Gerade hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Techniker vom SeC München-Triebwerk. Und zwar empfiehlt das SeC nach seiner Aussage Service-Intervalle, die sich von dem im Handbuch genannten erheblich unterscheiden:
Alle zwei Jahre Bremsflüssigkeit nicht etwa nur prüfen, sondern definitiv wechseln.
‚Desiccant Bag‘ der Klimaanlage nicht erst alle 6 Jahre, sondern bereits alle zwei Jahre tauschen.
Mindestens vor jeder TÜV-Prüfung eine ‚General Inspection‘ durchführen, bei der eine festgelegte Liste von Prüfungen am gesamten Auto vorgenommen wird (z.B. Stoßdämpfer, Türgriffe, Gangwahlschalter). Davon ist im Handbuch überhaupt keine Rede.
Die Posten sind nicht ganz billig. Sie wurden bei mir versehentlich durchgeführt, ohne mich zu fragen und obwohl das Auto erst 20 Monate alt ist. Deshalb habe ich sie auf einer Rechnung und kann die Details nennen, auch wenn ich das am Ende nicht vollständig bezahlt habe (bin mir mit dem SeC einig geworden - die waren wie immer sehr freundlich). Es sind, jeweils Arbeit+Material+Umsatzsteuer zusammen gerundet:
Bremsflüssigkeit: 170 Euro
Klimaanlage: 300 Euro
General Inspection: 210 Euro
Dazu standen auf meiner Rechnung noch das nach dem Winter Bremsen reinigen & schmieren (60 Euro) und der Luftfilterwechsel alle zwei Jahre (60 Euro). Da gibt es keine Abweichung zwischen Handbuch und SeC, und das habe ich bezahlt - das mit den Bremsen hatte ich sogar tatsächlich bestellt.
Meine Frage an Euch, vor allem an die Techniker: wie geht man mit den abweichenden Empfehlungen von SeC und Tesla selbst um? Vor allem das mit der Klimaanlage 6 Jahre vs. 2 Jahre finde ich schon krass. Und bei der Bremsflüssigkeit kann ich ja jemandem, der sich sowieso sicher ist, dass die getauscht werden muss, schlecht vorschreiben, dass er nur gucken soll… das Material ist da mit 14 Euro eh nur ein sehr kleiner Teil des Postens.
Würdet Ihr eine General Inspection machen? Und wenn ja, wie oft? Wie oft würdet Ihr das Teil für die Klimaanlage tauschen lassen? Und würdet Ihr auf eine reine Prüfung der Bremsflüssigkeit bestehen?
Meines Erachtens weiß Tesla und damit das Handbuch es am besten. Das Service Center will vielleicht auch leben und hatte Langeweile und irgendwer wird es schon kaufen.
Ja, sehe das wie Mr. Darcy; weshalb eine Klimaanlage so oft ein so teures Service bräuchte, ist mir schleierhaft. Auch weswegen bei einem Fahrzeug mit selten genutzten Bremsen die Bremsflüssigkeit getauscht werden sollte, ist ja schließlich ein geschlossener Kreislauf und ein etwaiger Wassergehalt kann eben schnell mal geprüft werden.
Ich für meinen Teil habe nach zwei Jahren noch gar nichts gemacht. Beim Räderwechsel zweimal pro Jahr kontrolliere ich genau Aufhängungen und Fahrwerk sowie Bremsen. Für mich in Wien sehe ich auch keinen Sinn nach zwei Jahren schon eine Bremsenreinigung zu machen. Nach dem dritten Jahr werde ich das aber schon mal durchführen lassen, selten aber doch wird auch hier gesalzen im Winter.
Die empfehlen gar viel was ihnen Kohle bringt alles überflüssig außer alle 2 Jahre Bremsflüssigkeit wechseln ! Nicht nur kontrollieren , wechseln ! + Luftfilter alle 2 Jahre oder 40000km ca. Ansonsten Rest nach Bedarf . Schon 10000x diskutiert in Zich Beiträgen , aber machen wir noch mehr auf
Also das mit der Klimaanlage macht man nichtmal beim verbrenner so oft. Ich würde alle 4 Jahre die an ein Gerät klemmen lassen zum Druck prüfen und höchstens nach dem 4 Jahr den Trockner wechseln aber ansonsten Bremsflüssigkeit würde ich auch nicht prüfen sondern wechseln alle 2 Jahre.
Bremsflüssigkeit hat nichts damit zu tun wie oft du bremst sondern dass diese über die Zeit Wasser zieht. Daraus schließt weniger bis keine Bremskraft und rostende bremsleitung.
