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Laden an Insel-PV möglich?

Hallo,

mich würde interessieren, ob das Laden eines Model S an einer kleineren Insel-PV-Anlage effizient möglich ist.

Bekanntermaßen lässt sich die Ladestromstärke des Model S bis auf 5 A herunterregeln. Nun hat mir jemand erzählt, das sei die Mindeststromstärke unterhalb derer das Ladegerät eines Model S gar nicht arbeiten würde. Träfe dies zu, so hätte dies Auswirkungen beim Laden an einer kleineren Insel-PV-Anlage, zumal sie den größten Teil eines sonnigen Tages weniger als 5 A liefern würde.

Trifft diese Aussage zu? Fängt ein Model S erst dann zu Laden an, wenn wenigstens 5 A Stromstärke geliefert werden?

Vielen Dank im Voraus für die Antworten!

Habe mit min 6A und 3p an meiner Insel geladen, also min 4kW. Ladeleistung war 4-8kW, je nach Sonne. Mit dem Model S ab 2018 und aktuell mit dem Model 3.
Mit 4kW oder weniger sind die Ladeverluste höher und das Auto soll auch irgendwann geladen werden.
Wenn so wenig Strom übrig ist, die PV also klein ist, mit 5A 1p wird es schwer. Selbst wenn das Laden möglich wäre (aber ich denke 6A ist das Minimum) sind die Wandler und Ladeverluste zu hoch.
Der WR nimmt je nach Modell und Last 6-15%, dazu das Ladegerät im Tesla mit weiteren 12-18% in dem kleinen Bereich. Das wäre mir mit meist 20-30% gesamt zu viel Verlust und ich würde versuchen den wenigen Strom anders zu nutzen.

6A 1phas laden funzt wunderbar.
So lade ich jeden Urlaub in der Toskana.
Da braucht das Auto zwar 2 Tage bis es wieder voll ist. Aber im Prinzip geht das.
Die Ladeverluste sind zwar da. Aber wenns keine andere Möglichkeit gibt…
Wichtiger wird es sein ob Dein WR das in der Insel auch packt. Denn der muss die Netzparameter schon so einhalten dass es dem MS noch passt. Sonst wirds halt dunkel in Deiner kleinen Insel wenn das Auto zuviel zieht.

Hallo,

vielen Dank für die Antworten!

Gibt es auch schon Erfahrung mit dem Laden bei weniger als 5 A einphasig?

Wenn der Tesla den ganzen sonnigen Tag über an der Insel-PV hängt und in dieser Zeit der Strom keine anderen Abnehmer findet, so wäre es schön, wenn der Tesla ihn nutzen könnte. Die hohen Ladeverluste spielten keine Rolle, so lange es keine andere Verwendung für den Strom gäbe.

Die Frage ist nur: Lässt sich ein MS auch einphasig mit weniger als 5 A laden?

Nein das minimum ist 5A einphasig was man einstellen kann.

Sind es nicht 6 A? Und ob einphasig oder dreiphasig kann man nicht einstellen, sondern nur die Stromquelle entsprechend wählen.

Mein MS Raven P EZ 7/2019 kann bis auf 5 A heruntergeregelt werden.

Die Frage ist, ob hiermit nur die Obergrenze der Stromstärke eingestellt wird, mit der an einer beliebigen Stromquelle geladen werden soll, oder ob dies zugleich die Untergrenze der Stromstärke markiert, unterhalb derer ein MS nicht laden kann.

Beispiel:
Wenn ein MS, dessen Ladestrom auf 5A heruntergeregelt wurde, an eine öffentliche Ladesäule angeschlossen wird die 32 A liefert, so lädt das MS mit 5 A.

Was passiert, wenn das MS an eine Stromquelle angeschlossen wird, die nur 4A oder gar nur 3A liefert? Lädt es dann gar nicht, oder lädt es mit 4A bzw. mit 3A? (Die Ladeverluste sollen bei dieser Betrachtung einmal unberücksichtigt bleiben)

Okay, dann ist das bei den Neueren geändert. Mein MS EZ 04/17 kann bis 6 A herunter laden.

Am Einfachsten wäre es doch, wenn jemand in deiner Nähe mal zum Testen an einem sonnigen Tag mit seinem Auto vorbeikommt. Dann hast du eine eindeutige Antwort ob es funktioniert und wie.

Wichtig ist eventuell auch noch, ob du mit einem neuen Tesla laden willst, oder einem „alten“ S, das eventuell ein anderes Ladeverhalten zeigen könnten.

Die Insel-PV gibt es noch nicht.

Der Entschluss sie zu errichten hängt maßgeblich davon ab, ob der Tesla daran laden könnte.

Das kommt dann stark darauf an wie sich die Stromquelle verhält um den Strom auf 3A oder 4A begrenzen zu wollen, nach meinem Verständnis führt eine Begrenzung des Stroms unweigerlich zu einer geringeren Spannung, was wiederrum vom UMC überwacht wird und einen Ladestopp nach sich zieht.

