Midnight Cherry Red Lackreparatur

Heute geht es um eine:
𝗥𝗲𝗽𝗮𝗿𝗮𝘁𝘂𝗿- 𝗔𝗯𝗹𝗮𝘂𝗳- 𝗘𝗿𝗸𝗹ä𝗿𝘂𝗻𝗴 𝘃𝗼𝗻 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗺 𝗞𝗿𝗮𝘁𝘇𝗲𝗿 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗧ü𝗿- 𝗠𝗶𝗱𝗻𝗶𝗴𝗵𝘁 𝗖𝗵𝗲𝗿𝗿𝘆 𝗥𝗲𝗱 𝗟𝗮𝗰𝗸𝗿𝗲𝗽𝗮𝗿𝗮𝘁𝘂𝗿
:point_down:t2:

Der Nachbar gönnte ihm wohl das Auto nicht, gruseliger Gedanke, leider wahr.

Ich suchte ein Schaden, damit wir uns an dem Lack probieren konnten. Den können wir nun…!! Null Problemo, nun suchen wir Quicksilber, ich gebe 70% Rabatt auf die Lackierung, auch um Erfahrungen zu sammeln und ein Video zu drehen.
:point_down:t2:

Markus kommt in Lübeck an, Auftrag unterschreiben lassen, zusätzlich möchte er nun noch eine doppelte Keramikversiegelung mit Scheiben, auch das wird reduziert und auch das schaffen wir noch irgendwie🥺

𝗘𝗿𝘀𝘁𝗲𝗿 𝗔𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁𝘀𝗴𝗮𝗻𝗴:

  • Tesla Model Y bekommt Schutzmaßnahmen auf Fahrersitz, Lenkrad und Fußmatte gelegt
  • Ab in die Waschhalle, waschen :sweat_drops::potable_water::bucket: und fönen (trocken pusten)

𝗭𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿 𝗔𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁𝘀𝘀𝗰𝗵𝗿𝗶𝘁𝘁, 𝗙𝗮𝗿𝗯𝘁𝗼𝗻𝗳𝗶𝗻𝗱𝘂𝗻𝗴

Bewaffnet mit:

  • Farbtonmessgerät
  • Tagesleuchtlampe
  • Farbmuster
    Wir hatten im Vorwege alle Nuancen lackiert, es gibt in unserem System 3 aber man kann den Ton mit Druck, Dichte, Materialmenge und vor allem mit wieviel Gängen Tinte (eingefärbter Klarlack) den Ton massiv verändern. Darum haben wir Muster mit einem Gang, zwei Gängen usw. lackiert und beschriftet.

Das macht das Bestimmen der Farbe leicht, kaum ein Auto gleicht den anderen, wenn es auf so feine Nuancen ankommt.
Hier wird nun auch bestimmt, was genau gemacht wird, hätte auch sein können, dass wir die ganze Seite lackieren müssen, aber die Karte mit einem Lasurgang passte gut, dass wir uns entschieden haben, nur die direkt angrenzende Tür einzulackieren.

𝐃𝐫𝐢𝐭𝐭𝐞𝐫 𝗔𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁𝘀𝗴𝗮𝗻𝗴, 𝗮𝗯 𝗶𝗻 𝗱𝗶𝗲 𝗞𝗮𝗿𝗼𝘀𝘀𝗲𝗿𝗶𝗲𝗮𝗯𝘁𝗲𝗶𝗹𝘂𝗻𝗴

  • zerlegen der Türen

𝗩𝗶𝗲𝗿𝘁𝗲𝗻𝘀, 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝗱𝗲𝗺 𝘇𝗲𝗿𝗹𝗲𝗴𝗲𝗻, 𝗮𝗯 𝗶𝗻 𝗱𝗶𝗲 𝗟𝗮𝗰𝗸𝗶𝗲𝗿𝗲𝗿𝗲𝗶

  • Nach dem zerlegen kommt er in die Vorbereitungshalle, dann wird eine Schutzplane drüber gelegt
  • Die beschädigte Stelle wird mit einem Wasserreiniger gereinigt- danach mit einem Silikonentferner
  • Es wird geschaut, ob es weitere Schadstellen gibt

𝗦𝗰𝗵𝗹𝗲𝗶𝗳𝗲𝗻:

