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Ölwechsel Getriebe Model 3 mit Ölanalysen

Hallo zusammen,
ich habe bei meinem Model 3 AWD bei knapp 100.000 km einen Ölwechsel am Getriebe vorne und hinten durchführen lassen im SC Dortmund/Holzwicke (das ex-Porsche-Gebäude).
Meine Fahrweise ist recht gemächlich und fahre fast immer auf „lässig“.
Die Ölanalysen bestätigen mich aber bei meiner Entscheidung, das Öl gewechselt zu haben.
Insbesondere hinten, was ja der Hauptantrieb beim M3 AWD und P ist, das Öl zu wechseln.
Kosten;

  1. Ölwechsel: 120 € brutto für vorne+hinten
  2. Ölanalyse mit Partikelanalyse: 80 € * 3 = 240 € brutto
    (Punkt 2 ist natürlich nur was für Maschinenbauer, Nerds und Wissenschaftler) :wink:






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Vielen Dank!

Kann das jemand interpretieren?
Für mich als Ahnungsloser sehen die Werte sehr gut aus.

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Kannst du das vielleicht noch mehr erklären? Die Zahlen sagen mir nix.

Ich wusste gar nicht, dass Tesla einen Ölwechsel anbietet.
Warum hältst Du das für sinnvoll? Auch überflüssige Ölwechsel belasten die Umwelt.

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Aber auch ein Wartungsstau ist mit erhöhten Ressourcenverbrauch verbunden, ein defektes Getriebe verursacht mehr Ressourcenbedarf als ein Ölwechsel.

Bei 120 Euro kann es nicht um viel Öl gehen.

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mal abgesehen von den Werten, die nur beim Alt-Wert vorkommen, sehe ich beim Spektrogramm nahezu gar keinen Unterschied ehrlich gesagt.

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Was für ein Öl ist da drinnen bzw wird da verwendet im Antrieb? Schaltgetriebeöl oder ein Automatikgetriebeöl (ATF) oder ganz was anderes?

Der Eisengehalt ist Abrieb. Bleibt der im Getriebe, wird dieser immer mit umgerührt und in die Oberflächen bei Hochlast-Betrieb (Mischreibung) im Zahneingriff und Wälzlager eingerollt. Wie Krümel beim Kuchenteig ausrollen.
Das Infrarotspektrum ist quasi der Fingerabdruck dieser Ölsorte/Typ. Wenn da jemand eine andere/falsche Sorte verwendet oder vermischt, sieht man das dort.
Das Öl vom Model 3 ist ein ATF-?-unbekannt, wovon ich den Hersteller/Typ nicht weiß.
Das ist aktuell nicht frei verkäuflich und bei Tesla nur im Fass. Selbermachen fällt also aus und bei dem Preis auch nicht sinnvoll. Zudem steht ist die Prozedur relativ kompliziert, man braucht Spezialwerkzeug und muss z.B. die Getriebepumpe manuell ansteuern.

Grundsätzlch ist das meiner Meinung nach eine kostengünstige Möglichkeit, sein Getriebe-Leben bis hin zu extremen Laufleistungen zu ermöglichen. 1x 1,5 Liter Öl (nur hinten) alle 100.000 km halte ich umwelttechnisch für sehr positiv, wenn dadurch die Lebensdauer erhöht werden kann. In den Wälzlagerkatalogen von FAG und SKF geht auch die Ölreinheit in die Lebensdauerprognose mit ein.

OT: Ich mache das schon seit 20 Jahren mit den Ölanalysen. Der Rekord liegt bei einem Windkraftgetriebe aus 1996 im Dauerbetrieb mit rd. 200.000 h (bei 50 km/h wären das 10.000.000 ! km). Dort ist dieses Jahr der erste Lagerschaden aufgetreten. Neues Lager rein und weiter geht’s. Sowas klappt nur mit sauberem Öl und schonender Betriebsweise.

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Bedeutet, dass 70mg/kg Eisen ein so hoher Wert ist, dass es durchaus sinnvoll ist, alle 100tkm das Getriebeöl (hinten) zu wechseln?

Wo ist der Grenz-/Erfahrungswert für den Eisengehalt? Ganz null kann dieser naheligenderweise nie sein.

Ich frage nur so konkret, da Du im Eingangspost geschrieben hast, dass die Analyse den Wechsel bestätigt.

