Photovoltaik Quasi Überschuss Laden (ohne Kenntnis Netzbezug) per Tesla-API per Kommando "CHARGING_AMPS" über TeslaPy

Die wird nicht „außerdem“ geladen, sondern genau deshalb, damit sie alle 12V Verbraucher versorgt.

Um was zu kühlen?

AC-DC Konverter zum Beispiel.
MCU wird ja auch gefühlt… Auch wenn da sehr geringe Wärmentwiklung ist

Ich vermute, Du meinst den DC-DC stepdown Konverter, der aus der HV Batterie die 12V Batterie lädt?

Hier beißt sich die Katze in den Schwanz. Wir brauchen also eine hohe DC Leistung, um den DC-DC Konverter Konverter zu kühlen, der nur bei hoher DC Leistung heiß wird? :rofl:

Edit: oder meinst Du den onboard charger? Ich bin nicht sicher, ob der Kühlung braucht. Vielleicht, wenn es draußen sehr warm ist? Ich höre jedenfalls keine Aggregate, wenn ich AC lade.

Ich habe AC-DC on Board Charger gemein, weil auf Ladevorgang fixiert war. Aber du hast Recht, wenn man nicht lädt, bleibt nur DC-DC. K.A. Warum die Pumpe läuft. Aber sie hört man ja auch…

Ja.

Der Wagen gibt den aktuellen Verbrauchswert des Niedervolt-Teils sehr genau auf dem CAN Bus aus und für diesen gibt es Adapter und Software (z.B. „Scan My Tesla“). Bewegt sich bei meinem (Model S 2013) zwischen 210 W und 330 W. Natürlich sind die Werte noch höher, wenn man Musik hört oder die Sitzheizung läuft.

Hat mich u.a. dazu veranlasst, jegliche Energiesparfunktionen zu aktivieren und auch, bei einphasigen Ladungen nicht unter 10 A zu gehen.

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Ich habe das, wie man oben nachlesen kann, stark bezweifelt. Ich dachte mir, man kann es jetzt lange hin und her diskutieren, aber das bringt offenbar nichts, weil die Vertreter der oben zitierten Behauptung nicht davon abrücken und ich nicht von meiner gegenteiligen Annahme.

Was macht man also? Man probiert es aus.

Ich habe mit dem TeslaPy Python Modul den Ladestrom auf 1A gesetzt und mal ein paar Stunden einphasig mit meinem UMC über Schuko geladen. Nach der von mir bezweifelten Behauptung von @Eugenius, @georgi74 und @tornado7 müsste jetzt also der Akku mit der Zeit leerer werden.

Seht selbst:

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Wieso bist du da dir so sicher, dass niemand von seiner Behauptung abrücken wird?

Dein Versuch ist interessant!

Du hast ca. 3 Stunden geladen. Ich vermute der Reichweitengewinn ist rein von der Erwärmung des Akkus durch das laden gekommen.

Aber lade doch einfach mal, wenn möglich noch länger auf. 24 Stunden oder noch länger. Ist auf jeden Fall interessant, was dabei rauskommt!

Weil jedesmal, wenn ich einen Einwand gebracht habe, jemand versucht hat, ihn zu widerlegen.

Jetzt ja schon wieder:

Auch das vermute ich nicht. Bei 230W Ladeleistung wird der 90000Wh Akku kein bisschen warm. Im Gegenteil: Durch den Nachtfrost wird der Akku jetzt eher Energie verlieren.
Wenn die übrigen Verbraucher nicht die behaupteten 300W, sondern 0W hätten, wäre es 1/400C. Wenn sie zum Beispiel 150W hätten, blieben nur 80W für den Akku, ich lade dann also mit 1/1125C! Wie soll denn da der Akku warm werden?

Hey, Moment mal, welches Laden?
Hier behaupten doch alle, ich ENTLade den Akku, wenn ich auf 1A Ladestrom einstelle! Bitte konsistent bleiben!

Das mache ich sowieso. Das kann jetzt so weiter tröpfeln, bis ich morgen das Auto wieder brauche.

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Spannender Versuch. Ich behaupte das ist eine unendliche Geschichte mit der du pro Tag (24h) 5 kWh für nichts verballerst, denn die von mir beobachteten „210 W und 330 W“ dürften wohl in der Region 1 A x 230 V liegen wenn man den Wagen in Ruhe lässt. Ladeverluste: 100%.

Eigentlich schade. Wäre doch genial, wenn man gerade auch solche Miniüberschüsse sinnvoll verwerten könnte. Die OpenWB kann in der kommenden Softwareversion 2.0 ja gar noch feiner als 1 A regeln.

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Dann eben durch den Umsatz des Akkus. Verstehe nicht, warum du hier gleich so einen Ton anschlagen musst. Hier versuchen doch alle nur zu helfen, und jeder würde es begrüßen, wenn das 1A - Experiment funktioniert.

Ich habe in meinem Model 3 ein OBD Dongle eingebaut mit ScanMyTesla und das Auto wird auch mit TeslaLogger und ScanMyTesla überwacht. Ich werde mal versuchen das Experiment bei mir durchzuführen, geht aber wohl zumindest dieses Wochenende nicht mehr.