  • die Schadstelle wird mit einem Exenter ausgeschliffen, Schleifpapierkörnung P320
  • dann P400
  • dann P800
  • am Schleifhof erkennt man, dass es okay ist, zur Sicherheit nochmal drüber fassen -Autolackierer können mit den Händen gucken, so doof sich das anhört, bedarf aber jahrelange Erfahrung
  • der Rest wird mit P800 Exenter geschliffen



Die hintere Tür muss zur Farbtonangleichung mit lackiert werden, alles wird matt geschliffen, es darf keine „Narbe“ mehr drauf sein, danach wird mit einem P1.000 Softpad leicht feucht geschliffen.
Ist eigentlich aus der Mode, eigentlich nur Trockenschliff, aber es machen noch so viele, weil es quasi das iTüpfelchen der Qualität ist.


𝗙𝗿𝗮𝗴𝗲:
Warum keine Narbe?

𝗔𝗻𝘁𝘄𝗼𝗿𝘁:
In eine Narbe können sie beim einblenden Farbpigmente absetzen, die dann durch falscher Lichtbrechung das Ergebnis zu nichte machen.

𝗙𝗿𝗮𝗴𝗲:
Was heißt „einblenden“?

𝗔𝗻𝘁𝘄𝗼𝗿𝘁:
Die Farbe so aufzulackieren, dass wir die Teile nur um die Schadstelle herum mit den farbgebenden Basislacken lackieren und zum Ende keine Pigmente mehr auf den Teilen / in diesem Fall Türen, sind, damit die Reparatur nicht zu sehen ist.

Das ist bei einem Dreischichtlack besonders herausfordernd, viel komplizierter, als bei normalen Metallic- Lacken.

𝗙𝗿𝗮𝗴𝗲:
Dreischichtlack? Es wird von Tesla doch immer von 16 und mehr Schichten gesprochen…??

𝗔𝗻𝘁𝘄𝗼𝗿𝘁:
Ja, dass scheint ein Marketing- Gag zu sein, es wurden hier wohl alle Schichten, sprich von der KTL- Grundierung, bis zum letzten Gang Klarlack alle Schichten gezählt

Wie geht es weiter?
Wieder viel reinigen, abpusten mit Druckluft, wieder reinigen mit Silikonentferner usw.

𝗡ä𝗰𝗵𝘀𝘁𝗲𝗿 𝗦𝗰𝗵𝗿𝗶𝘁𝘁, 𝗦𝗰𝗵𝗿𝗶𝘁𝘁 𝟱

𝗗𝗶𝗲 𝗮𝘂𝘀𝗴𝗲𝘀𝗰𝗵𝗹𝗶𝗳𝗳𝗲𝗻𝗲 𝗦𝘁𝗲𝗹𝗹𝗲, 𝘄𝗼 𝘃𝗼𝗿𝗵𝗲𝗿 𝗱𝗲𝗿 𝗞𝗿𝗮𝘁𝘇𝗲𝗿 𝘄𝗮𝗿, 𝗺𝘂𝘀𝘀 𝗴𝗿𝘂𝗻𝗱𝗶𝗲𝗿𝘁 𝘄𝗲𝗿𝗱𝗲𝗻

  • dafür kommt eine Reaktionsprimer auf die Stelle, Türen sind aus Alu🙋‍♂️
  • Dann wird im Misch- Computer :desktop_computer: geschaut, was für einen Grundton, braucht die von uns vorher bestimmte Variante? Wenn wir den Grundton haben, in diesem Fall SG07, dass dunkelste, wird die Menge geschätzt, die man benötigt und in einem Mischbecher gekippt, mit Härter und Verdünnung versehen und über ein Sieb in die Lackierpistole gefüllt.

  • dann wird die Stelle „angefüllert“ weich auslaufend und mit einem IR- Strahler getrocknet. Infrarot eignet sich hervorragend, weil es den Lack von der Tür aus trocknet, also nicht von der ersten Lackschicht zum Blech, sondern vom Blech zur ersten Lackschicht. Sonst wäre der Lack aussen dicht und hinten matschig. Übrigens ein Qualitätsmerkmal, dass man nie sieht, wurden die Grundmaterial IR getrocknet? Fällt meistens erst nach 12-18 Monaten auf, wenn es nicht gemacht wurde.
  • 3 Füllergänge und fertig



𝗙𝗿𝗮𝗴𝗲:
Warum heißt es „Füller“?

