Also… so schlecht ist die Idee nicht. Für den passenden Rabatt würde ich so manches Mal vielleicht den Drosseltarif wählen, weil ich eh Zeit habe. Und jemand anderes könnte dann schneller laden, und man kann vielleicht noch mehr Anschlüsse pro Wechselrichter/Trafo bauen.
Und wie erklärst Du das jemandem, der keine Ahnung hat?
Es kommen ja heute noch Nachfragen warum volle SuC nur mit 80kW laden.
Günstiger laden mit flexibler Ladeleistung
Mit diesem Ladetarif profitieren Sie von einem vergünstigten Preis pro Kilowattstunde. Im Gegenzug kann die Ladeleistung an Schnellladesäulen bei Bedarf reduziert werden.
Die Drosselung kann entweder:
freiwillig von Ihnen akzeptiert werden, oder
automatisch erfolgen, wenn dies zur optimalen Auslastung des Ladenetzes erforderlich ist.
Durch die flexible Anpassung der Ladeleistung werden Engpässe an stark frequentierten Standorten reduziert und das Stromnetz entlastet. Als Ausgleich erhalten Sie einen Rabatt auf den Ladetarif.
Dieser Tarif eignet sich besonders für Fahrerinnen und Fahrer, die beim Laden etwas mehr Zeit einplanen können und dafür von niedrigeren Ladekosten profitieren möchten.
(Dies ist Fantasie, einen solchen Tarif gibt es momentan nicht)
Tja. Das ist die Frage.
Ich kann grob sagen das alles unter 49 Cent ad hoch aktuell ein Verlustgeschäft ist.
Ganz grob braucht man aktuell 60 Cent pro kWh Brutto inkl. THG und Leistungspreisw usw um mit Gewinn aus dem ganzen rauszugehen.
Wobei man da auch eben wieder unterscheiden muss. Bekomme ich 49 Cent Ad hoc und muss Zahlungskosten usw bezahlen inkl. dem Ausfallwagnis.
Oder schicke ich ne Rechnung an die Maingau, EnBW und co und bekomme gesichert am Ende des Monats mein Geld.
Tesla kann sich mit wesentlich weniger Gewinn zufrieden geben weil die Autos das Geld bringen damit die Stationen entstehen.
Ionity, EnBW und co wollen eben auch mal Geld verdienen mit dem laden.
Das beste Beispiel ist Fastned. Die haben keine Möglichkeiten quer zu finanzieren. DA sind wir ad hoc bei 69 Cent…
Ach komm das ist nun auch nicht echt.
Ich lade regelmäßig bei Ionity und EnBW. Ionity stecke ich an und halte Karte vor.
Es klackt mehrfach und ich sage nach 15 Sek fließt der Strom.
Bei EnBW stecke ich einfach nur an. Und es beginnt das klacken. Auch da sind wir bei 15 Sek.
Ja Tesla braucht nur 2-3 Sek. Aber ganz ehrlich. Ich lade 20min. Da sind mir selbst 30 Sek egal…
Also ich war im letzten Jahr recht viel auf Langstrecke unterwegs in D, Fr, Italien, Österreich und Polen
Ich hatte ein Ionity Abo und eben Tesla
In Polen zusätzlich LadeApps von lokalen Anbietern.
Fazit:
da ich privat unterwegs war spielte der Preis für mich eine Rolle und da war innerhalb Deutschlands Ionity am günstigen und komfortabelsten (oftmals direkt auf dem Rastplatz ohne Umwege). Wäre auch als Dienstwagen Fahrer mein Favorit gewesen.
Tesla war des Öfteren nervig abseits, aber dafür verlässlich, sehr gut ausgebaut und insb in Frankreich teilweise sehr günstig. Für mich Platz 2 nach Ionity.
Polen war dagegen bisserl wie Deutschland vor 5 Jahren, funktioniert irgendwie, aber nervig.
Unterm Strich finde ich Langstrecken inzwischen sehr gut machbar, mit oder ohne SuC, und die Kosten fürs Abo fallen nicht ins Gewicht.
ganz anders sieht das denke ich für den Alltag von Laternenparkern ohne Wallbox aus. Da sind Abos vermutlich viel viel nerviger. Hab ich aber keine persönliche Erfahrung weil ich zu Hause lade im Alltag
Du bist in den Geschäft tätig? Und rechnest mit welcher Auslastung?
Das haben die anderen auch. Die haben auch nicht die volle Leistung der Säulen immer am Standort verfügbar. Aber sie könnten gegen mehr Geld auch mehr Leistung ausm Netz bekommen. Tesla arbeitet immer am maximum dessen was Sie aufgestellt haben.
Die Zeiten der Akkus gehen gerade los. Da wird denke ich bald noch einiges passieren.
