vieler Supersportwagen), ich liebe diese Kiste wirklich!!! Aber ich mag es einfach nicht wenn man mich für dumm verkaufen will; das nehme ich dann einfach persönlich! :wink:

Die Antwort is sehr frustrierend. Vor allem, wenn man selber den Grund kennt. Ohne ein CAC Reset wirst du wohl für immer mit 11% weniger Reichweite leben müssen. Ich würde an deiner Stelle zum SC hinfahren und auf einen CAC Reset bestehen.

Die wollen doch nicht ernsthaft behaupten, dass ein 11% Reichweitenverlust nach ein paar tkm beim Model 3 jetzt noch im Durchschnitt liegt. Wenn das wahr ist, dann lass uns das hier gleich im Hauptthread als Warnung posten, mal sehen, wer sich dann noch ein Model 3 kauft. Auch wenn es nur Einzelfälle sind, so kann es nicht sein, dass sich Tesla diesen nicht annimmt.

Moin,

Wird die Reichweite nicht unter Berücksichtigung des Durchschnittlichen Verbrauch der letzten Zeit berechnet.
Ich habe nun fast 10000 km in 3 Monaten gefahren. Durchschnittlicher Verbrauch 170 kw\h. Mein Reichweite liegt immer noch bei 450 km bei 90%.

Schau mal bei T&T Tesla rein (Facebook) Ove beschreibt hier sehr gut die Akku Kalibrierung

Ihm bleibt ja noch eine andere Möglichkeit. Er kann den Kaufvertrag versuchen zu wandeln. WTLP sagt 560 km Reichweite, eine gewisse Abweichung wird er tolerieren müssen, 21% weniger wahrscheinlich eher nicht.
Und da kann das SeC behaupten was es will.

Ich weiß nicht ob ich der einzige bin der diese Antwort anders deutet. Ich lese da keinen Bezug zur angezeigten Reichweite sondern erstmal nur, dass der Akku getestet/ausgelesen wurde und die Daten die daraus gewonnen wurden im Flottendurchschnitt liegen.

a) davon dass 450km angezeigte Restreichweite bei 100% SoC normal sind, steht da nichts

b) bisher weiss ja auch noch keiner dass es tatsächlich nur 450km sind oder?

Hat von den betroffenen denn schon mal jemand den Akku runtergefahren gegen annähernd null? Eine Wandlung oder sonstiger rechtlicher Anspruch dürfte echt schwierig werden wenn es nur um die angezeigte Restreichweite geht und keiner sagen kann ob nicht einfach das BMS hier nur eine falsche Anzeige liefert.

Nein, es geht hier nicht um die WLTP sondern um die typische Reichweite (TR). Diese liegt beim AWD im Neuzustand bei 500km. Dabei gibt es eine Streuung von max. 1%. Nach 5tkm kann man vielleicht mit 1% Degradation rechnen. Tesla´s Aussage, dass 11% Reichweitenverlust nach 5tkm noch in der Streuung liegt (also irgendwo bei 1Sigma) ist einfach irreführend und falsch.