Reduzierung der Ladeleistung bei öfterem DC-Laden

Gut. Aber bring doch mal ein Argument? Er hat ja nicht Unrecht?

Danke Dirk für die Zusammenfassung :grinning:

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S85 Ladekurve 2019 vs 2020

Ja? Softwarelimitiert oder durch Zuviel DC Ladung?

Im Ernst?
Nach dieser Interpretation des Begriffes „unlimited“ müsste Tesla für das Superchargen also eine unbegrenzt hohe Ladeleistung ermöglichen. Das heißt also ein unbegrenzt hoher Strom, so dass ein einer unendlich kleinen Zeitspanne der Akku von 0 auf 100% geladen werden kann - „unlimited“ eben.

Dann hättet ihr ja auch schon direkt beim Kauf des Neuwagens Tesla verklagen sollen, denn:

  1. gibt es auch für Neufahrzeuge mit neuen Akkus eine Ladekurve, die die Ladeleistung von Anfang an nach oben begrenzt (wenn auch in geringerem Maße, aber eben nicht „unlimited“), und

  2. stellt Tesla bis heute keine Supercharger zur Verfügung, die diese „unlimited“ Ladeleistung bereitstellen könnten. Übrigens besitzen auch alle anderen Schnellladestationen eine Limitierung der maximalen Ladeleistung.

Gerade wenn jemand von sich behauptet:

dann sollte man demjenigen auch unterstellen dürfen, dass er ausreichende Kenntnisse über Akkutechnologien besitzt, um zu wissen, dass Akkus über die Lebensdauer altern.

Daher möchte ich mir hier eine weitere Kommentierung sparen und mir von nun an mein Teil nur noch denken.

Softwareupdate 2019.20.x, und seit dem in Nuancen mit jedem Update bissl dran rumgedoktert.
2019.16.x: kW = 120 - SoC (in erster Näherung, gut genug zwischen 10% und 80%)
alle neueren Firmwares: kW = 110 - SoC (in erster Näherung, gut genug zwischen 10% und 80%) und zusätzlich deutlich empfindlicher geworden was Batterie- und Umgebungstemperatur angeht

Alle Details hier: 85er Akku: Reduzierung der Ladeleistung seit 2019.20.1

Betroffen: alle 85er, egal welcher Jahrgang, Laufleistung, AC/DC-Verhältnis, …
Auswirkung: 10%–>80% +ca 50% Zeit

Woie kann es denn sein, dass sich konstant ca. 10 kW weniger Ladeleistung mit 50% längerer Ladedauer auswirken? - Klingt unlogisch.

Tesla bewirbt:

Und so sieht’s seit der Ladeleistungsbegrenzung aus:
11% --> 85% in 65 Minuten (11% --> 80% in 57 Minuten)

  • kein Stall sharing
  • keine Akkuheizung

Mangels einer Skala kann man natürlich schlecht bis gar nicht erkennnen, ob Tesla damals 20%-80% beworben hat oder was sie überhaupt beworben haben.
Zumal sich meine Aussage auch primär auf die „Näherungsformel“ von @Florian500 bezog. Demnach war doch bei der alten Ladekurve (wenn die Differenz im Mittel 10 kW ist) bereits die beworbene Zeit nicht erreichbar.

Nach diesen echten Werten hier Charging und einer Fortschreibung mit kW = 120-SoC dauert 5% --> 80% 44 Minuten. Dann untenrum die 6% = 3 Minuten noch abziehen:

Ok, 41 Minuten auf 57 Minuten sind „nur“ +40%.

Eine Reise von 900km mit ABPR gerechnet und 2019er Ladekurve beinhaltet ca. 2,5h Laden. Mit 2020er Ladekurve 3,5h Laden. Dazu dann noch die Wetterfühligkeit bei Rekuperation und Ladenkurve ist man ganz schnell bei mehr als 3,5h Ladezeit. Oder anders gesagt: +1h Reisezeit.

Hallo Robby3,Quickride,
das seltsame ist, dass em.zwei mit keinem Wort darauf eingeht, dass es mindestens schräg ist, dass ein niegelnagelneuer Akku in der Ladeleistung begrenzt wird.
Es gibt keinen - gar keinen - technischen Grund, das zu tun, außer die Kunden dazu zu nötigen, ein neues Auto zu kaufen.
So was ist grenzwertig. Die anderen „Argumente“ … lassen wir das.
Gruß

Dieter

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Es ging doch darum, dass ein völlig neuer Akku limitiert wird, weil der alte „gealtert“ war durch zu viel DC Laden. Das ist irgendwie ja schon Quatsch? Dazu brauche ich kein Elektrotechniker zu sein…

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Genau so sehe ich das auch. Kann nur ein Missverständnis sein.

