Neue Studie zur Lebensdauer von NCA Akkus in E-Fahrzeugen

Das mit von 100% auf 0% hab ich schon verstanden dass dies in etwa nur 90% entladetiefe sind…aber wie sieht es mit meinen o.g. 30% Entladungen aus?

Genau dem entsprechend ist das Ladeverhalten beim 100er optimiert. Selbst mit SoC 60% gibts noch 114 kW zu Ladebeginn wenn der Akku nicht gerade kocht. Unter SoC 10% ist er extrem langsam beim Laden. Ich nehm immer jeden SuC mit auch wenn ich nur 10% lade. Mach keine Pause länger als sie eh wäre. Kapazitätsverlust bei der TR ist tatsächlich auch immer nach tiefen Zyklen zu sehen gewesen(hab leider eine Strecke 350km ohne Suc, bzw. den letzten wenn ich noch bei SOC 80% bin).
Die Reku hat einen positiven Effekt auf die Haltbarkeit/Kapazität und maximale Zyklenanzahl, eine wirkliche Zyklenunterbrechung stellt sie in meinen Auge aber nicht dar.

Ich hab schon mehrmals gehört, dass bei Lithium die Zyklen anders zählen als wie Blei.
Lithium: zwei halbe sind ein ganzer Zyklus
Blei: zwei halbe sind zwei Zyklen und unter 50% SoC tut richtig weh.

@sustain: Was ist „bei der TR“?

Ich würde eher behaupten, bei Lithium sind 3x halber Zyklus gleich einem Vollzyklus.

TR = Typical Range

Hallo in die Runde,
kurze Vorstellung meinerseits:
Seit 3,5 Jahren MS 85, 67000km mit 188 Wh / km fallend, außer 4 x Kabelbrüche (Türkontakte) nichts Negatives zu berichten.
Auto steht die meiste Zeit rum, tägliche Fahrten ca.25 km (alles bei SoC 10…30%), aller 3 Wo. längere Strecken (50% SoC, um nächsten SuC mit 3…10% Restreichweite zu erreichen).
Letzte 100%-Ladung war unfreiwillig vor 3 Jahren im SeC Bln., nach 50%-Laden ist aktuell TR bei 195 km, so dass hochgerechnet noch 390 von anfangs 400 km Kapazität verfügbar sein könnten (die begrenzte Aussagekraft dieser Anzeige ist mir bekannt, aber da beim Runterfahren gegen 3% die Entnahmeleistung des Akkus nicht unter 80 kW sinkt, gehe ich von einem fröhlichen Akku aus).
Geladen wurde bisher ausschließlich zu Hause mit 8A (5,5 kW) oder an SuCs. 8A scheinen mir ein guter Kompromiss zwischen Ladeverlusten im Auto und Leitungsverlusten zu sein, außerdem sollte sich der Lader wohler fühlen als bei Volllast und die PV-Leistung liegt regelmäßig unter 100% :laughing: .
Meine Meinung zum Thema:
Niedrige SoC und DoD sind immer erstrebenswert hinsichtlich Nachhaltigkeit, wenn Fahrprofil und Bequemlichkeit es zulassen. Tesla’s BMS wird sicherlich alles verhindern, was den Akku vorzeitig (8 J.) zum Kostenfaktor macht, aber Physik und Chemie lassen sich selten ohne großen Aufwand überlisten. Damit meine ich, das die kalendarische- und die Zyklusalterung zum größten Teil in der Hand der Nutzer liegen.
Ich plane, das Auto solange zu fahren oder in unserem Haushalt zu halten, wie die Instandhaltungskosten vernünftig bleiben. Danach soll der Akku in seinem zweiten Leben die PV-Anlage stützen, insofern spielen dann die Restzyklen die erste Geige (z.B.: 100 vs.5000 = 1 Jahr vs.50 Jahre Restnutzung ??? ).
Wenn jetzt noch kein EV da wäre, würde ich bestimmt nach einem Gebrauchten schauen und dabei das Vorleben des Akkus (Wh / km über die gesamte Lebensdauer sowie Restzyklen) wissen wollen. Die Restzyklen sind von Tesla sicherlich irgendwann errechenbar ( mathematische und (gespeicherte) Ladegrundlagen sollten ja vorhanden sein). Damit sehe ich in absehbarer Zukunft auch einen Einfluss auf den Wertverlust aller EV, egal ob Bidirektionalität möglich oder nicht.
Soweit meine Vorstellungen, aber vielleicht kommt ja alles ganz anders.
LG

Willkommen im Forum …,

gelöscht, weil ich Unsinn geschrieben habe. :blush:

Dieser Mythos hält sich hartnäckig. Gerade vor kurzem wurde doch hier im Forum wieder eine Grafik gezeigt, wo man ablesen konnte, dass je tiefer der Ladestand, desto geringer die Alterung / Degradation. Klar, ZU tief ist nicht gut für die Batterie, aber im Tesla sind 0% auf der Anzeige noch immer etwa 5% im Akku.

