Plaid – erste Erfahrungen

Direkt mit der Öffnung der Bestellbücher habe ich das Model S Plaid+ geordert; weder weil ich E-Auto Fan wäre, noch aufgrund einer Notwendigkeit von angekündigten 1.100 PS und mehr. Mich reizte die Erfahrung aberwitziger Leistung in einem reisetauglichen Familienauto mit 0,5%-Regelung: so habe ich mir 150.000 € schön geredet. Im Frühjahr 2021 sollte das Auto kommen.

Der geneigte Leser weiß, dass der Plaid+ mit Musks Tweet „Plaid is good enough“ gekillt wurde. Offiziell habe ich als Besteller nie davon erfahren. Lediglich der Preis wurde in einer lapidaren Mail automatisiert geändert. Aber auch 322 km/h fetzen bestimmt und statt über 800 km sind auch 630 km für rund 25 Riesen Ersparnis tauglich für den Winterurlaub.

Spoiler. Diesen Bericht schreibe ich gerade aus den Alpen-Ferien, in die ich mit einer V8 S-Tonne gefahren bin.

Nach einem halben Dutzend Verzögerungen habe ich im Herbst das Auto bezahlen müssen, geliefert wurde noch einige Verzögerungen später in der vergangenen Woche. Zunächst dazu: trotz mehrfacher Nachfragen waren Ende Dezember Sommerräder drauf. Ich habe so lange genervt, bis ich die 4.000 € Winterreifen drauf hatte, die laut Bestellung im Winter stets ausgeliefert werden. Die Radkappen sind bis heute nicht da, soll ich besser bei eBay bestellen. Die Übergabe fand in Schönefeld statt. Man trifft sich in einem Lagerraum dekoriert mit rotem Tesla-Fähnchen und einem Tresen mit Nespresso-Maschine, geht mit Kapselkaffee durch das Parkhaus und bekommt sein Auto nach kurzer Einweisung. Also wie Leihwagen auf Malle.

Was wurde bis heute nach reichlich Nachtragen nie klar? Wie dieses Auto Tempo 322 bringt. Dazu benötigt man auf der Webseite von Tesla einen Kniff: man muss nämlich auf die Kachel mit jener Topspeed-Angabe klicken und erhält die Info like „denkste“. Es ist ein Upgrade nötig, von dessen Umstände niemand etwas weiß. Vielleicht ist hier jemand schlauer? Ich will es haben.

Jetzt endlich zu den ersten Kilometern: Leise, besser verarbeitet als gedacht und typisch verspielt.

Fahrwerk nicht so hart wie andere einschätzen. Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich sonst Sportwagen fahre.

Das Yoke-Lenkrad ist beim Fahren grundsätzlich gut; Sicht auf Straße und Tacho-Display ist besser. Aber die Tasten sind mit Fernlicht und Hupe auf dem Lenkrad teils etwas zu weit weg und die übereinander angeordneten Blinker zu wenig intuitiv. Das hat z.B. Ferrari mit seinen Lenkrad-Blinkern besser gelöst – die sind nämlich einfach rechts und links. Richtig tricky sind rangieren und enge Kreisverkehre, man greift ins Leere.

Das passiert auch auf dem großen Display. Schrift und Tasten sind teils zu klein und während der Fahrt trifft man einfach nicht. Ich dachte, man kann auch sprachsteuern. Zwar versteht der richtig gut, aber er setzt nicht um. Sprache funktioniert etwa bei Mercedes Mbux besser – hier praktisch nur beim Navi.

Das übrigens ist nicht gut. Ich habe gerade mal 700 km runter und war schon mehrfach in Baustellen, Sperrungen und falschen Zielen. Passiert mit Google kaum. Er scheint auch automatisch Supercharger hinzuzufügen, selbst wenn die in der falschen Richtung und 40 km entfernt sind.

