Phantombremsungen als Thema im Schweizer Fernsehen

Am Dienstag, 29. September 2020 wird das Konsumenten-Magazin Kassensturz des Schweizer Fernsehens über die Phantombremsungen des Tesla Model 3 berichten:

Bin sehr gespannt auf diesen Bericht und dessen Tonalität. Sachlich? Reisserisch? Aufklärend? Informierend?

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Habe gerade in der aktuellen Moove Zeitschrift gelesen, dass Phantombremsungen generell bei Autos mit Notbremsassistent (der demnächst zur Pflichtausstattung des PKW gehört!) auftreten können. Die Autohersteller sprächen von einer 95%igen Erkennungssicherheit, d.h. in 5% der Notbremsungen erfolgen diese als Phantombremsung. Das kann also nicht nur Teslas betreffen, da wird nur so genau hingeschaut wie bei kaum einem anderen Hersteller…

Kassensturz hat für meinen Geschmack oft einen (zu) reisserischen Ton drauf. Aber ich lasse mich überraschen.

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Eventuell weil deren Systeme halt entsprechend oft auch auslösen? :smiley: Ich könnte mal die Go-Pro ins Auto packen… auf 11km geht mein S mit Tempomat (ohne AP) 4 x in die Eisen wegen genau gar nichts… Einer der Mercedes die ich immer fahre mit Notbremstempomat und Abstandsregler von 2006 hat in den letzten 200.000km nicht eine einzige Phantombremsung hingelegt… :wink: Und wenn du dich durch Forum suchst, Phantombremsungen passieren seit Jahren immer wieder und wieder.

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Kein Sorge, ich muss nicht das Forum durchsuchen, wir fahren selbst ein Model 3, das immer mal wieder fest in die Eisen geht ohne reellen Anlass. Doch einen Vergleich zu anderen notbremsbereiten Fahrzeugen habe ich nicht, nur eben den Artikel, den ich eben gelesen habe mit 5% Fehlbremsungen. Unser Model 3 kann da mit wesentlich mehr als 5% dienen. Gefühlt ist das Verhältnis anders herum, 95% Fehlauslösung :roll_eyes:

Vielleicht geht der Mercedes in einer echten Notsituation auch nicht in die Eisen. Einfach mal ausprobieren :wink:

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Echte Notbremsungen hatte ich bisher nur mit einem früheren Audi. Der hat das ab und zu an der gleichen Stelle in der Tiefgarage gemacht, weil er die Straße mit einer Mauer verwechselt hat. Spürbare Verzögerungen gibt es ab und zu beim Tesla-AP.

War irgendwie so zu erwarten…

Ich kann den Herrn im Beitrag durchaus verstehen. Ich hab nur den Vergleich zum Volvo System von 2013. Der hat während 5 Jahren genau gar keine Phantombremsung hingelegt. Eine Notbremsung hab ich erlebt, als ich zügig einparken wollte, dort aber ein Poller stand, den ich nicht sehen konnte (seither parke ich wieder langsam ein).
Das Tesla System kann sicher deutlich mehr als der Volvo damals - allerdings hab ich kein FSD, somit hab ich nichts davon und wünsche mir bei fast jeder Fahrt, das System wäre genauso „dumm“ wie das damals von Volvo. Schlimm ist, dass in Bezug auf Phantombremsungen sich in meinem Alltag seit einem Jahr rein gar nichts verbessert hat.
Ich hoffe sehr auf den AP Re-Write. Wenns dann nicht schnell besser wird => verkaufen.

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Also von den Audis in der Familie und Freundeskreis kenne ich das Problem stärker als von meinem M3. Die gehen gerne auch mal ohne Grund bei 200 km/h in die Eisen, dass man ins Lenkrad beißt…

Oder in der Stadt, wenn ein Fußgänger auf dem Gehweg zu nah an der Straße läuft. Also hier alleine Tesla an den Pranger zu stellen finde ich nicht i.O.

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Heute Abend soll über das Thema im „Kassensturz“ noch im Detail berichtet werden. Mal schauen… Na da darf ich mich morgen auf Kommentare und Fragen von Mitarbeitern gefasst machen.

Stimmt nicht! Wenn man 95% Erkennungswahrscheinlichkeit hat, heiß es nicht, dass es automatisch 5% falsch postive sind! Es gibt mehr als nur zwei Möglichkeiten in diesem System. Es kommen noch die falsch negativen, d.h. Auto bremst nicht trotz Hindernis und die richtig negativen, d.h. keine Bremsung dazu.
In der Radartechnik versucht man immer die Erkennungswahrscheinlichkeit so weit wie möglich hoch zu treiben, ohne zu viele falsch positive zu haben. Prinzipiell geht aber nicht beides. Analog gilt das im übrigen für Corona-Tests.