𝗔𝗻𝘁𝘄𝗼𝗿𝘁:
Weil die beschädigte Stelle gröber geschliffen/ gespachtelt wurde und die feinen Riefen jetzt mit irgendwas aufgefüllt werden müssen, darum heißt das Grundiermaterial „Füller“ kommt eigentlich aus dem englischen Wort "Filler"dies wurde in Deutschland dann zu Füller- umgangssprachlich natürlich.

𝗦𝗰𝗵𝗹𝗲𝗶𝗳𝗲𝗻:
Wieder wie oben schleifen, reinigen schleifen usw. Allerdings nun mit Graphenstaub / dem

Kontrollschwarz bepudert. Das geht in die hinterletzte Pore und wenn alles weggeschliffen ist, wissen wir, top Fläche

𝗦𝗰𝗵𝗿𝗶𝘁𝘁 𝟲
𝗘𝘀 𝗴𝗲𝗵𝘁 𝗥𝗶𝗰𝗵𝘁𝘂𝗻𝗴 𝗟𝗮𝗰𝗸𝗶𝗲𝗿𝗸𝗮𝗯𝗶𝗻𝗲

  • auf „Schuhe fahren“ bedeutet, dass es dich um ein Schienensystem handelt, wo das Auto quer zur Kabine auf rolllende Schuhe gefahren wird.


Dort wird das Auto abgeklebt, für die Lackierung vorbereitet, während der Lackierer ein anderes Auto in der Lackierkabine lackiert. Ist der Lackierer fertig, schiebt er das Auto, was auf diesen rollenden Schuhen steht, in den daran grenzenden Ofen.

  • Nun ist die Lackierkabine wiederfrei, in diesem Fall, für unser Midnight Cherry farbendes Model Y. Wo das MY eben stand, wird das nächste Auto raufgefahren, so haben wir einen schönen Fluss.

𝗜𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗞𝗮𝗯𝗶𝗻𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗽𝗮𝗿𝗮𝗹𝗹𝗲𝗹 𝘄𝗶𝗿𝗱 𝘄𝗮𝘀 𝗴𝗲𝗺𝗮𝗰𝗵𝘁?

Nexa ist übrigens der europäische Ableger von PPG und PPG ist der Farblieferant für Tesla ans Band, darum passen unsere Farben :blush: gut.

  • In der Kabine steht nun das fertige abgeklebte Auto, nur die beiden Türen sind frei von Folie. Die Folie ist ein Spezielle, die ist antistatisch und sie greift sich quasi jedes in Ihrer Nähe fliegendes Pigment

  • Das Auto wird sehr lange abgepustet, damit möglichst wenig Dreck drauf ist

  • Allerdings sehen mich die Finish- Mitarbeiter mit der Kamera :movie_camera: in der Hand, damit wissen sie, dass sie ein Tick mehr zu tun haben, weil ich bei der Lackierung fröhlich mit in der Kabine rumhüpfe

  • Nun bringt der Mitarbeiter die fertig gemischte Farbe, ein Basislack, ein eingefärbter Klarlack (Tinte)

  • Auto wischen, pusten, Staubbindetücher, Silikonentferner usw.

𝗘𝘀 𝗴𝗲𝗵𝘁 𝗹𝗼𝘀- 𝗱𝗶𝗲 𝗟𝗮𝗰𝗸𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴

  • der Basiston wird appliziert, nur um die „Gefüllerte Stelle“
  • Nächster Gang weiterauslaufend, versuchen ganz fein den Base zu lackieren, es darf auf keinen Fall was Richtung Kotflügel oder Seitenteil gelangen, dann würde die Lackierung nicht passen und alles müsste, inkl. des Seitenteils oder Kotf. mitgemacht werden.

Es wird nun, die „Tinte“ angerührt, diese besteht aus einem Teil Basislack und einem speziellen Klarlack, einem Express- Klarlack, extrem teuer aber dafür genau richtig :white_check_mark:

Dieser wird nun auch so lackiert, dass nichts zum Seitenteil oder zur Kotflügelkante kommt, nur das mit Base lackierte Feld und ein Stück weiter, feiner Übergang.
Der Lackierer heißt übrigens auch Michael und er gehört zum TopTeam bei uns, der hat nun Stress, denn der Moment muss gut abgepasst sein, mit der zweiten, schon fertig gemachten Pistole, lackiert er die nicht lackierten Stücke zum Seitenteil und Kotf. er muss in den Express- Klarlack rein, aber nicht zu weit- dass muss punktgenau sitzen. Nun ist erstmal 10 Minuten Ruhe, alles muss trocknen, nun werden noch 3-6 Gänge Klarlack, mit immer Wartezeiten lackiert.




