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PV Anlage Fazit 2020

Frohes Neues Jahr allen,

ich hab das Jahr 2020 versucht in Zahlen zu fassen. Wichtig : es geht hier NICHT darum Diskussionen über meinen Stromtarif, die Powerwalls, oder sosntwas anzuzetteln. Es geht nur um die objektive Darstellung des Jahres 2020 in Zahlen wie es bei uns war.
Wir wohnen sehr nahe an Bergen, daher im Winter kaum bis kein Ertrag.
Unsere PV Anlage hat 15,28 kWp, alles Süd.
Dazu 2x Powerwall 2 mit insgesamt 27 kWh Speicher.
Wir fahren ein Model X und ein Model 3.
Dieses Jahr weniger gefahren als sonst, „dank“ CoVid19.
Wir sind ein Dreigenerationenhaus.

Sollte meine Berechnung falsch sein, bitte ich um Hinweis.

Fakten für das Jahr 2020 :

Stromverbrauch --> 17.696 kWh im Gegenwert von ca. 5485 € @0,31€/kwh (Greenpeace Energy)

Strom gekauft --> 6.971 kWh für 2.161 € @0,31€/kWh
Strom verkauft --> 2.892 kWh für 338€ @0,117€/kWh

Strom aus der Powerwall entnommen --> 3.553 kWh im Gegenwert von 685 € (0,31-0,117=0,193€/kWh)

Wir haben also in 2020 Strom im Wert von 5485 € verbraucht, haben dafür aber „nur“ Strom im Wert von 2161€ gekauft. Macht eine Differenz von 3324€, die Ersparnis. Hinzu kommen noch 338€ von der Einspeisung. Also 3662 € „Ertrag“ der PV Anlage. Da die Anlage in zwei Schritten gebaut wurde fällt die EEG Umlage weg.

Insgesamt hat die Anlage ca. 58.000€ gekostet, inkl. Abzocke von E.On, mehrfachen Umbauten, Abzocke von E.On, Umbau auf mehrere WR wegen Notstrom für die Powerwall etc.

Bei 3500€ jährlichem „Ertrag“ sehe ich also ca. 16 Jahren Amortisationszeit entgegen.

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Ich gratuliere, dass Du zufrieden bist.
Früher hat man gesagt, dass sich eine Anlage nach ca. 10 Jahren amortisiert haben sollte.
Wenn ich bei Dir aber 2xUmbau und 2x E.Off-Abzocke lese, dann sind 16 Jahre wohl auch noch ok und ich mehr als froh, dass unsere Stadtwerke vor fast 20 Jahren das Netz von RWE gekauft und dann nachträglich verklagt hat um mehere Millionen von dem Kaufpreis wiederzubekommen.

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Das klingt nach einer schönen Anlage und viel PV Affinität! Dafür gibts gerne meinen :+1:

prinzipiell stimme ich dir zu. 10 Jahre sollten anvisiert sein.

Es gibt einige Gründe die es bei mir leider verlängern :slight_smile:

  1. Aufgrund der Lage haben wir zwischen November und Februar minimalen Ertrag. Wo im Sommer an guten Tagen zwischen 80 und 100 kWh erzeugt werden, sind es im Winter zwischen 8 und 18 kWh. Und auch das nur wenn kein Schnee die Module
    verdeckt. Da wir aber (ja auch heute) Schnee auf den Modulen haben und wegen Verschattung durch Berge auch nur zwischen 10:30 und 13:00 Sonne auf der Anlage haben, ist die Produktion im Winter leider minimal.

Tagesproduktion am 20.12.20

PV Erzeugung November

PV Erzeugung Dezember

  1. Der Hausspeicher.
    Nach all meinen Berechnungen verlängert der Speicher die Amortisation um ca. 3 Jahre. Da es mir aber nicht um das Geld geht (und ich zufrieden bin wenn ich den Break Even überhaupt erreiche)

Ah wichtig, alles lief zu 100% ohne Förderungen.