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Ich hab nicht den Eindruck dass es beim Tesla der Notbremsassistent wäre der Probleme macht.
Das Phantombremsen tritt bei mir nur auf wenn der Tempomat aktiv ist und dann ist es auch keine Vollbremsung sondern nur ein relativ „normales“ (aber halt sehr unerwartetes) bremsen.
Wenn da wirklich der Notbremsassistent ansprechen würde, dann würd ich erwarten das er voll in die Eisen geht - auch ohne aktivem Tempomat. Das hat er bei mir aber noch nicht gemacht.

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Gerade in einem nagelneuen 5er BMW die Phantombremsungen erlebt. Der ist auch nicht besser als die Tesla. Ebenso geht es mir beim neuen Passat. Wobei ich den sogar noch für schlechter halte.
Und Volvo kenne ich auch Fehlfunktionen, bei denen er dann aber voll in die Eisen gegangen ist. Das tat schon weh!.

Also fehlerfrei bekommt das nach meinen Erfahrungen keiner hin - außer natürlich er hat gar keinen (echten) Nobremsassistenten. :wink:
Viele Phantombremsungen sind auch keine, aber das verstehen hier im Forum leider viele nicht (falsche Karteninformationen; inkl. nicht mehr existenter Baustellen).

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Die Kunst ist ja auch, trotz einer geringen „false positive“ Rate trotzdem noch keine „false negatives“ durchschlüpfen zu lassen, dort glänzen die Alternativen (siehe euroncap) auch nicht gerade.

Trotzdem schadet Tesla etwas Zielanspannung nicht - ich gehe aber auch stark davon aus, das auch die Phantombremsungen schlicht im alten SW-Stand nicht mehr angefaßt wurden (evtl. ein bischen Radar/Filter) und wir erst mit dem 4d-rewrite einen Unterschied erwartet dürfen.

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Ich hatte im Model 3 eine einzige unnötige Notbremsung beim Kreuzen eines LKW auf einer Strasse ohne Mittelmarkierung bei ca 40 km/h vor ca einem halben Jahr. Allerdings erst, als wir schon nebeneinander waren. Seither schalte ich den Assistenten meist vor Fahrbeginn aus, da fehlt mir einfach das Vertrauen.
Ansonsten stimmt es: alle anderen Bremsungen fanden unter Tempomat statt - mal mehr, mal weniger stark.
Ich weiss natürlich nicht wie die neueren Volvo Systeme sind. Meiner hatte noch die 1. Generation des Abstandstempomaten. Die funktionierte aber perfekt. Ich fuhr vor 2 Monaten einen XC60 Modelljahr 2020, in dem Tag gabs bei dem auch keine Phantombremsung, aber das sagt natürlich noch nicht viel.

Meiner Erfahrung nach kommen Phantombremsungen nur bei eingeschaltetem Tempomat vor. Dann aber schon ca. 5 Mal innerhalb von 3 Monaten.
Jedes Mal, wenn in der Spur rechts von mir PKWs relativ langsam fahren (z.B. weil diese von der AB runterfahren).

ich habe den Notbremsassistenten auf „spät“ gestellt und hatte in 5 Wochen Model 3 noch keine einzige Phantombremsung „Holz alange“
2012, Audi A4 Avant, etwa 3 Phantombremsungen pro Woche (1 Radarsensor vorne)
2015, Audi A6 Avant, 1 Phantombremsung pro Monat (2 Radarsensoren vorne)
2018, Audi A3 Sportsback, keinerlei Phantombremsungen in gut 2,5 Jahren (1 Radarsensor vorne)
man sieht, auch die grossen Hersteller mussten erst lernen und sind auch noch nicht alle perfekt.
Das System wird sicherlich immer wie besser, und das hoffentlich per Update.

wie geschrieben, auf spät gestellt und keinerlei Probleme bis jetzt…
den Tempomaten nutze ich sehr selten, da ich den eher als zu grob empfinde, dem fehlt es an Feingefühl :grinning:

edit: und JA, der Kassensturz wird definitiv reisserisch berichten und ich kann mir morgen im Büro wieder anhören wie doof doch mein Tesla sei, blablabla

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Auch meine Erfahrung ist: Phantombremsungen ist nicht gleich Notbremsung. Ersteres gibts nur bei Autopilot, letzteres kommt so gut wie nie vor (gelegentlich vielleicht mal die akustische und optische Warnung vorher).
Vielleicht sollte Tesla für den Autopilot zusätzlich zur Hand am Lenkrad auch den Fuss am Strompedal zwingend prüfen. Dann gibt es mit den Phantombremsungen außer einem Schreckmoment keine Probleme/wesentliche Verzögerung. Die gibt es eigentlich nur wenn man den rechten Fuss woanders hat.
PS: ich verstehe nicht, wie der Schweizer Fahrer eine Sekunde braucht, um zu reagieren.

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Nun ja - inklusive Reaktionszeit vergehen da schon ein paar Zehntel bis ich den Fuss auf dem richtigen Pedal hab. In der Zeit ist man schnell mal von 120 auf 100 runter. Aber eine Sekunde… schon arg lang. Wobei man spricht nicht umsonst von der sog. „Schrecksekunde“. Irgendwoher muss das ja kommen.