Polestar (Volvo)

Körpergröße alleine sagt ja noch nicht allzu viel aus. Der eine hat längere Beine, der andere einen längeren Oberkörper, ein anderer nun wieder einen riesen Schädel.

3 „Gefällt mir“

Ja, im aktuellen Model S.

Bin den PS2 eine Woche als Leihwagen gefahren in England.
Im Vergleich zum Model S (kenne aber auch 3er und Y) wäre der MIR viel zu eng.
Aber so geht es mir auch im i4.
WIr haben diverse EVs im Fahrzeuge Bestand (MS,M3,MY, i4, Ionic 5, E-Golf, Renault Megane) , der subjektive „Wohlfühlfaktor“ ist bei mir im Moment im Renaul Megane E-Tech am größten. WIrkt sehr hochwertig innen und fährt sich sehr schön und um die Brücke zum PS zu schlagen: Auch er hat Google Android Auto, was im Gegensatz zum PS2 nicht jeden zweiten Tag abstürzt.

Bisher wollte sich aber kein Mitarbeiter für einen PS2 entscheiden wegen dem geringen Platzangebot, aktuell sind ein Y und ein EV6 im Zulauf.

2 „Gefällt mir“

Hallöchen,

Ja, und habe die Sitze bequem gefunden.

Hinten habe ich nicht gesessen.

Das:

stimmt ja nicht. Die sind zwar belüftet, aber aus „Vegan-Leder“.

Stoffsitze (nicht belüftet) gibt’s bei Tesla nicht seit vielen Jahren.

2 „Gefällt mir“

Sorry, ich dachte Du meintest Tierleder.
GIbt es überhaupt Stoffsitze mit Belüftung? Da hat man doch die Notwendigkeit eigenltich gar nicht.

1 „Gefällt mir“

wüsste auch von keinem, vielleicht jetzt beim Volvo EX90? Konnte dazu leider keine Infos finden. Gibt es außer Tesla noch einen Hersteller mit belüftetem Kunstleder?
Also ich erinnere mich noch an Sommer mit verschwitztem Rücken und Stoffsitzen (ja, Auto hatte Klima)

Hoffentlich gibt es bald mehr Alternativen, bin aktuell von Tesla echt genervt.

1 „Gefällt mir“

7 Beiträge wurden in ein existierendes Thema verschoben: Plauderecke - für alles, was keinen eigenen Thread braucht

Einfach aufhören damit. Braucht man definitiv nicht in dem Maß und von Tierwohl und anderen Dingen sprechen wir da noch gar nicht.

1 „Gefällt mir“

Heute das Polestar Roadster Concept live bei den Terra Wortmann Open gesehen. Schickes Auto.


10 „Gefällt mir“

Neben dem geringeren CO2-Fußabdruck erhält der Polestar 2 Modelljahr 2024 im Zuge verschiedener Updates zur Modellpflege auch eine höhere Reichweite, Effizienz und Leistung. Der Polestar MY 2024 soll nun mit einer Akkuladung bis zu 22 Prozent weiter fahren, bis zu 9 Prozent weniger Energie verbrauchen und bis zu 34 Prozent schneller laden. Diese Verbesserungen werden durch größeren Batterien und neuen E-Motoren erreicht, über die wir bereits berichteten.

Der Polestar 2 des neuen Modelljahres kostet ab 48.990 Euro. Das Basis-Modell mit einem Motor im Heck beschleunigt in 6,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und schafft pro Ladung bis zu 518 Kilometer. Die neue größte Reichweite der Reihe von 654 Kilometern mit dem Polestar 2 Long Range Single Motor kostet ab 52.690 Euro. Darüber gibt es noch eine Version mit zwei Motoren zum Preis von 56.990 Euro, für die ein „Performance“-Paket verfügbar ist (+6500 Euro).

Stillstand ist Rückschritt, sehr interessant das die Autos ständig weiterentwickelt werden, sogar so kurz nach dem Facelift

3 „Gefällt mir“

Polestar soll laut eigenen Angaben schon bald in den dauerhaften Gewinnbereich kommen, Absatz und Nachfrage stimmen und das mit „nur“ einem Auto.

Mit den neuen Modellen welche Kompakt SUV, normalen SUV und Sportwagen abdecken wird man die Latte hoch legen.