Danke für dieses Statment. Ein sehr schönes Beispiel, wie hier diskutiert wird, genau darum ging es NICHT!

Es ging darum, dass ein Diskussionsteilnehmer die Auffassung vertritt, Tesla habe ihm „unlimitted“ Superchageing zugesichert und dürfe deshalb die Ladeleistung nicht beschränken. Das Gerücht, dass auch völlig neue Austauschakkus von vorneherein eine begrenzter Ladekurve aufweisen würden, als Akkus von Neufahrzeugen, wurde erst später eingebracht. Das kann man leicht nachvollziehen, wenn man hier mitliest.

In diesem Sinne verabschiede ich mich nun aus dieser Diskussion. Ich will euch ja euren Glauben nicht stehlen, sondern wollte lediglich anregen, kurz nachzudenken. Scheint aber wohl nicht erwünscht zu sein. Auch gut.

Wenn ich eines in den letzten 3,5 Jahre beim persönlichen Umgang mit Tesla und aus den vielen Hundert Erzählungen der Erlebnisse mit Tesla meiner Zuschauer gelernt habe, dann ist es das.

Wie Tesla sich verhält hat nichts mit „normaler“ Logik zu tun, schon gar nicht hier in Deutschland wo die Mitarbeiter sehr eingeschränkte Möglichkeiten haben weil sie von der Entscheidung aus Amerika abhängig sind.

Insofern stelle ich die Aussage von Tesla (die mehrfach vom Mitarbeiter mit der zuständigen Stelle überprüft worden ist) bezüglich der Reduzierung der Ladeleistung bei einer neuen Batterie nicht in Frage, denn auch wenn es technisch unlogisch ist ist es geschäftspolitisch für Tesla sinnvoll, weil sie keine neuen Batterien sondern neue Autos verkaufen wollen.

Natürlich habe ich keine 100-prozentige Sicherheit, dass die Aussage stimmt, aber eine 16.000-Euro-Wette ist mir das nicht wert und nun kann jeder selber entscheiden, ob er vielleicht eine neue Batterie haben will, um möglicherweise die Spitzenladeleistung zu erhalten oder eben auch nicht, so wie es mir Tesla schriftlich mehrfach bestätigt hat.

Viele Grüße

Dirk

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Hallo Stefan, das Problem im Moment ist, dass hier im Thread zwei Themen vermischt werden, ich hatte gehofft, hier mit meinem Post für Klarheit zu sorgen, doch wie die folgenden Posts zeigen hat das nicht geklappt.

In diesem Thread diskutieren wir in Bezug auf die Reduzierung der Ladeleistung beim den 85-ziger Batterien aufgrund häufigem DC-laden nur bis zu dem Zeitpunkt als durch das Softwareupdate von Tesla die Ladeschlusspannung verringert und die Ladekurve verändert worden ist.
Bis zu diesem Zeitpunkt war nur bei häufiger DC-Ladung auch die Ladekurve bei den 85-ziger Batterien verringert.

Nach dem Update ist sie bei allen verringert worden, egal wie viel DC sie geladen haben oder nicht.

Viele Grüße

Dirk

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Hoffentlich hat es jetzt auch der letzte begriffen.

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Hallo Dirk,

das ist vollkommen richtig. Nur habe ich den Verdacht, dass es in den Beschränkungen Unterschiede gibt. Einige hier beschreiben sehr starke Einschränkungen bei ihren Ladevorgängen und andere sind weniger betroffen. Unser Wagen z.B. fällt erst bei SoC von ca. 20% unter 100 kW was früher viel länger angehalten hat. Und auch wir brauchen für eine Ladung am SuC von 5% auf 80% auch fast eine Stunde. Aber es gibt wohl Fahrzeuge die noch viel schlimmer betroffen sind.

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Hier auch. kW = 110 - SoC

Es streut gewaltig. *)


Quelle: Fleet Charging AVG

/edit: *) wobei da auch die erhöhte Tempeaturempflindlichkeit mit reinspielen dürfte. Der Effekt für den Fahrer ist aber ähnlich: länger laden.

Nicht nur dass die Ladekurven unterschiedlich sind, auch empfindet jeder den Zeitverlust ander. Wir machen auf Strecke eh längere Pausen und da fällt das nicht so ins Gewicht. Aber natürlich hätte ich auch gerne meine alte Ladekurve wieder.