Wenn sich mmm2 also nun zwischen 10 und 30% bewegt, und dabei keine übermässige Leistung abruft, ist das also für die Lebensdauer des Akkus absolut förderlich, ja sogar besser als jemand, der sich zwischen 60 und 80% bewegt.

Für mich ist das leider zuwenig, ich lade auf 50%, drunter hab ich zuwenig Reichweite für Unerwartetes. Ist ja immerhin ein Gebrauchsgegenstand.

Danke für den Einspruch tornado7!
Ich hatte die Studie am Anfang des Threads gar nicht durchgelesen. (erschien mir zu anstrengend da so lang und auf Englisch). Erst nach deinem Widerspruch kam mir der Verdacht, dass ich vielleicht falsch liege. Gestern Abend habe ich sie dann doch durchgelesen.
Gruß Helmut

Deswegen hat der Lieferant ja vorgesehen, die Ladung auf 50% zu begrenzen, wenn man die Reichweite nicht braucht.

Auch der Lieferant weiß nicht von Anfang an wie sich bestimmte Parameter in der Realität auswirken. Erst die Erfahrung im Feld bringt entsprechendes Wissen.

Da wo Tesla Einfluss nehmen kann greift es ein (Ladegeschwindigkeit, Leistungsgrenzen, Heizung, …), wo nicht werden zumindest Hilfsmittel geschaffen und Warnungen gegeben werden (Ladegrenze, gelbe Farbe ab 20 %, Navi mit 20 % Restreichweite). Und manchmal
werden auch abschreckende Maßnahmen ergriffen, wie z.B. Schnarchladung unter 10 %.

@egn

Ich möchte an dieser Stelle mich für Deine Informationen bezüglich Lebensdauer von NCA-Akkus bedanken. Diese hast Du gut und verständlich zusammen gefasst, besonders dort, wo es etwas komplizierter wurde.

Eine Aussage ist ja die, dass der SoC bei längerer Lagerung möglichst unter 50% liegen sollte, da ab ca. 55 % die Alterung schneller voranschreitet, so habe ich jedenfalls die entsprechende Kurve gelesen.

Stutzig macht mich in diesem Zusammenhang, dass man im Tesla-Ladeprogramm nur 50% und höher einstellen kann. Dazu die Empfehlung, das Auto immer eingesteckt zu lassen. So ist es ist nicht möglich (beispielsweise wenn ich weiss, dass ich die nächsten 3 Monate das Auto nicht bewegen werden) einen Ladezustand von 35% einzustellen. Somit verhindert Tesla Ladezustände deutlich unter 50%, was dem oben gesagten widerspricht.
Warum ist das so? Ist vielleicht die Zellenchemie doch anders als bei einer NCA-Zelle? Vielleicht altern Teslas Zellen bei 50% am wenigsten???

Viele Grüße

Peter

Unter 50 % bringt nichts mehr hinsichtlich kalendarischer Lebensdauer, und man braucht ja trotzdem noch ein bisschen Reichweite für die Nutzung.

Für mich ist 50 % das Optimum. Das ist ja auch die empfohlene Kapazität für die Langzeitlagerung.

Ging der StorageMode des alten Roadster nicht sogar deutlich unter 50%?

Mal ne Frage: Wenn ich den Wagen mit z.B. 65% Akkuladung in die Garage stelle und dann einstecke, soll ich dann im Ladeprogramm 60% oder 70% einstellen? Wenn ich 60% einstellen soll, macht es dann überhaupt einen Sinn das Auto einzustecken, bevor es nicht von selbst durch Vampirverlust etc. auf 60% abgesunken ist d.h. was bringt in diesem Fall das Einstecken?

Sagen wir es so, wenn du das Auto lange stehen lassen willst steck ihn an, dann macht das Sinn das Ladelimit auf 60% oder gar 50% einzustellen auch wenn du ihn mit 65% abstellst. Wenn es nur zwei drei Tage sind und du weder vorheizen willst muss es nicht sein. Ich stecke immer an, gerade im Winter um vorzuheizen und vor Abfahrt laden zu können, im Sommer lade ich ebenfalls vor Abfahrt damit der SoC im Stand somit immer so niedrig wie möglich ist. Komm ich mal unter 20% an lade ich Abends noch ein wenig und den Rest am morgen dann. Das dann manuell über die Einstellung des Ladelimits und ohne den Timer.

Das bedeutet, das Einstecken bei Ladezustand 65% und Ladelimit 60% oder gar 50% hat solange keine Auswirkung, bis das Ladelimit erreicht ist, oder hat das Einstecken auch Auswirkungen auf andere Bestandteile im Fahrzeug, was das Laden oder das Management der Batterie betrifft?

Korrekt verstanden. Ausnahme ist z.B. das Vorwärmen. Da kommt der Saft dann dafür aus der Dose…

Ja genau, das macht nix aus, das Auto kümmert sich da kann nichts kaputt gehen oder so :wink:, wenn du das Limit auf 50% einstellst wird er erst bei etwa bei SoC 45% anfangen wieder auf 50% zu laden und sich ab dann immer selber in diesem Bereich halten.