Mini Balkonkraftwerk zu bestehender Photovoltaikanlage

Hallo zusammen,

ich habe mal eine Frage an die Techniker hier.
Ich betreibe bereits eine Photovoltaikanlage, klar mit Wechselrichter :grinning:, Gateway 2 und Powerwall. Die Anlage versorgt via Kaskadenschaltung die Wärmepumpe und den Haushaltsstrom.
Jetzt habe ich zwei Module geschenkt bekommen mit insg. 660 W. Und jetzt kommt die laienhafte Idee.
Es gibt wie ich gelesen habe und wie ein Bekannter betreibt die sog. Balkonkraftwerke, die man bis 600 W selbst installieren darf und auch nicht anmelden muss. Die Module werden an einen Miniwechselrichter, der auf 600 W begrenzt ist, angeschlossen. Den Wechselrichter wiederum schließt man einfach via Schukostecker an die Steckdose an und schon läuft das Ganze.
Meine Idee ist jetzt, bevor ich die beiden Module in den Keller packe, montiere ich sie auf unser Gartenhäuschen. Mini-Wechselrichter angeschlossen und in die mit 16Ampere abgesicherte Steckdose eingesteckt.
Nach meinem laienhaften Verständnis müsste das ohne weiteres funktionieren. Oder kommen sich die beiden Photovoltaikanlagen in die „Quere“. Zum Beispiel beim Laden der Powerwall. Oder „sieht“ das Gateway 2 die Mini-Photovoltaikanlage gar nicht.

Ich finde wie gesagt die Idee interessant weil ich „nur“ so einen Miniwechselrichter beschaffen müsste. Module und Installationsmaterial habe ich alles hier. Anschaffungskosten würden sich also so um die 350,-- € belaufen. Das wär es denke ich wert.

So jetzt mal Feuer frei für die Techniker :grinning:

Schon mal vielen Dank und viele Grüße und euch allen schöne Ostern

bayernsurfer

Hallo,

kurz :

  1. wenn du die Phase des MiniWR nicht durch einen CT des Gateway laufen lässt sieht das GW die Erzeugung nicht. Für das GW verbraucht dein Haus dann einfach „weniger“ bis hin zu 0W oder sogar negativ. Ja … das geht. Schaut aber komisch aus und verwirrt irgendwann auch das Gateway.

  2. An einen Schuko Stecker darfst du ganz korrekt nicht anschliessen. Dafür gibt es eine spezielle Dose die man benutzen „soll“. Die Diskussion um sollen und müssen wurde hier schon zur Genüge geführt. Die VDE ist hier eindeutig. Wer meint die VDE ist nicht verbindlich, kann das so sehen. Hierüber wird hier bitte einfach mal nicht diskutiert. Wer nachlesen will, zumindest für den Bereich Bayernwerk steht das alles hier : Photovoltaikanlagen an der Steckdose - VDE FNN

  3. Anmelden musst du die Anlage trotzdem. Du darfst sie aber „vereinfacht“ selbst in Betrieb nehmen :wink: Wenn du beim Bayernwerk bist findest du das pdf hier :
    Steckerfertige Anlagen

Zwischen dem was man „muss“ und dem was man tut können theoretisch und
praktisch Abweichungen sein. Der für mich wichtigste wieso man kein Schuko nehmen darf ist schlichtweg dass dann eine Erzeugungsanlage offene Kontakte hat da der Stecker ja wenn er ausgesteckt ist einfach frei offene Kontakte hat. Ja, prinzipiell darf der WR nicht anlaufen ohne Netz … aber …

Strom frei ! :wink:

Hallo,

das funktioniert problemlos, du senkst mit dem Balkonkraftwerk ja nur den permanenten Standby-Verbrauch des Hauses.

Aber: mal in den Einspeisevertrag deiner PV-Anlage schauen, es gibt Netzbetreiber die im Einspeisevertrag den zusätzlichen Betrieb eines Balkonkraftwerks ausschließen.

Die Diskussion, ob das dann „EEG-Betrug“ ist, weil du ja eventuell dadurch deine Einspeisevergütung erhöhst, will ich hier jetzt nicht anzetteln. Die 660W könntest du ja auch durch die Anschaffung eines verbrauchsärmeren Kühlschranks und/oder einer Gefriertruhe einsparen.

Und die „Schuko-Stecker“-Problematik muss man hier auch nicht diskutieren, dazu findet man auf Youtube ausreichen Info-Videos.