Das trägt sich nur weil es genügend gibt die die Grundgebühr bezahlen aber das gar nicht verfahren. Und das 2. Punkt ist: Durch die Grundgebühr hole ich die Leute zu mir. Es laden mehr bei mir. Die Auslastung steigt. Bedeutet ich kann günstiger einkaufen.
Der Strom wird durch diese Drosselmöglichkeit in gänze günstiger. Also ein paar Cent aber es gibt keinen „Drosselbonus“. Und die Drosselung findet dann statt wenn alle STrom brauchen. Also sagen wir mal 16-20 Uhr. Also da wo die meisten ihr Auto auch laden würden.
Nein bin ich nicht.
Aber ich kenne die Kalkulation eines Betreibers mit über 400 Standorten.
Und habe auch für mich schon einige Kalkulationen durchgerechnet weil ich mal ein passendes Grundstück in Autobahnnähe hatte.
OK. Dann verrate uns noch die Auslastung, mit der er kalkuliert hat.
Die Ausführungen vermitteln den Eindruck, als stammten sie von einer Person, die bislang keine fundierten praktischen Erfahrungen im Umgang mit Elektrofahrzeugen sammeln konnte. Der Zeitaufwand für das Freischalten einer Ladesäule entbehrt aus meiner Sicht jeglicher Realitätsnähe. Der zeitliche Mehraufwand im Vergleich zu Tesla beläuft sich in meinem konkreten Nutzungsalltag auf lediglich etwa zwanzig Sekunden.
Das trifft das Problem: wenn die Säulen “alltäglich” sind, steige ich mit der richtigen RFID/Karte/geöffneten App aus.
Im unbekannten Terrain probiere ich idR eher dreierlei aus, bis es klappt.
Ich weiß bereits vor der Ankunft, wo ich laden werde – in meinem Fall innerhalb Deutschlands bei EnBW.
Keine Ahnung, wie Du zu den Urteilen über andere Menschen kommst, würde ich an Deiner Stelle mal prüfen.
Bin seit über 7 Jahren und 260000KM ausschließlich elektrisch unterwegs. DC unterwegs lade ich ca 20%.
Mein Fokus ist da auf stressfreies Reisen und angemessene Kosten. Beides habe ich an den Superchargern von Tesla. Ein Abo schließe ich aus, da ich das nur sporadisch nutzen könnte.
Einen Ladeschlüssel nutze ich als Komfortfunktion, nicht mehr.
Ab und an schaue ich nach den Preisen anderer HPC, wenn die gut liegen. Bei Preisen über 60Cent stecke ich da nicht an.
Sicherlich kann man derzeit kaum Geld mit dem Betrieb von HPC Stationen verdienen. Es herrscht ein Kampf um den Aufbau von Kundenstämmen. Als Kunde ist mir das aber egal. Da habe ich zB oben gespeichert, dass Vattenfall adhoc derzeit 44/49Cent anbietet. Da würde ich durchaus anstecken, wenn es zum Trip passt.
Die Sicht der Kunden ist zum großen Teil nicht deckungsgleich mit dem Verhalten der Technerds.
Achso. Sorry. Gerechnet wird mit 15%. Was realistisch ist für nen Durchschnitt über 24h und eben das ganze Jahr. Klar ist die Tendenz steigend aber aktuell eben eine Zahl mit der man rechnet.
Danke. Vor zwei Jahren waren wir noch bei 13.
Dann könnte man auf den Gedanken kommen, von 15 vllt auf 30 kommen zu wollen, was könnte man da nur tun?
Hmmm… mir fallen da einige naheliegende Maßnahmen ein:
- weniger Säulen bauen
- das Angebot künstlich verknappen in dem man bestehende Standorte stilllegt und vom Netz trennt (spart schonmal die variablen Kosten)
- mittels Abos die Kundenbindung erhöhen
Je weniger Säulen und knapper das Angebot, desto höher die Auslastung.
Die Stilllegung gibt’s umsonst, nehme ich an. Das Verknappung nicht funktioniert, sieht man eigentlich an der Auslastung - machst du es noch teurer, gehen die Kunden noch weitere Wege, um dich zu vermeiden. “Attraktiver machen” kommt in deinem Katalog gar nicht vor, warum eigentlich?
Wie gesagt: Stilllegung spart die variablen Kosten, die Investitionskosten kannste abschreiben. Immer noch besser als sich einen ruinösen Preiskampf zu geben, bei dem man im Endeffekt immer verliert, weil wenn alle den Preis senken, steigt die Auslastung auch nicht - aber jeder verdient weniger. Man kann natürlich den Preis senken und die Kundenbindung erhöhen… so mit Abo und so… ![]()
Oder meinst du mit Attraktivität Spielplätze und Picknik-Plätze?