Apropos. Bevor ich zum geilen Teil komme, jetzt der Grund, warum ich sehr plötzlich entzaubert wurde. Die Reichweite. Ich bin vorher 2x kurz E-Autos gefahren: den P100D und den Taycan. Beide haben angefangen Spaß zu machen und waren dann alle. Aber ich hoffe auf meine falsche Berechnung und eure tausenden Kilometer Erfahrung. Denn es scheinen selbst die Hälfte der angegebenen 630 km nicht realistisch zu sein. Ich lud das Auto auf (so habe ich es verstanden) langlebige 80 % und bin mit bis zu 160 km/h zu meinem ersten Ziel 35 km weit gefahren. Da waren es noch 65 %. Mein nächstes Ziel war 130 km weg und ich habe die Reichweite und den Verbrauch prüfen können. Zunächst mit 130 km/h und dann 150 Stundenkilometer Tempomat. Diese lächerliche Geschwindigkeit ist übrigens das höchste der Gefühle eines 1.020 PS-Autos mit Tempomat. (Den Autopiloten habe ich nur ganz kurz probiert, der will alle paar Sekunden eine Lenkbewegung – na das kann ich dann auch alleine.) Nach 100 km ging es mit knapp 20 % von der Autobahn und der Rest war Landstraße. Ich habe also mit gemächlichem Tempo 60 % Akku für 130 km ohne jedwede Eskalation benötigt. Wie soll ich an einem Tag aus der Region Berlin in die Alpen?

Ich habe mir tatsächlich einen S 500 organisiert, bin damit heute 930 km gefahren und möchte nun wissen: mit welchem Tempo ist es realistisch in einer angemessenen Zeit ins Skigebiet zu kommen? Wie stellt ihr die Heizung ein? Ich fahre nicht allein und könnte irgendwie Gewicht sparen, sondern mit Kids und vollem Kofferraum.

Übrigens kleiner Fail hier: er ist wie beim billigen Kleinwagen nur 1/3 2/3 umlegbar. Ski in der Mitte isn’t.

So, jetzt endlich zum krassen Part.

Es ist absurd, wie dieses Auto beschleunigt. LaunchControl-Konditionierung mit Gepard-Stellung dauert ewig. Aber es lohnt sich. Mit Winderrädern ist die viel zu kleine Leistungsanzeige (gibt’s die eigentlich detaillierter?) im unteren Teil des Tacho-Screen bis Tempo 100 gar nicht auf Vollausschlag. Von 100 bis 200 vergehen 5 Sekunden und bei etwa 250 km/h nimmt das Auto schon wieder Leistung weg. Es geht so schnell. Es ist selbst für Sportwagenfahrer so heftig, dass ich vor Aufregung ins Schwitzen kam! 3x hatte ich von 0 auf Topspeed probiert und ich war echt fertig mit den Nerven. Mega. Was kostet das? Ich habe es mit dem Verbrauchsgraphen näherungsweise ermittelt: das Tesla Model S Plaid verbraucht bei Höchstgeschwindigkeit pro Kilometer 1% Akku.

Es sind sehr lustige Kilometer. Ich mag das Auto. Aber bisher ist es nur ein Spielzeug für die kurze Distanz. Vielleicht lese ich hilfreiche Kommentare und melde mich im Februar aus Österreich mit einer tollen Reiseerfahrung. Ansonsten hat das Auto noch unterhaltsame Features wie den Track Mode. Ja, den habe ich auch kurz probiert. Zu kurz.

Noch zwei Dinge für Cracks. Man soll einen PS5 Controller verbinden können. Ging nicht. Mit dem Kabel vorn verbunden geht der nur kurz an, Bluetooth findet er nicht. Mein Sohn will seinem Spieltrieb folgen (keine Ahnung woher er das hat), aber ich habe keine Info in der Anleitung gefunden.

Und zweitens: kann man die „echte“ Höchstgeschwindigkeit freischalten?

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Für die „echte“ Höchstgeschwindigkeit wird es ein Upgrade von Bremsen und Reifen benötigen, gibt es aber noch nicht zu bestellen.

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Aber mit Sommerreifen müssten doch wenigstens schon mal 280kmh drin sein oder die eingetragenen 300?

Bisher hieß es ja immer die 262 oder 268 kommen aufgrund der Winterräder zustande.

Danke für den Bericht. Das mit der Reichweite kann eigentlich nur passen, wenn deine beschriebenen Beschleunigungsfahrten auch währenddessen passiert sind, ansonsten sollten auch im Winter mit etwas höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn 300km mit vollem Akku möglich sein.