  1. Das große rote E.nergie Unternehmen hat mich 2017 ziemlich über den Tisch gezogen. Die installierte Anlage mit 9,9 kWp hat fast das doppelte gekostet als sie hätte kosten dürfen. Dazu wurde mir ein viel zu kleiner und technisch nicht meinen Anforderungrn genügender Speicher angedreht. DC angebunden, maximal 1,5 kW Lade- und Entladeleistung, rasante 4,4 kWh. Damit sind wir im Sommer „gerade so“ durch die Nacht gekommen. Aber auch nur wenn gleich in der Früh wieder PV Produktion war. Den hab ich nach nichtmal 1,5 Jahren wieder abgebaut, nachdem
    ich Monatelang mit E.nergieunternehmen diskutiert habe, dass sie mir das Ding freischalten sollen damit ich es verkaufen kann. Alleine hier hab ich von Kaufpreis bis Verkaufspreis knapp 3k verloren. Abbau durch Fachunternehmen nicht mitgerechnet. Dass der Kaufpreis dem UVP der Herstellers entsprach, der Service unterirdisch war und das Teil einfach nur für eine zweiköpfige Familie im Niedrigenergiehaus am platten Land mit 300 Sonnentagen taugt, mal außen vor.

Der Umbau der Anlage auf mehrere WR um einphasig die PWs laden zu können, geht auf meine Kappe. Waren auch nochmal gute 2000€.

Im Endeffekt ist meine Anlage nach heutigem Stand ca. 10.000€ teurer gewesen als sie hätte sein müssen. Aber ok. Dauert halt länger bis sie sich amortisiert. Auch das ist ok.

Die Tatsache dass ich bei fast 18.000 kWh Stromverbrauch und widrigen Bedingungen trotzdem 61% meines Jahresstromverbrauchs erzeugt und verbraucht habe ohne das Netz zu nutzen, gefällt mir sehr. Dass dazu ja noch fast 3.000 kWh eingespeist würden, man sich also schöngerechnet sagen kann „ich habe eigentlich nur knapp 4100 kWh Strom oder eigentlich 78% meines Stroms selbst erzeugt“ gefällt mir auch.

Und ja, mir ist bewusst dass wir ganz schön viel Strom verbrauchen :wink:

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Das hast Du frueher an der Tankstelle als andere Energie gekauft.
Mit einem oder gar zwei E-Auto sind diese „Normalverbrauchs-Angaben“ fuer Haushalte Schall und Rauch

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Interessante Aufstellung.

Wir haben seit Ende des Jahres 19,7kwp mit Ost/West Ausrichtung. Leider im Westen nur 9kwp. Jetzt bei den dunklen Tagen kommen so 5-9kwh vom Dach, was ich schon gut finde.

Ich hoffe auf dem gleichen Ertrag wie du. Unser Verbrauch liegt bei ca. 12.000kwh inkl. Wärmepumpe und Auto. Einen Akku haben wir nicht.

Es ist jedenfalls ein richtiger Schritt, der Strom wird nicht günstiger und das Gefühl selbst erzeugen und nutzen ist einfach gut.

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Hallo @bergler82.
Vielen Dank für deine Darstellung.
Ich habe deine Berechnung mal als Grundlage genommen und auf meine umgesetzt. Dabei musste ich feststellen, dass die Werte zwischen der solarEdge und der TESLA-App schon sehr variieren. Ich habe es daher für beide Werte errechnet und dann gemittelt.

Eckdaten bei mir:
7,2 kwp S+W Ausrichtung + eine PW2.
Installationskosten 20.200 € netto.

laut solarEdge-App:

Erzeugung 5580 KWh
Verbrauch 4090 KWh
Zukauf 1080 KWh
Verkauf 2570KWh

Ergibt eine Ersparnis von 1117€.

Laut TESLA-App liegt die Ersparnis bei 1293€.
Das Mittel liegt bei 1205€.

Das ergibt eine rechnerische Amortisation nach 16,76 Jahren.
In dieser Rechnung ist die Degradation nicht eingerechnet, die steuerliche Absetzbarkeit aber auch nicht. Als grober Richtwert sollte das ausreichen.

Ich bin sehr zufrieden, zumal ich die PW2 nicht aus wirtschaftlichen Gründen installiert habe.

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Ich habe vorgestern auch die Zählerstände erfasst.