Gruß Peter

Guck mal hier rein.

Oder auch viele der anderen Seiten und gerne dazu auch mal Laudeley auf YouTube eingeben, bevor hier Wieder viele schlaue Leute Müll schreiben.
Mach und du wirst glücklich. :sweat_smile:

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Passt vielleicht ganz gut in diesen Thread:

Hallo zusammen,

ja vielen Dank für die schnellen Antworten :grinning:

@bergler: Zu deinem Punkt 1: Nein der Miniwechselrichter würde meines Erachtens nach nicht durch einen CT des Gateway laufen. Der Wechselrichter würde an eine Steckdose des Gartenhauses angeschlossen werden. Verbraucher sind da aktuell keine groß angeschlossen außer die Gartenbeleuchtung, die natürlich nachts brennt, wenn von der Minisolaranlage nichts kommt :laughing:. Das darf dann die Powerwall versorgen.
Aber Du sprichst etwas an, was mich auch zögern lässt. Und zwar der Punkt, dass ja eventuell, ich nenn es jetzt einfach mal Strom, an einem Punkt im Gateway ankommt wo ja eigentlich keiner ankommen soll. Wenn ich es richtig verstehe gibt es im Gateway ja nur zwei Punkte wo Strom ankommt. Entweder da wo der eigentliche Wechselrichter angeschlossen ist oder da wo die Powerwall angeschlossen ist. Ist das dem Gateway 2 egal und es verteilt einfach den Strom zb. an die Powerwall wenn die noch nicht vollständig geladen ist oder läuft der Strom dann zusammen mit dem vom eigentlichen Wechselrichter erzeugten Strom ins Stromnetzt.
Oder, schlechteste Möglichkeit, das Gateway 2 raucht ab, weil an einer Stelle Strom ankommt, wo keiner ankommen darf. :unamused:

Zu Punkt 2: Ja ich habe was gelesen von einer Wielandsteckdose. Gut, die Anschaffung wird mich nicht umbringen. Kein Ahnung was das Teil jetzt kostet aber tausende von Euros werden es schon nicht sein, hoffe ich :grinning:

Zu Punkt 3: Also ich habe gelesen, dass diese sog. Balkonkraftwerke nicht angemeldet werden müssen solange 600 W nicht überschritten werden. Das ist für mich, neben dem Punkt, dass ich keinen Elektriker brauche, der entscheidende Punkt. Ich habe die zwei Module umsonst bekommen und jetzt ist das Ganze einfach als „Zuckerl“ gedacht ohne großen Verwaltungsaufwand. Aber ich lese mal was die Bayernwerke so meinen. Vielen Dank für den Link :grinning:

Hey marc4177,

vielen Dank für die Antwort.
Ja da hab ich mich schon schlau gemacht. Mir geht es eigentlich nur darum ob der Parallelbetrieb mit dem Gateway 2 und der Powerwall 2 funktioniert oder ob die Teile damit überfordert sind wenn da plötzlich eine weitere Stromquelle dazu kommt.

Viele Grüße

bayernsurfer

Zwecks Netzbetreiber- Quatsch mal mit denen und frag nach wie das so aussieht. Wenn man da freundlich ins Gespräch einsteigt sind die auch stets sehr kooperativ.

Ansonsten gäbe es sicherlich den einen oder anderen Trick über den sich das Thema keine „Einspeisung“ erledigen ließe.

Hallo BeXPerimental,

ich hab mir gerade das Formular von den Bayernwerken durchgelesen bezüglich solch kleiner Balkonanlagen.
Mir schwant das wieder übles mit der deutschen Bürokratie. Aber ich werde wie von dir auch vorgeschlagen da mal nach Ostern anrufen und fragen wie das ist mit so ner kleinen Zusatzanlage.

Viele Grüße und schöne Ostern

bayernsurfer

Das GW hat keinen „Strom rein“ Teil für WR :wink: Ich vermute du meinst den Non Backup Pfad, an den man die 3phasigen WR anklemmen soll. Das GW „weiss“ nur von einerm PV Anlagen weil um die Phasen des WR sog. CTs klemmen, die dem Strom messen.