Von 630km kannst du dich sowieso verabschieden und auch 500km im Sommer nur, wenn du dich zusammenreißt… kommt ja auch drauf an wie man auf 160-180 beschleunigt. Wenn ich mit 100 Prozent im Sommer zu Hause losfahre und bei normaler Fahrweise mit zwischendurch Spaß auf der Autobahn und Co 400km schaffe finde ich das gut… weniger sollte es dann aber auch nicht sein. Vollgasfahrten vernichten den Akku, aber sie leeren beim großen Verbrenner auch extrem den Tank…

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Der Punkt mit dem Navi ist etwas merkwürdig, das komplette Routing ist nämlich einfach 1:1 Google Maps. Bei meinem, zugegebenermaßen Model 3 war bei allen Fahrten bei denen ich Mal zufällig vorher auf Maps geschaut habe das Routing identisch. Entscheidend ist dass du die Zeitersparnis zur Routenplanung in den Einstellungen auf 5 min oder weniger einstellst, dann entspricht die Routenführung und auch Stauumfahrung genau Google Maps. So zumindest meine Erfahrung in den letzten 45tkm Tesla. Da habe ich das Navi tendenziell als eine der größten stärken des Autos lieben gelernt, Mbux und Idrive navigation haben da Bedeutend schlechter funktioniert.

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Ich fahre zwar ein 3 und keinen Plaid, aber die meissten deiner Fragen scheien eher generelle E-Mobilitaets und Tesla Fragen zu sein daher versuch ich es mal:

Das kannst du in den Navi Einstellungen entfernen, in meinem Model 3 gibt es da einen Punkt namens „Routenplanung“, unter dem steht „fuege automatisch supercharger stops hinzu“. Ausschalten und schon darfst du die Ladeplanung selbst machen.

150 Stundenkilometer Tempomat. Diese lächerliche Geschwindigkeit ist übrigens das höchste der Gefühle eines 1.020 PS-Autos mit Tempomat

Die 150km/h ist die Hoechstgeschwindigkeit der Abstandsregelung, weil die rein Kamerabasiert arbeitet und bei hoeheren Geschwindigkeiten Hindernisse nicht mehr rechtzeitig erkennt. Du faehrst ein amerikanisches auto, mehr als 130km/h gibts da nur auf dem Dragstrip ;).

Den Autopiloten habe ich nur ganz kurz probiert, der will alle paar Sekunden eine Lenkbewegung – na das kann ich dann auch alleine

Nein, der will keine Lenkbewegung sondern nur ein Drehmoment am Lenkrad spueren. Tesla hat sich naemlich die Kapazitiven Sensoren am Lenkrad gespart und kann nur erkennen das du es in der Hand haelst wenn du eine Kraft darauf einwirken laesst. Am einfachsten geht das wenn man eine Hand locker auf eine Seite auflegt, das Eigengewicht der Hand reicht aus um den Autopiloten zufrieden zu stellen. Bewusste Bewegungen sind nicht noetig.

mit welchem Tempo ist es realistisch in einer angemessenen Zeit ins Skigebiet zu kommen?

Wenn du einfach mit 130-180 im Verkehr mitschwimmst sollte es kein Problem sein in angemessener Zeit lange Strecken zu fahren, so mache ich das mit dem 3 auch. Du kannst das ja mit ABRP mal simulieren, da komme ich zb. fuer die Strecke Berlin → St. Johann auf 6:09h, mit zwei etwas ueber 20 minuetige Ladestopps. Du kannst im Menue die Hoechstgeschwindigkeit einstellen die du fahren moechtest wenn vor dir frei ist. Die Berechnung kam bisher fuer mich immer halbwegs hin.

Am schnellsten reist du auf Langstrecke in dem du dich im optimalen ladefenster deines Akkus bewegst. Beim Plaid ist das wohl irgendwo zwischen 5 und 60% SoC. Das sollte je nach Fahrweise fuer etwa 200-250km reichen und ladestopps im bereich von 15-20 Minuten erfordern. Dh. du faehrst mit 100% los, laedst bei 5-10% auf 60-65% nach, faehrst weiter bis 5-10%, laedst auf 60-65%, und so weiter.

Wenn du aber jedesmal wenn frei ist voll drauf latscht und auf 280 beschleunigst um dann 2km spaeter auf 110 km/h runter zu bremsen weil ein Polo links raus zieht kannst du das aber alles vergessen, dann ist der Akku vermutlich nach 150km leer und du bist alle 40 minuten an der Ladesaeule. Langstrecke ist mit so einer Fahrweise nicht wirklich spassig, da tust du dir selbst einen gefallen vorausschauendes Fahren zu lernen einfach weil du damit deutlich schneller ankommst.