Unsere PV Anlage hat 11,78 kWp + 1 PW2. Fahrzeuge: 1 MS, 1 Smart ED, 1 Smart EQ.

Gesamtertrag: 12642 kWh
= 1073 kWh/kWp. Das ist ein sehr guter Wert.
Einspeisung: 7296 kWh
Eigenverbrauch: 5346 kWh
Netzbezug: 1376 kWh :joy:

Letzte Woche wurde die Erweiterung unserer PV montiert. Es kommen nochmals fast 16 kWp dazu. Dann kommt noch vor dem nächsten Winter die Gasheizung raus und WP rein.

Mal sehen, wie sich dann die Zahlen weiter entwickeln.
Eine weitere PW ist nicht geplant, da wirtschaftlich nicht wirklich sinnvoll, da diese nicht genug ausgelastet wäre.

Was mich weiter oben im Threads etwas verwundert hat, wie viele Leute den Energieversorgern auf den Leim gegangen sind und sich total überteuerte Anlagen haben andrehen lassen, die dann auch noch nicht einmal praktikabel waren. Echt schade. Ich kann daher nur jedem Raten sich vorher gut zu informieren.

Ich stimm dir zu 100% zu, die angebotenen Anlagen der Energieversorger sind pure Abzocke. Aber naja … jeder macht mal Fehler. Der damalige „Vertreter“ hat mich auch von vorne bis hinten angelogen und mir Features versprochen die es heute noch nicht gibt. Sind immernoch „in Planung“. Ich war Eon Cloud Kunde … totaler Schwachsinn.

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Danke für die detailierte Dartellung.

Ich habe eine West/Ost-Anlage, wobei die Ostseite einen Nord-Einschlag hat. entsprechend ist es im Winter auch mau (blau ist die Ostseite, rot die Westseite).

Ertrag
(Ein hervorragender Wintertag)

Schlecht
(Ein grauer Wintertag mit Regen)

Habe auch in zwei Bauabschnitten bauen lassen. Gott sei Dank. Denn nicht nur E.ON ist beschissen und überteuert, auch mein erster Solarteur war es (ok, so schlimm war der Preis nicht aber nicht vorhanderen Service und Know-How war um so schlimmer) und ist entsprechend mittlerweile pleite.

Auch wenn ich, sehr selbstkritish, sagen muss, dass ich in den ersten Bauabschnitt (Westdach) mit einem sehr deutlichen Mangel an wissen rangegangen bin, war das Desaster dann doch nicht so groß wie bei Dir und konnte mit wenigen hundert Euro Aufwand soweit minimiert werden, dass das Ergebnis nun gut ist. Einerseits ist das gut für mich, anderseits auch schade, zeigt es nähmlich, dass der erste Solarteur mit noch weniger Aufwand sofort hätte ein gutes Ergebnis liefern können.
Aber ich will mich nicht beschweren. Unter der Hand habe ich nämlich gehört, dass ein zweiter Solarteur, der ein Angebot abgegeben hat, wohl absichtlich in die Insolvenz gegangen ist um nicht mehr in Regress genommen zu werden.

Das Thema Speicher ist dann Gott sei Dank kein Thema mehr gewesen, weil ich mich selber eingelesen und gerechnet habe und sich Speicher schlicht nicht lohnt. Einerseits vom finanziellen und das wird bei 99% der Betreiber allgemeingültig sein und andererseits bei mir im speziellen, weil im Winter nicht genug Stromerzeugt wird um einen Speicher, wie die PW, überhaupt voll zu bekommen und im Sommer unnötig ist, da der Bezug dann eh meist < 1kWh pro Tag ist.

Als ich meine Nord-Ost-Seite gebaut habe war die Aussage von anderen PV-Anlagen-Besitzern, dass die sich nie rechnen wird und ich mir alles schön rechne.
Mittlerweile kann ich sagen, dass die Nord-Ost-Seite besser läuft als erwartet.

Als ich 2012/13 gebaut habe, haben mir manche Leute gesagt, dass ich bekloppt seit 20kWp auf das dach zu bauen. Als ich genantwortet habe, dass die Elektroautos schneller kommen werden als sie sich vorstellen können, sind die meistend lachend weggegangen.