Ihr habt es in Deutschland schon schwer, aus jedem kleinsten Problem wird ein episches Problem gemacht und anschliessend mit bürokratischem Overkill der Garaus gemacht.
In der Schweiz sind wir da viel pragmaischer.
Habe solche Module seit Jahren parallel zur normalen PV mit Speicher an der Steckdose auf der Terasse in Betrieb. Bei guten Bedingungen zeigt das Monitoring sogar einen Hausverbrauch von 0W und die Einspeisung ins Netz ist höher als die Produktion am grossen PV Generator.

Punkto Sicherheit ist Schuko ausreichend, da ist dauerndes laden an Schuko wesentlich gefährlicher! Der spezielle Wielandstecker ist nur Geldmacherei, da ist es aus Sicht des E- Technikers besser, eine feste Klemmenverbindung vorzunehmen, wie bei jeder normalen PV Anlage.

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Das hast du wirklich schön geschrieben, ich hab mich gerade kaputt gelacht. :blush:
Wären alle Deutschen so gestrikt, aus wirklich allem und jedem ein „episches Problem“ zu machen, hätte es die Wiedervereinigung nicht gegeben. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. :joy:
Grüße in die schöne Schweiz!

@Superpuma: Ja, ich gebe Dir recht. Bei uns in Good old Germany ist das manchmal echt Wahnsinn mit dem Bürokratieschimmel. Wenn ich da bei den Bayernwerken anrufe, dann geht´s bestimmt los mit evtl. Einspeisung, dass das dann zwei Anlagen sind und die Einspeisevergütung reduziert werden muss und bla bla blub…

@bergler82: Ja genau :grinning: den Non Backup Pfad meine ich. Da kommt ja Strom rein. Genauso wie bei der „Supply Sektion“. Bei dem zusätzlichen Anschluss mit der Minianlage käm ja dann u.U. auch Strom bei der „Home Sektion“ an wo doch nur Strom abfließt. Allerdings kommt hier ja auch der Strom von der Powerwall an wen ich das richtig verstehe. Wenn das so ist, dann dürfte es ja ohne weiteres funktionieren.

Viele Grüße

bayernsurfer

nein nein :wink: der non Backup Pfad bedeutet nur dass der im Notstromfall NICHT mit Strom versorgt wird. Daher NON BACKUP :wink: Und laut Installer Manual soll man dort alle dreiphasigen Verbraucher / Erzeuger anschliessen. Das hat aber ganz andere Gründe und nix mit „rein oder raus“ zu tun.

Hey bergler82, okay dann verstehe ich es so, dass das Ganze eigentlich funktionieren müsste.
Klar die Anzeige in der App kann beim Hausverbrauch 0 Watt oder wenn sogar zu viel Strom produziert wird eine negative Anzeige haben. Aber das war es dann auch. :grinning:
Kein Schaden am Gateway also. Korrekte Ansteuerung der Powerwall, also dass die den korrekt benötigten Strom liefert müsste auch problemlos funktionieren.

Ja ich denke, dann werde ich das umsetzen. Hab jetzt mal geschaut was das Ganze so kostet:
Das wär ein Growatt Wechselrichter 600 TL-x und ein bisschen Kabel für die Reihenschaltung der beiden Module. Gesamtkosten rd. 380,00 €

Da kann man das machen.

Viele Grüße

bayernsurfer

Gut das zu hören. Ich hab auch ne Aussensteckdose am Balkon… glaub da stell ich mir auch mal 2 Panels drauf bis die PV dann nächstes Jahr erweitert wird :slight_smile: Haben is ja besser als brauchen :smiley:

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nein, kein Schaden am Gateway. Bei mir ist alles am normalen Backup Pfad angeschlossen, da wir keine Drehstromverbraucher haben.

So in der Richtung

OT:Achtung bei greenakku zur Zeit nicht bestellen. Die bekommen gerade überhaupt nichts mehr gebacken.
Lieferzeiten falsch angegeben. Hatte dort vor 2 Wochen bestellt. Lieferzeit sollte 2-3 Wochen sein. Haben die 2600€ via PayPal schon eingezogen. Auf Nachfrage wann meiner Lieferung denn etwa kommt, wurde ich erst 4 Mails hingehalten und dann kam September 2022. Natürlich Bestellung wieder storniert.
Wenn sich jemand ein Bild davon machen möchte, einfach auf Trustpilot gehen und nachschauen.

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Da du schon eine PV Anlage mit Einspeisevergütung hast, darfst du kein bkw einfach so betreiben. Oder eben schwarz und einfach machen.