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Oder einfach immer im Hinterkopf behalten, dass du mit der Energiemenge/Tankgrösse von rund 8 Litern Benzin unterwegs bist. Wie würdest du dann mit einem S500 in den Schiurlaub fahren?

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Was hat denn der Bordcomputer beim Durchschnittsverbrauch angezeigt? Bei 130kmh sollten selbst im Winter 400km machbar sein

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Nach 300.000km Tesla ein paar Anmerkungen.
Normalerweise passt das mit den Superchargern aktiv in der Planung sehr gut.
Dass er 40km in eine falsche Richtung plant macht er nur, wenn der Akku schon recht leer ist, und er in der geplanten Richtung (konservativ geplant) keinen sieht.
Am Besten auch mit der Zeit üben, andere Schnell- Ladestationen (Ionity, Allego, EnBW, Fastned…) einzubauen. Die zeigt der Tesla leider noch nicht alle an, geht aber mit ABRP oder einer anderen Lade-App wie bspw. EnBW.

Ich fahre sehr viel und oft 1.000 oder 1.500 Kilometer am Tag, und auch sehr zügig
Kein Thema.
Da fahre ich flott los und erhöhe Richtung nächster LadeStation das Tempo so, dass ich mit einem Prozent Restreichweite (manchmal nur 3-5km) ankomme.
Dann geht das Laden flott für 10-20 min max.
Auch nur soviel, dass es gut bis zum nächsten geplanten Stopp reicht und weiter.
Am Ende bin ich fast immer deutlich schneller als die meisten Verbrenner und die Prognosen von Google Maps vor Fahrtantritt (das nicht weiß, dass ich elektrisch fahre).

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Ich hab zwar keinen konstruktiven Kommentar, aber danke für deinen unterhaltsamen Beitrag :sweat_smile: Lg aus den Alpen :tada:

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Ich fahre sehr viele Langstecken pro Jahr, einmal pro Woche mindestens 800km an einem Tag, effektiv bin ich mit dem e Auto ca. 30-40min langsamer als mit dem Verbrenner. Zunächst lädst du dein Auto mit der Ladeplanung in der App pünktlich zur Abfahrt auf 100% voll, wenn der damit nicht stundenlang Rum steht ist das kein Problem.

Dann fährst du so, dass dein Auto an der Ladestation mit maximal 5% ankommt, das kann man mit dem Navi sehr präzise machen, häufig macht es Sinn andere Supercharger zu wählen als die die das Navi vorschlägt, die einfach per Ladeplanung als Zwischenziel eingeben, dann sieht man ganz genau mit wie viel % Akku du da ankommst, falls es mehr als 5 sind fährst du etwas schneller, bei weniger als 5 etwas langsamer. Die Berechnung wird permanent aktualisiert und falls es auf die letzten km mal knapp werden sollte reicht es die Geschwindigkeit um 10km zu drosseln, dann bekommst du ne ordentliche Reserve. Generell macht es manchmal auch Sinn andere Ladestationen als Supercharger anzufahren.

Zum Thema Reichweite: mein Model 3 schafft bei einer Zielgeschwindigkeit von 140-150 und durchschnitt 100-110 etwa 400km im Sommer, im Winter bei mildem Wetter etwa 380 und bei -2 Grad, Schneeregen und viel Wasser auf der Straße etwa 300km

Das Model s Plaid wird vermutlich eine etwas höhere effektive Reichweite haben. Sprich von Berlin nach beispielsweise Sölden ~750km brauchst du bei normalem winterlichen Wetter brauchst du quasi zwei komplette Batterieladungen für die Strecke, klingt jetzt dramatisch, ist es aber nicht. Du lädst auf der Strecke insgesamt 2 Mal, und zwar nicht ganz voll sondern in dem Bereich in dem der Akku so richtig schnell läd, nämlich 0-60% dann musst du auf der gesamten Strecke 36min nachladen, einmal 13 und einmal 24min. Dabei rechnet ABRP (die App die ich hier zu Berechnung verwendet habe ebenfalls sehr pessimistisch und häufig ist man nochmal ein Stück schneller.