Wenn das fertig ist, wieder 10 Minuten warten und dann geht das Model Y in den Ofen. Auch hier wieder ein Tipp, Lackierereien, Spotrepair- Buden oder was auch immer, wissen bestimmt nicht, welches E- Auto, welche Ofentemperatur haben darf, dass ist nicht so wie bei Verbrenner, also aufgepasst.
Bodyshops wissen es selbstverständlich, da sollte man von ausgehen, dass das alles perfekt passt.

𝗦𝗰𝗵𝗿𝗶𝘁𝘁 𝟳

𝗔𝘂𝘀 𝗱𝗲𝗺 𝗢𝗳𝗲𝗻, 𝗮𝗯 𝗶𝗻𝘀 𝗙𝗶𝗻𝗶𝘀𝗵

  • im Ofen ist das Tesa schön warm, somit auch der Klebstoff vom Tesa / Abdeckband, dass heißt, wenn es zeitlich passt, „reißen“ wir alles ab.

„Reißen“ hört sich für Dich vielleicht komisch an, für uns Autolackierer ist das Fachjargon, ist der Wagen schon abgerissen? Im Ofen geht es leichter, aber man muss höllisch aufpassen, denn auch der Lack ist noch nicht 100% trocken, da ist also Vorsicht :bangbang: geboten.

𝗙𝗶𝗻𝗶𝘀𝗵- 𝗔𝗯𝘁𝗲𝗶𝗹𝘂𝗻𝗴

  • die Lackierung wird überprüft, es werden kleine Dreck- Pickelchen rausgeschliffen. Das wird mit einem Akku betriebenen Blütenschleifer (das Schleifpapier ist ein P 1.500er und hat die Form einer "Blumen Blüte) Anmerkung: ich lass das mal so im Raum stehen :joy: Beim fotografieren habe ich gesehen, dass die Blütenform nun einfach rund ist, ups. Stetiger Wandel eben :sweat_smile:



  • wenn alle Stellen geschliffen sind, wird Schleifpolitur auf das Pad der Poliermaschine aufgetragen und die geschliffenen Stellen werden wieder hoch poliert.

  • danach wird eine Hochglanz- Politur verwendet und so lange drauf gehalten, bis der Finish- Mitarbeiter denkt, nun ist die Stelle wieder gut.



Nun geht das Model Y wieder in die Karo- Abteilung und wird in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammen gebaut.

Dann wird das Auto dem Fahrzeugwäscher übergeben, der das Kundenfahrzeug sauber macht :potable_water::sweat_drops::bucket::sponge: in unserem Fall, bekommt das Auto noch eine doppelte Keramikversiegelung, inkl. Scheiben.

Danach geht das Auto in die Auslieferungshalle und wartet auf sein Besitzer.

𝗦𝗰𝗵𝗹𝘂𝘀𝘀𝘄𝗼𝗿𝘁:
Ich habe für diesen Thread mit Bildern lange gebraucht, länger als ich dachte und ich wollte ein ganz besonderes Schlusswort finden, ich fasse meine Gedanken mal so zusammen:

Wenn Du aufhörst , besser zu werden, hast Du aufgehört, gut zu sein. Qualität ist niemals ein Zufall; sie ist immer das Ergebnis hoher Ziele, aufrichtiger Bemühung, intelligenter Vorgehensweise, geschickter Ausführung & Führung. Man muss ins Gelingen verliebt sein, nicht ins Scheitern.
Kunden sollen zufrieden sein, aber schöner ist es doch, sie zu begeistern. Wenn Du liebst was Du tust, dann brauchst Du (ich) niemals mehr zu arbeiten. Ich gehe täglich mein Hobby nach, wie schön kann das Leben sein.

“𝗘𝗥𝗙𝗢𝗟𝗚 𝗞𝗢𝗠𝗠𝗧 𝗗𝗔𝗡𝗡, 𝗪𝗘𝗡𝗡 𝗗𝗨 𝗧𝗨𝗦𝗧, 𝗪𝗔𝗦 𝗗𝗨 𝗟𝗜𝗘𝗕𝗦𝗧”

Ich glaube, Tesla- Fahrer merken schnell, wenn sie in ein Geschäft kommen, ob das Feeling, die Liebe für die Marke und deren Fahrer- innen da ist, oder ob sie als zahlende Kunden gesehen werden.