Freut mich insofern da Konkurrenz immer gut für den Markt ist

1 „Gefällt mir“

Naja, es gab ja noch den 1, limitiert :smiley:

Hast aber Recht, nur mit einem Auto ist das schon ordentlich, der 3 sieht echt gut aus und sollte bei solchen Qualitäten bzw ständiger Verbesserung so einige abholen.

Polestar in Ö ist ein traumhafter Arbeitgeber, super motivierend dort im neuen Loft-Office - sogar das Call Center sitzt in Wien.
Habe fürs Siebträger-Equipment gestern einen Barista-Kurs spendiert, hätte ich nicht gedacht dass ein chinesisches Unternehmen ein so positiv-offenes Arbeitsumfeld schafft.

5 „Gefällt mir“

Interessant, hätte auch erwartet, dass sie nur die Marke kaufen (Volvo) und sonst nicht Google like auftreten :thinking:

Man sollte nicht von der verstaubten Arbeitsalltagen in DE/AT auf skandinavische Firmen schliessen. Wenn die Kultur stimmt und die Werte stimmen, kommt hinten auch ein Produkt mit diesen Werten raus. Deswegen wird bei BMW oder VW auch immer nur das rauskommen was eben so rauskommt.
Von den BEV Firmen haben PS/Volvo als einzige bisher glaubhafte Werte und Visionen und das honorieren die Kunden auch. Umso schöner, wenn das auch Unternehmenskultur ist.

1 „Gefällt mir“

Das war halt der Punkt, hätte nicht gedacht, dass die relativ freie Hand und Kulturübernahme bzw Fortführung noch hätten, nach der Übernahme

So etwas hört man gerne, wird beim nächsten Autokauf berücksichtigt werden, meine Gespräche bei Polestar in Trondheim waren auch immer sehr gut gewesen, leider war die Reichweite und der Verbrauch zu Tesla ein Problem.
Der Sportwagen wäre schon eine Überlegung wert, mit dem die Fjordstrassen zu fahren…

Geely scheint da recht entspannt zu sein, was die Unternehmensführung angeht.
Und in Europa laufen ja auch bei PS viele Sachen über Schweden.

Hi,

nachdem ich nun die ersten Wochen und ca. 2500km mit dem Polestar 2 hinter mir habe, kommt hier ein kurzer Bericht und subjektiver Vergleich zum Vorgänger Model 3 LR AWD mit FSD aus 2019.

Fahrzeug:
Polestar 2 Long Range Single Motor, Modelljahr 2023, Midnight, Pilot lite & Plus Paket, belüftete Sitze
(Listenpreis liegt auf dem Niveau des Vorgängers, Leasingrate etwas günstiger)

Übergabe durch Polestarmitarbeiter war sehr angenehm und professionell. Es wurden alle relevanten Anmeldungen und Einstellungen gemeinsam vorgenommen und das System erklärt. Dabei wurde mein Wissensstand berücksichtigt, so dass einige Punkte übersprungen und andererseits auch Detailfragen geklärt werden konnten.

Design:
Ist Geschmacksache - persönlich ist der Polestar für mich gefälliger und ausdrucksstärker designt als das Model 3


Praktikabilität außen:
Die klassischen Türgriffe sind nach dem Prinzip „form follows function“ einfach unerreicht. Um Welten besser als das Gefummel beim Model 3
Öffnen der Fronthaube einerseits klassisch komplexer (Hebel im Fußraum, dann Hebel unter der Haube ziehen), andererseits muss man nicht zum Display krabbeln. Da ich den Frunk nur sehr selten (zum Nachfüllen des Wischwassers) geöffnet habe, für mich nicht relevant.
Öffnen der Heckklappe per Fußbewegung empfand ich bei meinem Vorvorgänger eher als Spielerei, habe ich nun allerdings tatsächlich schon einige Male schätzen gelernt, zumal es auch zuverlässig funktioniert.
Abschleppöse hinten finde ich sehr sympathisch - und man darf damit tatsächlich Pannenfahrzeuge abschleppen! :wink: Dass das Model 3 diese Möglichkeit nicht hat, ist mir unverständlich!:frowning:

Praktikabilität innen:
Die große Heckklappe war für mich einer der Hauptgründe für den Polestar 2. und es passt auch tatsächlich mein Rennrad (60er Rahmen, Sattelhöhe 109cm) komplett hinein. Deutlich angenehmer als der Radtransport im Model 3 (Demontieren von Vorderrad und Sattel erforderlich…)!
Auch, dass sich das Handschuhfach einfach per klassischem Griff öffnen lässt, ist für mich praktischer, als dies in einem Untermenü oder per Sprachbefehl machen zu müssen.

