Aus meiner Erfahrung raus, siehe Anhänger extrem => Verbrauch Diesel vs. Elektro - #33 von jens.p, vermute ich die gleiche oder nur minimal höhere Anhängerlast als bei Model 3. Die Batterie gibt einfach nicht mehr her.
Faktisch gibt die Batterie bei größeren Anhängern wie meiner oder wie ein Wohnmobil zumindest im Winter noch 150 km her. 200 km könnten es sein, wenn man 80 statt 100 fährt und/oder die Batterie maximal auslastet (100% bei Abfahrt, unter 10% bei Ankunft). Im Sommer sind es möglicherweise 50 km mehr.
Ähnliche Werte finden sich auch beim Model X: Model X mit Wohnwagen - Verbrauchstest
Ove wird mir hier als Fachmann dies vielleicht bestätigen. Der Wagen muss mehr Masse beschleunigen. Der hohe Luftwiderstand wandelt die Energie zum Teil in Wärme um, und Bremswirkung der Auflaufbremse fällt für die Rekuperation weg. Bezüglich der Auflaufbremse kann man ja aktiv werden und versuchen, ein Senken der Geschwindigkeit möglichst langsam vorzunehmen, damit der Hänger mehr schiebt als bremst.
Beim Luftwiderstand hilft nur geringeres Tempo. Letztlich ist es aber Fakt, dass herkömmliche Anhänger bei E-Autos die Reichweite desaströs mindern. Dies ist wohl auch der Hauptgrund, dass E-Autos mit AHK rar gesät sind.
Fazit für mich: Anhängerbetrieb mit heute üblichen größeren Anhängern mit E-Auto ist möglich, aber nur bei großen Batterie auch gerade noch alltagstauglich.
Dies wird sich erst ändern, wenn für Anhängerbetrieb komplett umgedacht wird. Akkus werden immer günstiger.
Ein Anhänger, der selber eine Batterie als Range-Extender hat und mit einer Anhängerkupplung verbunden ist, die eine Stromübertragung zum Fahrzeug erlaubt, sowie aerodynamisch optimiert ist, wäre wohl letztlich ein möglicher Weg.