Phantombremsungen als Thema im Schweizer Fernsehen

Nun, den Schatten des LKW’s haben wir nicht „erreicht“. Alles gut gemacht, Unfall verhindert (wenn es denn ein Hindernis und kein Schatten gewesen wäre).
Trotzdem hat es unser Vertrauen in den Autopilot nachhaltig erschüttert.

Lieber einmal umsonst bremsen, als einmal zu spät. Für mich hat der AP alles richtig gemacht. Hast du schon die HW3 im Fahrzeug?

Bitteeeee! Seit wann hat das M3 einen Bremsfallschirm (-45 km/h in 0,5 Sek verzögern entspricht einem Bremsweg von 6,5 m (!) und -25 m/s²)?
Immer schön die Ehrlichkeit sprechen und nicht so übertreiben sonst werden noch alle Formel 1 Fahrer neidisch :wink:

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Nein, noch kein HW 3.
Habe keine Stoppuhr dabei gehabt, jedenfalls konnte ich erst nach erheblicher Verzögerung mit Strom geben reagieren.

Moin zusammen,

ich spiele derzeit mit dem Gedanken mir ein Model 3 zuzulegen, am Donnerstag steht die Probefahrt an.

Das Thema mit den Phantombremsungen lässt mich allerdings noch ein wenig zweifeln. Ein solches Verhalten kannte ich bisher weder von meinem Golf (2015) noch von meiner aktuellen C-Klasse (2018).

Die spannende Frage für mich ist hierbei, ob es sich um ein Software-Problem handelt oder um Probleme mit der Sensorik. Wenn es ein Software-Problem ist wäre das für mich schon hinnehmbar, dafür kauft man sich ja ein Fahrzeug was vom Konzept her darauf ausgelegt ist, regelmäßige Updates zu erhalten und dadurch immer besser zu werden. Unter https://tff-forum.de/t/phantombremsung-m3/ finden sich allerdings Hinweise darauf, dass die Phantombremsungen häufig unter bestimmten Licht/Schatten-Verhältnissen auftreten, was wiederum dafür sprechen könnte, dass die Kameras unter bestimmten Umständen „blind“ werden und das System daher aus Sicherheitsgründen eine Bremsung einleitet. Sollte ein fehlendes Radar ursächlich sein, nützen die Software-Updates natürlich nichts.

Allerdings habe ich bisher auch rausgelesen, dass die Phantombremsungen hauptsächlich oder sogar ausschließlich mit HW 2 oder 2.5 auftreten, nicht jedoch mit HW 3. Könnt ihr das so bestätigen?

Würde mich über ein paar Erfahrungsberichte freuen - bis auf dieses Thema bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, dass mein nächster ein Tesla werden soll :wink:

Ich habe HW3 und auch schon Phantombremsungen gehabt. Allerdings nie solche „Vollbremsungen“ von denen berichtet wird.

Dass dies sehr häufig auftritt wenn die Sonne tief steht o.ä. Kann ich auch nicht bestätigen.

Ich bin mir auch ziemlich sicher dass hier keiner sagen kann warum diese bremsungen wirklich auftreten.
Es mag bestimmte Autobahn Abschnitte geben wo es häufig passiert. Aber das eigentliche Warum kennt glaube ich niemand.

Bei mir sind die Bremsungen: 1. selten 2. eher sehr human (von 80 auf 70 o.ä. Wenn überhaupt). Deswegen kann ich damit ganz gut leben.
Irgendwann nächstes Jahr kommt ja noch ein großes Update der Software, wenn es danach immer noch so ist, mache ich mir Sorgen… aber bis dahin hab ich Hoffnung :wink:

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Könnte mir auch vorstellen, dass mit dem rewrite der ap Software die seltenen Phantombremsungen immer weniger werden.

Das ist nicht ganz klar. Schau dir doch den Bericht an, da kommt auch ein Professor der ETH zu Wort. Seine Meinung ist, dass die rein kamerabasierte Erfassung, also so wie Tesla es gerne möchte, noch 10 Jahre braucht. D.h. es könnte womöglich mit einem Softwareupdate gelöst werden, allerdings wird dies noch dauern.

Moin @svn_cgn,

dank dir für deine Antwort!

In deinem Beispiel, als die Bremsung von 80 auf 70 erfolgte. Hat das Fahrzeug danach wieder auf 80 beschleunigt oder ist es bei 70 geblieben? Wenn es bei 70 stehen geblieben ist, waren es ja vielleicht „nur“ falsch hinterlegte Geschwindigkeitsbegrenzungen für den Streckenabschnitt.

Den genauen Grund kennt aktuell scheinbar wirklich niemand. Mit genügend konkreten Fallbeispielen sollten sich aber eigentlich zumindest wahrscheinliche Gründe erschließen lassen.

hatte auch schon öfter diese Vollbremsungen, Autobahn unter Brücke z.b.

für Beifahrer unzumutbar

unklar ist mir, warum das Autopilot (gefühlt?) öfter passiert also nur mit TACC

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@megameter

Hab ich, an das mit den 10 Jahren hab ich leider nicht verstanden :smiley:

In dem Beitrag sieht man bei der ersten Bremsung (ab 02:00) sieht man, dass der „MAX“-Wert vom AP korrigiert wird. Das spricht meines Erachtens dafür, dass in diesem Fall kein Hindernis o.ä. erkannt wird sondern das System z.B. wegen falschem Kartenmaterial eine falsche Höchstgeschwindigkeit anwendet.