Wie du siehst bleibt dir im ersten Abschnitt bis zur Ladestation noch 21% Akku übrig, auf der Strecke kann man aber auch häufiger Mal Gas geben, also fährst du nicht 140-150 sondern eher 180 wo es geht. Dann ist das Auto an der ionity Station auch leer und läd schneller. Die 5-20% dauern an der Ladestation vielleicht 3 min zum nachladen, du kannst aber locker 8-10 min rausfahren.

An der Ladestation wird nur so viel geladen wie es braucht um an den benötigten Supercharger zu kommen, hier macht ihr ne längere Pause von ca. 20-25min und geht zum Beispiel kurz auf die Toilette, wenn wir ehrlich sind sollte man bei 750km grundsätzlich mal je Pause machen. Danach geht es direkt weiter bis ins Ski Gebiet, an fast allen etwas besseren Hotels kann man mittlerweile Laden und das Auto ist pünktlich für die Rückfahrt voll.

Generell kann ich A better Route Planer Grade am Anfang sehr empfehlen, man muss eben etwas umdenken wenn man mit dem Elektroauto reist, dabei ist der eine sehr gute Hilfe. Ich fahre mittlerweile meist einfach drauf los und plane die Ladestationen während der Fahrt.

Also keine sorge du kannst selbst 1000km Touren problemlos an einem Tag fahren viel langsamer ist man dabei nicht, man verliert selten mehr als 30-40min und das ganze ist am Ende deutlich entspannter.

Eine Sache fällt mir noch ein, ich kenne deinen Fahrstil nicht, generell muss man aber um mit einem Elektroauto schnell zu reisen sehr Vorrausschauend und effizient fahren, sprich nicht unnötig beschleunigen wenn sowieso nicht frei ist, nicht auf den letzten Meter Bremsen, nicht jede Lücke nutzen und dauernd auf 200 beschleunigen, nur um dann wieder auf 120 abbremsen zu müssen. Ich bin früher auch anders gefahren, aber mit der Zeit kommt das von ganz alleine, das Ziel ist es eine konstant hohe Geschwindigkeit zu halten, wenn man zu schnell für den Verkehr ist muss man etwas langsamer fahren und nicht versuchen sich durch irgendwelche lücken zu drücken. Aus persönlicher Erfahrung kann ich dir sagen das macht bei der Reisezeit am Ende keinen Unterschied. Heißt aber nicht dass du nur mit 120 rumschleichen musst,sondern einfach, dass
du unnötiges Abbremsen und Beschleunigen minimieren musst.

Die Heizung steht bei mir im übrigen immer auf Automatik und auf der Temperatur die uns grade angenehm ist. Der Einfluss der Heizung auf die Reichweite ist dank Wärmepumpe gering.

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Voller Kofferraum und Kids? Da denke ich auch immer sofort an Oberklasse-Limousinen. :joy:

Was ist denn für dich eine angemessene Fahrtzeit für welche Streckenführung?

Ich sehe da einen Rechenfehler.
Du hast für 35 + 130 KM die 60% Akku benötigt.
Bei normaler Fahrweise solltest Du mit 30% min. 120 km weit kommen.
Bei den beschriebenen Beschleunigungsorgien, was bei dem Wagen am Anfang normal ist, und dann noch kälte, nasse Fahrbahn usw. können deine 60% für 165km schon hin kommen.
Dann bist aber meist über 140 gefahren :wink:

Ich bin im Jahr auch ca 40.000 km elektrisch unterwegs. Mit meinem alten Model S 100d bin ich immer, auch bei flotter Fahrweise 360km weit gekommen. (Von 100-10%).
Das war aber eher der seltene Fall. Meist ging es von 80-20% ca 300 km weit. Das in 3h und es musste dann eh Pipipause beim Nachladen eingelegt werden.

Mein Model 3P kommt genauso weit wie mein 2018er Model S 100D kam. Es lädt aber wesentlich schneller.

Beim Model S Plaid würde ich erwarten, das er lädt wie ein M3P und ca 10% weiter kommt.

Nachdem Du recht schnell aufgegeben hast, und einen S500 für diese kurze Strecke gemietet hast, sehe ich dich auf einem schwierigen Pfad. Direkt nach ein paar Tagen aufgeben ohne sich näher zu beschäftigen wäre für mich nie in Frage gekommen.