Ja, wie sich die Zeiten ändern. :smiley:

Was ich eigentlich sagen möchte: Ich kann jedem nur empfehlen sich selber soweit aufzuschlauen, dass man genug Wissen hat um katastrophale Solarteure und Energieversorger die auf den Zug aufspringen wollen denen es aber nur ums Geld geht auszusortieren kann.
Denn es gibt auch die anderen, die gute Preise machen, gute Arbeit liefern und denen es auch noch um den Kunden geht.

Jahresverbrauch: 6.632 kWh
Eigenverbrauch: 2.656 kWh
Anteil EV: 40,0%
Eigenerzeugung: 16.291 kWh
Anteil EV an EZ: 16,3%

Das ist auch ungefähr die Ausrichtung unserer Erweiterung der Anlage und ich hoffe auch, dass der Ertrag nicht soooo schlecht sein wird. Da getrennte Zähler kann ich den Unterschied ja ersehen. Da die Dachneigung nur 21° beträgt sollte es nicht so schlecht sein.

volle Zustimmung bzgl des „vorher hast du getankt. Weil du es geschrieben hast, hab ich das auch mal durchgerechnet.

1 Liter Diesel hat ca. 10 kWh (9,7 kWh Heizwert bis 10,4 kWh Brennwert)
Wir haben zwei Autos, zusammen jährlich ca. 50.000 km mit gemittelt 7,5 Liter / 100
km Verbrauch. Sind 3.750 Liter Diesel im
Jahr oder ca. 37.500 kWh.

Unsere Teslas haben dieses Jahr ca. 6.000 kWh Strom bei ca. 17.000 km (Corona) verbraucht. Hochgerechnet also ca. 17.700 kWh bei zwei Autos und 50.000 km zur Vergleichbarkeit. Wir sind dieses Jahr fast nur Model X (ca. 15.000km) gefahren, das Model 3 (ca. 2.000km) stand mehr rum als sonst was. Gemittelter Verbrauch ca. 35 kWh/100km inkl. allem. Nicht der schöngerechnete angezeigte onboard Verbrauch sondern inkl. allem, Vorheizen etc.
Also eine „Einsparung“ von fast 20.000 kWh … Wahnsinn. Das wird mir während ich das hier schreiben erst klar. Und das ist schlecht gerechnet weil normalerweise ca. 35.000km auf das Model 3 (sparsamer) gehen, und 15.000km auf das Model
X.

Sollte hier ein Rechenfehler stecken, bitte korrigiert mich. Das ist am Handy entstanden :wink:

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hallo Danke für die Info von deiner Anlage,

ich habe quasi 2020 den Zwilling deiner Anlage gebaut. nur das meine schwache Seite die NW (10,5kwp) ist und die im Winter starke Seite die SO-Seite (8,4kwp).

Die folgenden Grafiken zeigen schön wie die NW Seite zusammenbricht im Winter und die SO-Seite zum Hauptertragsgeber wird.

Solarflächenverlauf im Sommer:


Solarflächenverlauf im Winter:

Senkung meiner Energiekosten unter anderen Dank PV, WP und E-Auto:

Übrigens Thema Rentabilität großer Speicher hängt definitv am Usecase… ich nutze den Speicher durch Pendler-Case und E-Auto sehr intensiv.

lg

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hier noch meine Erzeugerstatistik:

Anlage ging am 11.7.2020 live…
Wechselrichter musste im November getauscht werden, daher zwischen 7.11.-17.11. keine Erzeugung und somit weniger Ertrag im November!

ohne den Ausfall hätte ich im Novemer sonst 470-520kwh erzeugt

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und irgendmand anderes hat den Graustrom fuer Treibstoff gekriegt.
Meine Anlage hat 1261 kwh/kwp dieses Jahr gemacht
Sued-Sued Ost 177 Grad , 35 Grad Neigung

Wohnst du am Äquator?

Verrechnet, gerade aktualisiert, nur suedlich WeisswurstÄquator oestlich Muenchen

stehe gerade voll auf der (Strom-)Leitung. Was ist Graustrom?

Was für eine Wärmepumpe betreibst Du?

Strom von dem man die Erzeugungsart nicht kennt…