Klimaschutz, Umweltschutz, CO₂ allgemein (Teil 3)

Meine Lösung ist eine saubere und transparente politische Diskussion und anschließend eine saubere transparente Gesetzgebung. Das Ergebnis würde ich dann immer mittragen.

Bei uns in der Region zB Wasserversorgung. Das gehört mE nicht privatisiert, da es ein Monopol ist. Der Tunnel ist schon unproblematischer. Der Staat hätte ihn nicht gebaut und man muss den nicht nutzen.

Die Privatisierung im Gesundheitssystem hat nie stattgefunden.
Eine geschützteren Markt gibt es nicht, von der Krankenhausfinanzierung über Apothekenpreise, Preis für Reha, etc., alles reguliert.
Großsystem: Deutsche Post. Vor 35 Jahren habe ich in München noch drei Monate auf die Freischaltung einer bestehenden Telefonleitung gewartet, die Grundgebühr kostete 24 DM, jedes Gespräch oben drauf.
Ich habe auf der Post zwei Jahre gejobbt. Zielvorgabe war, dass ein Päckchen zwei Wochen Laufzeit in Deutschland hatte, vor Weihnachten durften es auch drei sein. Da wir zu den besten Postämtern bundesweit gehörten, waren oftmals Kapazitäten frei, um Drucksachen und Warensendungen zu bearbeiten, damit diese schneller zum Kunden kommen. Das wurde uns verboten, weil die Kunden weniger Porto zahlten als für einen Brief und deshalb länger warten sollen, dann sind wir halt rumgehockt und der LKW ist halb leer gefahren.
Stadtwerke München: Erst die Möglichkeit, den Stromanbieter zu wechseln, hat hier zu Kundenorientierung geführt und zu im Ansatz annehmbaren Preisen.

Da stimme ich Dir zu. Wir haben zwei Opernabos in München, die kosten ca. 650€ pro Person und Saison für 6 Vorstellungen. Die Abos sind 40% günstiger als wenn wir die Karten im Einzelkauf erstehen würden. Dennoch wird jeder einzelne Opernplatz mit 100€ pro Vorstellung vom Freistaat unterstützt.

Finde ich o.k.. Dann funktioniert das auch. Man muss nur den Zustand französischer Autobahnen mit denen deutscher vergleichen. Die französischen sind top.
Die öffentliche Hand hat in Deutschland die Begabung, Großprojekte hemmungslos in den Sand zu setzen. Der Bürger darf es bezahlen. Beispiele: 2. Münchner S Bahn Röhre, Stuttgart 31, Bahnstrecke München - Berlin, Flughafen Berlin/Brandenburg, usw., usf..

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Schau Dir mal den Jobcenter an, da kannst Du sehen wie gut der Staat einen Laden werfen kann.

Ich finde jetzt nicht, dass für mich Spanien als großes Vorbild dienen könnte.

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Da kommen Zielkonflikte zum Tragen:

  • Will die betreibende Körperschaft ihren Gewinn maximieren dann unterstelle ich ein Interesse gar keine Versorgungssicherheit zu wollen, weil knappe Güter sich besser „monetarisieren“ lassen. :smiling_face_with_horns: Mangelverwaltung als Geschäftsmodell
  • Will die betreibende Körperschaft „nur“ den Betreib gegenfinanzierten, dann unterstelle ich ein Interesse daran den Unterhalt möglichst kostengünstig zu betreiben, Spitzenlast wird dann weniger „monetarisiert“, sondern eher pönalisiert. Es geht dann eher um Kostendämpfung und Kostendeckung, weniger um Gewinnmaximierung.

