Ich zitiere mich mal selbst, da wir Ostersonntag die identische Strecke gefahren sind, nur eben bei wärmeren Temperaturen.
Dieses Mal hatten wir Zeit und uns daher zugunsten einer 2 Stopp Strategie für Tempomat 135 km/h bzw. Limit + 5 km/h entschieden.
Los ging es wieder in Mecklenburg mit 100% SOC bei 16 Grad und Sonnenschein. Strecke durchgehend trocken, normaler Verkehr, kein Stau oder andere Behinderungen.
Fahrtzeit ohne Ladezeit waren 5h40m und damit nahezu identisch zum kalten Winter mit leicht höherer Durchschnittsgeschwindigkeit.
Reisezeit waren identische 6h35m, was nun 55 Minuten Ladezeit auf 2 Stopps bedeutet. Auch fehlten nun 6km Anfahrt für den 3. Stopp.
Das Egebnis hat mich selbst etwas überrascht, da höhere Geschwindigkeit mit 3. Stopp eben keinen merklichen Vorteil brachten. Wir werden dann wohl künftig bei den 135 km/h auf Reisen bleiben. Ist entspannt.
Für die Statistik, 60er Akku, Zulassung Dezember 2021, Laufleistung Ende der beschrieben Strecke 8.200 km.
Und andere Frage:
Bisher hat das Balancing der Zellen meines 60er LFPs oberhalb von 100% an einem AC-Charger immer wunderbar geklappt und nach 10 bis max. 30 min auch abgeschlossen.
Weiß jemand, ob das Balancing auch an einem DC-Charger funktioniert, sollte man die Möglichkeit haben sein Fahrzeug dort bis auf 100% laden zu können?
Ja, 150 sollte dir noch ein paar Sekunden auf 100km rausholen.
Am wirtschaftlichsten (mit minimalem Zeitverlust ist 130). Am schnellsten 150.
Will man zügig irgendwo hin, fährt man einen Charger am besten mit 150 km/h und Ziel knapp unter 0% an und reduziert am Ende ganz leicht, das man noch mit 1-2% ankommt.
Vor ein paar Jahren konnte das für 6.000 Dollar gewonnen werden. Und damit konnte rentabel gearbeitet werden.
Aktuell kostet es 60.000 Dollar. Aber nur weil es knapp ist.
Irgendwann wird Lithium in krassen Mengen gefördert. Da man dann entsprechend industrialisieren kann, kommt man dann sicherlich auch mit weniger als 6.000 Dollar zurecht.
Manchmal beschleicht mich hier das Gefühl, das hier einige Teilnehmer unterwegs sind, die mit aller Gewalt uns das E-Autofahren madig machen wollen. Man sucht nach irgend welchen Problemen die unter Umständen in Zukunft auftreten könnten, oder sieht schon Probleme bei der Materialbeschaffung in wenigen Jahren, ja wenn sie nicht eingetreten sind. Ich dachte, hier geht es darum, sich mit der aktuellen Situation bzgl. des LFP Akku’s zu beschäftigen. Was die Zukunft bringt sollte man vielleicht einer Wahrsagerin überlassen, da deren Aussage genauso zutrifft, wie das was so mancher selbsternannte Sachverständige hier zum besten gibt.
Hast du nicht den Akku-Tausch ins Gespräch gebracht? Ich will nur verstehen, wie sich der Akku im Detail verhält und was ich in Zukunft erwarten kann. Ich habe mir genau das Model 3 mit LFP-Akku gekauft, weil ich es für nachhaltig und sicher gehalten habe und es immer noch hoffe. Ich will es lange fahren, bis über das Garantie-Ende hinaus mit Original-Akku . Ich habe mir nicht bereits 3 weitere bestellt,
damit ich jedes halbe Jahr ein neues habe. Mich interessiert das Thema Degradation. Ich glaube auch nicht, damit jemandem sein M3 und noch weniger die E-Mobilität madig zu machen. Das war auch nie meine Absicht. Ich mag das Model 3 mit LFP-Akku und würde es nochmal bestellen, trotz der Nachteile beim Laden ohne VK, der Reku im Winter und all der anderen Eigenheiten. Für mich sind diese Nachteile alle nicht existent, da ich in der Garage laden kann, nirgendwo Strom schnorren möchte und vorausschauend und berechenbar fahre. Gestern zum Beispiel 341km ohne Laden absolviert mit 10% Rest mit meinem Q2/21 MiC mit vier Leuten + vollem Kofferraum und Frunk mit 90% Autobahn-Anteil. Bin damit voll zufrieden…aber trotzdem nicht naiv.