Äh nein? Wäre mir neu, aber Tesla verändert permanent irgendwas an der Anleitung oder sonstigen , also möglich und nicht auszuschließen dennoch gilt das was auf der Homepage steht , und das steht da eig schon seit 3,5 Jahren so
Ich kram mal diesen Thread raus, weil es hier genau passt:
Mir wurde heute von der freien Werkstatt (beim Reifen- und Scheibenwischerwechsel) erzählt, dass ich bei meinem Model 3 (2,5 Jahre alt, 63tkm) das von Tesla empfohlene Serviceintervall für den Ölwechsel weit überschritten hätte. Angeblich steht in einem Wartungsdokument von Tesla, dass das Getriebeöl der Motoren alle 2 Jahre bzw. 40tkm gewechselt werden muss.
Im Benutzerhandbuch steht davon nichts. Hat irgendwer davon schonmal was gehört? Hat das irgendwer schonmal gemacht bekommen?
Auf Nachfrage, wo die Werkstatt die Info her hat hieß es, dass das in der Wartungsdokumentation für Werkstätten steht und das solche Details oft nicht mehr im Benutzerhandbuch stehen.
Es gibt keine verpflichtende Wartung!
So weit ich weiss gibt es keinen vorgeschriebenen Wechselintervall für das Getriebeöl.
Die Bremsflüssigkeit kann man mal prüfen und ggfs wechseln.
Bei den etablierten Herstellern wird das alle zwei Jahre gewechselt.
Ich hab das eher alle drei bis vier Jahre gemacht.
Du kannst für ein paar Euro beim TÜV den Siedepunkt prüfen lassen, und dann ggfs. wechseln.
Wenn du zur Wartung bei Tesla vorbeischaust, dann schrauben die alle Reifen ab und schauen sich die Bremsen an. Ggfs. werden die gängig gemacht.
Die Reifen werden durchgetauscht um eine gleichmäßige Abnutzung zu erreichen.
Evtl. noch ein neues Innenraumfilter, das wars.
Mit dem Getriebeölwechsel wollten die dir einen Bären aufbinden.
fahr nicht mehr hin wenn dir eine freie Werkstatt zu einem Fahrzeug mehr erzählen will als der Hersteller. Da kann nichts gescheites dabei raus kommen.
Das ist definitiv falsch. Es gibt keine Wartung dafür. Es gibt zwar tatsächlich Öl in den Drive Units, die sind aber als geschlossene Systeme konstruiert. Niemals aufmachen! Das Öl in den Dingern bleibt ein Autoleben lang, wo es ist. Macht man das System auf, so macht man es kaputt, mindestens indem Luft und damit Dreck reinkommt.
Im Gegensatz zu Fahrzeugen mit Benzinmotor erfordert Ihr Tesla weder Ölwechsel, Zündkerzen- oder Kraftstofffilteraustausch noch Abgasuntersuchungen.
Es gibt auch Videos auf Youtube, wo Drive Units zerlegt werden, da sieht man dann auch das (meist bläuliche) Öl - und kann sich aufgrund der Konstruktion glaube ich sehr gut vorstellen, dass das nicht für einen Wechsel vorgesehen ist.
Kurz gesagt: Bei Deiner Werkstatt hat man entweder so gar keine Ahnung von Tesla und irgendwas fundamental verwechselt, oder es liegt ein schlimmerer Sachverhalt vor. Ich würde da nicht mehr hingehen, jedenfalls nicht mit dem Tesla, und ehrlich gesagt vorsichtshalber wohl auch sonst nicht.
Danke für den Hinweis auf den Thread. Für mich unfassbar, dass ein SeC tatsächlich einen Ölwechsel durchgeführt hat. Wobei die ja leider gelegentlich so manches Überflüssige gegen die Empfehlung von Tesla tun, diese Erfahrung musste ich auch schon machen. Der Threadersteller will den Ölwechsel alle 100.000 km durchführen lassen, und jetzt muss er das IMHO auch so durchziehen. Denn jetzt ist die Drive Unit verunreinigt.
Ich bleibe dabei, auf keinen Fall bei Tesla Ölwechsel durchzuführen. Hat überhaupt schon mal jemand einen Getriebeschaden an einer Drive Unit gehabt, der durch einen Ölwechsel verhindert worden wäre? Würde mich ehrlich gesagt wundern. Ich glaube nicht an die Story, dass ein solcher Wechsel die Lebensdauer der Drive Unit verlängern könnte.
Das was du da schreibst ist maschinenbaulich völliger Unsinn. Das ich seit 25 Jahren Ölanalysen mache ist dir schon klar, oder?
Vielleicht mal meinen Thread LESEN und VERSTEHEN? Zumindest versuchen?
Aber wir haben ja Glaubensfreiheit in Deutschland.