Lohnt sich die Anschaffung eines E-Fahrzeugs noch?

@Memphis_MG:

Ich glaube ihr :de: / :austria: / :switzerland: (und auch :luxembourg: ) seid euch überhaupt nicht bewußt welchen Segen der dort allgemein vorhandene Drehstromanschluß ist: Du kommst aus irgendwo mit dein Fahrzeug zurück, auch mit 4% SOC, steckst den Lader an und am folgenden Morgen bist du wieder OK.

Nehmen wir an du möchtest in :it: das selbe machen - du kommst mit 4% SOC zurück und steckst dein Fahrzeug an. Am folgenden Morgen hast du dann nicht Mal genug geladen um zum nächsten SuC zu kommen :angry: .

Klar, man paßt sich an und legt eine sonst unnötige Ladepause am Vortag ein, um nicht auf den letzten Heller nach Hause zu kommen - aber komfortabel ist nun anders.

Danke, @Mathie, daß du dich die Zeit genommen hast unser @bababa über die Verhältnisse in :it: aufzuklären. Und ganz ehrlich gibt’s sicher mehr Personen in den „wohlhabenden“ Regionen als auf Sizilien Schwierigkeiten haben daß das Geld auch bis zur Ende des Monats reicht.

Die PV werden AUCH wegen Blendgefahr abgelehnt - als ob der Verkehr auf die oberhalb des Dorfs verlaufende Straße eher durch PV-Reflexen als durch Reflexen vom See abgelenkt werden sollte :interrobang:

ich hab mit keiner silbe drehstromanschluss erwähnt sondern dein von dir angesprochenen schuko!

grafik
das ist die ladeleistung mit auf GENAU 3kw gedrosselte ladeleistung. das waren in SOC sprache 28% auf 70%

ja mir ist bewusst 3kw wirste nicht ziehen können weil ihr im haus nebenverbraucher habt aber sagen wir 2kw runter geregelt sollte über die NACHT ja genug rein gehen (2kw +12h = 24kwh) und damit solltest sehr wohl zum nächsten SuC kommen, wenn nicht wohnste sehr weit weg :confused:

Lass da mal bitte die CH raus… wir haben für die Aufstockung auf 40A (damit wir wenigstens 11kw Dauerhaft machen könnten) zum Tageskurs fast 15.000€ Aufpreis beim Hausbau hinlegen müssen… mit dem allgemeinen Anschluss wären fürs Auto auch nicht mehr viel mehr wie 4 oder 5kW übrig geblieben, und wenn man Kocht etc. gar nix mehr…

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Ich habe Dir konkrete Anbieter für die Provinz Trentino-Südtirol genannt, die Autostrom für Heimlader anbieten.

Dann habe ich konkret von fünf wohlhabenden (o.k. Ligurien ist für norditalienische Verhältnisse weniger wohlhabend) Regionen Oberitaliens geschrieben, in denen Ladeanschlüsse für Elektroautos in Privathäusern ein Problem sind. Und Du erzählst mir, es ginge um Anekdoten.

Nenn mir doch mal ein paar Anbieter in den von mir genannten Regionen, die Dir eine Elektroladestation ans Privathaus oder in eine Gemeinschaftstiefgarage hängen. Vielleicht hatten alle Leute mit denen ich gesprochen habe ja keine Ahnung.

Lademöglichkeiten und Stromkosten sind halt ein relevantes Thema, wenn man die Praktikabilität und Wirtschaftlichkeit von BEVs betrachtet.

Deshalb ist dieser Thread eben auch nicht dämlich, auch wenn hier im Forum nur relativ wenige Leute vertreten sind, für die die Situation in Italien relevant ist. Neben @Europhil desen Model X in Italien steht, haben wir noch ein paar Südtiroler hier im Forum, und Leute mit Ferienhaus in Italien gibt es auch noch.

Die Situation in den Kernländern des Forums ist sicherlich anders, aber das macht die grundsätzlichen Überlegungen auch am Beispiel Italien nicht dämlich.

Gruß Mathie

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Die Anekdote bezieht sich auf das „wir haben nur 3kW Anschluss wir brauchen aber 11kW“ und daraus ableitend das alles so schlimm wäre.

Wir bauen Wohnanlagen, da ist im neubau der Standard 4kW, bei Reihenhäusern 5kW aber das ist nicht die Leistung die Du ziehen kannst, sondern der vertraglich zugesicherte Netzbezug der Grundlage für die Anschlussleitungsberechnung bis zum nächsten Verteiler für die über die Verteilleitung angeschlossene Siedlung.

