Model 3 SR+ ohne Lademöglichkeit?

Hallo TFF-Community,

Ich habe lange als „Unregistrierter“ eure informativen Threads über Monate lang verfolgt und mich hat jetzt das Fieber gepackt. Bisher bin ich ein Diesel Opel gefahren, welcher mich am Ende mehr Reperaturkosten als Beschaffungswert kosten wird. Ich spiele nun mit dem Gedanken mir ein Model 3 SR+ zu bestellen, da im Normalfall wartungsärmer und sparsamer. Außerdem ist das Model 3 einfach ein geiles Auto :smiley: . Allerdings halten mich ein paar Sachen davon ab:

Ich würde das Auto täglich (nur) ca. 20 km innerorts bewegen. Ich wohne im Stadtgebiet Nürnberg, habe kein Wohneigentum, keine Garage oder Stellplatz. Ich denke, vom Vermieter bekomme ich demnächst auch keine Ladestation oder Steckdose, da es baulich gesehen keinen Platz gibt. Ich müsste also öffentlich laden, dazu gibt es eine 11kw Säule in 3 Minuten Fußweg Nähe. Abgesehen davon sind sehr viele Säulen im Stadtgebiet verteilt oder auch beim Discounter in 10 Minuten Entfernung aufgestellt.

Gibt es vielleicht welche, die ein ähnliches „Problem“ haben und aus ihrer Erfahrung berichten können? Ist ein Elektroauto überhaupt etwas für mich? Leider kann ich das nach einer Stunde Probefahrt überhaupt nicht einschätzen…

Mfg
chargy

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Also du hast doch eigentlich sehr gute Voraussetzungen.
3 Min bzw 10 Minuten entfernte Lademöglichkeiten und nur 20km Fahrtstrecke
Denke da wirst du keine Probleme bekommen.
An den öffentlichen Ladestationen kannst du ja ca 60km in der Stunde laden.

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Kann man machen.
Du mußt dann halt einmal die Woche zu der Ladesäule und den Wagen für ein paar Stunden anschließen.
Wenn Du absehen kannst, dass die Säule nutzbar ist, wenn Du sie brauchst, mach es.
Du wirst sehr viel Spaß mit dem Auto haben.
Wobei man aber sagen muss, dass das M3 nicht wirklich klein ist und ob es optimal für den innerstädtischen Betrieb ist, musst Du selbst mit Dir ausmachen.

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hi,

ich komme aus regensburg, fahre seit mitte 2019 ein model s. habe keine ladegelegenheit daheim.
bin bisher 30.000 km gefahren und habe nur öffentlich geladen bzw. suc auf strecke.
bisher total unkompliziert. ist ein wenig mehraufwand, aber nicht der rede wert…
ich find‘s cool!

madmax

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Ich habe ein ähnliches Problem gehabt, allerdings mit täglich 120 km über Land. Habe es mittlerweile geschafft, dass mein Arbeitgeber 10 Ladepunkte errichtet hat, welche 4 kW Leistung geben. Reicht normal bei 8h Standzeit aus für die Wegstrecke. Nun…Corona. Fahre nur 1x die Woche kurz hin und nach ca. 2h wieder los. Ich lade somit ausschließlich öffentlich. Meine Lademöglichkeit ist 200m entfernt und ich checke vorab über z. B. Moovility, ob frei ist. Dank Homeoffice bin ich da flexibel.

Bei deiner Strecke von 100 bis 120 km die Woche würde theoretisch öffentlich 1x die Woche für 1,5 bis 2h an 11 kW reichen.

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Selbes Thema, allerdings in Berlin. 95% kostenloses Laden beim Einkaufen, sei es IKEA, Lidl oder Kaufland. Ansonsten SuC auf der Bahn.

Bin selber gebürtig aus Nbg. Wenn du magst und Erfahrungswerte hast, lass mich wissen wo es sich am besten daheim lädt :smiley:

Du kannst Auto fahren, also ja :smiley:

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ich hätte mur großen Respekt davor einen Neuwagen auf offener Straße stehen zu lassen. Es passiert so schnell mal was. Ich habe das mal für 2 Jahre gemacht, hatte 5 Schäden in dieser Zeit. Eventuell eim gebrauchtes E-Auto das schon erste Treffer hat?

Notfalls gibt es ja sentry mode :grinning:

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Hallo chargy,
ich habe ähnliche Voraussetzungen wie Du und kann mir letztlich eigentlich noch kein Urteil bilden, da ich noch auf mein M3 SR+ warte. Ich „wage“ es und bin mir auch durch verschiedenste Erfahrungswerte aus diesem Forum sicher, dass das schon passen wird.
Inwieweit das eben genannte „Großstadtproblem“ (Das Model 3 ist in der Tat recht groß) für Dich vor Ort tatsächlich von Belang ist, musst Du sicherlich überprüfen …

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Ne Straße weiter hatte ne Mum ihren Ferrari 575m auf der Straße parken, mit Kindersitz auf dem Beifahrer. Die parkte wie alle auch. Hier ist aufgrund der Bausubstanz keine Tiefgarage zu erwarten. Da steht alles auf der Straße, vom 992er bis zur alten restaurierten Giulietta. Da macht sich keiner ins Hemd. Und wenn doch, hat er/sie/divers eh keine Wahl

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Wow, bin überrascht wie schnell die Antworten kommen. Danke dafür :stuck_out_tongue:.

