Kurztrip nach Kopenhagen

Das sind genau die Kurzreisen nach meinem Geschmack. Es ergab sich ein Zeitloch im Alltag und so sah ich mich am Dienstag Abend zuerst bei Wetter Online um, wo ein Sonnenfenster winken könnte. Kopenhagen grinste mich an. Am Mittwoch noch regnerisch und bewölkt, am Donnerstag blauer Himmel, am Freitag wieder schlechter. Also Booking geöffnet und kurz gesucht, was da direkt im Zentrum, inklusive Parkplatz, zu finden ist. Die Wahl fiel auf das Motel One. Das Haus liegt so zentral, dass man das Auto während des Aufenthalts praktisch vergessen kann. Also kurz gebucht und der Kurztrip stand. Erstaunlich, wie schnell es gehen kann. Vor 20 Minuten wusste ich noch nicht, dass wir eine Reise machen und jetzt sollte es am nächsten Tag morgens nach Dänemark gehen. Am Mittwoch hin, am Donnerstag die Stadt ansehen, am Freitag zurück. Also Koffer packen und das Auto langsam laden, damit es am nächsten Morgen zu Abfahrt voll ist.

Am Mittwoch morgen ging es dann los. Zwei kleine Taschen, etwas Tee, Wasser und ein voller Akku, der Spaß konnte beginnen. Es ging über Bremen und Hamburg, Richtung Dänemark. Vor Busdorf meldete sich die Blase, also kurz zum Supercharger. 25,76 KWh, 15 Minuten, 14,17 Euro und weiter ging die Reise. An der Grenze herrschte wieder gähnende Leere, alles völlig entspannt. In Kolding dann rechts ab und es meldete sich der kleine Hunger. Nächster Halt, Fredericia, 39,82 KWh, 31 Minuten, 131,41 DKK. Frisch gestärkt ging es dann weiter über die große Belt Brücke nach Kopenhagen. Die Garage des Motels kostete extra, war sehr teuer und eng, aber egal, denn immerhin hatte das Auto so einen sicheren Stellplatz. Das Zimmer war sauber, es gab aber praktisch nur ein Bett und das war leider extrem weich und viel zu klein für zwei Personen. Aber egal, es sollte uns ja nur zwei Nächte begleiten, die dann aber eine echte Herausforderung waren.

Am Abend ging es dann noch in die gemütliche Pizzeria Amalfi, in der Nähe des Hotels.

Am Donnerstag haben wir dann erste sehr gut gefrühstückt. Es gab ein sehr reichhaltiges Buffet, vielleicht eine kleine Entschädigung für die Nacht in dem Bett und anschließend ging es dann in die Stadt. Wer noch nicht in Kopenhagen war, machen, lohnt sich. Man kann eine wunderbare Runde durch die Stadt drehen und wir hatten bestes Wetter. :slight_smile:

Komoot Runde Kopenhagen

Nach der tollen Runde durfte das Abendbrot natürlich nicht fehlen.

Anschließend ging es zurück ins Hotel und in die Nacht mit schrecklichem Bett. Umso größer war am nächsten Tag die Vorfreude auf die Heimfahrt und die Aussicht, am Abend wieder im eigenen Bett zu liegen. Also erst wieder sehr gut und gemütlich frühstücken, Taschen packen und ab zum Auto. Es hatte Hunger, also wurde erst einmal der nächste Supercharger angesteuert. Koge, 12,40 KWh, 10 Minuten, 43,41 DKK. Dann ging es weiter Richtung Roedby, denn die Rückfahrt sollte über Fehmarn gehen. Nächster Halt, Supercharger Maribo, 33,79 KWh, 13 Minuten, 98,01 DKK und dann ab auf die Fähre.

Schon lustig, so mit seinem Auto in den Bauch eines Schiffs zu fahren.

Anschließend ging es dann nach oben. Für uns war es erstaunlich, wie die Leute die Treppen hoch, in die Lokale und Einkaufsläden rannten. Man hatte den Eindruck, sie würden verhungern, bzw. hätten jahrelang keine Seife mehr gesehen. Aber so hat eben jeder seine ganz eigenen Vorlieben. Wir genossen die Überfahrt an Deck und anschließend ging es noch kurz zum IFA Ferienzentrum auf Fehmarn, wo wir vor langer Zeit Urlaub gemacht hatten. Den Ort hatten wir in guter Erinnerung, aber man konnte deutlich sehen, wie der Zahn der Zeit an der Anlage genagt hatte. Ein Turm war noch geöffnet, der mittlere Turm wurde renoviert und im hinteren Turm ist jetzt eine Klinik. Wir kamen direkt von Dänemark, mit tiefblauem Himmel und direkt nach der Überfahrt standen wir in einer herunter gekommenen Ferienanlage und das bei sehr dunklem Wetter. Umso größer die Freude, dass wir einen tollen Tag in Kopenhagen hatten und es jetzt zurück nach hause ging.

Also ab, Richtung Heimat. Kurz vor Lübeck, ein Marzipan Brot hätte auch etwas, also ein kurzer Halt in der Stadt.

Anschließend ging es zum Supercharger Lübeck, 42,39 KWh, 25 Minuten, 20,77 Euro und dann direkt nach hause.

Fazit, wieder ein toller Kurztrip, mit einem wunderbaren und völlig stressfreiem Auto. Keine Ladeplanung, keine Ladekarten, einfach einsteigen und los. Was leider oft fehlt, die nötige Zeit, um diese tolle Technik genießen zu können. Aber sicher ist auch, die nächste Reise kommt und dann wartet wieder sehr viel Spaß auf uns. :slight_smile: Und wer Lust hat, selbst Kopenhagen zu erkunden, es ist eine tolle Stadt für einen Kurztrip und das Motel One ist soweit auch gut, wenn auch zu teuer für das Gebotene. Und was das Bett betrifft, das freundliche Personal meinte, sie hätten auch größere Betten, aber alle sehr weich, was schon oft zu Beschwerden der Gäste geführt hat. Wen das aber nicht stört, der hat hier für die Besichtigung der Stadt sicherlich einen tollen Standort. ….

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Danke für Deinen Bericht. Dänemark ist immer eine Reise wert und inzwischen auch deutlich günstiger als beispielsweise die Niederlande. Deshalb geht es auch für mich in einigen Wochen wieder Richtung Norden und nach Jütland :+1::denmark::ok_hand:

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auch von mir, vielen Dank für den Bericht. Wir waren noch nicht dort, aber haben es schon lange vor!

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