Hand aufs Herz, wer braucht 11kW wirklich ständig jeden Tag. Wenn das so wäre, wieso fährt das durchschnittliche Auto nur 7000km im Jahr ?

Ein grosser Teil der Bevölkerung kommt locker mit dem aus, was eine 13A abgesicherte Steckdose liefert. Und bei all diesen Fragen kommt es nicht darauf an, ob alle Szenarien abgedeckt werden können. Es sind nicht alles 40000km/Jahr Vertreter. Und wir werden unser Energiesystem nicht auf die Extreme, sondern auf den Median oder ein anderes relevantes statistisches Mass auslegen. Und daher kann ein Reihenhaus mit 5kW Anschluss auch locker 10kW ziehen, denn das eine ist der vertraglich zugesicherte Wert für die Siedlung, und das andere geht im Rauschen der Einzelverbräuche unter.

Ich hab ein EFH mit 5kW, daran angeschlossen erst vor kurzem eine Drehstromdose. Es muste keine einzige Leitung verstärkt werden, lediglich die Netzanschlussgebühr bezahlt werden. In meiner Region brauchst Du bis 11kW weder eine Zustimmung noch eine Leitungsverstärkung. Gevühr bezahlen und das wars. Und warum ? Weil es unrealistisch ist, dass alle gleichzeitig ihre vertragkiche Leistung abrufen, so wie nicht alle gleichzeitig bei Regenwetter die Klospülung ziehen und gleichzeitig Ihre Schwimmbäder einlaufen lassen.

Ich antworte mal auf die Frage des Topics, da der Themenwechsel bißchen hin und her geht.

Lohnt sich die Anschaffung eines E-Fahrzeugs noch?

Ja, weil…
„Lohnen“ steht im Verhältnis zum Nutzen, nicht zum Preis alleine.
Selbst wenn es finanziell 1:1 zu einem Verbrenner steht, dann sehe ich lieber das eAuto.
Weniger Lärm, weniger Gestank, weniger Stress.

Letzteres wird sich in Zukunft bemerkbar machen, wenn die Menschen mehr und mehr Zeit an Ladesäulen verbringen und somit sinnvoller planen müssen. Ebenso wird das „Schnellfahren“ weniger werden, weil man unnötiges Laden vermeiden möchte. Somit eine Entlastung für uns alle.
Ich führe das nicht weiter aus, aber ihr versteht sicher was ich meine… :wink:

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Lieber @Memphis_MG,

könnte schon etwas enger werden, wenn wir z.B. „normal“ Richtung Mailand fahren möchten - Abstand 103 km. OK - es gäbe natürlich die Möglichkeit die :switzerland:-SuC Monte Ceneri (45 km) oder Melide (70 km) zu benutzen und sich dann den Dauerstau vor der Grenze :switzerland: / :it: anzutun.

Du hast Recht: Wir wohnen in diesen Hinsicht:

mögen aber den Ort sehr:

@Cupra, sorry, glaubte ihr hättet in :switzerland: genau so „normal“ 3-Phasen-Strom wie im „großen Kanton“.

Mir ist klar, dass @Europhil das thread-Thema sehr eingeschränkt hat mit dem Blick auf die Ladekosten allein. Aber ich will das mal ernst nehmen und die Frage „lohnt sich das?“ mit meinen Zahlen beantworten, die ich seit der Erstzulassung des M3 im März erfasse.
Aufgrund vieler günstiger Umstände (PV, kostenfreie Lademöglichkeiten) liegt der Strompreis im laufenden Jahr für mich bei 1,96€/100 km. Das ist sehr speziell, deshalb noch zwei
Was-wäre-wenn-Rechnungen:
A) Arbeitspreis des heimatlichen Stromanbieters für die daheim geladene Strommenge (0,2795€/kwh) und 0,40€/kwh für den auswärts geladenen Strom: 6,13€/100km
B) Arbeitspreis des heimatlichen Stromanbieters für die daheim geladene Strommenge (0,2795€/kwh) und 0,70€/kwh für den auswärts geladenen Strom: 8,55€/100km
Der relativ kleine Opel-Verbrenner vorher hat Benzin für ca 11-12€ konsumiert auf 100km.
Fazit: es lohnt sich auch unter dem beschränkten Blick auf die Ladekosten. Und der ganze Rest an Motiven (und Vorteilen) kommt ja auch noch dazu.
Ausblick: Klar wird’s teurer werden. Für mich schon ab 1. Januar. Aber der Spritpreis bleibt ja auch nicht stehen. Es wird sich auch künftig „lohnen“

Es lohnt sich vor allem für die Umwelt. Das ist mir Lohn genug.