@immanuel wenns soweit ist, dann melde ich mich :smiley:

@Ruudinho du kriegst dann den 2021er denke ich mal, oder?

Verbraucht eigentlich der Model 3 im geparkten Zustand mit/ohne Sentry viel Ladung?

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Off topic: bei uns stand letztens ein Carrera GT mit Münchner Kennzeichen am Straßenrand. Zwar 30er Zone am Stadtrand, aber mit Stadtbus eigentlich recht eng. Als ich beim Googeln auf die ~600.000 am Gebrauchtwagenmarkt gestoßen bin, musste ich mal kurz durchatmen.
Summa summarum: Menschen haben offensichtlich unterschiedliche Hemmschwellen, wenn’s ums Laternenparken geht…

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Mittlerweile saugt der Sentry Mode wohl etwa 160 W

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ja mei‘. klar ist es ärgerlich wenn was passiert. aber es ist nur ein auto und ein gebrauchsgegenstand. kein heiliger gegenstand… und versichert

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Einer der wenigen Fälle hier im Forum, wo es richtig und sinnvoll wäre, der Einheit mit einem Schrägstrich einen Zeitbezug hinzuzufügen. Ich nehme mal an, hier waren W/h gemeint.

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Ich würde es bei deinen Voraussetzungen tun. Ist ja wirklich zu schaffen. Und vllt findest du in deiner Nähe einen Einkaufsladen mit Gratisladesäule, dann lädst du umsonst 1x die Woche beim Einkaufen auf (so wie ich).

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Als Physiker muss ich mit einem klaren Nein antworten.
Schau dir Mal die Definition der Leistung an:

Was du wahrscheinlich meinst, es verbraucht eine gewisse Kapazität pro Stunde. Also Wh pro h = W.

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Du musst Dir aber darüber im Klaren sein, dass Reichweite am Stück nicht gleich der „Zusammengestöpselten“ Reichweite ist.
Bei 20km täglich werden die Vampirverluste schon sehr wahrnehmbar und besonders im Winter wird die Reichweite enorm sinken, denn Du bist praktisch immer am Aufheizen von Batterie und Innenraum. Dazu Vorheizen, der stromfressende Sentry Mode und schon bist Du bei << 200km.
Die oben genannten Effekte merke ich schon bei 2x 28km täglich, je kälter, je schlimmer.
Wenn Du dann noch den überteuerten Strom aus der Ladesäule des Ladeverbundes holst, bist Du schnell bei verbrennerähnlichen Kosten.
In Nürnberg gibts zwei Aldis mit 50kW DC, das funktioniert prima, aber nicht wenn alle nach Feierabend wollen…eine gute Zeit ist wenn die Muttis im i3 die Kinder aus der Schule holen und bekochen.
Perspektivisch musst Du auch mit einbeziehen, daß die Landplage der Plug-In Hybride rasch zunimmt, die dann mit einer handvoll kW Ladeleistung den halben Tag die Säulen blockieren.

Meine persönl. Entscheidung für einen Tesla war fest an die Lademöglichkeit zuhause gekoppelt.

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sehe da wirklich keine Probleme. Vielleicht schaffst du ja auf absehbare Zeit noch eine Steckdose am Arbeitsplatz zu bekommen. Und wenn du mit der enbw karte laden kannst sind 30c/kwh auch an den Säulen bei dir zuhause kein thema.

m.E. braucht man mindestens einen Ladepunkt, auf den man regelmässig und notfallmässig garantiert Zugriff hat ohne von der allg. Auslastung abhängig zu sein. Da reicht schon eine Schukosteckdose. UNterschätze das Kurzstrecken/Winter/Vampir/Sentry/Vorheizen-Problem nicht, nach der ersten kalten Woche war ich ziemlich entsetzt.

Vampir/Sentry/Vorheizen zählt der Trip Computer übrigens nicht mit, der zeigt brav 15,5KWh/100km, aber mein Zwischenzähler an meinem Ladepunkt deutlichst mehr.

Ich sehe halt im Stadtgebiet ein bisschen das Problem, daß es vielen so geht wie Dir und dann nach Feierabend der Kampf um die Ladesäulen losgeht. Tendenz täglich steigend.
Umgekehrt wimmelt es bei uns im ländlichen Speckgürtel Nürnbergs von permanent völlig unbenutzten Ladesäulen, weil hier die Immobilienstruktur deutlich einfamilienhauslastig ist und jeder am preiswertesten in seiner Garage lädt.
So stehen z.B. in einem Kaff wie Pyrbaum 4 (Vier!) Ladesäulen als Denkmal der Moderne. Sind aber staatl. gefördert :slight_smile:
Vielleicht ist es aber auch nur weit voraus geplant

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