Ich wünsche Dir mehr Geduld, das ist ein Top Auto und man kann ohne viel Zeitverlust und mit deutlichem Komfortgewinn gegenüber einem Verbrenner lange Reisen machen.

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Ich fahre seit 2015 diverse Teslas und bin immer gut hin und her gekommen.
Sowohl jährlich an den Gardasee (1.250 km von der Nordsee) als auch in den Skiurlaub (ca. 1.000 km).
Und wenn es pro Tour 30 Minuten länger dauert, obwohl ich bei vollen Tankstellen oft schneller war als die Verbrenner mit anstehen und bezahlen, spare ich mir 49 Wochen mindestens je 10 Minuten. So lange dauert es, einen anständigen Tank zu füllen und zu bezahlen.
Macht 430=120 Minuten gegen 4910=490 Minuten. Jährliche Ersparnis gut sechs Stunden.
Zu Hause den Stecker von der Wallbox reinstecken dauert keine 10 Sekunden

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Da hast Du Dir ja schön alles rausgesucht, was einige
Zweifler bei ihren Testfahrten angemerkt haben.

Anerkennung, nichts ausgelassen, nichts vergessen :+1:.

(Du hast den „Plaid“ in LIVE noch nicht mal gesehen, geschweige denn, drin gesessen oder gefahren.)

Aufgrund dieses Satzes oben in Klammern, kam dann folgende Reaktion von

@edealist

**"Jemandem zu unterstellen, dass er lügt ist also in Ordnung. Wenn das hier das gewünschte Niveau ist - okay. Enstspricht also den Community Richtlinien :+1: (deshalb wurde gemeldet)
Anstatt auf die Punkte einzugehen. Natürlich bekommt man mit „Verbrenner-Fahrstil“ nie auf die angegebene Reichweite. Dass das im ersten Moment enttäuschend ist, ist auch verständlich.

Mit „du lügst eh nur und bist noch nie damit gefahren“ macht man es sich da schon sehr einfach."**

Das Wort Lüge würde ich niemals in den Mund nehmen.
Aber Zweifel darf ich doch haben und hier hoffentlich auch äußern…

Also machen wir es mal so,
ich nehme diesen Satz zurück.:innocent:

Aber warum meine Zweifel, ich kann einfach nicht glauben dass wenn man vermutlich fast 2 Jahre sich auf seinen Plaid freut, diesen dann endlich bekommt, schon nach Tagen, die Kiste so zerreißt…

In den 2 Jahren würde ich mich in das Thema
Tesla,=> Model S, =>Model S Plaid, so rein-Arbeiten das ich entweder in der Zwischenzeit abbestellt hätte (weil zum Ergebnis enttäuscht gekommen).
Oder aber, ich hätte die ganzen Fragen nicht, weil ich mir alles angelesen habe.
Oder auch mit etwas Geduld, die jetzt neue Kiste langsam kennenlernen (learning on the job).

In fast zwei Jahren Wartezeit hätte ich auch einige Male ein MS gemietet… zum Kennenlernen… (Theorie und Praxis)
Dann weiß man z.b. auch das die Kilometerangaben Temperatur und Leistungsabhängig sind.

Selbst das zweifle ich an.

Sorry, nur meine Meinung zu „Deinem“ Artikel.
Versuch diesen an AMS zu verkaufen, vielleicht klappt es ja. :grin:

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Kaum zu glauben, dass Du mit dem E-Auto schneller bist als dem Verbrenner. Entspannter und eleganter ja, schneller auf Langstrecke unmöglich, zumindest mit dem alten MS.

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Wenn du ihn nicht haben.willst… ich kaufe Ihn dir für 10k ab…

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Also mir ist es mit meinem Model 3 auch schon oft passiert, dass ich vom Supercharger schneller wieder weg war als andere, die immer noch an den Zapfsäulen angestanden haben.

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Zur Routenplanung? Ist die online Routenplanung in den Einstellungen aktiviert?

Gar nicht :rofl:

Wenn Du die Performance ausnutzt, dann ist bei 150 - 200km der Akku leer - ist aber dasselbe mit dem GT3, da fahre ich den 90l Tank auch mit 200km leer.

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