Danke und Grüße!

Dexron VI
(…zumindest im Model S und X)

Kann sich jeder selbst zusammen reimen was das nach 100000km bringt…

Bei den dort angegebenen Grenzwerten für Getriebe (ganz unten) und Eisen (Fe) i.H.v.
490 ppm bzw. 150 ppm
wäre das Geriebe schon lange Schrott.
Besonders so kleine PKW-Getriebe.
Ich frage da gleich mal an, ob das ein Tippfehler ist.

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Alles klar, danke für den Einwand.

Hast du bessere Richtwerte auf die Schnelle?

Vielen Dank für diese interessanten Details.
Natürlich sollte immer hinterfragt werden, ob so ein Wechsel überhaupt sinnvoll ist, aber selbst wenn man ihn vielleicht alle 100tkm macht, dann wechselt man deutlich weniger Öl als bei einem Verbrenner. Sofern sich die Lebensdauer des Fahrzeugs dadurch verbessern lässt, ist der positive Nutzen, denke ich, gegeben.

Du hast nicht zufällig fotos der Färbung der Öle gemacht?

Sonst sehen die Werte gar nicht schlecht aus! Vor allem Wasser ist wenig drin, was bei den niedrigen Temperaturen aufgrund von Kondensation in „Differentialen“ immer ein Problem ist.

Ich werde das Öl auch wechseln lassen bei 100k. Würde es selbst machen aber dann ist leider die Garantie weg obwohl es eigentlich positiv für die Haltbarkeit wäre.

120 Euro wäre ein fairer Preis. Muss das beim SeC nachfragen.

Bernhard

Die Grenzwerte sind natürlich nur „weiche“ Grenzen. 20 ppm sind ok, über 50 ppm ist schon „unschön“.

Da der Ölwechsel so viel kostet wie EIN Reifen, kann man da nicht viel falsch machen.

Deswegen würde ich das auch nicht selbst machen. Lohnt sich einfach nicht.
(Rein wirtschaftlich müssten sonst alle Leute weiße M3-LFPs mit 18"-Rädern fahren. :wink: )

wie rechne ich denn jetzt von den 70mg/kg in ppm um, damit klar wird, wie gut oder schlecht Dein Öl im Heckmotor noch war?

Ich glaube hier würden sich einige Mitleser sehr freuen, wenn Du die verschiedenen Messwerte mal erklären und in Relation zu gängigen Grenzwerten setzen könntest.

Z.B.: Welches Wechselintervall empfiehlst Du und warum? Wie lange hält Deiner Meinung nach das Öl, bis es wirklich „durch“ ist?

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Gar ned, ist dasselbe. Ein Milligramm ist ein Millionstel von einem Kilogramm.

Tja, aber was sind denn nun „gute“ Werte an denen man sich orientieren könnte? Reicht die interne Diagnose vom Model3 nicht? Wenn nein, warum?
Explizite Fehlermeldung zum Getriebeöl gibt es ja.

…und die wichtigste Frage überhaupt: Welches Öl und mit welchen Inhaltsstoffen war denn an Tag 0 im Wagen drin?

Weil wenn das Öl vorher schon einen entsprechenden Anteil drin hatte (möglich ists) und dieser sich nach 100.000 Kilometern nur marginal geändert hat, sieht es nochmal anders aus, als wäre er vorher bei 0 gewesen

Na vermutlich wie’s der TE bereits gezeigt hat: „Getriebeöl neu“

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das ist aber, wie schon richtig formuliert, eine Vermutung.
Und ohne die genauen Werte und die Sorte des Öls zu wissen, das da vorher drin war, ist ein Vorher-Nachher-Vergleich eben nicht belastbar möglich.

Selbst bei den Bremsflüssigkeiten wissen wir ja schon, dass da nicht unbedingt das Hochwertigste genommen wird, was man nehmen könnte (und das es in 99,9% aller Fälle egal ist). Gleichzeitig haben wir aber auch die Aussagen und Bewertungen, dass die Motoren und Getriebe - so geschlossen, wie sie sind - für WEIT mehr als eine Million Kilometer ausgelegt sind. Eine sich doch so verschlechternde Ölqualität wäre da ein Widerspruch zum bereits Gesagten.

Wie man sieht: Einer muss die Unwahrheit sagen. Um das herauszufinden, helfen uns keine Vermutungen, sondern nur Fakten.