Generell ist es so dass das AC Ladegerät (also die Wallbox oder der UMC hier) dem Auto den maximal zulässigen Strom vorgibt. Der Mindeststrom liegt bei 6A, weniger gibt das Kommunikationsprotokoll nicht her. Das Auto darf dann mit bis zu 6A laden, kann aber auch weniger nehmen.

Eine Limitierung auf <6A muss also im Auto vorgenommen werden und kann nicht von außen, dem UMC oder der Stromversorgung vorgegeben werden.

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Also ob jetzt 6 oder 5 A als unterstes Limit einstellbar sind kann ich gar nicht so sicher sagen.
Aber klar ist. Die Ladestation signalisiert Ihre Möglichkeit und das Auto „zieht“ dann nur soviel. Das Protokoll hat eine untere Grenze. Und die liegt bei 5/6A.
Aber nicht die Quelle kann limitieren sondern das Auto stellt das Limit ein.
Was bedeutet. Wenn Deine Insel nur 3A bringen kann wird entweder Dein WR in einen Überlast gehen oder das Auto wegen nicht korrektem Netz das Laden abbrechen.
Welcher Punkt eintritt wird Dir nur der reale Versuch zeigen können.

Ahso… ich glaube, ich würde Abstand davon nehmen, allerdings unabhängig vom Tesla.

Meine Erfahrung basiert auf einer netzgekoppelten Anlage mit Nord & Südausrichtung (jeweils 15 kWp):

Du schreibst sie liefert meistens weniger als 5A…wieviel kWp hat die Anlage?

Selbst wenn der Tesla an der Anlage lädt, wird er mehrere Tage brauchen um voll zu werden…wenn die Sonne scheint. Scheint sie nicht oder nicht so richtig, und das passiert zumindest in Deutschland häufig, lädt da gar nichts mehr. Gerade diesen Sommer gab es bei mir Wochen, wo ich mehrere Tage mittags maximal 4-5 kW hatte (und das bei theoretischen 30 kWp) im Winter liegt der Wert ähnlich.
Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass deine Anlage deutlich kleiner ist (angenommen aufgrund deiner genannten Spitzenleistung), heißt das, du wirst das Auto nur an wenigen Tagen im Sommer überhaupt laden können.

Die Anlage gibt es noch nicht. Es sind 3,5 kWp möglich.

„wird die Anlage haben“ meinte ich.

Mit 3,5 kWp lädst du nach meiner Auffassung nicht mal Mittags im Hochsommer in Südspanien ein Model S.
Das reicht leider einfach nicht. Die meiste Zeit des Tages (und Jahres) wird die Anlage vermutlich eher <1 kW Leistung liefern. Man könnte jetzt noch mit einer Batterie puffern, wenn du wenig fährst, aber wirtschaftlich oder ökologisch ist das dann nicht mehr

Wir haben selber leider nur Platz für 4kWp, allerdings mit fast optimaler Ausrichtung SSO. Damit kann ich sobald die Sonne halbwegs scheint einphasig laden. 6A * 230V = 1380W, das bekommt man schon recht gut.

Wobei mein Anspruch nicht ist das Auto damit vollladen zu können, die Zeit hätte ich in der Tat nicht. Mir geht es darum den PV-Überschuss ins Auto zu laden und nicht einzuspeisen.

Hallo, danke für die Antwort!

Mir geht es nicht darum das MS schnell zu laden. Es muss der Akku auch nicht voll geladen werden. Es genügt mir, wenn innerhalb der Standzeit des Tesla relevante Energiemengen gewonnen werden können. So kommt es durchaus vor, dass mein MS drei oder vier Tage hintereinander gar nicht bewegt wird. Wenn nun die PV-Anlage an drei aufeinanderfolgenden Tagen je acht Stunden eine Leistung der angesprochenen 1 kW lieferte, so käme selbst unter Berücksichtigung der Verluste ein Gewinn in der Größenordnung von 20 kWh zusammen. Mit dieser Dimension wäre ich bereits zufrieden.

Bei 230 V und einer Leistung von 1kW würde die Stromstärke 4.3 A betragen. Mein MS kann an AC-Säulen nachweislich mit 5 A laden.

Die Frage ist, ob er auch mit weniger als 5 A laden könnte, oder ob jene 5 A, auf die ich im Frontend die Stromstärke herunterregeln kann, die Untergrenze darstellt, unterhalb derer ein Laden nicht mehr möglich ist.

Hat jemand Erfahrung mit dem Laden an Stromquellen, die weniger als 5 A liefern?

Ja, siehe hier:

die Bank schafft halt nur 1,8KW Dauerleistung - ok, sind etwas mehr :slight_smile: .

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Aber mit der „Powerbank“ hast du doch mehr als 5A geliefert…sprich…die Frage von Lucky ist weiterhin offen oder habe ich etwas überlesen?