Es war mir ein Vergnügen, ich bin sehr auf Euer Feedback, Eure Fragen oder was auch immer gespannt.
𝑯𝒆𝒓𝒛𝒍𝒊𝒄𝒉𝒔𝒕,
𝑴𝒊𝒄𝒉𝒂𝒆𝒍

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Was ihr da zaubert ist mal echt krass, so nen dicken Daumen nach oben als Emoji wie ich ihn hier gern hinterlassen würde, gibt’s gar nicht
:+1:

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Aber es hat sich gelohnt. Vielen Dank für die Details und Einblicke in Deine / Eure super tolle Arbeit.

War es für mich auch, Deine Zeilen zu lesen und Deine Fotos zu bestaunen…

:+1: :+1: :+1:

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Uhi. Und das nur wegen dem Nachbarn. Ober der gute wusste was er dadurch an Arbeit verursacht?

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Hallo Michael,
du hast wieder mal gezeigt, was deine Firma auszeichnet! Absolutes Engagement eines Profis vom Feinsten.
Gruß aus dem Süden
Peter

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Super Zusammenstellung. Es zeigt, wie aufwendig hier eine gute Arbeit bei der Lackreparatur ist. Aber der Erfolg gibt euch hier recht. Ich bin froh, das eine Reparatur auch vom MCR Lack möglich ist. :+1:t3:

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Geiler Beitrag! Danke. Behalte dich im Hinterkopf falls unserer Kirsche was passiert.

Und was ist das denn bitte für eine geile Maschine? Moonwalk? Hammer!

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Danke :folded_hands: ich liebe es, gute Vorbereitung ist das a und o. Gibt nichts schlimmeres, Du nimmst nichts ahnend ein Auto an, hast nicht alle Mischlacke da, oder es fehlt ein spezielles Bindemittel oder oder. Diese „Tinte“ hat kaum jemand auf Lager, darum teste ich es lieber und alle haben was davon.

Freut mich sehr, danke :folded_hands:

Glaube ich nicht, solche Menschen sind von ihrem eigenen Leben enttäuscht, dass sie anderen, fleißigen, sowas nicht gönnen. Trauriges Leben, wenn man jemanden anderes schaden muss, um sich selbst besser zu fühlen :sob:

Vielen Dank für Deinen Kommentar Peter🙏

In der Tat aufwendig, selbst den Thread schreiben :joy::joy::joy: aber da kann man mal sehen, was für ein Aufwand darin steckt.

Danke :folded_hands: freut mich

Meine Herren, vielen Dank, dass ist der Applaus für so einen aufwändigen Thread, hat aber auch Spaß gemacht.

Herzlichst,
Michael

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Und genau das unterscheidet euch und eure Mitarbeiter von den anderen. :+1:

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Danke :pray: Ein Coach hat in einem Seminar mal gesagt:
„Alles was leicht aussieht, ist schwer, alles was schwer aussieht, ist leicht.“

Er bezog es auf freies reden und typisch deutsch, eine PowerPoint Präsentation. PowerPoint sieht schwer aus, ist leicht, kann alles vorbereitet werden und langweilt oftmals die Zuhörer.

Freies reden sieht leicht aus, aber da steckt viel mehr dahinter, denn Du musst alles im Hirn :brain: haben, kannst Dich nicht an den schönen bunten Bildern lang tasten und Du musst auf die Zuhörer eingehen.

Auf uns und den oben geschriebenen Worten bezogen, hört es sich leicht an, aber glaube mir, es ist so komplex, dass man manchmal schreiend rauslaufen möchte :rofl:

Okay, ein bisschen übertrieben, aber ich vergleiche es immer mit einem Ruderboot :man_rowing_boat:
Jeder hat andere Ziele, Wünsche, dem einen geht es gut, dem anderen heute mal nicht usw. 50 - 110 Menschen wollen anfangen zu rudern, Du versuchst allen die Rahmenbedingungen klar zu machen, Werte, Qualität usw. Natürlich auch Ziele, aber der Eine möchte noch kurz zu Oma, der andere hatte gestern ein Bier :beer: zuviel, der nächste hatte Streit Zuhause usw.