Fahrerumgebung und Bedienung:
Die Mittelkonsole ist unnötig wuchtig und bietet dafür noch vergleichsweise wenig Stauraum. Das ist im („alten“) Model 3 deutlich besser gelöst. Allerdings stört mich die Mittelkonsole nicht beim Sitzkomfort - trotz Größe von 1,92.
Das manuelle Einstellen des Lenkrades ist für mich pragmatischer. Bei mehreren Fahrern bietet die elektrische Einstellung mit Speichermöglichkeit natürlich einen Vorteil.
Die zwei Displays bieten eine gute Aufteilung der wesentlichen Informationen (Tacho, BC, ACC, Navianzeige etc im Fahrerdisplay; Medien, Telefon, Navibedienung, Fahrzeugeinstellungen etc. im Zentraldisplay).
Für mich ist auch die Bedienung wichtiger Funktionen (Licht, Scheibenwischer, Scheibenheizung etc) per Hebel bzw Knopf ein pragmatischer Vorteil gegenüber dem Bedienkonzept im Model 3.


Sicht und Licht:
Die Sicht nach vorn und zur Seite (Schulterblick…) ist gut - die rahmenlosen Spiegel sehen gut aus und funktionieren auch bei Regen. Die Sicht nach hinten ist (noch) eingeschränkter als in Model 3 - auch die Rückfahrkamera wirkt wie aus ner Höhle gefilmt. Aber sie bietet immerhin die relevanten Bildinformationen. Dafür ist die „Bird view“ Ansicht ein echter Mehrwert z.B. auf engen Parkplätzen.
Das Abblendlicht ist zum Glück deutlich besser als im Model 3 (auch, wenn das MJ 23 leider kein Matrixlicht hat. Der Fernlichtassistent funktioniert deutlich zuverlässiger und v.a. schneller als im Model 3.

Komfort:
Die etwas höhere Sitzposition ist für mich beim Einsteigen angenehmer - man plumpst nicht so ins Auto. Die Sitze sind wiederum um Welten besser als im Model 3 - Seitenhalt, trotzdem komfortabler, Oberschenkelberlängerung und v.a. die Belüftung! Während ich im Model 3 schon bei 20 Grad am Rücken geschwitzt habe, gibt es dieses (First world) Problem auch bei 35 Grad im Polestar nicht.
Der Geräuschkomfort ist sicherlich auch dank der Fensterrahmen der Türen deutlich besser. Doch auch die Abrollgeräusche wirken subjektiv besser gedämmt.
Das H&K Soundsystem ist für meine Ohren ausgewogener und gleichzeitig kräftiger als das im Model 3.
Auch das Panoramadach wirkt ohne Querholm luxuriöser und bietet einen besseren Blick nach oben („leider“ v.a. für Mitfahrende hinten…)
Das dezente Ambientelicht - inkl. Polestarprojektion ins Glasdach - ist im Prinzip eine unnötige Spielerei, unterstreicht insgesamt aber passend den Wohlfühlcharakter des Polestar.
Das Sitzen hinten ist in Ordnung. Da ich praktisch nie mit mehr als 3-4 Personen fahre, ist der Mitteltunnel nicht störend (ohne wäre natürlich besser, keine Frage!). Die Sitze selbst sind komfortabel und interessanterweise kann ich sogar hinter dem auf mich eingestellten Fahrersitz sitzen.