Bin der Meinung dass sie das prinzipiell nicht sein sollten. Denn wer immer Netzbetreiber ist, der sollte für gleiche Spielregeln der Marktteilnehmer im Netz sorgen. Und das ist nunmal originär der Staat.
Beispiele:

  • Verkehrswege - Spediteure
  • KupferDoppelleitungen - DSL-Anbieter
  • StromNetz - Stromerzeuger

Es gibt Gegenbeispiele wo das aus technischen Gründen schwierig ist, etwa beim Wasser. Die Netze lassen sich überregional nicht koppeln, also ist Betrieb und Erzeuger/Versorger meist in einer Hand.
Glasfasernetze sind nicht reguliert - und da sieht man schön die Probleme die daraus entstehen, etwa der Überausbau in einigen Gebieten.

Bei uns in der Gemeinde wurden gerade die Renovierung eines Wasserbehälters neu ausgeschrieben wie auch die Anschaffung von Funk-Wasserzählern. Auch die wenigsten Straßenmeistererien teeren z.B. selber mit eigenen Maschinen. Da kommt die Privatwirtschaft durchaus zum Zuge, auch wenn der Netzbetrieb in öffentlicher Hand bleibt.
Und wer dann letztlich die Daseinsvorsorge durch welche Maßnahme gewährleistet ist eine akademische Diskussion. Allerdings sind durch den staatlichen Betrieb auch öffentliche Ausschreibungen vorgeschrieben und somit muss immer der günstigste Anbieter zum Zuge kommen. Diese Transparenz entfällt nach der Privatisierung!

Um den Bogen zum Klimaschutz zu spannen. Fällt der nicht auch unter „Daseinsvorsorge“?
Weil ohne Planet keine Menschen.

Wie sehr sich da die freien Kräfte der Wirtschaft, insbesonders die Automobilindustrie in Europa (nicht) engagieren (mit einer nennenswerten Ausnahme aus USA), um maximal Profit bei minimaler Verantwortung für ihre Produkte zu erzielen, sieht man seit Jahrzehnten, mit zunehmendem gejammer aber besonders die letzten 10 Jahre im Abwehrkampf gegen Dieselfahrverbote, BEV usw.

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Genau. Da drückt sich doch die Politik um klare Regeln und Übernahme von Verantwortung. Das liegt aber natürlich auch an uns als Wahlvolk. Übernimmt einmal eine Regierung und ein Parlament diese Verantwortung und fängt an, klare Regeln zu definieren, droht die Abwahl.
Schwierig…

Deutschland ist halt nicht Norwegen…:person_shrugging:

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Sehe ich auch so, Norwegen ist ein tolles Land und die haben Ihr Potential voll genutzt, aber das wird auch so akzeptiert. Bei uns würde das nicht funktionieren wenn wir unsere Braunkohle in Strom umwandeln und in den Export geben würden. Wir wollen das ja stilllegen und auf Gas umsteigen.

Norwegen hat einen unfassbar guten Staatsfond mit rund 200.000€ je Einwohner…

Die haben das alles richtig gemacht, keine Frage… andere Länder scheitern am Reichtum der Bodenschätze… Andere haben was dagegen es zum eigenen Nutzen zu fördern.

Ich bin ja auch für den Kohleausstieg, nur sollte man dann nicht so lobend nach Ländern schauen, die auch durch den Verkauf von einer der CO2 Quelle der Welt im Luxus leben können.

Spanien hat halt viel mehr Probleme mit zu wenig Wasser, da muss man was tun. In D kann halt (fast) jeder aus dem Vollen schöpfen. Unser Solawi Gärtner z.B. bekommt nicht so viel Wasser zugeteilt wie er eigentlich für seinen Betrieb benötigen würde.

In Spanien ist die Grundgebühr beim Strom auch relativ hoch, mit ca. 25€ bei 5 kW Anschlussleistung, dafür kostet dann die kWh nur knapp 13 ct.
Auto öffentlich laden kostet AC oft nur 25 ct/kWh und AC auch nicht viel mehr. Leider ist das Angebot noch niedrig.

Auf was man nicht alles kommen kann. Wenn’s hilft…??