Du stehst hinten auf dem Kahn und versucht das das Boot in die von Dir vorgesehene Richtung (Firmen- Vision) fährt, Du schaffst Dir Verbündete (Meister- Werkstattleiterin- Prokurist) die holen sich Teamleiter usw. Und so versucht man, alles in allen zu steuern und dabei noch BESSER ZU WERDEN…

Ich könnte Dir darüber Stundenlang berichten, mit den unterschiedlichsten Themen, aber das ist hier nicht das Thema.

Fazit: wenn man sich Berichte und Google- Rezessionen anschaut, machen wir viele Dinge richtig, andere haben unter 100 Bewertungen oder so, wir über 500, ich glaube nämlich, dass geht nur, wenn Du ein totaler Optimist bist, dass wirklich liebst was Du tust und Deine Mitarbeiter damit „anzünden“ kannst, denn sie sind es, die am Ende all das möglich machen :pray: an dieser Stelle, Danke liebe Jürsianer, Ihr seid eine krasse Mannschaft :heart: danke das Ihr immer an meiner Seite seit.

Das alles miteinander verbunden, mit der tollsten Marke der Welt, führt zu den Ergebnissen, die meine Mitarbeiter produzieren. Ich könnte eine Million Dinge besser, anders what ever machen, aber alles fängt mit einem Schritt an, dann den nächsten usw. Seit 23 Jahren mache ich es, werde das auch noch ein Weilchen machen.

Manchmal hat man eine sehr lange Straße
vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang, dass kann ich niemals schaffen. Und dann gehst Du Schritt für Schritt und glaubt mir, Ihr alle seid ein Teil von meinen Schritten und meiner Straße.
Das schöne ist, Du triffst viele Menschen auf der Straße, durch Gespräche, Postings usw. nimmst Du Menschen mit, Du lernst neue kennen und so erweitert sich immer Dein Horizont und man wird besser und besser.

Ich glaube, dass nennt man Leben und Business, ich liebe es. Schön das es Euch alle hier gibt.

Das war das Wort zum Sonntag :thinking: glaube ich.
Sorry, ich bin total abgedriftet :joy:

Herzlichst,
Euer Michael

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Als mein Ex-Fahrzeug (Mein LEXUS LS460) komplett in Flammblau-mica (Original 4-Schicht-Lexus-Lack mit Lasur ähnlich dem MCR) lackiert wurde, hatte mein Lackierer ähnlich wie Du jetzt auch Musterbleche angefertigt, denn - wie Du schreibst - kommen große Unterschiede bei 1 oder mehreren Schichten Klarlacklasur und auch wie dick die einzelnen Schichten aufgetragen werden. Auch ob man die Bleche hochkant oder liegend lackiert, muss einberechnet werden für ein Gleichbleibendes Ergebnis.

Da steckt schon Einiges dahinter, bevor man ein so gutes Ergebnis bekommt.
Je mehr ich von Dir / Euch lese, desto mehr weiss ich, dass ich auch bei meinem Lackierer in Bielefeld in sehr guten Händen bin. Nur das Polieren muss er noch etwas üben, da hat mein Detailer nach der Lackierung noch einige Stellen gefunden, die Du so nicht herausgegeben hättest … :zipper_mouth_face:
Aber ich lästere hier schon auf einem sehr hohem Niveau.

Nochmal vielen Dank, dass Du nahezu Alles so transparent teilst. Kann mir vorstellen, dass ab und zu Deine Mitarbeiter genervt sind, wenn der Chef wieder mit der Kamera durch den Betrieb fegt… :joy::partying_face:

LG vom Todde

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Das mit der Kamera kennt eigentlich schon​:wink::joy:

Gerade ist das aktuelle Video online gegangen, es hängt ja auch mit diesem Thema zusammen, darum verlinke ich es hier.

Ich erkläre Euch hier, was ich mindestens 3 Mal die Woche gefragt werde.