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Das war für mich der Anfang aller Überlegungen, elektrisch zu fahren.

Ich hab früher noch sehr viel teurere Autos gefahren als ein Model 3. Da hat mich auch keiner gefragt ob sich das „lohnt“.

Ich möchte Autofahren und dabei möglichst wenig „Dreck“ machen. Das ein Elektroauto auch einen Einfluss auf die Umwelt hat ist mir auch klar.

Wenn es dann noch Spaß macht… um so besser.

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Herd, Backofen, Quooker, Aquarium, Tesla gleichzeitig ist hier durchaus Alltag.

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Mehr Feinstaub :stuck_out_tongue_winking_eye:

Vielleicht sollte die Überschrift lieber heißen „Lohnt sich die Anschaffung eines E-Fahrzeugs SCHON?“

Wenn die Stromversorgung für das tägliche Laden nicht gesichert ist und es in der Nähe keinen Supercharger gibt, macht die Anschaffung eines E-Autos meiner Ansicht nach noch keinen Sinn.

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Bei den Umstände würde ich mal an umziehen in eine zivilisierte Gegend denken.

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Deine Aussge zu dem steilgehen der Benzinpreise kann ich nicht ganz unterschreiben.

Sie können in ein paar Jahren auch fallen, sofern sie dann nicht deutlich höher besteuert werden als derzeit. Der Grund hierfür wäre die deutlich nachlassende Nachfrage der Endverbraucher nach Petrol. Ab einer gewissen E-Auto-Flottengröße. Zudem wird, wenn die Einnahmen aus der Mineralölsteuer teilweise entfallen der „Autostrom“ sicher besteuert werden, d.h. der Threadersteller hat rein in Bezug auf die TCOs gar nicht so unrecht. In den nächsten 5… Jahren? (who knows) wird sich da etwas ändern.

Zurück zu den Kosten:
Was den eigenen Geldbeutel angeht, vielleicht das Eine mehr, vielleicht das Andere weniger,… who knows?!
Was die Umwelt und den Planeten angeht, sind die Kosten mit einem Verbrenner immens höher… nicht die Eigenen, aber unser aller.

Ja, lohnt sich.

Moin,

dein Breakeven-Punkt verschiebt sich zeitlich nach vorn je mehr du fährst. Rechne auch die Wartungs-, Instandhaltungs-, und andere Kosten mit rein.

Ich schiess jetzt mal ins Blaue :smiley:
Beispiel 10 Jahre Haltedauer, Jahresfahrleistung 20.000km:

Angenommener linearer (nicht repräsentativer) Wertverlust (gerundete Werte) auf 0€ nach 10 Jahren:
Petrol: 2000€ p.a.
Elektro: 4000€ p.a.

Werkstatt (Service & Wartung):
Petrol: 400€ p.a.
Elektro: 150€ p.a. (angenommener Wert)
Differenz: 250€ p.a.
10 Jahre = 2500€

Bremsen:
Petrol: (alle 40tkm Klötze a 200€, alle 80tkm Scheiben a 400€) = ca. 2000€ / 10 = 200€
Elektro: (alle 100tkm Klötze a 200€, alle 200tkm Scheiben a 400€) = 600€ / 10 = 60€
Differenz: 140€ p.A.
10 Jahre = 1400€

Betankung / Strom (nehme mal deine Werte):
Petrol: (7.2l/100km * 1,75€) = 12,60€ /100km = 2520€ /20.000km
Elektro: (17.8kWh/100km * 0,50€) = 8,90€ /100km = 1780€ /20.000km
Differenz: 740€ p.A.
10 Jahre = 7400€

Gesamtdifferenz nach 10 Jahren (zu Gunsten des Elektroautos):
11.300€ ohne Wertverlust
-8.700€ mit Wertverlust

Lohnt sich Netflix im Vergleich zu Satellitenfernsehen?

Ich würde jetzt auch nicht auf die Idee kommen mir Netflix zu buchen, wenn ich noch mit nem 28.8er Modem ins Internet gehe.

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ich würde sagen es war früher besser, zumindest die ladepreise. als ich vor 1,5 jahren angefangen hatte gab es schon die volle prämie, das model 3 LR war genauso teuer wie aktuell, obwohl grad die mehrwertsteuer gesenkt war. und laden war noch cool, es gab grad noch die letzten coolen zeittarife z.b. 7 euro für 38 kwh bei ionity oder enbw und so spässe. tesla war noch mit milden ladepreise unterwegs. es gab noch mehr gratislader und oder sie waren nicht so stark belegt. tja, schön wars und ich glaube so schön wirds nicht mehr.