Ich fahre nun seit knapp 2 Jahren mein Model 3 Long Range aus 2020. Im August (vorraussichtlich) kommt das neue Model Y und ersetzt somit das Model 3.
Mehrmals im Monat fahre ich Strecke die wieder am Ausgangsort endet. Für diese Strecke benötige ich ca. 90-95% der Batterie.
Manchmal lade ich den Akku auf 100% und fahre ohne Ladestopp durch. Andere male mache ich halt am Schnelllader und fülle etwas nach.
Meine Frage ist nun: Ist es grundsätzlich schädlicher DC schnell zu laden oder die Batterie öfter auf 100% zu laden.
Wenn du sofort nach Erreichen der 100% los fährst, ist häufiges Schnellladen schädlicher.
Wenn du insbesondere bei warmem Wetter den Akku nahe 100% stundenlang stehen lässt, kann das je nach Akkutyp schädlicher sein.
Der Link darunter ist für den LFP Akku und hat nichts mit dem LongRange zu tun.
Und speziell für den LFP Akku hat sich tatsächlich rausgestellt, dass durch das interne Balancing nach dem Ladevorgang beendet der Akkustand sehr schnell auf 99% fällt und damit die Spannung LFP typisch stark absinkt. Damit kann man den LFP auch mit 100% stehen lassen
Für den hier relevanten NCA Akku ist das aber definitiv nicht gut. Am Besten in der App sagen wann man losfährt, dann ist auch genau zu dem Zeitpunkt das Auto fertig mit laden und es steht nicht zu lange auf 100%. Wenn man aber nur 90-95% braucht kann man das Limit auch auf 98% setzen.
dafür bitte mal eine Quelle liefern, ich würde da nämlich eher das Gegenteil behaupten.
lieber Akku zwischen 20 und 80% halten und einmal bei 30-40% stoppen und nachladen
Schnelladen per se ist nicht schädlich, man sollte eben nicht voll-laden. Auch AC-100% laden per se ist nicht schädlich, man sollte nur so schnell wie möglich den ersten Strom verbrauchen. Sinngemäß so steht es im Handbuch. Ich fahre oft Berlin-Wien, und mit 100% brauche ich nur 1x SUC-laden, bei 80% muss ich schon 2x ran. Wenn es passt und ich kann die Nacht vorher AC-laden fahre ich mit 100%, wenn nicht auch egal, lade ich eben 2x SUC,…
Ich mach mir generell über die Degradation auch wenig bis keine Gedanken.
Die Frage kam mir nur bei einer der Fahrten so in den Kopf.
Das Problem habe ich sowieso nur im Sommer. Im Winter (Alpenraum) sind die Temperaturen so niedrig, dass ich mit einer sowieso Vollladung nicht auskomme.
Das Auto zählt alles was DC reinkommt in einen Topf zusammen.
Im Sprachgebrauch ist ab 50kW Schnellladen, aber so langsam relativiert sich das mit den aktuellen Leistungen der Ladestationen.
Ich kann Euch die folgende Arbeit empfehlen wenn es um das altern (oder abnutzen) von Batterien geht:
„Aging of Lithium-Ion Batteries in Electric Vehicles“
Die wesentlichen Erkenntnisse:
Batterien fühlen sich zwischen dem Ladestand 30-70% am wohlsten
Batterien mögen es im Ruhezustand kühl aber nicht zu kalt
Batterien mögen Wärme wenn sie geladen werden oder belastet werden.
Echt lesenswert
Hier noch der Link zur entsprechenden Dr. Arbeit:
Danke! Diese Dissertation ist imo sehr hilfreich (zumindest, wenn wir unser M3 länger als nur 3-4 Jahre ohne größeren Reichweitenverlust fahren wollen )!
Weitere Erkenntnisse, die ich den 186 Seiten entnehmen konnte:
besser öfter und mit kleineren Ladezyklen laden (z.B. 10 x 40% statt 5 x 80%)
wenn das E-Auto nicht genutzt wird, schont ein niedriger SoC (zw. 20-40%) den Li-Akku mehr als es mit einem hohen SoC abzustellen => entsprechend wird ein Aufladen unmittelbar vor der Fahrt empfohlen (und nicht z.B. auf 80% und höher laden und das Auto dann 3 Tage stehen lassen)
Am schonendsten wäre wohl langsames laden mit AC am Zwischenort.
Oder DC zwischendurch, aber ohne Vorkonditionierung, dann wird der Akku nicht zu warm.
Oder auf 100% laden und durchfahren, wie du es tust. Nur nach dem Erreichen der 100% nicht so sehr lange stehen lassen (wenn LiOn, bei LFP weniger ein Problem).
Wir meine Vorredner halt schon gesagt haben. Es gibt da glaube ich keine „beste“ Lösung. Es wird sich eh erst in 8-10 Jahren zeigen ob diese ganzen „Akku schonen Aktionen“ etwas bringen über die Lebenszeit des Akkus.
Hier im Forum hatten wir ein paar LFP Fahrzeuge die nahezu ausschließlich DC geladen wurden seit 2020 mit quasi 0 Degradation. Die Ladekurve von LFP ist ja auch sehr human wenn man liest das die Akkus kurzzeitig sogar 8c vertragen könnten (was dann im übrigen fast doppelt so schnell wäre wie die aus dem LR). Kann mir da durchaus vorstellen das auch Schnellladen den LFP nicht so sehr stört wie den NCA Akku.
Ich finde die Degradationskennlinien auf Teslalogger ganz erhellend.
Da werden alle möglichen Fahr- und Ladeprofile dabei sein.
Die Akkus verhalten sich recht ähnlich.
Wenn man sich möglichst an die Regeln hält, dann gibts etwas weniger Degradation.
Das ist halt der springende Punkt. Die Fahrzeuge hinter diesen Daten sind allesamt zu jung, so dass sich mögliche Unterschiede der Ladestrategien noch nicht zeigen können.