  • ab wann muss ich in den Bodyshop?
  • hat es Auswirkungen auf die Garantie, wenn ich zu Dir komme?
  • Anmerkung: mittlerweile schicken uns viele Mitarbeiter aus den Servicecentern die Kunden, weil wir Kunden nicht nur zufriedenstellen, sondern sie begeistern.
  • es gibt bei Kratzern immer drei Preisgestaltungen, wenn Ihr in unterschiedliche Geschäfte fahrt, um Kostenvoranschläge einzuholen.
  • Teuer
  • Geht so
  • Günstig

Aber wo liegen die Unterschiede? Das erkläre ich Euch im Video

:movie_camera: Hier geht es zum Video :clapper:

Ich frage mich zwar gerade selbst, warum der Grafiker, der mir die Thumbnails erstellt, sich so ein grimmiges Bild ausgesucht hat​ :face_holding_back_tears::joy: aber gut, es spiegelt in keiner Weise meine Laune wieder, die ist nämlich hervorragend :joy:

Lieber @Michael_Scharnberg , es ist ein Wahnsinn, welch Aufwand hinter einem vergleichsweise recht kleinen Kratzer steckt. Leute die den Schlüssel an einem anderen Fahrzeug lang ziehen, müssten gezwungen werden die Ausbildung zum Lackierer zu durchlaufen.

Und Lackieren ist schwer. Aus eigener, schmerzhafter Erfahrung. In meinem Studium hatte ich viel mit Modellbau zu tun. Die „alten Hasen“ sind dann nach Fertigstellung noch „kurz“ mit der Spraydose rüber. Sah perfekt aus und total einfach. Und wenn man dann selbst im ersten Jahr dabei saß, war’s ein Heulen und ein Zähneklappern. Am Tag vor der Projektabgabe, Läufer, Nasen, Löcher im Lack, weil der Untergrund nicht perfekt war. Blasen, weil man den Föhn zu sehr draufgehalten hat. Falscher Lack oder Feinspachtel auf dem Material mit Lochfraß in Modellschaum. Abgerissene Lackschicht weil das Klebeband zu lange oder zu kurz dran war. Ich habe so manche Nacht mit schleifen und neu lackieren verbracht und viel, viel Lehrgeld bezahlt. Irgendwann wurde ich dann auch von den Erstsemestern bestaunt, weil ich noch mal eben schnell was lackieren konnte.

Daher meine Hochachtung vor allen guten Lackierern, die so sorgfältig arbeiten, so transparent, die sich nicht zu Schade sind auch mal einen Fehler einzugestehen und ein perfektes Team bilden um großartige Arbeit abzuliefern. Ich gucke eure Videos jetzt seit etwa 4 Jahren und amüsiere mich meistens sehr.

LG aus Ostwestfalen

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In der Tat, aber die Challenge ist, dass eine defekte Lackierung, nach Reparatur nichts mehr vom Schaden zu sehen ist, ich liebe das einfach. Ich habe das Ganze nun auch verfilmt, denn Bilder und bewegte Bilder sagen bekanntlich mehr als 1.000 Worte. Hier kannst du sehen, wie sowas handwerklich geht und wieviel Gefühl dafür vorhanden sein muss.

:clapper: Hier geht es zum Video :movie_camera:

Ich wünsche viel Spaß beim schauen.

Herzlichst,
Euer Michael

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Super Arbeit! Wieviel Zeit ist zwischen Lackieren und Keramikversiegelung vergangen - oder spielt das „Ausgasen“ hier keine große Rolle (sondern eher beim Bekleben)?

Irre, was für eine liebe zum Detail. Wenn ich genug Schäden (Steinschläge, Felge) am MYP zusammen habe🙄, gehts definitiv nach Lübeck. Gruß aus dem Süden von Schleswig Holstein.

Huhu, eure Lackierfolie ist nicht antistatisch, sie ist „statisch aufgeladen“ weil nur so greift die sich die Staubpartikel :slight_smile:
aber euer Lackierergebnis ist echt Weltklasse :grinning:

Moin moin, ich habe heute mal eine Kalkulation gemacht unter anderem genau die, wie die Reparatur :point_up_2:t3: ausgeführt wurde.

Welche Kosten stehen gar nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Reparatur? Wie setzt sich der Stundenlohn zusammen, was kostet ein Frontschaden in der Regel?

Interessant, so denke ich, die Türlackierung.

:clapper: hier geht’s zum Erklärbär- Video :movie_camera:

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Hallo Michael,

kann man spot-repair bei Midnight Cherry Red auf der Frunkhaube machen bzw. sieht man das dann?
Was würde eine Neulackierung der Haube kosten?

Nein, nicht möglich.

Schick mir hier ein Foto rein, dann kalkuliere ich das mal.

Habe hier am Model S mal die Stellen markiert, bei denen grundsätzlich ein Spot Repair möglich wäre