Was ich bei vielen Studien und Tests vermisse, ist naturgemäß (gibts noch nicht lange genug) die kalendarische Alterung. Was nützt es mir, (übertrieben gesagt) wenn eine Batterie bei 2C 10000 Zyklen schafft, aber pro Jahr 5% degradiert. Der Test wäre nach etwas über einem Jahr fertig, hat aber 0 Aussagekraft für die Praxis. Irgendwelche tollen „Wissenschafts“-Youtuber labern dann wöchentlich von neuen Bazilionen-Km-Batterien, indem sie wltp-Reichweiten ohne jeglichen Degradationsverlauf mit der im Test erzielten Zyklenzahl multiplizieren. Die sind genauso nervig mit ihrem naiven und reisserischen Optimismus wie die Cobald-Fraktion der öffentlich Rechtlichen, die journalistisch sogar noch mieser recherchieren. @Haegar28 Es ist manchmal besser, Klopapier zu früh in der Hand zu halten hinterher zu merken, dass keins da ist.
Dann würde ich an deiner Stelle auf das Ergebnis des Teams aus der TU München warten. Die wollen als nächstes den LFP auf seine Langzeittauglichkeit testen. Und nichts für ungut, dich habe ich eigentlich auch gar nicht gemeint. Schönen Abend noch.
@Addur, @Robertbob
Schaut mal hier, die Degradation des 2021 LFP Akkus.
Ich gehe davon aus, das nicht nur 55er, sondern auch 60er Akkus in der Grafik sind.
Ein LR Akku scheint auch dabei zu sein.
Kein Problem.
Aber genau der Test der TU-München wird uns höchstens etwas zum Zyklen-Verschleiß sagen (immerhin), nicht jedoch zur kalendarischen Alterung, wie schon beim Id.3. Dieser Test ist schön für Überschriften, aber der Praxis-Bezug ist sehr dünn. Man müsste mal Batterien verschiedener Zellchemien parallel bei einem realistischen SoC (wie sie halt oft rumstehen) von vielleicht zwischen 70-80% bei 23°C, 43°C, 53°C und 63°C lagern und den jeweiligen Verlust nach einem Jahr ermitteln. In der Chemie kann man ja für viele Reaktionen grob sagen, dass alle 10°C eine Verdopplung der Reaktionsgeschwindigkeit eintritt…wenn ich mich richtig erinnere. Vielleicht ist hier ja ein Chemiker. Ich weiss jetzt nicht, inwiefern das auch für Batterien gilt… In dem Fall könnte man vielleicht eine Aussage für 1Jahr (23°C…das Jahresmittel ist zwar niedriger, aber die Sommermonate wirken schneller…), und beschleunigte Werte für 4 Jahre (43°C), 8 Jahre (53°C) und 16 Jahre (63°C). In einer Studie habe ich aber nur dazu was mit 0% SoC und 100% SoC gefunden. Ganz toll. Man sieht, das 0% SoC besser sind als 100% zum Rumstehen und altern. Aber sonst? Ich frage mich manchmal, ob Forscher einen Bezug zur Realität haben oder einfach Nerds sind.
Hat vielleicht jemand eine interessante Studie mit realen SoCs gefunden?
Abschliessend kann das erst in fünf oder zehn Jahren beurteilt werden.
Bei Teslalogger sehen die Degradationscharts des LFP Akkus recht vielversprechend aus.
(siehe meinen Post von vorhin)
Nach 30tkm noch 414km von 423km, das ist ca. 2%.
Die höchste Degradation hat man im ersten Jahr.
Die LFP Akkus sind seit Q4/2020 im Einsatz.
Richtig schlechtes hab ich noch nicht gehört bzgl. Degradation.
Gibts schon Posts über ein vorzeitiges Ableben eines LFP Akkus?
Oder sogar eine Häufung desgleichen?
Nach 11000km 384km Reichweite. Nominal Full Pack schwankt um die 51 kWh.
Also fehlen schon über 4 kWh, nach 16 Monaten.
3/4 AC geladen, mehrfach kalibriert und auch eine zeitlang täglich auf 100% geladen.