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OK, es liegt jetzt ein klares und aussagekräftiges Ergebnis vor:

Es sind also seit 19:55h 3 kWh (es können auch knapp 4 sein, mir fiel schon früher auf, dass die Anzeige NICHT rundet, sondern abschneidet) und 5% SoC dazu gekommen. In knapp 18 Stunden wurden dafür gut 4 kWh verbraucht (230V*1A*18h)
Die Ladeverluste liegen also bei höchstens 25%, eher darunter. Somit liegt der Eigenverbrauch des Autos nicht bei 300W, sondern bei deutlich unter 60W.

Das ist ein Wert, der mir viel plausibler erscheint. Die Kollegen in der Tesla Softwareentwicklung sind schließlich alles andere als Trottel.

Erfreuliches Fazit in Bezug auf das Thread Thema: eine Überschussladung ist bis herunter zu einem Überschuss von 230W realistisch möglich. Und ein Verlust von 25% ist dabei auf jeden Fall vertretbar. Offen bleibt die Frage, wie gut so langsames Laden für den Akku ist. Jeff Dahn hat ja mal gesagt, dass parasitäre Effekte auftreten, die proportional zur Ladezeit sind. Ob das auch für trickle charge mit 1/1000C gilt?

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Ich habe jetzt mal das Tesla Kabel ausgepackt und mit 1A an mein Model 3 angeschlossen.
Video ist leider falsch gedreht, aber es ist ja alles erkennbar. „Battery Power“ ist der interessante Wert.
Zuerst der Wach-Verbrauch des Autos 0,34 - 0,38 kw, dann wird das Kabel angesteckt und zunächst wird etwas reingeladen, ich vermute einfach kurz bei der Initialisierung. Anschließend entlädt sich die Batterie bei angestecktem Ladekabel mit ca. 0,2 kw.

Etwas später dann, nachdem sich das Auto abgeschlossen hat, sinkt der Verbrauch etwas und er landet ziemlich genau bei 0,0 beim Laden mit 1A.

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Was erwartest Du, so lange das Display im Auto noch an ist ?

Wenn der dann noch 300 W zieht, sind die 60W bei ausgeschaltetem Display fast plausibel. Wobei ich die Anzeigen jetzt nicht nachgerechnet hatte.

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Ja da warst du wieder zu schnell. Man sollte die Beiträge nicht schon abschicken während man sie noch bearbeitet. 10 Minuten später bei abgeschlossenem Auto und Bildschirm aus, war es dann ziemlich genau bei 0,0.

Ich möchte auf die folgenden Unterschiede zwischen meinem Experiment und dem Experiment von @georgi74 aufmerksam machen:

  1. Mein Experiment ist über viele Stunden gelaufen (und läuft noch immer), bei ausgeschaltetem Display und allem, was die Tesla Firmware in so langer Zeit möglicherweise noch an Stromsparmöglichkeiten nutzt.

  2. Für mein Experiment habe ich nur einmal vor Beginn den Ladestrom eingestellt. Mein Python code läuft also nicht in einer Schleife, die ständig Anfragen über das API sendet.

  3. An meiner OBD Schnittstelle hängt nichts.

Hier zur Info der Python-Code, den ich vor Start des Experiments laufen ließ:

import teslapy
with teslapy.Tesla('<meine mail Adresse>') as tesla:
    vehicles = tesla.vehicle_list()
    vehicles[0].sync_wake_up()
    print(vehicles[0].get_vehicle_data()['vehicle_state']['car_version'])
    print(tesla.api("STATUS"))
    print(tesla.api("CHARGING_AMPS", path_vars={"vehicle_id":vehicles[0]["id"]},  charging_amps=1))

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Der Hauptunterschied ist doch das Auto. Bei dir ist es ein Model S und bei mir ein Model 3 P 2021.

Die Schleife zum Überschuss Laden habe ich bei meinem Experiment natürlich ausgeschaltet.

Der minimale Verbrauch des OBD Scanners ist vernachlässigbar.

Ist natürlich interessant, dass ein Model S offenbar einen geringeren Standby Verbrauch als ein Model 3 hat, ich hätte eher mit dem Gegenteil gerechnet.

Das würde ich erst dann folgern, wenn Du dasselbe Experiment machst, wie ich. Was spricht dagegen? Äpfel mit Birnen zu vergleichen bringt uns offenbar nicht weiter.

Ich auch.
Mein 2016er Model S ist ja - zumindest von der Hardware - auf einem viel älteren Stand. Tesla verbessert sowohl die Hardware als auch die Software ständig.

Ich mache doch dasselbe Experiment. Seit 2 Stunden hängt das Auto mit 1A dran, geladen wurde nichts, Verbrauch und Ladeleistung gleichen sich tatsächlich ziemlich genau aus.

Du hast erst dann dasselbe Experiment gemacht, wenn du dein Auto 18 Stunden ohne OBD Adapter, ohne Annäherung mit dem Schlüssel bzw Handy und ohne API Zugriffe vollkommen ungestört hast laden lassen, mit einem screenshot der Tesla app am Anfang und am Ende des Experiments.

Alles klar. Ich bin bei dem Thema jetzt raus.