Software und App:
Die Software (2.9 bei Übergabe) funktioniert, die Bedienung ist logisch und die Ergonomie deutlich besser als bei Tesla (Größe der Schaltflächen und farbliche Differenzierung). So lässt sich das Display auch während der Fahrt bedienen.
Das Navigationssystem arbeitet schneller als im Model 3 (auch im Vergleich zu aktuellen Modellen - konnte ich allerdings nur bei Vorführmodellen testen), die Grafik ist klarer und es werden - natürlich - auch alle Nicht-Tesla Ladestationen angezeigt inkl aktueller Auslastung. Da ich auch in der Vergangenheit auf Langstrecken eher bei Drittanbieter HPC als an Superchargern geladen habe, ist das für mich ein echter Vorteil.
Die App ist sehr einfach gehalten, bietet mir jedoch die Funktionen, die ich auch beim Model 3 genutzt habe: überprüfen des Ladestands und Vorklimatisieren. In den ersten Tagen hat sie noch etwas rumgezickt, inzwischen funktioniert sie jedoch. Gleiches gilt für den mit der App verknüpften digitalen Schlüssel. Da war Tesla zuverlässiger - allerdings auch nicht zu 100%. Also musste man doch immer eine Schlüsselkarte dabei haben, die in der Handhabung wiederum unpraktischer ist, als der andererseits klobige Schlüssel des Polestar. Unentschieden.:man_shrugging:t3:
OTA auf Software 2.10 hat problemlos geklappt. Und danach scheint, wie gesagt, auch die App inkl. digitalem Schlüssel besser zu funktionieren.

Fahren:
Die Fahrleistungen sind für mich mehr als ausreichend. Der Frontantrieb erfordert ggf nach Umstieg etwas mehr Sensibilität im Fuß, lässt sich im Alltag aber sehr gut, zügig und sicher bewegen. Ab Modelljahr 2024 hat der Polestar 2 allerdings auch RWD.
Das Fahrwerk ist spürbar komfortabler, poltert nicht und lässt ähnliche Kurvengeschwindigkeiten wie im Model 3 zu. In schnellen Kurven merkt man das leider höhere Gewicht und ggf. auch den Frontantrieb. Spielt für mich bei StVO-konformem Fahren jedoch kein Rolle.
Dass der Polestar ca 10cm kürzer als das Model 3 ist, hat in Parkhäusern oder beim Parken in der Stadt kleine Vorteile.

Assistenzsysteme:
ACC, Spurassistenz, Schilderkennung und wie bereits geschrieben der Fernlichtassistent funktionieren gut. Die Spurassistenz arbeitet nicht ganz so akkurat wie bei Tesla, dafür ist die Funktionalität pragmatischer: automatisches deaktivieren bei Blinken und Spurwechsel (ohne Gebimmel! :rofl:) und reaktivieren bei Erreichen der neuen Spur.
Erfreulicherweise gab es bisher keine Phantombremsungen! :grinning:
Das AVAS-Geräusch ist für mich ein Sicherheitsgewinn für schwächere Verkehrsteilnehmer. Bei geschlossenen Fenstern hört man es fast gar nicht und bei geöffneten Fenstern ist es wenigstens nicht unangenehm.

Verbrauch und Laden:
Nach den 2500km - davon ca. 2000km Autobahn mit 130km/h Reisegeschwindigkeit - liegt der Gesamtverbrauch bei 18,1 kWh/100km. Auf der Autobahn liegt der Verbrauch - je nach Strecke und Witterung - zwischen 16 und 20 kWh/100km. Damit liegt der Verbrauch in etwa auf dem Niveau des 2019er Model 3. Autobahnetappen von über 300km sind problemlos möglich (100-0% sogar knapp 400km).
Da auch die Ladekurve des Polestar 2 verbessert wurde, steht er dem Model 3 hinsichtlich Langstreckentauglichkeit inzwischen in nichts nach!:grinning:
Das Laden selbst hat an bislang 8 verschiedenen HPC völlig problemlos funktioniert. Auch diese anfängliche Schwachstelle hat Polestar offenbar beseitigt.

Insgesamt ist der Polestar 2 mittlerweile eine sehr gute (und für mich die bessere) Alternative zum Model 3 (oder auch Model Y). Wenn man das Privileg hat, zwischen Fahrzeugen in der Preisklasse auswählen zu können, sind inzwischen persönliche Präferenzen zu Fragen der Ausstattung oder des Designs entscheidender als technische Details der Fahrzeuge.

Grüße, suedwikinger

40 „Gefällt mir“

Sehr schöner Bericht.
Ist es denn ein FWD oder RWD Modell?
Viele Grüße Chris.

Vielen Dank! Es handelt sich um das Modell mit FWD - hätte ich vielleicht klarer darstellen können.

Grüße, suedwikinger