Ich würde das auch so beschreiben - nur das ich das auch mit HW 2.5 so empfinde.

Auf 25000km hat das Fahrzeug nur 1mal so stark von sich aus verzögert, das die mechanische Bremse nennenswert zum Einsatz kam (das merkt man an Klappern des Bremspedals) - und da war es auch angemessen, da ich hinter der Kurve auf ein Stauende zufuhr.

Gelegentliche Fehl-Bremsungen (wohl meist auf Kartenfehler zurückzuführen) erfolgten sanfter als ich selbst die Geschwindigkeit anpasse - und ich nutze da nur die maximale Rekuperation - in der anderen Richtung auch gerne die maximale Beschleunigung :wink:

Kann sein, das man durch bestimmte Fahrsituationen oder enge Straßenverhältnisse i.A. die Wahrscheinlichkeit erhöht, ich fahre mit mittlerem bis maximalem Abstand (4-7) und Warnung auf „früh“ und nur selten da wo die Mittellinie fehlt.

Meine nicht IT-affine Beifahrerin findet die gelegentlichen Bremsungen zwar nicht toll (die Kinder finden es überhaupt nicht bemerkenswert und wollen nur noch Tesla fahren), ich habe es einfach vorher angesprochen das es sowas gibt und warum

  • inzwischen schläft sie meistens einfach weiter oder rätselt selber gern mit, warum.

Es ist nicht auszuschließen, das HW3 anders ist, wäre mir aber neu, m.W. lief doch bis auf die allerletzte SW Version mit den Ampeln und Schildern doch überall die gleiche AP-SW?

@AndiHH Mein Auto hat HW3 und es tritt auch recht häufig auf. Vermutlich liegt das an der Umgebung in der ich häufig fahre: Überlandstrassen ohne Mittelmarkierung, Autobahnen mit vielen Auf-/Abfahrten, häufige Brücken.
Ich nutze wenn, dann fast nur TACC. AP ab und zu auf Autobahnen wenn kein Verkehr ist.

Eigentlich wurde immer wieder auf die „alte“ Geschwindigkeit beschleunigt. Ich kann mich nur an 2 „Bremsungen“ erinnern.
Die eine war in einer Kurve, Bergauf, mit LKW auf der rechten Seite und ich in der mittleren Spur. Da hat er kurz gebremst und wieder beschleunigt.
Die andere war auf einer fast leeren Autobahn, keine Kurve, auf der rechten Spur. Da ging er schon etwas mehr runter mit der Geschwindigkeit, aber dann auch direkt wieder beschleunigt.

Wie viele andere auch geschrieben haben, hängt es wahrscheinlich auch stark von den Strecken ab und vielen unterschiedlichen Faktoren.

Ich setze den AP fast ausschließlich auf der Autobahn ein, was wahrscheinlich auch dazu führt dass ich bisher wenig Bekanntschaft mit den „Phantombremsungen“ hatte.

Was mir persönlich etwas mehr negativ aufstößt ist, dass mit dem Tempomat/ACC (oder wie man es nennen möchte) es auch schon mal Bremsungen bei mir gab. Was bedeutet dass man - bzw. ich - ihn nicht so gerne im Stau o.ä. benutze. Wo es sehr angenehm wäre.

Diesen Effekt hat meiner ständig, aber ausschließlich im Bereich von Brücken. Kameras wurden in H neu justiert kein Unterschied. Auf den 55.000 km ist es reproduzierbar an den selben Stellen. Querende Brücken die mit Geschwindigkeitsbegrenzungen versehen sind, spezielle Lichtverhältnisse, Schattenspiele auf der Fahrbahn.

Er phantombremst natürlich auch gerne auf der Bahn bei Spurverengungen in Baustellen, sobald einer die Linie kratzt oder ein Brummi nicht so ganz rechtsbündig fährt. Das weiss man aber und fährt diese Stellen mit „Gasbereitschaft“…

Nein. Sowas fahre ich ganz sicher nicht mit AP…

Ich auch nicht mit dem AP. Tempomat.

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Genau bei diesen Beispielen (querende Brücken, Lichtverhältnisse, Schattenspiele) hatte ich noch nie eine Bremsung.
Habe den AP öfter mal genau deswegen zum testen aktiviert (LKW rechts die Schatten auf die Spur werfen, tief stehende Sonne, Licht Schatten Wechsel durch Bäume o.ä.).
Scheint wirklich sehr individuell zu sein.

Aktuell habe ich nur eine reproduzierbare Bremsung. In einer Baustelle, wo man zu 80% auf der Ausfahrt Spur fährt, aber eben nicht abfährt. Da denkt er dann - eigentlich ja korrekt - dass man wohl die Abfahrt nehmen will und bremst kurz. Aber sehr human und gibt auch wieder Gas wenn er sieht dass die gelben Linien weiter grade gehen. (Mit Tempomat, der AP wackelt da zu sehr weil gelbe und weiße Linien eng beieinander sind.)

Gestern hat der AP bei Dunkelheit und regen wirklich super gearbeitet. Gibt also auch viele Momente wo ich beeindruckt bin :smiley:

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Ich bin am Wochenende nach Innsbruck und zurück gefahren, da musste ich den Ampel Assistenten deaktivieren, gefühlt alle 100m hat er Lichtsignale gesehen und wollte Bremsen. Teilweise sind es wirklich Lichtsignale aber auch die Pfeile in AT sieht er wohl als Ampeln an…musste praktisch immer auf dem Gaspedal bleiben…