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Das ist jetzt aber nicht dazu gedacht, um in den Bilanzen dann auch höhere Abschreibungen für sowas zu erhalten? :speak_no_evil_monkey:

Söder hat es im Sommerinterview echt gut auf den Punkt gebracht. Die Verschwendung bei der WP Förderung muss halbiert werden und das Geld sinnvoller verwendet werden.

Ein Kumpel von mir hat in einem MFH eine WP einbauen lassen als Verwalter… Je WE waren das 13.500€ und ca. 5.500€ Förderung. Dabei hätte ein 1:1 Tausch der vielen Gasthermen locker 11.000€ gekostet. :person_shrugging:

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Also halbieren - und dann heulen die Heizis, weil das Geschäft wegbricht. Und was machen wir dann mit dem übrigen Geld?

Zum MFH: Kannst Du das umformulieren, damit man versteht, was Du meinst?
Ich habe gerade den Bescheid bekommen, dass ich meinen Mietern schlappe 800 € Nachzahlung abverlangen darf, für die tolle Gasheizung. Wirtschaftsplan für 26: 2800 € Heizung. Zwei Personen, 70m², beheizte Nachbarwohnungen oben, unten, links und rechts.
So, jetzt Du.

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Was bitte ist den das für eine Bude? 2800.-€ bei 9 Cent Gaspreis pro KWh sind fas 31000 KWh Verbrauch für 70 m². Da gehen dann noch max. 200 E Grundgebühr im Jahr drauf. Also landen wir bei ca. 29000 KWh Verbrauch.

Aus eigener Erfahrung von einer gemieteten Wohnung: die Brennstoffkosten können durchaus weniger als 50% der Gesamtrechnung ausmachen, Mi**l etc sind sehr kreativ viele weitere Betriebsmittelkosten in Rechnung zu stellen.
Bei einem Verwandten genauso: 7 gleich große Wohnungen. Er wohnt im EG und hatte schon immer eine separate Heizung. Habe eine WP eingebaut und die verbraucht für 22.23° Rt 800kWh Strom im Jahr (also etwa 250€). Vorher waren es 3500kWh über Heizstab. Das interessante dabei ist, den restlichen 6 Wohnungen werden knapp 7000€ pro Jahr in Rechnung gestellt, für die Gasheizung :joy:

Naja zurück zum Thema: für mich ist die Verbrennung fossiler Brennstoffe eine selbst auferlegte finanzielle Strafe.

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Die haben ein MFH mit Etagen Gasheizung zu einer zentralen WP Heizung mit Etagen BWWP umgebaut und je WE mussten die ca. 13.000€ zahlen und haben ca. 5.500€ Förderung bekommen, also effektiv give or take 7.500€ je WE Eigenanteil. So grob.. 500€ hin oder her kann ich gerade nicht sagen.

Das Angebot für neue Gasheizungen wäre bei 11.000€ je WE gelegen…

Und der Macher des sinnlosen Verschwendungsgesetzes haut jetzt großspurig ab … Großes Kino..

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Das frag ich mich ja auch. Bj 93, Ziegelbau, FBH, Thermopenfenster. Ich wohne keine 100m weiter im EFH, gleiches Bj, im Prinzip gleiche Bautechnik, und heize 300m2 mit 1200 € Pellets…

Wenn ich das hätte durchsetzen können, hätte ich es mit Kusshand genommen. Selbst mit den 18k pro Wohnung. Wenn nicht nur Mist verbaut wird, hätte sich das in weniger als 10 Jahren amortisiert. Es geht ja nicht nur um das aktuelle Jahr, die Kosten steigen seit Jahren. War schon 2007 so, als ich meine GH durch den Pelletbrenner ersetzt habe. 7 Jahre für ein schwarze Null, ganz ohne Förderungen, trotz Neubau eines Erdtanks. Spart nun schon 11 Jahre gut 2000 €/a.
Aber Du hast meine Frage nicht beantwortet: was würdest Du mit der eingesparten Förderung denn machen - was jetzt aus Geldmangel nicht gemacht werden kann?

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